4. DEFA-Newsletter April 2005

 

 

Tagung des Stiftungsrats
Auf seiner ganztägigen Sitzung am 28. April nahm der Stiftungsrat den Geschäftsbericht des Vorstandes, die Jahresabschlussrechnung und den Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2004 zustimmend zur Kenntnis und ließ sich über die Entscheidungen des Förderausschusses informieren.
Der Stiftungsrat wählte Fred Gehler zu seinem neuen Vorsitzenden. Seinem Vorgänger, Norbert Vogt, der in den Vorruhestand getreten war, wünscht die DEFA-Stiftung alles Gute. Als neues Mitglied begrüßt der Stiftungsrat Herrn Dr. Hermann Scharnhoop als Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Herr Dr. Scharnhoop übernimmt den stellvertretenden Vorsitz.

 

 

 


Förderausschuss
Am 27. April tagte der Förderausschuss und hat über 121 Anträge auf Förderung mit einer Antragssumme von 892.106,53 Euro entschieden. Damit hat sich die Zahl der Anträge im Vergleich zur letzten Förderrunde im Herbst 2004 um 27% erhöht. Der Förderausschuss hat 46 Anträge mit einer Gesamtsumme von 245.000 Euro bewilligt. Von den 85 eingereichten Stipendien werden 26 mit einer von Summe 163.000 Euro gefördert. Mit einer Gesamtsumme von 82.000 Euro erhalten 20 Projekte eine Förderung. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie im Internet unter
www.defa-stiftung.de und dem Punkt Förderung.

 

 

15. FilmKunstfest Schwerin
Vom 4. bis 8. Mai findet das 15. FilmKunstfest Schwerin statt. Im Wettbewerb, in dem zehn Produktionen aus Deutschland und der Schweiz zu sehen sind, wird neben dem „Goldenen Ochsen“ auch der Förderpreis der DEFA-Stiftung verliehen.
In der von der DEFA-Stiftung geförderten Filmreihe „film-indianer“ werden die DEFA-Filme „Tödlicher Irrtum“, „Osceola“, „Tecumseh“ und „Der lange Ritt zur Schule“ mit Gojko Mitic zu sehen sein.
www.filmkunstfest-schwerin.de

Gojko Mitic
 

 

 

17. Filmfestival Dresden
Vom 12. bis 17. April fand das 17. Internationale Festival für Animations- und Kurzfilm in Dresden statt. Die diesjährige Retrospektive, gefördert von der DEFA-Stiftung, widmete sich dem DEFA-Aufklärungsfilm. Es waren Filme wie „Ist das denn schon Liebe“, „Sagst Du’s Deinem Kinde“ und „Keine Scheu vor heiklen Fragen“ zu sehen.
Im Rahmen des Austauschforums „Perspektiven für den Animationsfilm“ trafen Animationsfilmer zur Diskussion und gemeinsamen Arbeit zusammen. Auf der anschließenden Exkursion nach Budapest wurden gemeinsame Projekte erstellt, die nun Kandidaten für den Förderpreis der DEFA-Stiftung sind.

 

 

Der Goldene Spatz

14. Filmfestival Goldener Spatz
Vom 24. April bis zum 4. Mai findet in Gera und Erfurt das 14. Kinder Film- &Fernsehfestival Goldener Spatz statt. Neben dem Filmprogramm für Kinder und Jugendliche bietet das Festival Workshops, das Forum Medienpädagogik und den Filmmarkt Pro Junior.
In einer von der DEFA-Stiftung geförderten Retrospektive „Kinderdarsteller heute und gestern“ werden die DEFA-Filme „Irgendwo in Berlin“, „Sabine Kleist, 7 Jahre“ und „Gritta von Rattenzuhausbeiuns“ aufgeführt. Am 4. Mai findet zur Retrospektive eine Gesprächsrunde mit Barbara Felsmann statt.
www.goldenerspatz.de



34. Studentenfilmfestival sehsüchte
Vom 26. April bis zum 1. Mai fand in Potsdam-Babelsberg das 34. Internationale Studentenfilmfestival sehsüchte statt. Dem Publikum wurden 111 Produktionen von Nachwuchsfilmern aus 29 Ländern und 5 Kontinenten vorgestellt. Eine neue Programmreihe widmete sich in diesem Jahr dem Nachwuchsfilm aus China. Das Festival fand mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung statt.
 
 
 

Film im Gespräch
Anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes präsentieren das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die DEFA-Stiftung am 7. Mai im Filmtheater in den Hackeschen Höfen Berlin „Film im Gespräch“. Die DEFA-Filme „Die Abenteuer des Werner Holt“, „Ich war neunzehn“ und „Das Jahr 1945“ zeigen die letzten Kriegsmonate in Deutschland. Paul Werner Wagner wird mit dem Historiker Prof. Dr. Wolfgang Leonhard und den Schauspielern Jaecki Schwarz und Klaus-Peter Thiele zum Thema diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
http://www.buendnis-toleranz.de

 

 

Die Lange Nacht der Befreiung
Am 6. Mai werden in der Urania Berlin in der „Langen Nacht der Befreiung“ alle fünf Teile des sowjetischen Filmzyklus Befreiung im 70 mm-Format gezeigt. In einer Gesprächsrunde diskutieren der ehemalige Bundesminister Prof. Dr. Egon Bahr, die Historiker Prof. Dr. Stefan Doernberg und Prof. Dr. Wolfgang Leonhard zum Thema „Der 8. Mai und seine Folgen – Deutsch-Russische Politik im Wandel der Zeiten“. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und findet mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung statt.

 

   

DEFA-Filmreihe in Turin und Mailand
Das Centro Cinematografico la luna nel pozzo in Bologna zeigt vom 3. bis 8. Mai in Turin und vom 17. bis 22. Mai in Mailand die Filmreihe „Auf der Suche nach Atlantis - Alltag in der DDR“. Dem italienischen Publikum werden mit Filmen wie „Karla“, „Die Legende von Paul und Paula“, „Spur der Steine“, „Anton der Zauberer“ oder „Winter adé“ Lebensbilder der DDR vorgestellt.

DEFA-Film "Spur der Steine"
 
 
 

 

19. Filmtage Bozen
Der Filmclub in Bozen veranstaltete vom 13. bis 17. April die 19. Bozener Filmtage. Umrahmt wurde der Wettbewerb von einer Reihe mit DEFA-Aufklärungsfilmen, die von dem Filmpublizisten Ralf Schenk präsentiert wurden.

 

 
 

Jörg Schüttauf
(Foto: Sandra Bergemann)
Ausstellung „Gesichter der DEFA“

Noch bis zum 30. Juni ist in den Räumen der DEFA-Stiftung die Ausstellung „Gesichter der DEFA“ zu sehen. Mit Portraits von Sandra Bergemann und Interviews von Christoph Lemke widmet sich die Ausstellung den Schauspielern der DEFA. Die Ausstellung ist für Interessierte montags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.
Vom 11. Juli bis 4. September wird die Ausstellung im Thüringer Filmbüro auf Schloss Kromsdorf zu sehen sein.


 
 
DVD „Befreiung“

Bei Icestorm ist der fünfteilige sowjetische Filmzyklus „Befreiung“ mit der deutschsprachigen DEFA-Synchronisation auf DVD erschienen. Das Bonusmaterial enthält u.a. einen Sonderfilm der DEFA-Wochenschau zum „10. Jahrestag der Befreiung“, die DEFA-Wochenschau „Der Augenzeuge 20/1970“ und Interviews aus dem Zeitzeugen-Archiv Thomas Grimm bei der DEFA-Stiftung. Die aufwendig gestaltete Edition wird durch ein 52-seitiges Buch mit Interviews und Texten zum Film ergänzt und ist für 99,95 Euro im Handel erhältlich.
www.befreiung-dvd.de

   
 

 

Lesungen im Blow Up
Am 2. Mai um 19 Uhr stellten die Autoren Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen die Biografie „Der Sonnensucher Konrad Wolf“ im Kino Blow Up vor. Nach der Vorführung des DEFA-Films „Ich war neunzehn“ wurde zum Gespräch mit dem Hauptdarsteller Jaecki Schwarz eingeladen.
Bereits am 11. April fand im ausverkauften Kinosaal eine Lesung von Rainer Simons Werk „Fernes Land – Die DDR, die DEFA und der Ruf des Chimborazo“ mit Winfried Glatzeder statt. Beide Veröffentlichungen und die entsprechenden Veranstaltungen wurden von der DEFA-Stiftung gefördert.

 

 
 

Ulrich Plenzdorf
Anlässlich seines 70. Geburtstages ist zu Ulrich Plenzdorf ein Band in der Reihe Archiv-Blätter Film- und Medienkunst bei der Stiftung Archiv Akademie der Künste erschienen.
Der durch ein Stipendium der DEFA-Stiftung geförderte Band berichtet über Plenzdorfs Arbeit für die DEFA, seine Filme nach 1990 und seine Theaterarbeit. Der 120-seitige Band ist für 5 Euro über die ISBN 3-88331-079-4 im Buchhandel zu beziehen.

 

Ulrich Plenzdorf
 
 
 

DEFA-Biografien
Ines Walk hat, unterstützt durch ein Stipendium der DEFA-Stiftung, ca. 25 Biografien zu Schauspielern und Regisseuren der DEFA erstellt. Sie finden die Biografien auf der Homepage der DEFA-Stiftung unter Veröffentlichungen.

 

   
Neue Praktikantin

Das Team der DEFA-Stiftung wird in den nächsten drei Monaten im Bereich Medien- und Rechtedokumentation durch die Praktikantin Korinna Barthel unterstützt. Sie hat an der Bauhaus-Universität Weimar Medienkultur studiert. Mit dem Praktikum bereitet sie sich auf eine Tätigkeit im Medienbereich vor.

Korinna Barthel
 
 
 

 

Abschied von Rudolf Winter
Am 2. April ist Rudolf Winter verstorben. Herr Winter hat die DEFA-Stiftung über Jahre hinweg begleitet. Er hat sich mit bewundernswerter Beharrlichkeit für den Erhalt des DEFA-Filmerbes eingesetzt und die Errichtung der Stiftung vorbereitet. Auch nach der Gründung der Stiftung hat er mit viel Fleiß und Sorgfalt dazu beigetragen, dass die Stiftung ihre Arbeit auf einer soliden Basis leisten kann. Sein Rat und seine Tatkraft waren für die Stiftung von großer Bedeutung.

 

 
 

Günter Gaus
Zeitzeugen und DEFA-Filme im Fernsehen
  • 3. Mai 23:45 Uhr
    XXP „Rainer Simon“
  • 5. Mai 10:00 Uhr
    MDR „Weiße Wolke Carolin“
  • 6. Mai 01.20 Uhr
    ZDF „Karbid und Sauerampfer“
  • 8. Mai 12:00 Uhr
    Kika „Sechse kommen durch die Welt“
  • 8. Mai 23:15 Uhr
    RBB „Ich war neunzehn“
  • 11. Mai 00:05 Uhr
    MDR „Das Kleid“
  • 17. Mai 23:45 Uhr
    XXP „Kurt Maetzig“
  • 19. Mai 22:05 Uhr
    XXP „Die Legende von Paul und Paula“
  • 24. Mai 23:45 Uhr
    XXP „Steffie Spira“
  • 31. Mai 23:45 Uhr
    XXP „Günter Gaus“