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DEFA - Stiftung - Groschopp, Richard

Groschopp, Richard

Der Regisseur und Kameramann Richard Groschopp gilt als einer der gestandenen DEFA-Künstler. Er beginnt als Amateurfilmer, dreht in den 40er Jahren zahlreiche Industrie- und Werbefilme. Seine DEFA-Spielfilme sind Unterhaltungsware. Mit den zwei unterschiedlichen Produktionen DIE GLATZKOPFBANDE (1963) und CHINGACHGOCK - DIE GROßE SCHLANGE (1967) inszeniert er große Publikumserfolge. Noch bekannter ist er als einer der Väter der satirischen Kurzfilmreihe "Stacheltier".

 Richard Groschopp bei den Dreharbeiten

Richard Groschopp wird am 19.02.1906 in Kölleda, Thüringen geboren. Sein Vater ist Schützenhauswirt. Die Familie zieht später nach Erfurt, ab 1914 geht er in Greiz zur Schule. Hier zeigt sich bereits seine künstlerische Begabung, er spielt Theater, nimmt Geigenunterricht. Nach seiner Schulausbildung erlernt er den Beruf des Konditors. Seine Gesellenprüfung legt er in Kiel ab. Nebenbei ist er immer auch künstlerisch aktiv, schreibt Kurzgeschichten, spielt Geige. 1927 geht er nach Dresden und arbeitet dort in einer Konditorei. Hier wird er auch 1936 seinen Meisterbrief erhalten.

Ab 1929 beschäftigt er sich mit dem Film. Zunächst dreht er mit seiner eigenen Schmalfilmausrüstung kleinere Episoden. Als Mitglied des Bundes der Filmamateure veröffentlicht er Artikel in der Zeitschrift "Film für Alle". Auf Festivals gewinnen seine Filme zahlreiche Preise. Der Trickfilm EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE (1934), der einen Kampf auf dem Schachbrett, schwarzer gegen weißen König schildert, und der Kurzfilm BOMMERLI (1936) werden später auf 35 mm-Normalfilm wiederholt. In der Folge erhält er eine Anstellung beim Werbefilmproduzent Fritz Boehner als Kameramann und Regisseur, ist als Kameramann bei den Dreharbeiten zu OLYMPIA (1938) unter der Leitung von Leni Riefenstahl dabei. Er führt die Kamera unter anderem beim Fechten und im Olympischen Dorf.

Richard Groschopp dreht bis 1944 zahlreiche Arbeiten für die Industrie, Werbe- und Kulturfilme entstehen. Der Kameramann wird vom Wehrdienst freigestellt, da er kriegswichtige Lehrfilme für Flak-Schützen und die Marine dreht. Während des Bombardements von Dresden im Februar 1945 überlebt die Familie, geht kurz darauf nach Oberfranken. Ein Jahr später kehrt Richard Groschopp zurück, um die Arbeit der Boehner-Film neu zu organisieren. Er beginnt als Regisseur, Kameramann und Cutter zu arbeiten, produziert für die Wochenschau "Der Augenzeuge", dreht Propaganda-, Industrie- und Werbefilme. Einige der ersten Nachkriegs-Dokumentarfilme aus Sachsen entstanden unter seiner Regie. Im September 1946 wird die Boehner-Film volkseigen und in DEFA-Produktion Sachsen umbenannt.

1950 folgt Richard Groschopp einem Ruf nach Potsdam-Babelsberg, arbeitet nunmehr im DEFA-Studio für Spielfilme. In seiner ersten Produktion FAMILIE BENTHIN (1950) dreht er unter der Leitung von Slatan Dudow und Kurt Maetzig einige Szenen. Mit dem Lustspiel MODELL BIANKA (1951), der sich im Milieu der volkseigenen Kleiderbetriebe bewegt, legt er seinen ersten eigenen Spielfilm vor. Erzählt wird die Geschichte eines Kleidermodells, wobei zwei Betriebe - die Berolina und die Saxonia - für sich in Anspruch nehmen, es entworfen zu haben. Nach einigen Verwirrungen bringen sie das Modell gemeinsam auf den Markt. Zudem arbeitet er als Drehbuchautor für seine Kollegen, unter anderem schreibt er für Martin Hellberg und dessen Sabotage-Film GEHEIMAKTE SOLVAY (1953). Mit 52 WOCHEN SIND EIN JAHR (1955) plädiert das Filmteam ganz im Zeichen der Zeit für die genossenschaftliche Umgestaltung auf dem Lande.

Anfang 1953 legt Richard Groschopp das Konzept für eine Kabarett-Serie vor. Der erste "Stacheltier"-Film wird im Mai 1953 aufgeführt. In der Folge wird unter der Leitung von Dr. Georg Honigmann eine eigene Produktionsgruppe gegründet, die satirisch Problemlagen in der DDR aufbereitet und sich propagandistisch gegen die kapitalistischen Widersacher im anderen Teil Deutschlands richtet. Richard Groschopp inszeniert bis 1958 zirka 50 "Stacheltier"-Filme. Er gilt als einer der Väter der satirischen Kurzfilmreihe, von der in 12 Jahren, zwischen 1953 und 1965, rund 275 Folgen produziert werden.

Mit SIE KANNTEN SICH ALLE (1958) konzentriert sich der Regisseur wieder auf die Spielfilm-Produktion. Er schildert einen Sabotageakt in einem sächsischen Autowerk. Auch in der Folge verfilmt Richard Groschopp Gegenwartsstoffe, die sich im Unterhaltungs- und Abenteuerbereich bewegen. WARE FÜR KATALONIEN (1959) spielt in Berlin. Unterleutnant Schellenberg kommt einer Schieberbande auf die Schliche, die optische Geräte aus der DDR in den Westen schmuggelt. Der Kriminalfilm überzeugt durch seine gut gebaute Story, ist mit Hartmut Reck sowie Eva-Maria Hagen ansprechend besetzt. BEVOR DER BLITZ EINSCHLÄGT (1959) berichtet von der Wandlung eines jungen Reporters, der mit einem Artikel einen Skandal ausgelöst hat und bei einem Arbeitsaufenthalt im Werk die Fakten richtigstellen soll. In FREISPRUCH MANGELS BEWEISES (1962) wird die Geschichte um den Münchener Publizisten Alexander Steinhorst geschildert, der, nachdem er einige Enthüllungen über die CSU-Wahlfonds veröffentlicht hat, gesellschaftlich ruiniert wird. Einen Publikumserfolg erringt Richard Groschopp mit der Komödie DIE LIEBE UND DER CO-PILOT (1961), in der sich ein Co-Pilot als Don Juan erweist und durch seine Crew-Mitglieder zu einem besseren Menschen erzogen wird.

Sein Film DIE GLATZKOPFBANDE (1963) sorgt für Diskussionsstoff. Der junge Schauspieler Ulrich Thein gibt hier den Kriminalkommissar Czernik, der einer Gruppe von glatzköpfigen, jugendlichen Randalierern an der Ostsee das Handwerk legt. Der Film ist nach authentischen Ereignissen gestaltet, thematisiert Jugendkriminalität, eskalierende Gruppendynamik und Westeinflüsse. DIE GLATZKOPFBANDE (1963) löst wegen der überproportionalen Brutalität der Jugendlichen scharfe Pro- und Kontra-Debatten aus, ist heute ein zeitgeschichtliches Dokument von Wert. Bald wird der Film, trotz seines Erfolges beim Publikum, aus dem Programm der Kinos genommen. Der Nachfolgefilm ENTLASSEN AUF BEWÄHRUNG (1965) schildert die Bemühungen eines Mitglieds der Bande, auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen, wieder in den Alltag integriert zu werden. An seinen Vorgänger kann dieser Film im Blick auf die Publikumsresonanz und die Brisanz der Themenstellung leider nicht heranreichen.

Mit CHINGACHGOCK - DIE GROßE SCHLANGE (1967) legt Richard Groschopp seinen letzten und erfolgreichsten Kinofilm vor. Nach der literarischen Vorlage von J. F. Cooper "Der Wildtöter" schildert der Film den Kampf des letzten Mohikaner erst gegen die Huronen, die seine Braut entführt haben und später gegen die Engländer und Franzosen, die sich um das Land der Indianer streiten. Sorgfältig ist der Film inszeniert, mit bewährtem Gespür für Spannung und Exotik gedreht, realistisch, fast ethnographisch ist das Leben der Indianer dargestellt. Der Film wird der Publikumserfolg des Jahres, etabliert den Schauspieler Gojko Mitic in seinem zweiten Indianerfilm endgültig zum Star.

Danach arbeitet Richard Groschopp für das Fernsehen der DDR. Er hat bereits eine Film-Biographie zu "Carl von Ossietzky" (1963) gedreht. Es entsteht der semidokumentarische Kriegsfilm "Geheimkommando Ciupaga" (1968), der vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs den Kampf polnischer Partisanen erzählt. In dem Kriminalfilm "Angebot aus Schenectady" (1971) werden die dunklen Punkte in der Vergangenheit eines anerkannten Wissenschaftlers aufgedeckt. In seinem letzten Film DIE FILMEMACHER (1971) werden Westberliner Filmemacher als Agenten durch den Staatssicherheitsdienst enttarnt.

Neben seiner eigenen Arbeit engagiert sich Richard Groschopp für den Amateurfilm. Er ist Präsident des Nationalen Zentrums für Amateurfilme der DDR. Von 1956 bis 1960 arbeitet er als Chefredakteur der Zeitschrift "Film für Alle". Er veröffentlicht Schriften zum Film, die zu Standardwerken werden, unter anderem "Filmentwurf und Filmgestaltung". Von 1959 bis 1962 leitet er zudem den Fachbereich Regie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Sein Kollege Lothar Warneke dreht 1993 ein Filmporträt über den Kameramann und Regisseur ZWEI SCHICKSALE ODER EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE.

Richard Groschopp ist mit der Publizistin Ursula Madrasch-Groschopp verheiratet. Er stirbt am 08. Juli 1996 in Kleinmachnow bei Berlin.

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)


Filmographie

  • 1932 ARISTOKRATEN
    Amateur-Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1932 DIE WUNDERSAMEN ABENTEUER DES KLEINEN MUTZ
    Amateur-Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion
  • 1933 RITTERLICHER KAMPFSPORT
    Amateur-Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion
  • 1934 EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE
    Amateur-Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion
  • 1936 WINKEL DES GLÜCKS
    Kurzfilm, Regie, Buch, Schnitt, Vertonung
  • 1936 EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE
    Trickfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1936 BOMMERLI
    Amateur-Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion
  • 1936-1938 OLYMPIA. TEIL I: FEST DER VÖLKER. TEIL II: FEST DER SCHÖNHEIT
    Dokumentarfilm, Kamera
  • 1937 DIENER DER GESUNDHEIT
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt, Vertonung
  • 1937 HERSTELLUNG DES WECHSELSTROMZÄHLERS W9
    Kurz-Industriefilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1937 KREIDEGEWINNUNG AUF RÜGEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1937 ELBESTADT BEI NACHT
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1937 MIT FEDERBUSCH UND HARNISCH
    Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera mit anderen, Schnitt, Vertonung
  • 1937 SPIELZEUGHERSTELLUNG IM ERZGEBIRGE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1937 SPITZENKLÖPPELEI IM ERZGEBIRGE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1937 KINDER SPAREN
    Kurz-Dokumentarfilm mit Spielhandlung, Regie, Buch, Schnitt
  • 1937 BOMMERLI
    Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1938 EINE GRENZSTELLE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1938 KAMPF DER RATTEN
    Werbefilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1938 TRAJEKTVERKEHR DEUTSCHLAND SCHWEDEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1938 TURNIERSPIELE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt
  • 1938 BOMMERLI FÄHRT INS MITTELMEER
    Werbefilm mit Spielhandlung, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1938 KARLSBADER REISE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt; verboten
  • 1939 VOM SPRÜHENDEN FUNKEN ZUM KLINGENDEN FUNK
    Kurz-Industriefilm, Regie, Buch, Schnitt
  • 1941 WISCHAUER SPRACHINSEL
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera
  • 1941 STRUMPFWIRKER IM ERZGEBIRGE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt, Vertonung
  • 1941 LAND ZWISCHEN VOGESEN UND RHEIN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1941 KLEINE ELSAßFAHRT
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1941 WIR VON DER STRUMPFWIRKEREI
    Werbefilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1941 WIR MÄDELS VON ARWA
    Werbefilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1942 DON SULFERADO
    Werbefilm, Regie, Buch, Schnitt, Bau, Vertonung
  • 1942 STROPHIL
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Kamera, Schnitt; verboten
  • 1943 TECHNISCHER ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
    Lehrfilm, Regie, Schnitt
  • 1943 DEUTSCHE MUSIK
    Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt, Vertonung; nicht aufgeführt
  • 1944 LERNE HANDELSSCHIFFE KENNEN
    Lehrfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung
  • 1944 LERNE KRIEGSSCHIFFE KENNEN
    Lehrfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Vertonung; nicht aufgeführt
  • 1944 DAS GÄNSELIESEL
    Kurzfilm, Regie, Buch, Kamera, Schnitt
  • 1944 KUNSTSTOFFZÄHNE
    Werbefilm, Regie, Buch, Kamera
  • 1946 MUSIKALISCHER BESUCH
    Kurz-Dokumentarfilm, Kamera
  • 1946 VEREINIGUNG DER BEIDEN ARBEITERPARTEIEN IN SACHSEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Kamera
  • 1946 DRESDEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Schnitt
  • 1946 VEREINIGUNGSPARTEITAG DRESDEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Kamera
  • 1946 EINHEIT SPD – KPD
    Kurz-Dokumentarfilm, Kamera
  • 1946 LEIPZIGER MESSE 1946
    Kurz-Dokumentarfilm, Kamera
  • 1946 1. MAI 1946 IN DRESDEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Kamera, Schnitt
  • 1946 DAS NEUESTE VOM TAGE
    17 Kurzfilme. Regie, Kamera
  • 1946 VOLKSENTSCHEID 30. JUNI
    Kurzfilm, Regie
  • 1946 WAS NUN?
    Kurzfilm, Regie
  • 1946 DER NAGEL
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie
  • 1946 SOZIOLOGIE DES COUPÄS
    Kurzfilm, Regie
  • 1946 SACHSENLAND – WEIHNACHTSLAND
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch
  • 1947 FILM VOM FILM
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch
  • 1948 AUF EIGENEN FÜßEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1948 BOTSCHAFTER DES FRIEDENS
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Kamera
  • 1948 DEFA-BILDBERICHT IX LIEDER UND TÄNZE
    Kurz-Dokumentarfilm, Kamera
  • 1948 KLINGENDES, SINGENDES HOLZ
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1948 DER MENSCH IM MITTELPUNKT
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1948 10.000 IN EINER STUNDE
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1949 EINSTEIGEN
    Werbefilm, Regie
  • 1949 DAS HERZ DES DORFES
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1949 KALISALZGEWINNUNG
    Kurz-Dokumentarfilm, 2 Teile, Produktionsleitung
  • 1949 DAS MÄDCHEN MIT DEM SCHRAUBENZIEHER
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1949 25,7 MILLIONEN TONNEN
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie
  • 1949 FÜR EIN BESSERES MORGEN
    Werbefilm, Regie
  • 1950 KAMPF UM WASSER
    Kurz-Dokumentarfilm, Regie, Buch, Produktionsleitung
  • 1950 STAHLWERKER SCHULZE
    Kurz-Dokumentarfilm mit Spielszenen, 4 Teile, Regie, Buch
  • 1960 FAMILIE BENTHIN
    Regie-Mitarbeit
  • 195 1 MODELL BIANKA
    Regie, Buch
  • 1952 GEHEIMAKTEN SOLVAY
    Buch
  • 1953 DAS LETZTE VON GESTERN/HERR SCHWENDER/ ERSTER KLASSE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 1. Folge, Regie, Buch
  • 1953 DAS PRINZIP/ DER SCHWEIGSAME
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 2. Folge, Regie, Buch
  • 1953 BITTE NICHT STÖREN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, Regie, Buch
  • 1953 WACHSAMKEIT LAUT VORSCHRIFT
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 3. Folge, Regie, Buch
  • 1953 SCHULE DER HOEFLICHKEIT
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 4. Folge, Regie, Buch
  • 1953 EINE LIEBESGESCHICHTE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 5. Folge, Regie, Buch
  • 1953 DER MANN, DER ALLES MACHT
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 6. Folge, Regie, Buch
  • 1953 DAS WIEDERSEHEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 7. Folge, Regie, Buch
  • 1953 ERKENNUNGSZEICHEN: WEIßE ASTER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 8. Folge, Regie, Buch
  • 1953 MODEN-SCHAUERLICHES
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 9. Folge, Regie
  • 1953 DER KÖNIG IN THULE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 10. Folge, Regie
  • 1953 DAS GROßE ABENTEUER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 11./12. Folge, Regie
  • 1953 DER WINTERMANTEL
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 13. Folge, Regie
  • 1953 ABSEITS
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 14. Folge, Regie
  • 1953 EIN THEATERABEND
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 15. Folge, Regie, Buch
  • 1953 STIESELS INSTITUT FÜR GUTE SITTEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 16. Folge, Regie, Buch
  • 1953 PANNE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 17. Folge, Regie, Buch
  • 1953 DER BART IST AB
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 18. Folge, Regie, Buch
  • 1954 EINE BÄRENGESCHICHTE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 19. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DIE NACHT DES GRAUENS
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 20. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DAS KARNICKEL
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 21. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DER VORBILDLICHE KUNDE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 22. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DIE WEINTRAUBE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 23. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DER 80-PROZENTIGE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 24. Folge, Regie, Buch
  • 1954 WENN DIE FRAU VERREIST IST
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 25. Folge, Regie, Buch
  • 1954 FREIE MARKTWIRTSCHAFT
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 27. Folge, Regie, Buch
  • 1954 KINDERFRAGEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 28. Folge, Regie, Buch
  • 1954 EIN FREIER MENSCH
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 29. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DIE WAHRHEIT IST GREIFBAR
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 32. Folge, Regie, Buch
  • 1954 SCHARFE KALKULATION
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 33. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DAS HAUT SCHON HIN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 34. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DAS WIRTSCHAFTSWUNDER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 36. Folge, Regie, Buch
  • 1954 PAPIER, PAPIER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 37. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DER UNTERMIETER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 38. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DIE NACHWUCHSFRAGE
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 39. Folge, Regie, Buch
  • 1954 DAS BACKWUNDER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 40. Folge, Regie
  • 1955 52 WOCHEN SIND EIN JAHR
    Regie, Buch
  • 1955 ZETTEL IST FÜR DISZIPLIN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 60. Folge, Regie
  • 1955 DER TREPPENWITZ
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 61. Folge, Regie, Buch
  • 1955 ALLES IM EIMER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 62. Folge, Regie
  • 1955 SO SIEHST DU AUS
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 65. Folge, Regie, Buch
  • 1955 PEP
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 68./69. Folge, Regie
  • 1956 DAS GEISTERSCHLOß
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 70. Folge, Regie, Buch
  • 1956 RINALDO RINALDINI
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 71. Folge, Regie, Buch
  • 1956 DIE GLOCKE VON CORUPTICA
    Kurzspielfilm, Regie
  • 1956 PERSIL BLEIBT PERSIL
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 72. Folge, Regie, Buch
  • 1966 KLEINE FISCHE
    Kurzspielfilm, Regie, Buch
  • 1956 DAS SCHWARZE WUNDER
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 78./79. Folge, Regie, Buch
  • 1956 .... UND ALLE, ALLE KAMEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 80. Folge, Regie
  • 1956 ENDSTATION KANAL
    Kurzspielfilm, Regie
  • 1958 SIE KANNTEN SICH ALLE
    Regie, Buch
  • 1958 EINER UNSERER BESTEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 127. Folge, Regie
  • 1958 AUF DEM BODEN DER TATSACHEN
    Kurzspielfilm aus der "Stacheltier"-Produktion, 128. Folge, Regie
  • 1959 WARE FÜR KATALONIEN
    Regie, Buch
  • 1959 BEVOR DER BLITZ EINSCHLÄGT
    Regie, Buch
  • 1961 DIE LIEBE UND DER CO-PILOT
    Regie, Buch
  • 1962 FREISPRUCH MANGELS BEWEISES
    Regie, Buch
  • 1963 DIE GLATZKOPFBANDE
    Regie, Buch
  • 1963 CARL VON OSSIETZKY
    TV-Film, Regie
  • 1965 ENTLASSEN AUF BEWÄHRUNG
    Regie, Buch
  • 1967 CHINGACHGOCK - DIE GROßE SCHLANGE
    Regie; Buch
  • 1968 GEHEIMKOMMANDO CIUPAGA
    TV-Film, 3 Teile, Regie
  • 1971 ANGEBOT AUS SCHENECTADY
    TV-Film, Regie
  • 1971 FILMEMACHER
    TV-Film, Regie


Ausgewählte Auszeichnungen

1933 DIE WUNDERSAMEN ABENTEUER DES KLEINEN MUTZ
Amateurfilm-Wettbewerb London: Silbermedaille

1935 EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE
1. Nationaler Deutscher Amateurfilm-Wettbewerb: Erster Preis der Gesamtwertung

1935 EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE
Wanderpreis (Bester deutscher Amateurfilm) der Reichsvereinigung Deutscher Lichtspielstellen, Kultur- und Werbefilm-Hersteller e.V.

1935 EINE KLEINE KÖNIGSTRAGÖDIE
Ehrenpreis der Zeitschrift Film für Alle für den besten Film mit ausgeprägt filmischer Eigenart

1936 BOMMERLI
Nationaler Deutscher Amateurfilm-Wettbewerb: 1. Preis

1936 RITTERLICHER KAMPFSPORT
Nationaler Deutscher Amateurfilm-Wettbewerb: Sonderwettbewerb für Sportfilme: 1. Preis

1936 BOMMERLI
1. Preis (Kategorie Spielfilm) auf dem V. Internationaler Amateurfilm-Wettbewerb in Berlin

1936 BOMMERLI
2. Preis (Schmalfilm-Wettbewerb) auf dem Internationalen Filmfest in Venedig

1954 Heinrich Greif Preis III. Klasse für" Stacheltier"-Serie mit Georg Honigmann

1959 WARE FÜR KATALONIEN

Kunstpreis der DDR

1964 Carl von Ossietzky-Medaille

1971 Heinrich Greiff Preis II. Klasse für DEFA-Abenteuerfilme im Kollektiv

1972 Verdienstmedaille der DDR

1975 Verdienstmedaille der NVA in Silber

1986 Medaille für Verdienste im künstlerischen Volksschaffen der DDR

Ausgewählte Literatur


Eigene Texte
Richard Groschopp: Filmentwurf und Filmgestaltung. Gesetze und Beispiele, Halle (Saale), Knapp 1948, (Filmbücher für alle 3).

Maryan von Hotschewar: Das Schmalfilm-Lehrbuch, bearbeitet von Richard Groschopp, Halle (Saale), Knapp 1952.

Richard Groschopp: Der Filmtitel. Seine Technik und Gestaltung, Halle (Saale) Fotokinoverlag 1958.

Richard Groschopp, Lothar Creutz, Carl Andrießen: Ware für Katalonien, Berlin Henschel Verlag 1959.

Richard Groschopp: Filmregie für Amateure, Leipzig Fotokinoverlag 1968, (Filmkurs 7).

Richard Groschopp: Über Filmgestaltung. Ein Regiehandbuch für Filmamateure, Leipzig Fotokinoverlag 1975.

Richard Groschopp: Über die Lehrbarkeit der Filmregie, in: 26 Jahre Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Filmwissenschaftliche Beiträge, Sonderband 1, 1979.

Richard Groschopp: Erinnerungen an die Anfänge der DEFA-Produktion in Dresden, in: Betriebsgeschichte des VEB DEFA Studio für Spielfilme. Teil 3. Potsdam-Babelsberg: DEFA Studio für Spielfilme 1984.

Richard Groschopp: Faszination Film. Gespräch, aufgezeichnet von Ralf Schenk, in: Aus Theorie und Praxis des Films, Nr. 03/1987.

Fremde Texte
Joachim Reichow: Der Regisseur Richard Groschopp, in: Deutsche Filmkunst, Nr. 06/1959.

Reinhard Wagner: Über das DEFA-Stacheltier, in: Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft, Nr. 5, 1983.

Noa: Keine Tortenschlachten – Vom Amateurfilmer zum erfolgreiche Regisseur: Richard Groschopp, in: Märkische Allgemeine, 29.09.1995.

Ralf Schenk: Er ist nicht nur der Vater des "Stacheltiers" – Der Filmregisseur Richard Groschopp wird heute neunzig Jahre alt, in: Neues Deutschland, 19.02.1996.

Ralf Schenk: Indianer und Glatzköpfe. Zum 90. Geburtstag des Regisseurs Richard Groschopp, in: film-dienst 04/1996.

Martin Mund: Seine Filme spiegelten die Atmosphäre der Zeit – DEFA-Regisseur Richard Groschopp ist 90jährig am Montag verstorben, in: Neues Deutschland, 10.07.1996.

dpa: Richard Groschopp, in: Frankfurter Allgemein, 11.07.1996.

Ralf Schenk: Ein Enthusiast. Zum Tode von Richard Groschopp, in: Film und Fernsehen, Nr. 03/04, 1996.

Ralf Schenk: Richard Groschopp, in: film-dienst 16, 30.07.1996.

Cornelia Fleer: Märchenland Ost. Wie die satirische DEFA-Kurzfilmreihe "Das Stacheltier" den Himmel auf Erden erfand, in: film-dienst 15/2003.