1.5. DEFA-Stiftung präsentiert: Tag der Arbeit im Kino arsenal

 

Zum Tag der Arbeit präsentiert die DEFA-Stiftung zwei Klassiker aus dem DEFA-Studio für Spielfilme über den zum Helden stilisierten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der 1944 im KZ-Buchenwald ermordet wurde.

Der monumentale Epos von Regisseur Kurt Maetzig, in dessen Hauptrolle Günther Simon brilliert, entstand nach einem Szenarium von Willi Bredel und Michael Tschesno-Hell.

„Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse“ beginnt in den ersten Novembertagen 1918 an der Westfront. Zu den deutschen Soldaten dringt die Nachricht vom revolutionären Aufstand in Kiel. Der junge Thälmann, Soldat wider Willen, möchte bei den sich ausbreitenden Kämpfen neben seinen Genossen in Hamburg stehen. Als die Revolution durch den Verrat rechter Sozialdemokraten und die Zersplitterung der Arbeiterklasse in Gefahr gerät, versucht er dennoch unermüdlich, die Arbeiter zu einen. Die Reaktion jedoch wird immer stärker und die Not der einfachen Leute immer größer. In dieser Situation will der Hamburger Polizeisenator die Löschung eines Schiffes mit Lebensmitteln, eine Solidaritätssendung Petrograder Arbeiter, verhindern. Thälmann aber setzt das Entladen durch. Den Höhepunkt und Schluß des ersten Teils des "Thälmann-Films" bildet der Hamburger Aufstand im Oktober 1923.

Die Fortsetzung „Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse“ beginnt 1930 erzählt bis zur Ermordung Thälmanns 1944. Er zeigt den Kampf Thälmanns um die Einheitsfront der deutschen Arbeiter gegen die Nationalsozialisten, seine Verhaftung nach der Machtergreifung Hitlers und die elf Jahre Kerkerhaft, in denen er standhaft bleibt bis zum Tod. Ein Befreiungsversuch der Genossen scheitert, einem korrumpierenden Freiheitsangebot Görings erteilt Thälmann eine Absage. Und er muß miterleben, wie seine tapfere Mitkämpferin Änne Jansen im Frauengefängnis gegenüber bei einem Bombenangriff umkommt. Zur zweiten tragenden Gestalt des Films wird Ännes Mann Fiete Jansen (Hans-Peter Minetti), der bereits im ersten Teil als Freund und Kämpfer an Thälmanns Seite stand. Als Kommandeur des Thälmann-Bataillons kämpft er in Spanien für die Sache des Volkes und später in den Reihen der Roten Armee für eine schnelle Beendigung des faschistischen Krieges.

Beide Thälmann-Filme, deren Herstellung unter strenger Oberaufsicht der SED stand, waren Pflichtprogramm für Millionen DDR-Bürger. Sie zählen mit jeweils über 8 Millionen zu den erfolgreichsten Filmen des Studios.

Ernst Thälmann Günther Simon

Günther Simon in "Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse" Fotograf: Heinz Wenzel

Kino Arsenal


Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

www.arsenal-berlin.de/arsenal

Montag, 01.05.2017
Tag der Arbeit
19:00 Uhr
Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse
DDR 1954, R: Kurt Maetzig, 126 min, 35mm

21.15 Uhr
Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse
DDR 1955, R: Kurt Maetzig, 139 min, 35mm

Einführung: Detlef Kannapin

Nächster Termin

12. Juni: Für Annekathrin Bürger

19:00 Königskinder
21:00 Hostess