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DEFA - Stiftung - Film- und Videoausgangsformate

Exkurs: Film- und Videoausgangsformate

Im Filmbereich wird gerne von so mysteriösen Begriffen wie 35mm oder Digital Betacam gesprochen. Tatsächlich handelt es sich dabei einfach um verschiedene Arten von Speichermedien so wie z. B. DVD oder Videokassetten.


35mm beschreibt ein Filmformat mit einem Filmstreifen der 35mm breit ist und am Rand beidseitig Perforationslöcher aufweist. In der Regel sind es vier Stück bei einem Format von 4:3 (übliches Fernsehformat) oder 16:9 (übliches Kinoformat). Das Prinzip dieses Negativstreifens wird auch für die analoge Fotografie benutzt. Die Filmrollen sind sehr empfindlich gegenüber Licht und Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Bis in die 60er Jahre wurde in der DDR das Trägermaterial aus Zellulosenitratbasis aufgebaut. Diese „Nitrofilme“ entwickeln bei der Zersetzung hoch giftige Gase und sind extrem feuergefährlich. In Brand geraten lässt sich Nitrofilm fast nicht löschen, da bei der Reaktion Sauerstoff freigesetzt wird. Durch die Freisetzung der Gase besteht zudem enorme Explosionsgefahr. Diese Eigenschaft gestaltet die Lagerung der Filmkopien als äußerst schwierig und kostenintensiv, sodass die Umkopierung und Digitalisierung für die Erhaltung und Verbreitung dieser Filme unumgänglich ist.

Weitere Informationen zum Nitrofilm gibt es beim Bundesarchiv-Filmarchiv.

70mm wird heutzutage aufgrund der hohen Herstellungskosten nur noch sehr selten für die Filmproduktion genutzt. Außerdem verfügen nur wenige Kinos über 70mm-Projektoren. In Berlin sind es nur das Kino International und das Delphi Kino. Bei der DEFA wurden insgesamt 7 Filme auf 70mm produziert: HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE (1968, R: Werner W. Wallroth), GOYA (1971, R: Konrad Wolf), EOLOMEA – UNHEIMLICHE ZEICHEN AUS DEM WELTALL (1972, R: Herrmann Zschoche), KLK an PTX – DIE ROTE KAPELLE (1970, R: Horst E. Brandt), LÜTZOWER (1972, R: Werner W. Wallroth), ORPHEUS IN DER UNTERWELT (1973, R: Horst Bonnet), SIGNALE - EIN WELTRAUMABENTEUER (1970, R: Gottfried Kolditz). Der 70mm-Film bot mehr als die dreifache Bildgröße im Vergleich zu 35mm und das in sehr guter Qualität. Heutige Filme, die in IMAX-Kinos gezeigt werden, basieren auf dem 70mm-Prinzip.

Im Amateursektor des Films waren vor der digitalen Technik vor allem die Formate 16mm/ Super 16 oder 8mm/ Super-8-Film gebräuchlich. Diese Formate waren schmaler, sodass auch die Projektoren kleiner ausfielen und gut für den privtane Gebrauch zu nutzen waren.

Bei den Videoformaten ist VHS (Video Home System) das bekannteste Trägermedium. Es diente vor allem zur privaten Magnetbandaufzeichnung und wurde in den letzten Jahren durch das digitale Medium DVD (Digital Video Disc) abgelöst. Magnetbänder bestehen aus einer Kunststofffolie, die mit magnetischen Partikeln beschichtet ist. Bei der Aufnahme werden diese neu angeordnet und bei der Wiedergabe in dieser Form gelesen.

Dem VHS-Format ist U-Matic sehr ähnlich. Dies war das erste Kassettenformat um Bild und Ton auf einem Magnetband aufzunehmen und wiederzugeben. Es war sehr robust und wurde deshalb in Sendeanstalten gern genutzt.

BetacamSP (SP = Sperior Performance) besitzt im Gegensatz zu VHS und U-Matic eine getrennte Komponentenaufzeichnung im Bereich Helligkeit und Farbdifferenzierung. Dadurch ist der Signalverlust bei der Aufnahme und Wiedergabe minimal. Des Weiteren gibt es zwei Audiospuren sowie einen Time Code und eine Control-Spur.

Die Weiterentwicklung der Betacam ist die DigitalBetacam, das momentan noch meistgenutze Speichermedium in der Fernsehtechnik. Im Gegensatz zum analogen Magnetband der anderen Speicherformate, schreibt die DigitalBetacam das Video als digitale Dateien auf Band.

HDCAM und HDCAM SR sind die jüngsten Magnetbandsysteme. Sie können Filme in HD-Qualität (High Definition) aufzeichnen, da sie über enorm große Speicherkapazität verfügen. Um einen Film von 90 Minuten Länge in hoher Qualität zu speichern, bräuchte man sonst ca. 350 DVDs oder 56 Blu-Rays. Neben dem Bildsignal und den Timecode-Signalen können bis zu 4 Audiospuren gespeichert werden. HDCAM SR unterscheidet sich von seinem Vorgänger durch die noch bessere Auflösung und die Bildspeicherung in einzelnen Frames, sodass das Material einfach geschnitten werden kann.

Ein Digital Cinema Package (DCP) ist ein digitales Speichermedium ähnlich einer Festplatte, auf der die Bild- und Tondateien in komprimiertem und verschlüsseltem Format vorliegen. Um den Film abzuspielen, erhalten Kinos den Code zum Freischalten der Dateien. Dieser Code kann so eingestellt werden, dass er den Film nur für eine Vorstellung freischaltet ist oder über einen längeren Zeitraum.

 

 

 

35mm-Filmrolle


Goya 

   KLK an PTX - Die rote Kapelle

Hauptmann florian von der mühle

70mm-Filme


VHS


DigitalBetacam