7. DEFA-Newsletter Dezember 2006



Andreas Dresen
und Wolfgang Kohlhaase

 

6. Preisverleihung
„Wolfgang hat ein erstaunliches Gedächtnis für besondere Sätze, besondere Geschichten. Manchmal scheinen sie Jahrzehnte in seinem Gedächtnis bewahrt, bis er die passende Szene für sie gefunden hat.“ Andreas Dresens Rede zur Ehrung von Wolfgang Kohlhaase war einer der Höhepunkte der 6. Preisverleihung der DEFA-Stiftung, die am 23. November im Kino babylon berlin:mitte stattfand.
Der 75-jährige Drehbuchautor erhielt den diesjährigen Preis für seine Verdienste um den deutschen Film.
Die drei Programmpreise gingen an: Dagmar Wagenknecht vom Kinoklub am Hirschlachufer in Erfurt, Martin Kaufmann vom Filmclub Bozen und an Hasso Hartmann für das Filmkunstfest Schwerin.
Benjamin Heisenberg bekam den Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses und Andres Veiel nahm den Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst entgegen.
Anschließend erwartete Filmemacher und Filmfreunde im Foyer des Kinos ein vielseitiges Angebot an Getränken, Speisen und Gesprächsthemen. DEFA-Stiftungsvorstand Helmut Morsbach freute sich über den gelungenen Abend und die positive Resonanz bei den Besuchern.

 

 

 

 

Erfolgreiche Bilanz 2006

Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung, blickte während der Preisverleihung auf das vergangene Jahr zurück: „2006 stand für die DEFA-Stiftung besonders im Zeichen des Erinnerns an die Gründung der DEFA vor 60 Jahren. Gleichzeitig war es die Gratwanderung, einerseits die Marke DEFA zu bewahren und andererseits neue Perspektiven zu eröffnen. Dass das eine nicht auf Kosten des anderen geschieht, bleibt auch für das neue Jahr die wichtigste Aufgabe.“
Die DEFA-Stiftung wünscht Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr 2007. Wir danken Ihnen für die große Resonanz auf das „60 Jahre DEFA“ Jubiläum und freuen uns, weiterhin die Begeisterung des DEFA-Films mit Ihnen in den kommenden Jahren teilen zu können. Dankbar sind wir auch, dass Sie die ersten Schritte von defa-spektrum so positiv begleitet haben.

Rita Lengyel

Förderpreis an Rita Lengyel
Die DEFA-Stiftung vergibt ihren mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis auf dem 16. FilmFestival Cottbus 2006 an Rita Lengyel für ihren Film „Berlin – Budapest“.
Als die Ungarin Mari der deutschen Freundin ihrer Jugendliebe begegnet, treffen zwei Kulturkreise, zwei Schicksale, zwei Wahrheiten aufeinander. Mit ruhigem Blick fürs Detail zeichnet die Regisseurin den Weg von Maris vorgegebener Identität zu ihrer wirklichen. So findet ihr Kurzfilm zu einer Dramatik, die nicht durch Übertreibung oder gekünstelte Enthüllungen den Weg zum Wahrhaftigen verstellt, sondern durch kluge Beobachtung und gekonnte Inszenierung sicher ans Ziel gelangt.
Rita Lengyel, Jahrgang 1975, arbeitet seit 1990 als Schauspielerin in zahlreichen Kino-, TV- und Theaterproduktionen. Seit 2003 studiert sie Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Der Preis wird im Rahmen der Berlinale auf dem Empfang des FilmFestivals Cottbus in der Brandenburgischen Landesvertretung feierlich übergeben.


Erwin Geschonneck
in „Anton der Zauberer“

 


Erwin Geschonneck
in „Der Biberpelz“

Erwin Geschonneck zum 100.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Erwin Geschonneck wird in der Akademie der Künste in Berlin am 27. Dezember eine Ausstellung zum Leben und Werk des Künstlers eröffnet. In einer Filmreihe werden vom 28. Dezember bis 7. Januar dann verschiedene Filme mit Erwin Geschonneck gezeigt. Veranstalter sind die Akademie der Künste, Theater der Zeit, das Literaturforum im Brecht-Haus und die DEFA-Stiftung.
www.adk.de

 

 

Wiederentdeckt 101

Im Zeughauskino in Berlin ist am 5. Januar 2007 um 19:00 Uhr anlässlich des 100. Geburtstages von Erwin Geschonneck der DEFA-Film „Der Biberpelz“ zu sehen. Der Filmhistoriker Günter Agde wird in den Film einführen. Die Reihe „Wiederentdeckt“ findet in Zusammenarbeit von CineGraph Babelsberg, dem Deutschen Historischen Museum und dem Bundesarchiv-Filmarchiv statt.
www.dhm.de/kino


 

Regensburger Kurzfilmwoche

Vom 15. bis 22. November fand die 13. Regensburger Kurzfilmwoche statt. In der Reihe „Zeitbilder Deutschland – Die 80er“ wurden acht Kurzfilme der DEFA gezeigt, darunter „Die Lösung“, „Das Monument“ und „Die Panne“. Zusätzlich waren zwei Filme zu sehen, die von der DEFA im Auftrag für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR produziert wurden. Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung, gab eine Einführung zur Geschichte der DEFA.

 


„Puppen im
DEFA-Animationsfilm“

Puppen im Film

Im Rahmen des Kinderfilmfestivals Just-Film vom Black Nights Festival in Tallin wurde am 26. November die Ausstellung „Puppen im Film“ im Staatlichen Puppentheater eröffnet. Die Ausstellung wurde präsentiert vom Deutschen Institut für Animationsfilm e.V. in Dresden und dem Goethe Institut Tallin, mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Der zweisprachige Katalog „Puppen im DEFA-Animationsfilm“ ist in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung erschienen und für 8 Euro bei defa-spektrum erhältlich. Im März wird die Ausstellung dann im Barockschloss Rammenau in Sachsen gezeigt.

 

PROGRESS Film-Verleih

Der PROGRESS-Film-Verleih ist Partner der DEFA-Stiftung im Bereich Kinoverleih, Weltvertrieb und Ausschnittdienst. Ihm ist zu verdanken, dass in diesem Jahr der DEFA-Film wieder ein breites Publikum im Fernsehen, in Kinos und auf Festivals fand. So ehrten die Sender RBB, MDR, KI.KA, der ZDFdokukanal und der PayTV-Sender SciFi die DEFA und ihre Künstler mit der Ausstrahlung von DEFA-Reihen. Kinos und nationale wie internationale Festivals zeigten DEFA-Retrospektiven u. a. in Heidelberg, Wien, Belgrad, Paris, Setúbal, Washington und Amsterdam.
www.progress-film.de

   


„Unsere schönsten
DEFA-Filme“

ICESTORM Entertainment

ICESTORM Entertainment, der Partner der DEFA-Stiftung im Bereich DVD-Veröffentlichungen, hat in diesem Jahr über 100 DEFA-Filme neu veröffentlicht. Zusätzlich sind anlässlich des Jubiläums „60 Jahre DEFA“ zahlreiche Sondereditionen und Sammelboxen erschienen. Die limitierte Charity-Box „Unsere schönsten DEFA-Filme“ fasst noch einmal die zwölf Filme der DVD-Aktion in der SUPERillu in einer hochwertigen Ausstattung zusammen. Schirmherr dieser Sonderedition ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Edition geht direkt an die von Regine Hildebrandt 1992 ins Leben gerufene Stiftung „Hilfe für Familien in Not“.
www.icestorm.de

 

 

„Made in GDR“

defa-spektrum

Das erste Jahr von defa-spektrum, der neu gegründeten Tochterfirma der DEFA-Stiftung, ist nach Aussagen der Geschäftsführerin Manja Meister erfolgreich verlaufen. Sie kann das Jahr mit einem positiven Geschäftsabschluss beenden.
Ab Januar wird ein neues Aufgabengebiet hinzukommen. Mit dem Dokumentarfilm „Made in GDR“ von Olaf Kaiser startet defa-spektrum am 25. Januar ihren Kinoverleih. In den Verleih sollen vor allem Filme aufgenommen werden, die „gegenwartsbezogen zu einer Reise durch Ort und Zeit, zu Menschen und besonderen Begebenheiten einladen“. Unterstützt werden sollen kreative Filmemacher, die „einen authentischen Blick auf die Wirklichkeit wagen und gesellschaftliche Fassaden hinterfragen“. Dabei will defa-spektrum besonders jene Filmprojekte „auf ihrem Weg auf die große Leinwand begleiten“, die zuvor von der DEFA-Stiftung gefördert wurden. Die DEFA-Stiftung selbst wird keine zusätzlichen Mittel für die Verleiharbeit ihrer Tochterfirma zur Verfügung stellen. Die Akquise von Drittmitteln, zum Beispiel von Verleihförderungen, obliegt einzig und allein der defa-spektrum GmbH.
www.filmverleih.defaspektrum.de

 

 

„Drei Haselnüsse
für Aschenbrödel“

„Ein Lord am
Alexanderplatz“


Katrin Martin und
Julie Juristová
in „Schneeweißchen
und Rosenrot“

Rolf Hoppe, Dean Reed und Manfred Krug
in „Kit & Ko“

DEFA und Zeitzeugen im Fernsehen

  • Dienstag, 19. Dezember 2006
    19.00-19.45 Uhr Spiegel TV digital
    Zeitzeugengespräch: Gojko Mitic
  • Dienstag, 19. Dezember 2006
    20.15-22.00 Uhr FAB
    Corinna Schmidt
  • Samstag, 23. Dezember 2006
    16.00-16.15 Uhr MDR
    Alarm im Kasperletheater
  • Sonntag, 24. Dezember 2006
    10.03-11.00 Uhr ARD
    Schneeweißchen und Rosenrot
  • Sonntag, 24. Dezember 2006
    15.50-17.15 Uhr WDR
    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Dienstag, 26. Dezember 2006
    15.30-16.30 Uhr MDR
    Schneewittchen
  • Dienstag, 26. Dezember 2006
    19.00-19.45 Uhr Spiegel TV digital
    Zeitzeugengespräch: Herbert Grönemeyer. Heimat im Land der Mitte
  • Dienstag, 26. Dezember 2006
    20.15-22.00 Uhr FAB
    Kit & Co.
  • Mittwoch, 27. Dezember 2006
    13.25-14.30 Uhr HR
    Dornröschen
  • Mittwoch, 27. Dezember 2006
    22.15-0.00 Uhr RBB
    Ein Lord am Alexanderplatz
  • Samstag, 30. Dezember 2006
    23.15-0.55 Uhr RBB
    Anton der Zauberer

 

Weitere Termine finden Sie unter dem Punkt Aktuelles.