3.4. DEFA-Stiftung präsentiert: Künstler im Exil im Kino arsenal

 

Unter dem Titel „Künstler im Exil“ präsentiert die DEFA-Stiftung acht kurze Dokumentarfilme, die bekannte Künstler wie die Schriftsteller Erich Fried, Arnold Zweig, Egon Erwin Kisch, Erich Weinert, aber auch unbekanntere wie den Fotografen Walter Ballhause, den Zeichner Leo Haas und den Schauspieler Martin Brandt portraitieren.

Die Aufarbeitung der Lebenswege und Sichtweisen linker und liberaler Künstler, die durch die Nazis gezwungen waren, ins Exil zu gehen, stellte ein zentrales Thema der offiziellen antifaschistischen Filmpolitik der DDR dar. Die Umsetzung dieser Dokumentarfilme und ihre Perspektive auf das Leben der Emigranten war geprägt von den jeweils aktuellen politischen Bedingungen. Das erklärt Verkürzungen, Auslassungen oder Verdichtungen in den Künstlerportraits. Die Filme bieten, neben ihrer aktuellen Thematik, eine faszinierende Zeitreise in die ostdeutsche Geschichte.

Das Programm stellt kleine Perlen aus dem DEFA-Dokumentarfilmstudio vor, bei denen u.a. Volker Koepp, Roland Steiner, Karlheinz Mund und Eduard Scheiber, den wir als Gast zum Gespräch begrüßen, Regie führten.

Foto: Erich Fried
Die ganze Welt soll bleiben - Erich Fried - Ein Porträt
Kino Arsenal


Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

www.arsenal-berlin.de/arsenal

Montag, 03.04.2017
Künstler im Exil
19:00 Uhr

  • Er könnte ja heute nicht schweigen
    DDR 1975, R: Volker Koepp, 34 min, 35mm
  •  Arnold Zweig   
    DDR 1962, R: Joop Huisken, 20 min, DCP
  •  Wissen Sie nicht, wo Herr Kisch ist?
    DDR 1985, R: Eduard Schreiber, 19 min, 35mm
  • Spuren
    DDR 1989, R: Eduard Schreiber, 21 min, 35 mm

21.00 Uhr

  • Malik
    DDR 1967, R: Giovanni Angella, 18 min, 35mm
  •  Die ganze Welt soll bleiben - Erich Fried - Ein Porträt
    DDR 1988, R: Roland Steiner, 31 min, 35mm
  • Walter Ballhause - einer von Millionen
    DDR 1982, Karl-Heinz Mund, 21 min, 35mm
  • Zeichner - Zeuge – Zeitgenosse
    DDR 1970, R: Jörg d'Bomba, 13 min, DCP

zu Gast: Eduard Schreiber
Einführung: Grit Lemke