6. DEFA-Newsletter 2007


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Stiftungsrat

Auf seiner ganztägigen Sitzung am 25. Oktober ließ sich der Stiftungsrat durch den Vorstand über die Arbeit der Stiftung informieren und stimmte dem Entwurf für den Haushalt 2008 zu.

 

 

 

 

 

 

 

Förderung

Zum 30. September 2007 wurden in der DEFA-Stiftung 106 Anträge auf Förderung mit einer Summe von 787.110 Euro eingereicht. In die Beratung des Förderausschusses am 24. Oktober 2007 gelangten 27 Anträge auf Projektförderung und 79 Anträge auf ein Stipendium.
Insgesamt hat der Förderausschuss 38 Anträge mit einer Summe von 204.000 Euro bewilligt. Von den eingereichten Stipendien werden 24 mit einer Summe von 136.000 Euro gefördert. 14 Projekte erhalten mit einer Summe von 68.000 Euro eine Förderung. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie im Internet unter www.defa-stiftung.de und dem Punkt Förderung.

Foto: Filmmalerei
Hans-Eberhard Leupold,
Barbara und Winfried Junge

Schlösser &Schmid
Katrin Schlösser von
ö film und
Hans-Christian Schmid
(Fotograf:
DEFA-Stiftung /
Annett Ahrends)

Preisverleihung

Am 22. November fand im Kino babylon berlin:mitte die siebte Preisverleihung der DEFA-Stiftung statt. Der Bürgermeister von Golzow, Klaus-Dieter Lehmann, überreichte den Regisseuren Barbara und Winfried Junge, sowie dem Kameramann Hans-Eberhard Leupold, den Preis für die Verdienste um den deutschen Film für das Langzeitprojekt „Die Kinder von Golzow“.
Der Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst ging an den Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Hans-Christian Schmid. Die Regisseurin Sung-Hyung Cho nahm freudig den Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses entgegen.
Die Programmpreise wurden in diesem Jahr an die ö Filmproduktion GmbH Berlin, das LEOKINO Innsbruck und das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) Dresden vergeben.
Als Gäste konnten unter anderem Protagonisten der Golzowfilme begrüßt werden, sowie Jutta Hoffmann, Christel Bodenstein, Alfred Müller und Helmut Dziuba. Das musikalische Programm gestaltete die ehemalige DEFA-Jungschauspielerin Vivian Hanjohr mit ihrem Gitarrenquartett „Cuarteto apasionado“
www.cuarteto-apasionado.de
Im Anschluss an die Veranstaltung erwartete die Preisträger und Gäste ein Empfang im Foyer des Kinos. Weitere Fotos finden Sie auf unserer Website unter Aktuelles.

 
 

 

Förderpreis für Marc Meyer

Auf dem diesjährigen 17. Filmfestival Cottbus erhielt Marc Meyer den Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro für seinen Film „WIR SAGEN DU! SCHATZ.“
Oliver hat keine Familie. Also klaut er sich eine… eine Frau, drei Kinder, Oma, Opa und einen Hund. Olivers Versuch die Fremden zu seiner Familie zu erziehen endet in einem Chaos, welches dennoch überraschende Wendungen ins Leben aller bringen soll.
Liebevoll abstrus sucht der Regisseur Marc Meyer in einer Welt der Vereinsamung nach einem heilen Familienbild und erschuf damit eine ungewöhnliche Parabel auf die Unverbindlichkeit in der heutigen Gesellschaft.
Marc Meyer, Jahrgang 1968, ist seit 1995 als freier Autor tätig und führt seit 2004 auch Regie.
Der Preis wird im Rahmen der Berlinale auf dem Empfang des FilmFestivals Cottbus in der Brandenburgischen Landesvertretung feierlich übergeben.



Förderpreis für Mario Schneider

Auf dem diesjährigen 50. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm ging der Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro an Mario Schneider für seinen Film „Heinz und Fred“.
Es gelingt Mario Schneider auf wunderbare Weise Wirklichkeit und Fiktion zu verbinden. Mit der Wahl des Erzählers als Mundartsprecher und der Liebe für Details, Hintergründe und Farben erhöht er den Anteil des Märchenhaften. Die ausdrucksstarken Bilder seines Kameramannes Peter Badel erzählen eine sehr emotionale Geschichte von Vater und Sohn in einer sonst so rauen und eigenwilligen Atmosphäre des Mansfelder Landes.
Mario Schneider, Jahrgang 1970, wuchs wie die Protagonisten im Mansfelder Land auf und wurde in der dortigen Kupferhütte ausgebildet. Von 1994 bis 2000 studierte er Komposition und Filmmusik an den Musikhochschulen Leipzig und München. 2004 gründete Mario Schneider die Firma 42film, bei der er als Produzent und Regisseur tätig ist.

 
 

Titel SR Dokfilm Leipzig
Ralf Dittrich und Jutta Hoffmann in Haifa
(Fotograf: Dude Moskovitz)

DEFA-Retrospektive in Israel

Mit dem Film „Jakob der Lügner“ von Frank Beyer wurde am 2. Dezember in einer Sonderveranstaltung die DEFA-Retrospektive in den israelischen Kinematheken beendet. Unter dem Titel „Schwarz-Weiß ≠ Grau. Deutsches Kino hinter dem Eisernen Vorhang“ präsentierte die DEFA-Stiftung vom 11. bis 26. November in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa in 40 Vorstellungen 16 DEFA-Spiel- und Dokumentarfilme. Zahlreiche Begleitveranstaltungen in den Universitäten ergänzten das Programm mit wissenschaftlichen Vorträgen. Die Reihe wurde vom Filmwissenschaftler Ralf Dittrich kuratiert.
Mit insgesamt mehr als 6.000 Zuschauern stieß die Retrospektive auf unerwartet großes Interesse und lief mehrfach in ausverkauften Sälen. Die mitgereisten Künstler Jutta Hoffmann, Wolfgang Kohlhaase und Peter Kahane stellten sich in Filmgesprächen den Fragen des Publikums.
In der israelischen Tageszeitung Haaretz war zu lesen: „Die Retrospektive ‚Schwarz-Weiß ≠ Grau‘ mit Filmen, die zwischen 1946 und 1990 in Ostdeutschland produziert wurden, ist eines der wichtigsten Kinoereignisse der letzten Zeit. Nicht nur wegen des Ortes, von dem diese Filme kommen [...], sondern auch wegen der Bedingungen, unter denen sie entstanden sind. [...] Eine bereichernde Erfahrung aus filmischer wie aus historischer Sicht.“
Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung: „Für die DEFA-Stiftung war es eine große Ehre mit diesem Teil des nationalen Kulturerbes in Israel mit so viel Interesse und Offenheit aufgenommen zu werden.“
Als Dankeschön für die erfolgreiche Zusammenarbeit überreichte die DEFA-Stiftung der Kinemathek Jerusalem eine neue Filmkopie vom DEFA-Film „Jakob der Lügner“.
Die Filmreihe wurde durch die Deutsche Botschaft Tel Aviv, Foreign Ministry of the State of Israel, den Israel Film Fund, das Bundesarchiv-Filmarchiv, ICESTORM Entertainment, PROGRESS Film-Verleih, defa-spektrum und Europcar Israel unterstützt.

 
Cox Happema
Cox Habbema
(Fotograf: Michael Reinhardt)

DEFA-Filmküche

Die Veranstaltungsreihe von ICESTORM Entertainment und der DEFA-Stiftung im Café QUCHNIA (Markgrafenstraße 35) wird im Dezember mit weiteren Gesprächspartnern fortgesetzt. Am 17. Dezember ist der Musiker und Moderator Tino Eisbrenner mit dem Schauspieler Gojko Mitic zu Gast. Am 7. Januar begrüßt Paul Werner Wagner die Schauspielerin Katrin Sass und am 21. Januar spricht Knut Elstermann mit Annekathrin Bürger. Im Herbst waren Rainer Simon, Irma-Kinga Stelmach, Bartosz Werner, Barbara und Winfried Junge, Cox Habbema und Peter Kahane die Gäste.
Beginn ist jeweils um 20:00 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr und der Eintritt kostet 5 Euro. Weitere Informationen zur Reihe finden Sie unter
www.defa-stiftung.de.

   
Dokfilm Leipzig
„Dokumentarfilm-Festival Leipzig. Filme und Politik im Blick und Gegenblick“

Dokumentarfilm-Festival Leipzig. Filme und Politik im Blick und Gegenblick

Die Historikerin und Medienwissenschaftlerin Heidi Martini betrachtet in ihrer Dissertation die letzten fünf Dekaden des facettenreichen Leipziger Festivals voller Wandlungen, eigene und die seines Umfeldes, kultureller und politischer Art in seiner Widersprüchlichkeit und Besonderheit und schildert in Momentaufnahmen die Festivalgeschichte von der ‚Dokwoche’ zu ‚DOK Leipzig’.
Blick und Gegenblick – einerseits das Festival als ein Ort der Begegnung und Kommunikation, der Gegeninformation und Solidarität für die ‚Dritte Welt’, andererseits die Instrumentalisierung des Festivals für staatseigene politische Ziele, aufgrund seines politischen Charakters und seines Hauptakteurs, dem Dokumentarfilm als Gesellschaftskritiker und vermeintlichem Künder der Wahrheit. Heute stehen sich das Erbe dieses traditionsreichen Festivals und die Visionen und Innovationen einer neuen Generation gegenüber.
Der 686-seitige Band mit 62 Abbildungen ist Teil der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung und bei defa-spektrum für 12,50 Euro erhältlich.
(ISBN: 978-3-00-022950-3)

 
cover achilles
„Bankett für Achilles“

Bankett für Achilles. Schwierigkeiten mit der Arbeiterklasse

Der Regisseur Roland Gräf berichtet in diesem Band über die Arbeit am DEFA-Film „Bankett für Achilles“ und die Schwierigkeiten bei der Produktion. Er hat in verschiedenen Archiven zahlreiche Protokolle, Schriftwechsel und Zeitungsartikel gefunden, die die spannende Entstehungsgeschichte des Films belegen. Die DEFA-Direktion hat am 10. Januar 1975 den Rohschnitt von „Bankett für Achilles“ nicht abgenommen. Wie der Film entstand, und warum und mit welcher Resonanz er am 20. November 1975 dann doch noch in die Kinos kam, beschreibt dieser Band.
Der 174-seitige Band mit 19 Abbildungen ist Teil der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung und für 12,50 Euro bei defa-spektrum erhältlich (ISBN: 978-3-00-021061-7). Zusammen mit der DVD „Bankett für Achilles“ von ICESTORM Entertainment kann der Band für 19,50 Euro erworben werden.

 
 

Von der Vision zur Realität: Film im Sozialismus – Die DEFA

Das Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien veranstaltete am 9. und 10. Dezember einen Workshop zur Geschichte und zum Erbe der DEFA. Als Referenten waren neben zahlreichen Wissenschaftlern der Regisseur Rainer Simon mit seinem Film „Jadup und Boel“, Ralf Schenk und Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung zu Gast. Der Workshop wurde von der DEFA-Stiftung gefördert.
www.univie.ac.at/zeitgeschichte

 
Foto Guenter Reisch
Günter Reisch und Andrea Lüdke bei Dreharbeiten zu „Wie die alten sungen…“
(Fotograf:
DEFA-Stiftung /
Dietram Kleist)

Ausstellung Günter Reisch

Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde am 24. November im Filmmuseum Potsdam die Ausstellung „Weggenossen“ mit Exponaten aus der Sammlung des Regisseurs Günter Reisch eröffnet. Im Anschluss an die feierliche Eröffnung wurden seine Filme „Die Verlobte“ und „Wie die Alten sungen…“ gezeigt. Der Filmabend fand mit Unterstützung der DEFA-Stiftung statt.
www.filmmuseumpotsdam.de

 

 
 

Das russische Wunder

ICESTORM Entertainment, das Neue Deutschland und die DEFA-Stiftung veranstalteten am 12. November im Café Quchnia ein Filmgespräch mit dem Regisseur Karl Gass. Anlass war die Veröffentlichung der DVD-Box „Das russische Wunder“, die neben dem gleichnamigen Dokumentarfilm von Annelie und Andrew Thorndike weitere Dokumentarfilme von Karl Gass, Joop Huisken u. a. enthält und über den Shop des Neuen Deutschlands für 29,99 Euro vertrieben wird.

 

 

 

Fräulein Schmetterling

Am 24. November wurde im Kulturrathaus in Dresden die rekonstruierte Fassung des DEFA-Films „Fräulein Schmetterling“ gezeigt. Der Film wurde während der Endproduktion im Zuge des 11. Plenums des ZK der SED verboten und erst 2005 durch das Bundesarchiv-Filmarchiv und die DEFA-Stiftung fertig gestellt.

 
 

Über Wasser/Unter Strom

Das Altonaer Museum in Hamburg zeigt im Zuge seines Programms „Über Wasser/Unter Strom- Die Elbe in Wissenschaft, Film und Literatur“ in Kooperation mit CineGraph und der DEFA-Stiftung den DEFA-Film „Das Beil von Wandsbek“. Die Filmvorführungen finden am 6. und 13. Dezember um 19:00 Uhr mit jeweilig anschließender Gesprächsrunde statt. Am 13. Dezember berichtet die Potsdamer Filmhistorikerin Dr. Christiane Mückenberger über das Verbot des Films von Falk Harnack in der DDR und die anschließenden Reaktionen Mitwirkender und der Bevölkerung. www.altoanermuseum.de

 

 

Zwischen den Zeiten – Filme aus der Wende

PRO Babelsberg, ICESTORM Entertainment und das Kino babylon berlin:mitte präsentieren die Veranstaltungsreihe „Zwischen den Zeiten: Filme aus der Wende“. Am 13. und 27. November wurden bereits die Filme „Stein“ und „Zwischen Pankow und Zehlendorf“ in Anwesenheit des Regisseurs bzw. Hauptdarstellers vorgeführt. Am 11. Dezember läuft um 19:30 Uhr der Film „Jan und Jana“ in Anwesenheit des Regisseurs Helmut Dziuba und der Hauptdarstellerin Kirstin Scheffer. Am 8. Januar wird der Film „Die Verfehlung“ gezeigt. Anschließend diskutieren Angelica Domröse und die Dramaturgin Dr. Erika Richter. Die Reihe wird von der DEFA-Stiftung unterstützt.

 
Foto: Jenny Groellmann
Doris Weikow und Wolf-Dieter Panse in „Schneewittchen“
(Fotograf: DEFA-Stiftung /
Karin Blasig)

Aschnebroedel
Rolf Hoppe und Karin Lesch in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“
(Foto: DEFA-Stiftung / Josef Illik)

Froschkoenig
Peter Sodann und Jana Mattukat in „Froschkönig“
(Fotograf: DEFA-Stiftung / unbekannt)

DEFA und Zeitzeugen im Fernsehen

Weitere Termine finden Sie auf unserer Homepage www.defa-stiftung.de unter dem Punkt Aktuelles.

  • Dienstag, 11. Dezember 2007
    19.00-19.45 Spiegel TV digital
    Willi Sitte (45 min.)
  • Montag, 17. Dezember 2007
    12.45-14.00 NDR
    Wie heiratet man einen König
  • Dienstag, 18. Dezember 2007
    19.00-19.45 Spiegel TV digital
    Kahlschlag 1965 – das XI. Plenum (45 min.)
  • Dienstag, 18. Dezember 2007
    20.15-22.00 FAB
    Eine sonderbare Liebe
  • Samstag, 22. Dezember2007
    11.50-13.30 NDR
    Das kalte Herz
  • Sonntag, 23. Dezember 2007
    14.35-15.55 MDR
    Das blaue Licht
  • Dienstag, 25. Dezember 2007
    10.35-12.00 Das Erste
    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Dienstag, 25. Dezember 2007
    20.15-22.00 FAB
    Minna von Barnhelm
  • Mittwoch, 26.Dezember 2007
    9.05-10.05 WDR
    Schneewittchen
  • Mittwoch, 26.Dezember 2007
    15.02-16.05 RBB
    Der Froschkönig
  • Donnerstag, 27. Dezember 2007
    9.30-11.15 MDR
    Ein Lord am Alexanderplatz