Newsletter der DEFA-Stiftung 5. Ausgabe Oktober 2007

 

Foto: Filmmalerei
Portraits von Irma-Kinga Stelmach

 

 

 

 

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Ausstellung Film-Malerei

Vom 26. September 2007 bis 15. Januar 2008 präsentiert die DEFA-Stiftung Bilder der jungen Malerin und Regisseurin Irma-Kinga Stelmach.
Nach dem Studium der Bildenden Kunst und Malerei begann Irma-Kinga Stelmach 2002 das Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Thematisch stellt sie in ihren Arbeiten die Suche nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Ihr letztes Filmprojekt „Preußisch Gangstar“, welches sie zusammen mit Bartosz Werner verwirklichte, läuft seit dem 4. Oktober in den Kinos im Verleih von defa-spektrum.
Zur Ausstellungseröffnung am 26. September führte Professor Frank Geßner mit Irma-Kinga Stelmach ein Gespräch zu ihren Bildern und ihrer Filmarbeit. Die Ausstellung ist für Interessierte montags bis donnerstags von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Förderung

Zum 30. September 2007 wurden 110 Anträge auf Projektförderung und Stipendien eingereicht. Die Antragssumme liegt bei rund 780.000 Euro. Der Förderausschuss wird dazu am 24. Oktober 2007 beraten.

 

 
Plakat Retrospektive in Israel
Plakat zur Retrospektive

DEFA-Retrospektive in Israel

Unter dem Titel „Schwarz-Weiß ≠ Grau. Deutsches Kino hinter dem Eisernen Vorhang“ veranstaltet die DEFA-Stiftung in Zusammenarbeit mit den Kinematheken Jerusalem, Tel Aviv und Haifa vom 11. bis 25. November eine Retrospektive mit DEFA-Filmen.
Im Programm werden die Filme „Berlin – Ecke Schönhauser“, „Spur der Steine“, „Karla“, „Solo Sunny“, „Jadup und Boel“, „Die Architekten“, „Die Mörder sind unter uns“, „Sterne“, „Das zweite Gleis“, „Die Russen kommen“, „Leben in Wittstock“, „Feierabend“, „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann“ und „Rangierer“ gezeigt. Aus dem Bestand der Imagefilme, die von der DEFA für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten produziert wurden, sind „Im Pergamonmuseum“ und „Arbeiterfamilie“ von Jürgen Böttcher zu sehen. Fast alle Filme werden mit neuen Kopien und hebräischen Untertiteln vorgeführt. Das Filmprogramm wird durch die Gäste Jutta Hoffmann, Wolfgang Kohlhaase, Peter Kahane und Volker Koepp begleitet und durch Ralf Schenk und Knut Elstermann moderiert.
Kuratiert wird die Reihe von dem Filmwissenschaftler Ralf Dittrich.
In Zusammenarbeit mit den Universitäten in Haifa, Tel Aviv, Jerusalem, Beer Sheva und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem finden als Rahmenprogramm zahlreiche Vorträge statt. Als Referenten werden u. a. die Wissenschaftler Moshe Zimmermann, Barton Byg, Sabine Hake, Johannes von Moltke und Ralf Schenk erwartet. Die Filmreihe wird durch die Deutsche Botschaft Tel Aviv, Foreign Ministry of the State of Israel, den Israel Film Fund, das Bundesarchiv-Filmarchiv, ICESTORM Entertainment, PROGRESS Film-Verleih, defa-spektrum und Europcar Israel unterstützt.

 

 

 

Preisträger

Saarah Aila Waasner, die Anfang des Jahres mit dem DEFA-Förderpreis auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis für ihren Film „Die Gedanken sind frei“ ausgezeichnet wurde, erhielt am 24. September den Starter-Preis der Stadt München.

 

 

 
Foto: Toke C. Hebbeln
Toke C. Hebbeln

Filmfestival Chemnitz

Auf dem 12. Internationalen Filmfestival „Schlingel“ für Kinder und junges Publikum vom 1. bis 7. Oktober erhielt Rolf Losansky den Ehrenschlingel. Losansky hat u. a. bei den DEFA-Filmen „Das Schulgespenst“ und „Moritz in der Litfaßsäule“ Regie geführt. Auf dem Festival wurden in einer Retrospektive sechs Filme des Regisseurs präsentiert.
Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung ging an Toke C. Hebbeln für seinen Film „Nimmermeer“. Der Film erzählt eine märchenhafte Geschichte um das Erwachsenwerden und die Macht der Phantasie und des Träumens. Der kleine Jonas verliert nach dem Tod seines Vaters seine Träume und sein Lachen. Erst der Zauberer einer Gauklergruppe hilft Jonas diese Fähigkeiten wiederzufinden. Der Zuschauer wird in eine geheimnisvoll raue Landschaft entführt, deren Bilder zudem wunderbar musikalisch untermalt werden.
Toke Constantin Hebbeln studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Jahr 2002 begann er das Studium Regie/szenischer Film an der Filmakademie Baden-Württemberg.
www.ff-schlingel.de

 

 

Titel SR Dokfilm Leipzig
„Dokumentarfilm-Festival Leipzig.“

Filmfestival Leipzig

Vom 29. Oktober bis 4. November findet das 50. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm statt. Zum Jubiläum werden in der umfangreichen Retrospektive „Spurensuche – Filmpositionen aus fünf Jahrzehnten“ Klassiker und sogenannte Stiefkinder des DEFA-Films zu sehen sein. Eine Auswahl dieser Dokumentarfilme wird auf der bei ICESTORM Entertainment herausgegebenen DVD-Edition „Spurensuche – DDR-Dokumentarfilme im Abseits“ veröffentlicht.
Im Bertz Fischer Verlag erscheint das Buch „Bilder einer gespaltenen Welt“ des Filmjournalisten Ralf Schenk, der zusammen mit 15 weiteren Autorinnen und Autoren die bewegenden Hintergründe von 50 Ausgaben der Dokfilmwoche beleuchtet.
Anlässlich des Jubiläums veröffentlicht die DEFA-Stiftung in ihrer Schriftenreihe die Dissertation „Dokumentarfilm-Festival Leipzig. Filme und Politik im Blick und Gegenblick“ von Heidi Martini. Alle vier Projekte wurden von der DEFA-Stiftung gefördert.
www.dok-leipzig.de

 

 

 

 

Filmfestival Cottbus

Das 17. FilmFestival Cottbus des osteuropäischen Films wird in diesem Jahr vom 6. bis 10. November veranstaltet. Ein zentrales Thema heißt „after YU“, welches Filme zu jüngsten Entwicklungen in den Nachfolgestaaten des früheren Jugoslawien sowie deren Bezug zu den angrenzenden Adria-Anrainerstaaten beinhaltet. Des Weiteren wird die Retrospektive 2007 „Neue Heimat Brandenburg“, eine Filmreihe anlässlich des 850-jährigen Jubiläums des Landes Brandenburg, gezeigt. Die DEFA-Stiftung unterstützt das Festival auch in diesem Jahr bei der Retrospektive.
www.filmfestivalcottbus.de

   
 
Foto: Jana Krausová-Pehrová
Jana Krausová-Pehrová in „Hilde, das Dienstmädchen“

 

Cinefest Hamburg

Vom 17. bis 25. November findet das 4. Cinefest Hamburg, das Internationale Festival des deutschen Film-Erbes, statt. Das Cinefest steht dieses Jahr unter dem Motto „Film im Herzen Europas“. In ca. 30 Vorstellungen werden im Kommunalen Kino Metropolis Filme zum Thema „Deutsch-tschechische Filmbeziehungen im 20. Jahrhundert“ präsentiert. Es werden u. a. die DEFA-Filme „Ach, du fröhliche…“, „Hilde, das Dienstmädchen“, „Jahrgang 21; Rocnik jedenadvacet“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gezeigt. Im Anschluss an das Festival in Hamburg werden einige Teile des Filmprogramms in Berlin (Zeughauskino), in Wien und in Zürich gezeigt. Das Festival wird von der DEFA-Stiftung unterstützt.
http://www.cinefest.de

 
Doto: Helga Goehring
Helga Göhring in „Das verurteilte Dorf“

Filmhaus Nürnberg

Am 15. November beginnt die Filmreihe „Deutsch-Deutsche Filmwelten“ im Filmhaus Nürnberg. Das von der DEFA-Stiftung geförderte Projekt läuft bereits seit Mai 2007 im Kommunalen Kino Latücht in Neubrandenburg. Das erste gezeigte Filmpaar wird auch in Nürnberg „Die Mörder sind unter uns“ und „Zwischen gestern und morgen“ sein. Weiterhin werden „Ehe im Schatten“ und „Straßenbekanntschaft“ präsentiert. „Der Untertan“ und „Das verurteilte Dorf“ laufen im November und Dezember sowohl im Latücht als auch im Filmhaus Nürnberg.

 

 
Foto: Melania Jakubisková
Melania Jakubisková in „Fräulein Schmetterling“

Welttag des audiovisuellen Erbes I

Wie jedes Jahr veranstaltet die UNESCO am 27. Oktober den „Tag des audiovisuellen Erbes“. Der Tag soll dazu beitragen das audiovisuelle Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen und es zu schützen.
Zu diesem Anlass wird die DEFA-Stiftung im Kino Babylon in Berlin-Mitte um 17:00 Uhr den Film „Fräulein Schmetterling“ von Kurt Barthel präsentieren. Der Film wurde während der Produktion im Jahr 1966 im Rahmen des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED verboten. Sämtliche Arbeiten an dem Projekt wurden abgebrochen.
Im Auftrag der DEFA-Stiftung und mit Unterstützung des Bundesarchiv-Filmarchivs wurde der Film zwischen Sommer 2002 und Dezember 2004 von Ralf Schenk und Ingeborg Marszalek rekonstruiert.

 

 

Welttag des audiovisuellen Erbes II

Das Potsdamer Filmmuseum nimmt in Kooperation mit der DEFA-Stiftung den „Tag des audiovisuellen Erbes“ zum Anlass die DVD „Von der Erfindung zum Dokument. Filme von Lutz Dammbeck 1976-1986“ vorzustellen. Ab 18:00 Uhr werden Filme von Lutz Dammbeck vorgeführt. Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen Lutz Dammbeck und Claus Löser und eine Führung durch das Filmmuseum statt.

 
 

Trickfilmlounge

Ab 26. Oktober zeigt die Scheune e.V. Dresden auf dem „TRICKFILMLOUNGE festival“ an drei Tagen über 100 Animationsfilme. Das Festival ist eines der Förderprojekte der DEFA-Stiftung. Neben ausländischen Filmen werden auch Tendenzen des deutschen, studentischen Trickfilms beleuchtet. Einen Höhepunkt bildet das Programm „DEFA – Gewagt und Gefährlich“. Dabei werden Filme vorgeführt, die wegen ihrer künstlerischen Sprache und ihrem kritischen Ton kaum in den DDR-Kinos gezeigt wurden. Daneben präsentieren die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und die Kunsthochschule Kassel ihre neuesten Animationsfilmprojekte.
www.scheune.org

 

 

 

 

Filmfestival dokumentART

Vom 22. bis 27. September fand das 16. Europäische Filmfestival dokumentART in Neubrandenburg und Stettin statt. Im Wettbewerb befanden sich 43 Filme aus 15 Ländern. In der von der DEFA-Stiftung geförderten Retrospektive „Die Oder-Neisse Grenze im deutschen und polnischen Dokumentarfilm“ wurden auch die DEFA-Filme „Am Fluss“, „Grenzland – eine Reise“ und „Auf der Oder“ gezeigt. Das Festival fand zum ersten Mal sowohl in Polen als auch in Deutschland statt.
www.dokumentart.org

 

 
 

Film- und Medientage Havelland

Vom 5. bis 7. Oktober fanden die Film- und Medientage Havelland unter dem Titel „Blickspur“ in Rathenow statt. Im Fokus stand das Thema „Sehen. In all seinen Formen.“ Die Stadt Rathenow bot den passenden Ort um sich der Optik auf künstlerischer Film- und Multimedia-Ebene zu nähern.
Das Festival wurde von der DEFA-Stiftung und defa-spektrum gefördert. defa-spektrum präsentierte die Filme „Der Kinder wegen – Flucht ins Vaterland“ und „Deutschland – Endstation Ost“.

 

 

 

Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse

Am 13. Oktober gestalteten die zentrale Internetplattform zum deutschen Film „filmportal.de“ und die DEFA-Stiftung mit Unterstützung von DIF e.V. – Deutsches Filmmuseum ein Gespräch zum Thema „Bewahrung und Vermarktung des internationalen Filmerbes“ auf der Frankfurter Buchmesse. Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung, erläuterte am Beispiel der DEFA-Filme neue Vertriebswege für das Medium Film, die vor allem durch das digitale Zeitalter ermöglicht werden.

 

 
Foto: Jenny Groellmann
Jenny Gröllmann in „Kennen Sie Urban?“

Dokumentarfilm über Jenny Gröllmann

Mit Unterstützung der DEFA-Stiftung entsteht derzeit der Dokumentarfilm „Ich will da sein – Jenny Gröllmann“. Die Regisseurin Petra Weisenburger, eine Wegbegleiterin Gröllmanns, zeichnet das bewegende Portrait einer starken Frau und großen Schauspielerin. Filmausschnitte aus ihrer Karriere rhythmisieren die dazu parallel geschnittenen Bilder und Gespräche der Gegenwart. Leben und Film verdichten sich nach und nach zu einem faszinierenden Dokument der DDR-Filmgeschichte, der gesamtdeutschen Geschichte und der Schauspielkunst.
Mit einem Stipendium der DEFA-Stiftung wurde die Regisseurin Petra Weisenburger bei der Recherche für ihr Dokumentarfilmprojekt unterstützt. Der Film befindet sich derzeit in der Endproduktion und wird 2008 durch defa-spektrum in die Kinos gebracht.

 

   
 

Die Schönste

Am 24. September lief der DEFA-Spielfilm „Die Schönste“ von 1957 erstmalig in beiden Fassungen im Fernsehen beim Mitteldeutschen Rundfunk. Der Film war 1959 nach langen Diskussionen vom 11. Plenum des Zentralkomitees der SED verboten worden. 2005 wurde der Film von der DEFA-Stiftung und dem Bundesarchiv-Filmarchiv restauriert.

 

   

 

Konrad Wolfs „Goya“ in Los Angeles

Vom 5. bis 7. September tagte an der University of Southern California in Los Angeles die 3. Konferenz der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft. Die Konferenz stand unter dem Thema „Feuchtwanger und Film“. Im Zuge der Diskussionen zu Filmadaptionen wurde auch Konrad Wolfs Film „Goya“ präsentiert.

 

 

 

 

Die Stasi im DEFA-Studio

Am 16. Oktober 2007 fand im Kino babylon berlin:mitte eine Filmvorführung und Diskussion zum DEFA-Film „Jadup und Boel“ von Rainer Simon statt. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Rainer Simon, Dr. Matthias Braun, und Claus Löser statt. Der Abend wurde von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der DEFA-Stiftung veranstaltet.

 

   
 

DEFA-Trickfilme in Japan

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit hat das Deutsche Institut für Animationsfilm in Tokio ein Märchenprogramm mit DEFA-Animationsfilmen gestaltet. Zu dieser Veranstaltung veröffentlichte ICESTORM Entertainment in Zusammenarbeit mit der DEFA-Stiftung und dem Deutschen Institut für Animationsfilm die DVD „Es war einmal…“ mit vier DEFA-Animationsmärchenfilmen. Die Filme sind in deutscher Sprache mit japanischen Untertiteln versehen.

   
Foto: Justiziarin
Maren Liese
Foto: Praktikanten
René Pikarski, Raoul Nozon

Personalia

Das Team der DEFA-Stiftung wird seit dem 1. September durch Maren Liese verstärkt. Frau Liese ist als Justiziarin tätig.
Ebenfalls ab dem 1. September absolvieren René Pikarski, Jahrgang 1987, und Raoul Nozon, Jahrgang 1988, ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FSJ- Kultur) in der DEFA-Stiftung.

   
 

DEFA und Zeitzeugen im Fernsehen

  • Dienstag, 23. Oktober 2007
    19.00-19.45 Spiegel TV digital
    Wolfgang Ruge. Der Weg ins Exil und die Rückkehr in den Kalten Krieg, Teil 1 (47 min.)
  • Sonntag, 28. Oktober 2007
    6.20-7.55 MDR
    Professor Mamlock
  • Donnerstag, 1. November 2007
    23.35-1.30 RBB
    Winter adé

 

Weitere Termine finden Sie auf unserer Homepage www.defa-stiftung.de unter dem Punkt Aktuelles.