Die Geister, die ich rief ... - Von dem Vergnügen, Filme zu drehen


Günter Meyer
119 Seiten
Paperback, 14,8 x 21 cm
Preis: 8 € (zzgl. Versandkosten)
ISBN 978-3-00-036035-0

zu beziehen über info@defa-stiftung.de

DAS BUCH
Als die siebenteilige Serie SPUK UNTERM RIESENRAD am 1. Januar 1979 im DDR-Fernsehen startete, glaubte Regisseur Günter Meyer noch an ein Versehen der Zeitschrift »FF dabei«, die für den 13. Januar – im direkten Anschluss an Folge 2 – die Folge 4 der Serie ankündigte. Doch die Zeitungsredakteure waren unschuldig an der »verkürzten« Sendefolge; das Fernsehen selbst hatte veranlasst, den 3. Teil der Fortsetzungsgeschichte ersatzlos zu streichen. Die sogenannte »politische Lage« hatte es dazu bewogen: Keine Folge 3 mit einem Riesen, der die knappen Fleisch- und Wurstwaren aus einem Ost-Berliner Warenhaus stiehlt, während in der übrigen Republik Schmalhans Küchenmeister ist.

Wie es dazu kam, dass die Serie trotzdem vollständig gesendet wurde, davon erzählt Günter Meyer unter anderem in diesem Buch. Von vielen kuriosen Episoden, kleinen und größeren Zwischenfällen vor und hinter der Kamera weiß er zu berichten.

So entsteht zugleich ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Arbeit eines DEFA-Regisseurs und seines Teams in den Siebziger- und Achtzigerjahren beschreibt. Seien es Dokumentarfilme für Kinder oder phantastische Fernsehserien – das Vergnügen am Filmemachen hat Günter Meyer dabei stets begleitet: »Ich bin kein Filmemacher, der ein theoretisches Programm abgearbeitet hat. Jeder Film, ob Spiel- oder Dokumentarfilm, war für mich eine Reise in ein neues Land, war ein Abenteuer.«

Der vorliegende Band enthält Erinnerungen und Anekdoten des Regisseurs von Drehverläufen bis zu Kinopremieren und Fernsehausstrahlungen. So wird innerhalb der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung eine Auseinandersetzung mit dem Kinderfilm der DDR fortgeführt.

DER AUTOR
Günter Meyer, 1940 geboren, Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme und Gastregie
bei Spielfilm und Fernsehen, ist seit 1990 freier Autor und Regisseur.

REZENSION
- Frank Burkhard in Das Blättchen (21.5.2012)