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DEFA - Stiftung - 2008

Preis für Verdienste um den deutschen Film

Angelica Domröse und Rolf Hoppe

Der Filmregisseur Heiner Carow, wir kannten und liebten ihn alle, erzählte gern die schöne Geschichte, wie er seine „Paula“ fand. Das sollte eine zarte, auch ein bisschen naive junge Frau sein, voller Sehnsucht nach Liebe und kompromisslos in ihrem Anspruch auf Glück und Harmonie. Wochenlang wurden junge Mädchen getestet. Hunderte kamen nach Babelsberg, in die DEFA-Studios, um ihm vorzuspielen. Eine „Paula“ ist nicht dabei gewesen.

Das war genau der Moment, in dem Carow mal wieder an Angelica Domröse dachte. Aber er hatte Bedenken. „Sie hatte gerade, Effi Briest‘ gespielt“, so schrieb er später, „und sie erschien uns zu vornehm, zu aristokratisch für die Rolle. Außerdem glaubten wir, sie sei schon zu alt. Sie war gerade dreißig geworden ...“ – Trotzdem schickte er ihr das Drehbuch, und sofort zerstörte die Domröse alle Sorgen des Regisseurs. „Sie war Paula. Überzeugend durch die Ehrlichkeit ihrer Gefühle. Ein Mädchen, das auf einem Berliner Hinterhof aufgewachsen war, eine junge Frau vom Kiez, die tagsüber zur Arbeit ging und sich abends mit ihren Freundinnen traf. Sie brauchte sich nur an ihre Kindheit und frühe Jugend zu erinnern und diese Erinnerungen in sich selbst wieder lebendig zu machen.“

Was danach kam, ist bekannt. Eine unbeschreibliche Erfolgsgeschichte, an der die Domröse einen entscheidenden Anteil hatte. „Die Legende von Paul und Paula“ wurde ein Kultfilm, ein poetisches Märchen, geboren aus Sehnsucht und Hoffnung und Zärtlichkeit. Der Traum von einem Glück. Und ich gebe es gern zu: Wäre ich damals ein bisschen älter gewesen und hätte in der DDR gelebt, auch ich hätte gern vor der Wohnung Paulas im alten Treppenhaus gelegen und gewartet, dass sie endlich die Tür öffnet: diese schöne, zerbrechliche, ruppige, widerspenstige, mit allen Sinnen liebende und lebende Berliner Kaufhallenkassiererin.

Rolf Hoppe sah ich ein paar Jahre später zum ersten Mal auf der Leinwand. Da war er der preußische Ministerpräsident in „Mephisto“, nach dem gleichnamigen Buch von Klaus Mann. Jovial und böse, verführerisch und brutal, ein mächtiger Mann mit großem runden Schädel, dämonisch blitzenden Augen, eine schillernde Rolle mit hundert verschiedenen Facetten. Für Hoppe war das der Anfang einer internationalen Karriere. Sie hätte schon viel früher beginnen können, wenn der Westen die DEFA-Filme bewusster zur Kenntnis genommen –  und der Osten mehr Freiräume erlaubt hätte. Hoppe war ja schon in den sechziger Jahren, noch als Chargendarsteller, ein begnadeter Schauspieler: Konrad Wolf zum Beispiel hatte ihm in seinem Meisterwerk „Ich war neunzehn“ die wunderbare Episodenrolle eines Etappenmajors der Wehrmacht anvertraut, der am Ende des Krieges erst mal seiner Bürokratie Genüge tun muss, ehe er überhaupt glaubt, dass die Russen in seinem Amtszimmer stehen...

Das spielte Hoppe mit komischem Understatement. Überhaupt ist er immer gern komisch gewesen, auch als Cowboy, der mit seinem Colt tanzt, oder als spanischer König in „Goya“, oder als gewitzter Ganove im „Bruch“, ein „Einbrecher mit Grundsätzen“.

Beide, die heute den Preis der DEFA-Stiftung für ihr Lebenswerk erhalten, haben mit ihrem Spiel die Leinwand verzaubert. Es ist ein Spiel, das mitten heraus aus dem Leben kommt. Immer sozial fundiert. Immer mit dem Wissen, dass die Figuren nicht in luftleeren Räumen zu Hause sind, sondern neben anderen Menschen leben, in bestimmten politischen Verhältnissen und gesellschaftlichen Umständen. Selbst wenn es nur um kleine Rollen ging, haben Angelica Domröse und Rolf Hoppe den Aufwand betrieben, das biografische Hinterland ihrer Figuren auszuschreiten. Sie wussten, woher sie kommen, und sie wussten, wohin sie gingen. Sie wussten manchmal mehr, als die Drehbücher ihnen vorgaben. Und sie haben es in ihre Blicke und Gesten, in ihre Sprache, in ihren Habitus eingebracht. Das hat sie stets glaubwürdig und immer bodenständig sein lassen. Ob auf mecklenburgischen Äckern wie in dem Fernsehroman „Wege übers Land“ oder ganz weit weg, im Himmel, wo Hoppe mal den singenden Zeus in „Orpheus in der Unterwelt“ spielen durfte. In welchen Verkleidungen auch immer: Angelica Domröse und Rolf Hoppe wurden von der Kamera geliebt, und von den Zuschauern sowieso.

Hoppe hat, wenn die Statistik nicht täuscht, bis heute 156 Kino- und Fernsehfilme gedreht. Angelica Domröse weit mehr als fünfzig. Er hat sehr viele kleinere Rollen gespielt – sie fast ausschließlich große, darunter die unvergessliche „Fleur Lafontaine“ oder die „Hanna von acht bis acht“, eine Barfrau in West-Berlin. Aber obwohl beide schon in der DDR zu den ganz großen Stars des Kinos und des Fernsehens zählten, gibt es kaum eine Handvoll Filme, in denen sie zusammen spielten. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber ich meine, dass wenigstens einer davon unbedingt wieder zu entdecken wäre: ein Fernsehfilm von Klaus Poche, in dem beide ihre Kunst so wunderbar entfalten konnten. Das kleine Werk heißt „Mein lieber Mann und ich“, gedreht wurde es 1974, wenige Jahre, bevor die Domröse in den Westen übersiedelte. Sie spielt eine junge Frau, die es satt hat, ihren Mann, einen bekannten Darsteller, tagtäglich mit dem Auto zu seinen verschiedenen Arbeitsplätzen zu kutschieren. So sucht sie sich einen Job als Kraftfahrerin in einem Großbetrieb. Sie will sich im Beruf selbst bestätigen, eine gleichwertige Partnerin sein.

Der Direktor dieses Betriebes, in den sie geht, ist Rolf Hoppe. Ihm wird sie als Fahrerin zugeteilt, und er hat sie auch deswegen gern an seiner Seite, weil er zur Leipziger Messe mit einer attraktiven Begleitung erscheinen will. Dann aber lässt er sich hinter verschlossenen Türen auf einen Deal mit ihrem Ehemann ein: Die Männer beschließen, dass sie nicht länger als Fahrerin arbeiten, sondern sich weiterbilden und Karriere machen soll. Eine Verschwörung von Männerkumpanen.

Klaus Poche hat diese Geschichte einer Emanzipation mit vielen komödiantischen Zwischentönen versehen. Er schrieb Hoppe eine Rolle auf den Leib, die zwischen vordergründiger Nettigkeit und hintergründiger Schurkerei pendelte. Und die Domröse war, wie so oft, eine bezaubernde Frau, die um ihr Glück und ihr selbst bestimmtes Leben ringt. Beide waren dabei ganz in ihrem Element. Das, so erinnere ich mich mit Vergnügen, merkte man dem Film auch in jeder Szene an.

Ich würde ihn gern im heutigen deutschen Fernsehen wieder sehen. So wie Hoppes Auftritte in „Die besten Jahre“ und „Jörg Ratgeb – Maler“. So wie Domröses „Chronik eines Mordes“, einen der starken DEFA-Filme zum Holocaust, oder „Verfehlung“, eine späte Paraphrase auf die „Legende von Paul und Paula“, aus der Zeit unmittelbar nach der Mauerfall, ein unschätzbares Zeitdokument.

Das alles sind Filme, die zum besten deutschen Kulturerbe gehören. Und die unterstreichen, dass Angelica Domröse und Rolf Hoppe ohne jeden Zweifel zu den herausragenden Schauspielern unseres Jahrhunderts zu zählen sind. Im Kino und im Fernsehen – und erst recht auf der Theaterbühne. Mit einer Kunst und einer Leidenschaft für das Gute, Schöne und Wahre, vor der sich die nachfolgenden Generationen nur ganz, ganz tief verbeugen können.

Laudator: Dieter Kosslick, Direktor Internationale Filmfestspiele Berlin

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst

Thomas Plenert



Für Thomas Plenert ist die Kamera kein Instrument, sondern ein Organ, ein lebenswichtiges. Wie sollte man sonst seine Unleidlichkeit erklären, wenn mal kein Dreh in Aussicht ist. Wie sollte man sonst erklären, wie vertrauensvoll die Menschen sich diesem Kameramann hingeben für das Bild, das er von Ihnen macht.

Sicher gehört dazu der Regisseur, der die Dinge sucht und die Menschen dazu bringt, damit sie so etwas überhaupt mit sich machen lassen, ob es Küchenfrauen sind, oder Schauspie-lerinnen, die Küchenfrauen spielen.

Neben Thomas Plenerts Sensibilität und dem Interesse an den Dingen, dem Wissen, in welchem Licht man Menschen, Landschaften oder Räume fotografiert, wann man in die Bewegung geht und wann es besser ist bei der Sache zu bleiben, weiß er, das die Beziehung zwischen Kamera und Regie für die fotografische Stimmung am Ort des Geschehens wesentlich ist. Wenn es zwischen den beiden stimmt, wird’s produktiv, entsteht Bleibendes. Für die Filmkunst und für’s Leben.

Das haben Jürgen Böttcher, Jörg Foth, Hannes und Sybille Schönemann, Lothar Warneke, Volker Koepp, Bernd Böhlich, Andreas Kleinert, Werner Schroeter, Peter Kahane und viele andere, mich eingeschlossen, immer wieder erfahren dürfen.

„Neugierig bleiben und reagieren “, das sind die beiden Fähigkeiten, die Tommy selbst, als die beiden wichtigsten seines Berufes bezeichnet. Er liebt es, vom Schauplatz und vor allem den Menschen, ihren Bewegungen, ihren Gesichtern angeregt zu werden, aus der Beobach-tung des Geschehens oder der inszenierten Ereignisse heraus das Licht zu suchen oder zu setzen und die Kadrierung vorzunehmen.
Die Lebendigkeit zu bewahren, die aus der Genauigkeit der Beobachtung resultiert und den Zufall einschließt, ist ihm wichtiger, als ausgeklügelte Perfektion.

Thomas Plenert hat den Mond zwischen New York, Czernowitz und Tbilissi, nicht nur leuchten gesehen, manchmal gedreht, sondern vor allem in seinem fotografischen Gedächtnis gespeichert. Das Gedächtnis von Tommy scheint unendlich aufnahmefähig. Wenn ein lebendiger Impuls darauf trifft, holt er Bilder daraus hervor, die einen bezaubern und das Gefühl vermitteln, das man nicht allein auf der Welt ist.
Kein anderer scheint Menschen, Landschaft und Meer mit solcher Zärtlichkeit in Schwenks filmen zu können.

Nur auf dem Dorf in Mecklenburg, zwischen den Schweinen und Rindviechern, seinen Lieblingstieren, kann er es gewisse Zeit ohne Kamera aushalten und den Grimm darüber vergessen, mal kein Bild von anderen zu machen, außer dem von seinem jährlich wechselnden Hausschwein. Wenn man das  Frischgeschlachtete probiert, bekommt man das Bild vom Schwein per Handy gratis dazu: Kuck mal, so sah es aus, als es noch lebte.

Tommys Humor und sein nicht enden wollendes Lachen sind überwältigend. Ich erinnere mich an einen Morgen an der Oder, als wir auf den magischen Moment warteten, um Tausende von der Wasseroberfläche startende Gänse zu drehen. Just in dem Augenblick fielen ihm die vergeblichen Verführungskünste einer Ukrainerin aus dem Quartier ein, in dem wir die Nacht verbrachten, das gleichzeitig ein Bordell war. Mit laufender Kamera im Arm zu lachen und dennoch ein bleibendes Bild zu machen, wer kann das schon. Nur einer, für den die Kamera kein Instrument, sondern ein Organ, das gleichsam Herzschlag und Seele ist.

Laudatorin: Prof. Helke Misselwitz, Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"

Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses 

Anna Ditges

Ihr dokumentarisches Porträt war ein überraschendes Debüt, einer der sensibelsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre. Im Zentrum steht eine literarische Jahrhunderterscheinung mit ihrem Credo „Schreiben ist wie Atmen. Man schreibt, wenn man es lässt". Natürlich eine poetische Huldigung an Hilde Domin, aber eben vor allem ein Film wider die Kino- und Fernsehkonvention, deren fataler Hang zum "Verfeaturen" Emotionen und Sensibilität auszutreiben scheint.
Felix Kuballa, der Anna Ditges’ Arbeit für den WDR betreute, meint exemplarisch dazu: „Anna Ditges hat einen sehr eigenwilligen Blick und sie hat sich auf das beschränkt, worauf es ihr ankommt: die Domin. Der Film ist gewissermaßen jenseits aller Regeln entstanden, ein Dogmafilm ohne Dogma..."

Dieses „Spiel ohne Regeln" schließt den Duktus der naiven Neugier ein, aber der Film spiegelt vor allem immer wieder seine Methode, ist eine dokumentierte Annäherung, ein Spiegel der Begegnung verschiedener Generationen, völlig gegen­sätzlicher Erfahrungs- und Erlebniswelten.
Motivlinie bleibt konsequent die Dynamik und Eigendynamik der Begegnung einer 26-jährigen Filmemacherin mit der 95-jährigen Dichterin: Annäherung und Distanz, Momente der Verweigerung und Verletzbarkeit.
Anna Ditges erinnert: „Im Laufe der Zeit ist es, glaube ich, auch zu einem Spiel zwischen uns geworden. Das hatte beinahe etwas von einem Flirt, so ein Spiel zwischen Ablehnung und Zuwendung..." Das schönste Fazit dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte und Begegnung gibt Hilde Domin am Schluss selbst: „Du wirst mir sehr fehlen…"

Laudator: Fred Gehler, Vorsitzender des Stiftungsrats der DEFA-Stiftung

Programmpreise 2008

Kino ist mehr als Film, so lautete einstmals der Spruch eines weisen Mannes. Doch wer legt in unseren schnelllebigen Zeiten noch gesteigerten Wert auf Weisheit? Und geht nicht langsam die Gewissheit verloren, dass Kino nicht bloß ein schnelles Abendvergnügen, sondern etwas Besonderes, eine Entdeckungsreise ins Universum, auch in das der menschlichen Empfindungen, der Gedanken und Gefühle sein kann? Kino als Ort der individuellen Welterfahrung, des geistigen Austauschs, der Kontemplation.

Kino "Krokodil", Berlin

Im „Krokodil“ ist das alles noch möglich. Das kleine Haus im Prenzlauer Berg, das schon zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg als Kino diente, zeigt nämlich nicht, was alle zeigen. Sondern das, was kaum noch einer im Programm hat: Filme aus und über Osteuropa, vor allem aus Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Hier laufen Klassiker aus dem Mos-, Len- und Gorkistudio; oft Dokumentarisches; und manchmal leuchtet auch ein Kleinod aus dem Programm hervor, wie neulich, als das „Krokodil“ einen weithin unbekannten, aber dennoch wunderschönen DEFA-Reisefilm ausgrub: „Ich komme aus dem Tal“, eine Erinnerung an friedliche grusinische Tage. Gabriel Hageni, der Leiter des Hauses, tritt entschlossen dafür ein, dass die Wahrnehmung osteuropäischer Filmkunst, zumindest in Berlin, nicht gegen Null tendiert. Und weil Kino eben mehr als Film ist, präsentiert er Livemusik und Tanz, Malerei und szenische Lesungen. Im Foyer baumelt übrigens ein blaues Krokodil von der Decke. Und am Imbissstand, nicht zu vergessen, gibt es den leckeren russischen Konfekt.

Kino „8 ½“, Saarbrücken

Das Angebot des „Krokodil“ ließe sich folgendermaßen zusammenfassen: „Ein Programm, wie man es sich nur von seinem Kino wünschen kann...“. – Tatsächlich aber stammt der Satz aus einer Laudatio des Deutschen Kinemathekenverbandes; und gemeint war das Saarbrücker Kino mit dem schönen Namen „8 ½“. Neben aktuellen Arthouse-Filmen stellt dieses Haus faszinierende Reihen zusammen: So dokumentierte es die Arbeitsfreundschaft zwischen Fassbinder und Ingrid Caven, ließ die US-amerikanische Avantgarde Revue passieren, präsentiert afrikanische Filme oder deutsche Stummfilmklassiker mit Musikbegleitung. Regelmäßig werden Filmschaffende, die in der Region arbeiten, bis hin nach Lothringen, Luxemburg und dem Elsass, zu Filmwerkstätten eingeladen. Und nicht zuletzt erinnert das „8 ½“ immer wieder, was weit im deutschen Westen ja durchaus unüblich ist, an die DEFA. Dabei kam Wolfgang Staudte zu seinem Recht, er wurde in Saarbrücken geboren. Rolf Losansky, Gojko Mitic, Hannelore Unterberg und andere waren hier zu Gast. Und eine Reihe „Deutschlandbilder: eine Geschichte der DDR und BRD im Film“ eröffnete spannende Einblicke in die deutsch-deutsche Filmvergangenheit. – Neulich war in den Saarbrücker Zeitungen mal wieder zu lesen, dass das unterbudgetierte „8 ½“ gerettet werden und dringend von der Stadt mehr Zuschuss bekommen müsse. Der Preis der DEFA-Stiftung soll deshalb auch ein Achtungszeichen für die Politiker sein.

Stadtkino Basel

Das Stadtkino Basel, der dritte unserer Preisträger, wurde 1998 in der dortigen Kunsthalle eröffnet, zwischen Tinguely-Brunnen und Theater, mitten im kulturellen Zentrum der Schweizer Metropole. Im ehemaligen Skulpturensaal, der als Ausstellungsraum nicht mehr genutzt wird, gibt es 99 Plätze. Weil sich die Zuschauer auf den Film konzentrieren sollen, ist der Saal vollkommen schmucklos und ganz in Schwarz gehalten. Dem Anspruch eines Museums vergleichbar, bietet das Stadtkino die Möglichkeit, Filme im Original und in der bestmöglichen Kopie zu sehen. Weil das auch in Zukunft so sein soll, gründete der Verleih Le Bon Film, der Träger des Kinos, in diesem Jahr eine Kinemathek, deren Grundstock eine einstige Privatsammlung mit fünfhundert 35-mm-Kopien internationaler Klassiker bildet. Jährlich laufen rund zweihundert Filme in achthundert Vorstellungen, darunter Festivalbeiträge, die sonst nie in Basel zu sehen sein wären. Auch die DEFA ist vertreten, mal mit dem „Schweigenden Stern“, mal mit „Stahl und Menschen“. Diesen Monat haben die Basler die Chance, „Die Frau und der Fremde“ zu sehen. Und auch zukünftig kann man sicher sein, dass das Stadtkino die Augen offen hält, wenn es um Besonderes aus Babelsberg geht.

Laudator: Ralf Schenk, Filmkritiker

Rede des Staatsministers Bernd Neumann zum 10-jährigen Bestehen der DEFA-Stiftung.

Rede des Vorstandes der DEFA-Stiftung anlässlich der Preisverleihung und des 10-jährigen Jubiläums

Stiftungspreise 2008:

Preis für die Verdienste um den deutschen Film: Angelica Domröse und Rolf Hoppe

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst: Thomas Plenert

Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses: Anna Ditges

Programmpreise: Kino Krokodil, Berlin; Kino „8 ½“, Saarbrücken; Stadtkino Basel