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DEFA - Stiftung - Präsident der BvS Günter Himstedt

Günter Himstedt, Präsident der BvS, zur Gründung der DEFA-Stiftung (5. Februar 1999)

Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben

Pressekonferenz anläßlich der Gründung der DEFA Stiftung

am 05. Februar 1999

Statement von Günter Himstedt

Sehr geehrte Damen und Herren,


Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Naumann,
meine Damen und Herren,


ein lange angestrebtes Ziel ist Wirklichkeit geworden: die Gründung der DEFA Stiftung ist vollendet, die konstituierende Sitzung des Stiftungsrates hat am 28. Januar stattgefunden. Ich freue mich sehr, Ihnen heute zusammen mit Herrn Staatsminister Dr. Naumann diese Mitteilung machen zu können.

Es ist nun sichergestellt, dass das Filmerbe der DDR in seiner Gesamtheit erhalten bleibt und gepflegt wird. Zusätzlich hat sich für Filmkultur und Filmkunst in den neuen Bundesländern eine neue Förderquelle aufgetan. Das Kapitel DEFA Stiftung hat seinen Anfang gefunden.

Für die BvS wird mit der Gründung der Stiftung das Kapitel DEFA abgeschlossen. Unser gesetzliche Auftrag zur Privatisierung des uns treuhänderisch übertragenen Vermögens und zur Schaffung von leistungsfähigen Wirtschaftsstrukturen ist damit in Bezug auf die DEFA erfolgreich erfüllt. Auch dies ist für die BvS ein Grund zur Freude.

Nach den Privatisierungen der verschiedenen DEFA Studios folgte 1997 die Privatisierung der Progress Film-Verleih GmbH. Progress hält exklusiv die Rechte zur weltweiten Verwertung des gesamten Filmbestandes der DEFA. Sie wurden ihr zunächst für einen Zeitraum von 15 Jahren übertragen. Wir konnten erreichen, dass die Käufer eine jährliche Mindestlizenzgebühr garantiert haben, die finanzielle Sicherheit für die Stiftung bietet.

Wie wir in den vergangenen Monaten feststellen konnten, arbeiten die Progress-Gesellschafter TELLUX, drefa und seit kurzem auch Kinowelt intensiv mit dem DEFA Filmstock. Dieselbe Intensität wünschen wir uns auch für die Zukunft. Nicht zuletzt, weil sich dadurch die Lizenzeinnahmen der Stiftung erhöhen können und dies wiederum einer verstärkten Fördertätigkeit zugute kommen wird.

Es sind zeit- und kulturhistorisch einmalige Materialien deutscher Filmgeschichte, die den DEFA Filmstock bilden. Es bestand mit dem Bund und den beteiligten Ländern daher seit jeher Einigkeit darüber, dass ein solches historisches und kulturelles Erbe zusammenzuhalten und nicht der Privatwirtschaft zu überlassen ist. Die Einbringung des Filmstock in eine Stiftung des Bundes war der geeignete Weg hierfür.

Mit der am 28. Januar auf der konstituierenden Stiftungssitzung erfolgten Übertragung aller Rechte am DEFA-Filmstock auf die Stiftung konnte dieses Ziel realisiert und das filmische Kulturerbe der DEFA in ihrem Bestand dauerhaft gesichert werden.

Neben den Rechten am DEFA Filmstock erhält die Stiftung von der BvS auch die Immobilie Burgstraße 27, direkt gegenüber der Museumsinsel in Berlin-Mitte. In dem Haus, das inzwischen als "Medienhaus Börse" bekannt ist, hat die Stiftung ihren Sitz. Die Einbringung der Immobilie in das Stiftungsvermögen soll langfristig, heute ist das Haus noch stark sanierungsbedürftig, zu einer wirtschaftlich gesicherten Existenz der Stiftung beitragen.

Ebenso erhält die Stiftung eine zweckgebundene finanzielle Grundausstattung von nahezu 12,6 Mio DM, die vorrangig für die Herstellung von Sendematerial und Filmkopien, aber auch für Maßnahmen der Komplettierung, Dokumentation und rechtlichen Sicherung des Filmstocks vorgesehen ist.

Bestrebungen und gar Versuche zur Errichtung einer DEFA Stiftung gab es seit 1990. Und heute schreiben wir das Jahr 1999. Es für die Stiftungsgründung wohl höchste Zeit geworden.

Voraussetzung für die Stiftungsgründung war jedoch die Privatisierung der Progress. Denn erst dann stand fest, mit welchen jährlichen Lizenzeinnahmen die Stiftung rechnen kann. Und erst ihre intensive Vorbereitung hat weiterreichende Klarheit über den Bestand, den Umfang und die Zugehörigkeit der Filmrechte gebracht.

Inzwischen aber hat die BvS bereits Aktivitäten im Sinne des Stiftungszwecks entfaltet und dadurch die wissenschaftliche und publizistische Erschließung des Filmstocks unterstützt. 1997 zum Beispiel haben wir der Universität von Massachusetts ermöglicht, eine eigene DEFA Film-Bibliothek aufzubauen. Das DEFA Filmwerk wird so der amerikanischen und kanadischen Wissenschaft vorgestellt und zugänglich gemacht.

Wir haben heute eine Stiftung, die auf einem festen Fundament steht und ich hoffe, dass sich dies auch in ihrer täglichen Arbeit manifestieren wird.

Das erreichte Ergebnis verdanken wir allen voran dem Filmreferat bis zum vergangenen Herbst zum Innenministerium und seither zum Hause des Staatsministers für Kultur und Medien gehörig und auch Herrn Wagemann und seinem Team, der für die BvS in Sachen DEFA Geschäftsbesorger war.

Aber auch anderen an der Stiftungsgründung maßgeblich Beteiligten ist für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit zu danken: Herrn Kaue, dem heutigen Vorstand der Stiftung, dem Bundesarchiv, der Murnau-Stiftung, den beteiligten Ländern, dem Finanzministerium und schließlich auch der Stiftungsaufsicht des Landes Berlin.

Ich wünsche der Stiftung gutes Gelingen und viele Erfolge. Dies wäre für uns und ich glaube, ich spreche hier auch in Ihrem Sinne, Herr Dr. Naumann und der Bundesregierung, der schönste Lohn einer jahrelangen und intensiven Arbeit, die uns auch sehr viel Freude gemacht hat.