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DEFA - Stiftung - Antoni, Carmen-Maja

Antoni, Carmen-Maja

Die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni ist klein, nur 1,52 m groß. Sie entspricht auch nicht dem gängigen Schönheitsideal: die Haare strubblig, der Mund schmal, die Nase kräftig. Trotzdem oder gerade deswegen gilt sie im Theater wie auf der Leinwand als auffallende, interessante Erscheinung. Zu DDR-Zeiten und im wiedervereinigten Deutschland ist sie auf den Berliner Bühnen ein Star, brilliert vor allem in Bertolt Brecht-Stücken. Leider wird das Potential der Darstellerin mit dem verschmitzen Lächeln zu selten für die Leinwand genutzt.

Carmen-Maja Antoni wird am 23. August 1945 in Berlin geboren. Ihr Vater ist der Kunstmaler Joseph Antoni. Er verläßt die Familie früh. Die Mutter Ursula Antoni-Orendt verdient ihren Lebensunterhalt als Allroundkünstlerin, die sich früh dem Alkohol hingab. Mit 11 Jahren beginnt Carmen-Maja Antoni für das Fernsehen zu arbeiten. Sie ist eines der drei Mitglieder des Pionier-Kabaretts "Blaue Blitze" beim Fernsehen der DDR, die unter der Regie von Gisela Schwartz-Martell live in gewitzten Gesprächen Situationen aus dem Leben darstellten. Außerdem tritt sie in dem Musical "Der Dieb im Warenhaus" auf. Mit ihrer Arbeit ernährt sie die Familie.

Mit Erfolg bewirbt sich Carmen-Maja Antoni nach ihrem Abitur an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg. Von 1962 bis 1965 absolviert sie dort ein Schauspielstudium, als eine der jüngsten Studentinnen. Bereits während des Studiums wird die junge Schauspielerin an das Hans-Otto-Theater in Potsdam engagiert. Hier macht sie sich in dem Bertolt Brecht-Stück "Der kaukasische Kreidekreis" einen Namen. Mit 18 Jahren überzeigt sie als jüngste Grusche die Kritiker. Danach ist sie in Märchenspielen zu sehen, erarbeitet sich ein Repertoire deutscher Klassiker, unter anderem gibt sie die Minna von Barnhelm. 1970 folgt Carmen-Maja Antoni dem Ruf der Volksbühne in Berlin. Hier arbeitet sie mit den Regisseuren Benno Besson, Matthias Langhoff und Fritz Marquardt, wird eine beliebte Darstellerin des Ensembles. Fünf Jahre bleibt sie an dem Theater, überzeugt besonders durch komische und groteske Rollen. Dabei ist ihr Repertoire vielfältig, es reicht von Moliere bis Heiner Müller.

1975 wechselt die Schauspielerin - gerufen von Ruth Berghaus - ans Berliner Ensemble. Hier macht sich Carmen-Maja Antoni einen Namen als Charakterdarstellerin. Sie überzeugt unter anderem in dem Ein-Personen-Stück "Jacke wie Hose" von Manfred Karge, spielt William Shakespeare und immer wieder Bertolt Brecht, unter anderem die weiblich-männliche Doppelrolle Shen Te/Shui Ta in "Der gute Mensch von Sezuan". Häufig spielt sie Musiktheater, gewinnt Kritiker und Zuschauer durch ihre gesanglichen und artistischen Qualitäten. In Hosenrollen feiert sie Erfolge. Zahlreiche Gastspiele führen sie ins Ausland. Mit einem Bertolt Brecht-Programm ist die Schauspielerin in den 80er Jahren in Westeuropa und in den USA zu sehen.

Nach dem Zusammenbruch der DDR wird Carmen-Maja Antoni von Claus Peymann in sein neues Team am Berliner Ensemble übernommen. Derzeit steht sie in den Bertolt Brecht-Stücken "Die Mutter" als Pelagea Wlassowa sowie in "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" auf der Bühne, sie gibt Rechas Gesellschafterin in Lessings "Nathan der Weise" und agiert in Peter Handkes "Untertagblues" sowie in William Shakespeares "Richard III.".

Mitte der 60er Jahren kommen erste Angebote von der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Anfangs spielt Carmen-Maja Antoni in Nebenrollen. In der Komödie DER RESERVEHELD (1964) debütiert sie als junges Mädchen. Ihre nächsten beiden Filme finden nicht den Weg auf die Leinwand, verschwinden aufgrund des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED in den Kellern. Sie spielt eine Studentin in DENK BLOß NICHT, ICH HEULE (1965), gibt eine Verkäuferin in FRÄULEIN SCHMETTERLING (1966). Die Angebote werden etwas größer. Bevorzugt wird sie mit Rollen unscheinbarer Frauen bedacht, denen sie aber immer ihren ganz individuellen Stempel aufdrückt. In der erfolgreichen Komödie DER MANN, DER NACH DER OMA KAM (1971) spielt sie eine Versicherungskassiererin. Als Kellnerin agiert sie in der Komödie DAS ZWEITE LEBEN DES FRIEDRICH WILHELM GEORG PLATOW (1973). Ihrer Rolle der fremden Meisterin in ALLE MEINE MÄDCHEN (1979) verleiht sie originelle Züge. In der Filmbiographie KÄTHE KOLLWITZ - BILDER EINES LEBENS (1986) agiert sie verhaltend als Fräulein Lina, der Vertrauten der Künstlerin (gespielt von Jutta Wachowiak).

Eine ihrer wenigen Hauptrollen spielt Carmen-Maja Antoni in KINDHEIT (1987) unter der Regie von Siegfried Kühn. Hier agiert sie als Großmutter des 9-jährigen Alfons, der seine Kindheit um 1944 in einem schlesischen Dorf erlebt. Die Großmutter gibt ihm viel Zärtlichkeit und erzählt ihm immer wieder kuriose Geschichten. Als ein Wanderzirkus ins Dorf kommt, entsteht zwischen dem Schausteller Nardini (gespielt von Fritz Marquardt) und ihr eine zarte Liebe. Carmen-Maja Antoni wird für ihre Darstellung mit dem Kritikerpreis als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Als Besetzung in Kinderfilmen ist Carmen-Maja Antoni besonders beliebt. In BLUMEN FÜR DEN MANN IM MOND (1975) agiert sie als Maja. Die Mutter des 9-jährigen Florian spielt sie in DER DICKE UND ICH (1981). Der neue Freund seiner Mutter will dem Sohn nicht so recht gefallen. Nach vielen Streitigkeiten will seine Mutter auf 'ihren Dicken" verzichtet, aber alle raufen sich letzlich doch zusammen. In Erinnerung bleibt ihre Darstellung in VERFLIXTES MISSGESCHICK (1989) unter der Regie von Hannelore Unterberg. Sie spielt das garstige Wesen, welches immer neue Opfer sucht und findet, mit schelmischer Bravour.

Auch im wiedervereinigten Deutschland ist Carmen-Maja Antoni auf der Kinoleinwand präsent. Wieder sind es allerdings nur kleinere Rollen, mit der die Schauspielerin auf sich aufmerksam machen kann. In einem der letzten DEFA-Filme ZWISCHEN PANKOW UND ZEHLENDORF (1991) unter der Regie von Horst Seemann gibt sie eine Verkäuferin. Nebenrollen erhält sie in den Filmen DAS LEBEN IST EIN BAUSTELLE (1997) und NACHTGESTALTEN (1999). In BERLIN IS IN GERMANY (2001) stellt sie die sympathische Bewährungshelferin dar, die dem Haftentlassenen Martin Schulz das neue, unbekannte Leben in Deutschland erleichtern soll. Die Rolle der Mutter, der Großmutter, der Umsorgenden wird häufig von ihr verkörpert. Diese gibt sie unter anderem in EIN SCHIFF WIRD KOMMEN (2002). Ihre vorerst letzte Rolle spielt sie in dem Film GESCHLECHT: WEIBLICH (2003) unter der Regie von Dirk Kummer.

Die Karriere beim Fernsehen startet die Darstellerin ebenfalls Mitte der 60er Jahre. Als Magd überzeugt sie in dem populären fünfteiligen Fernsehroman "Wege übers Land". In der Krimiserie "Rosa Roth" spielt sie seit 1992 die hilfreiche Sekretärin von Kommissarin Rosa Roth, die von Iris Berben gegeben wird. Mit dieser Rolle wird sie über Jahre identifiziert. Überaus populär wird die Schauspielerin als Großmutter in dem TV-Dreiteiler "Der Laden" nach Erwin Strittmatter. Als kleine Großmutter huscht sie unauffällig, aber emsig und zuverlässig durch das Haus, hat ihre Augen und Ohren überall, ist die praktische Großmutter. Regisseur Jo Baier und Drehbuchautor Ulrich Plenzdorf gelingt ein fesselnder und äußerst aufwendig inszenierter Fernsehbeitrag, der durch brillante Schauspielerleistungen getragen wird.

Neben ihren schauspielerischen Tätigkeiten auf der Bühne und beim Film leiht Carmen-Maja Antoni ihre Stimme Hörspielfiguren. Mit ihren Lesungen erreicht sie ein großes Publikum, unter anderem liest sie Lyrik von Thomas Brasch. Außerdem arbeitet sie als Dozentin an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg sowie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".

Seit 1974 ist Carmen-Maja Antoni verheiratet. Zur Familie gehören ein Sohn und eine Tochter. Sie lebt in Berlin.

Filmographie

  • 1964 Der Reserveheld
    Darstellerin
  • 1965 Denk bloß nicht, ich heule
    Darstellerin, verboten
  • 1966 Fräulein Schmetterling
    Darstellerin, verboten
  • 1968 Schüsse unterm Galgen
    Darstellerin
  • 1968 Hauptmann Florian von der Mühle
    Darstellerin
  • 1969 Zeit zu leben Darstellerin
  • 1970 Unterwegs zu Lenin
    Darstellerin
  • 1970 Zeit der Störche
    Darstellerin
  • 1971 Der Mann, der nach der Oma kam
    Darstellerin
  • 1972 Eolomea
    Darstellerin
  • 1973 Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow
    Darstellerin
  • 1973 Die Kückenmutter Trickfilm,
    Sprecherin
  • 1974 Johannes Kepler
    Darstellerin
  • 1976 Blumen für den Mann im Mond
    Darstellerin
  • 1975 Bankett für Achilles
    Darstellerin
  • 1979 Alle meine Mädchen
    Darstellerin
  • 1979 Einfach Blumen aufs Dach
    Darstellerin
  • 1980 Max und siebeneinhalb Jungen
    Darstellerin
  • 1981 Der Dicke und ich
    Darstellerin
  • 1981 Die dicke Tilla
    Darstellerin
  • 1985 Die Gänse von Bützow
    Darstellerin
  • 1986 Kindheit
    Darstellerin
  • 1986 Käthe Kollwitz - Bilder eines Lebens
    Darstellerin
  • 1988 Gabriel, komm zurück
    Darstellerin
  • 1989 Verflixtes Mißgeschick!
    Darstellerin
  • 1991 Zwischen Pankow und Zehlendorf
    Darstellerin
  • 1993 Rosen-Emil
    Darstellerin
  • 1996 Das Leben ist eine Baustelle
    Darstellerin
  • 1997 Ein Bernhardiner namens Möpschen
    Darstellerin
  • 1999 Nachtgestalten
    Darstellerin
  • 1999 Wohin mit den Witwen
    Kurzfilm, Darstellerin
  • 2001 Pinky und der Millionenmops
    Darstellerin
  • 2001 Berlin is in Germany
    Darstellerin
  • 2001 Inas Geburtstag
    Darstellerin
  • 2002 Knallharte Jungs
    Darstellerin
  • 2002 Ein Schiff wird kommen
    Darstellerin
  • 2003 Geschlecht: weiblich
    Darstellerin

TV-Spiele und Serien

  • 1959 TV-Spiel: Die beim Warenhaus
    Darstellerin
  • 1965 TV-Spiel: Das Glück der Maria H
    Darstellerin
  • 1967 TV-Spiel: Das Mädchen an der Orga Privat
    Darstellerin
  • 1967 TV-Spiel: Kleiner Mann - was nun?, 2 Teile
    Darstellerin
  • 1968 TV-Spiel: Wege übers Land, 5 Teile
    Darstellerin
  • 1969 TV-Spiel: Junge Frau von 1914, 2 Teile
    Darstellerin
  • 1970 TV-Spiel: Rottenknechte, 5 Teile
    Darstellerin
  • 1970 TV-Spiel: Unsere Klasse, große Klasse
    Darstellerin
  • 1970 TV-Spiel: Zwei Briefe an Pospischiel, 2 Teile
    Darstellerin
  • 1971 TV-Spiel: Pygmalion XII
    Darstellerin
  • 1973 TV-Spiel: Wenn die Tauben steigen
    Darstellerin
  • 1973 TV-Spiel: Der kaukasische Kreidekreis
    Darstellerin
  • 1974 TV-Spiel: Nachtasyl
    Darstellerin
  • 1974 TV-Serie: Schwester Martina, Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort"
    Darstellerin
  • 1976 TV-Spiel: Heute ist Freitag
    Darstellerin
  • 1977 TV-Spiel: Auftrag: Überleben
    Darstellerin
  • 1978 TV-Spiel: Zwerg Nase
    Darstellerin
  • 1979 TV-Spiel: Herr Puntila und sein Knecht Matti
    Darstellerin
  • 1980 TV-Spiel: Meines Vaters Straßenbahn, 2 Teile
    Darstellerin
  • 1981 TV-Spiel: Jegor Bulytschow und die anderen
    Darstellerin
  • 1982 TV-Spiel: Der Hase und der Igel
    Darstellerin
  • 1983 TV-Spiel: Es geht einer vor die Hunde
    Darstellerin
  • 1983 TV-Theateraufführung: Der kaukasische Kreidekreis
    Darstellerin
  • 1984 TV-Spiel: Eine schöne Bescherung
    Darstellerin
  • 1985 TV-Spiel: Balancen, Reihe "Schauspielereien"
    Darstellerin
  • 1986 TV-Spiel: Der junge Herr Siegmund
    Darstellerin
  • 1986 TV-Spiel: Jungfer Miras Mirakel
    Darstellerin
  • 1988 TV-Serie: Reihe "Polizeiruf 110"
    Darstellerin
  • 1988 TV-Spiel: Jeder träumt von einem Pferd
    Darstellerin
  • 1989 TV-Serie: Der Wahrheit verpflichtet, Reihe "Polizeiruf 110"
    Darstellerin
  • 1990 TV-Spiel: Heimsuchung
    Darstellerin
  • 1990 TV-Spiel: Der kleine Herr Friedemann
    Darstellerin
  • 1991 TV-Spiel: Ein kleiner Knall am Nachmittag
    Darstellerin
  • 1993 TV-Spiel: Ärzte: Die Narbe des Himmels
    Darstellerin
  • 1993 TV-Serie: Tod im Kraftwerk, Reihe "Polizeiruf 110"
    Darstellerin
  • 1994 TV-Serie: Arme Schweine, Reihe "Polizeiruf 110"
    Darstellerin
  • 1994 TV-Spiel: Haß im Kopf
    Darstellerin
  • 1994 TV-Spiel: Rosa Roth - In Liebe und Tod
    Darstellerin
  • 1995 TV-Spiel: Nächste Woche ist Frieden
    Darstellerin
  • 1995 TV-Spiel: Mein heißgeliebter Führer. Liebesbriefe an Adolf Hitler
    Darstellerin
  • 1995 TV-Porträt: Zwischentöne - Carmen-Maja Antoni
    Darstellerin
  • 1995 TV-Spiel: Rosa Roth - Lügen
    Darstellerin
  • 1995 TV-Serie: Die Gespenster von Flatterfels, 26 Folgen
    Darstellerin
  • 1996 TV-Spiel: Rosa Roth - Verlorenes Leben
    Darstellerin
  • 1996 TV-Spiel: Unter die Haut
    Darstellerin
  • 1996 TV-Spiel: Katrin und Wladimir
    Darstellerin
  • 1996 TV-Spiel: Rosa Roth - Nirgendwohin
    Darstellerin
  • 1996 TV-Spiel: Rosa Roth - Montag, 26. November
    Darstellerin
  • 1996 TV-Dokumentation: Leben ohne Angst – Hanns Eisler
    Mitwirkende
  • 1997 TV-Dokumentation: Solidaritätslied. Hanns Eisler - eine Geschichte
    Darstellerin
  • 1997 TV-Spiel: Rosa Roth - In Liebe und Tod
    Darstellerin
  • 1997 TV-Spiel: Rosa Roth - Die Stimme
    Darstellerin
  • 1997 TV-Spiel: Rosa Roth - Berlin
    Darstellerin
  • 1998 TV-Spiel: Rosa Roth - Wintersaat
    Darstellerin
  • 1998 TV-Spiel: Rosa Roth - Jerusalem oder die Reise in den Tod
    Darstellerin
  • 1998 TV-Spiel: Der Laden, 3 Teile
    Darstellerin
  • 1999 TV-Serie: Die Geister, die ich rief, Reihe " In aller Freundschaft"
    Darstellerin
  • 1999 TV-Spiel: Klemperer - Ein Leben in Deutschland
    Darstellerin
  • 1999 TV-Spiel: Rosa Roth - Küsse und Bisse
    Darstellerin
  • 1999 TV-Spiel: Rosa Roth - Die Retterin
    Darstellerin
  • 2000 TV-Spiel: Rosa Roth - Tod eines Bullen
    Darstellerin
  • 2001 TV-Spiel: Rosa Roth - Die Abrechnung
    Darstellerin
  • 2001 TV-Spiel: Rosa Roth - Täusche deinen Nächsten wie dich selbst
    Darstellerin
  • 2002 TV-Spiel: Rosa Roth - Geschlossene Gesellschaft
    Darstellerin
  • 2003 TV-Spiel: Rosa Roth - Die Gedanken sind frei
    Darstellerin
  • 2003 TV-Spiel: Rosa Roth - Das leise Sterben des Kolibris
    Darstellerin
  • 2004 TV-Spiel: Rosa Roth - Freundeskreis
    Darstellerin
  • 2004 TV-Spiel: Rosa Roth - Flucht nach vorn
    Darstellerin

Ausgewählte Auszeichnungen

1974: Kritikerpreis der Berliner Zeitung
(Beste Darstellerin des Jahres) für die Eva in "Herr Puntila und sein Knecht Matti"

1976: Kritikerpreis der Berliner Zeitung
(Beste Darstellerin des Jahres) für die Herakes in "Herakes W" von Heiner Müller

1988: Kritikerpreis der Berliner Zeitung
(Beste Darstellerin des Jahres) für die Mutter in "Baal"

1988: KINDHEIT
Preis für die Beste weibliche Hauptrolle auf dem 5. Nationales Spielfilmfestival der DDR

1989: Kunstpreis der DDR
für das künstlerische Gesamtschaffen

1990: Helene Weigel-Medaille
für die Darstellung der Schwiegermutter in "Der Selbstmörder"

Ausgewählte Literatur

Martin Linzer: Carmen-Maja Antoni, in: Renate Seydel: Schauspieler, Henschel Verlag Berlin 1974.

Marlis Linke: Hosen-, Weiber- und andere Komödien, in: Filmspiegel, 08/1987.

Friedel von Wangenheim: Die Neugier hat mich jung und fröhlich gehalten, in: Zwischentöne. Verlag Das Neue Berlin 1996.

Ingrun Spazier: Carmen-Maja Antoni, in: cinegraph, Loseblattsammlung

Holde-Barbara Ulrich: Wer hat Angst vor der Antoni? Sie war ein Star, damals auf den Bühnen der DDR. Dann kam die Zeit der kleinen Fernsehrollen. Doch jetzt trumpft Carmen-Maja Antoni auf, in Claus Peymanns neuer Truppe am wiedereröffneten Berliner Ensemble, in: Die Zeit, 2000.

o.A.: Berliner Ensemble - Gespräch mit Carmen-Maja Antoni. Eine ehrliche Haut sein, in: Berliner Zeitung, 25.04.2003.

 

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)






Carmen-Maja Antoni in
"Der Mann, der nach der Oma kam" (1970)
Foto: DEFA-Stiftung/Wolfgang Braumann



Carmen-Maja Antoni in
"Verflixtes Mißgeschick!" (1988)
Foto: DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger