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DEFA - Stiftung - Karusseit, Ursula

Ursula Karusseit

Die Schauspielerin Ursula Karusseit hat zunächst in TV-Klassikern auf sich aufmerksam gemacht, die in der DDR zu Straßenfegern werden. Im In- und Ausland erreicht die Schauspielerin auf Anhieb eine große Popularität in dem Mehrteiler WEGE ÜBERS LAND (1968) als Magd Gertrud Habersaat, deren Geschichte in einem ostdeutschen Dorf von 1939 bis 1953 erzählt wird. Danach zählt die Schauspielerin zu den beliebten Darstellerinnen des Landes, ist in zahlreichen TV-Filmen und einigen DEFA-Filmen zu sehen.


Ursula Karusseit und Kurt Böwe (r.) in "Der nackte Mann auf dem Sportplatz" (1973)
Foto: DEFA-Stiftung/Wolfgang Bangemann, Alexander Kühn

Ursula Karusseit wird am 02. August 1939 in Elbing, bei Danzig geboren. Auf einem Flüchtlingstreck wandert die Familie 1954 nach Mecklenburg. Später zieht sie nach Gera, ihr Vater arbeitet dort als Berufsschullehrer. Zur Familie gehören noch drei weitere Kinder. Nach ihrer Schulausbildung absolviert sie eine kaufmännische Ausbildung an der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung, arbeitet danach als Sachbearbeiterin, übernimmt Sekretärinnen-Arbeiten, schreibt Steno - erst in einer Maschinenfabrik, später arbeitet sie in der Sozialversicherung. Ihr Hobby wird die Schauspielerei, sie spielt in der Theatergruppe ihres Betriebes mit. Aus der Freizeitbeschäftigung wird ihre Passion. Sie bewirbt sich an der Schauspielschule in Leipzig und wird abgelehnt. Mehr Erfolg hat sie an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Dort studiert sie von 1960 bis 1963, zu ihren Lehrern zählen Wolfgang Heinz und Erika Pelikowsky.

Noch während ihres Studiums 1961 macht die junge Schauspielerin an der Berliner Volksbühne als Anna in "Biedermann und die Brandstifter" nach Max Frisch auf sich aufmerksam. Nach ihrem Studium 1963 erhält sie ein festes Engagement an der Volksbühne, zwischenzeitlich können sie die Theaterbesucher auch an anderen Berliner Bühnen sehen, wie dem Maxim-Gorki-Theater, dem Deutschen Theater oder dem Theater im Palast (TiP). Besondere Beachtung erzielt sie mit der Rolle der Roten Rosa in "Moritz Tasso" von Peter Hacks unter der Regie des Schweizers Benno Besson. Mehrfach wird sie mit dem Regisseur zusammenarbeiten, unter anderem bei "Der Drache" (1966) als Elsa. Ursula Karusseit zählt zu den bekannten Bertolt Brecht-Interpretinnen. Sie spielt die Rollen der Mutter Courage, ist die Heilige Johanna oder Shen Te/Shui Ta. Ab Mitte der 80er Jahre kann sie in zahlreichen Gastengagements auch das Publikum in Westdeutschland überzeugen. Seit 1987 arbeitet sie freischaffend als Schauspielerin an verschiedenen Bühnen, unter anderem am Schauspiel Köln (bis 1990) und am Berliner Schillertheater (1992/93) sowie an den Kammerspielen München. Zur komödiantischen Eigenart Ursula Karusseits gehört, dass sie auch Männerrollen gestaltet. So etwa an der Volksbühne den Mitteldorf in "Der Biberpelz", in Bremen den "Herrn Paul" von Tankred Dorst oder in Zürich den Fleischfabrikanten Lennox in "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" in einer Inszenierung von Benno Bresson. Gefeiert wird sie auch als Faust in "Don Juan und Faust". Mittlerweile ist die Schauspielerin auch als Regisseurin auf der Theaterbühne tätig, sie inszeniert in Dresden, Zittau und Tübingen.

Einem großen Publikum wird die Schauspielerin bekannt durch TV-Klassiker, die in der DDR zu Straßenfegern werden. In WEGE ÜBERS LAND (1968) nach Helmut Sakowski spielt sie die Magd Gertrud Habersaat, verleiht der Frau große Glaubwürdigkeit, spielt eine kräftige, herbschöne Frau. Der fünfteilige Fernsehfilm erzählt die Geschichte des Dorfes Rakowen und einiger seiner Bewohner zwischen 1939 und 1953. Sie spielt in dem TV-Fünf-Teiler DANIEL DRUSKAT (1975) an der Seite von Hilmar Thate, der als Vorsitzender einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in Verruf gerät. In MÄRKISCHE CHRONIK (1983) agiert sie neben Walter Plathe und Jürgen Heinrich als Gutsherrin. Hier ist die Geschichte eines märkischen Dorfes Gegenstand der Serie. Im Fernsehen der DDR wird Ursula Karusseit eine anerkannte und beliebte Schauspielerin. In vielen Fällen spielt sie Frauen voller derber Sinnlichkeit, die ihren Anspruch ans Leben formulieren.

Auch auf der Kinoleinwand ist die Darstellerin präsent, erhält leider zu selten Gelegenheit in Hauptrollen zu glänzen. Für ihre erste Rolle als Hilde Coppi wird sie in KLK AN PTX - DIE ROTE KAPELLE (1971), einem Film über den Widerstand des Juristen und Wirtschaftsexperten Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen, von Regisseur Horst E. Brandt engagiert. Danach arbeitet sie mit dem Regisseur Konrad Wolf zusammen und steht als Ehefrau an der Seite des Bildhauers Kemmel - gespielt von Kurt Böwe - in DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ (1974). In den 80er Jahren ist Ursula Karusseit unter der Regie von Horst Seemann in LEVINS MÜHLE (1980) und Ulrich Weiß in OLLE HENRY (1983) zu sehen. Mehrfach spielt die Schauspielerin in DEFA-Kinderfilmen mit. In DIE VERTRAUSCHTE KÖNIGIN (1984) kann sie ihre komödiantischen Fähigkeiten in einer Doppelrolle zum Ausdruck bringen. Gleiches gelingt ihr als Gräfin Hornborstel und beste Gänsezüchterin der Gegend in DIE GÄNSE VON BÜTZOW (1985) unter der Regie von Frank Vogel.


Ursula Karusseit in "Levins Mühle" (1980)
Foto: DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger

Nach dem Zusammenbruch der DDR im November 1989 hat die Schauspielerin keine größeren Schwierigkeiten, sich im gemeinsamen Deutschland zu behaupten. An der Seite von Jürgen Prochnow spielt sie in dem Kriminalfilm DIE WILDNIS (1993). Der Regisseur Andreas Dresen besetzt sie in seinem Erfolgsfilm NACHTGESTALTEN (2000) als Frau Gerhardt. Leider ist die Darstellerin zu selten auf der Kinoleinwand präsent. Ihr Hauptbetätigungsfeld ist das Fernsehen. So ist die Schauspielerin als resolute Haushälterin Charlotte Gauss in der Krankenhausreihe "In aller Freundschaft" (1998) an der Seite von Fred Delmare zu sehen; sie ist überaus erfolgreich und wird zu einem Seriestar. Bereits vorher präsentiert sie sich in zahlreichen TV-Serien, etwa in "Für alle Fälle Stefanie", "Liebling Kreuzberg", "Im Namen des Gesetzes", "Praxis Bülowbogen" und "Happy Birthday".

Seit 1973 unterrichtet Ursula Karusseit an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg junge Studierende. Die Schauspielerin spricht zudem zahlreiche Märchenschallplatten ein, leiht ihre Stimme vielen Hörspielfiguren. Mit dem Programm "Jazz, Lyrik, Prosa" gastiert sie in vielen Städten Deutschlands.

Ursula Karusseit ist in erster Ehe mit dem Theaterregisseur Benno Besson verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Pierre Besson (geb. 1967) arbeitet ebenfalls als Schauspieler. Die Ehe wird geschieden. Die Schauspielerin heiratet in zweiter Ehe 1998 ihren langjährigen Lebenspartner, den Beleuchtungstechniker Johannes Wegner. Die Familie lebt in Senzig, in der Nähe von Königs Wusterhausen, südlich von Berlin.

 

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)

Stand: August 2006

 

Filmographie

  • 1963 Drei Krieg. 1 Teil: Tauroggen
    TV-Film: Darstellerin
  • 1963 Was ihr wollt
    TV-Film: Darstellerin
  • 1964 Onkel Wanja
    TV-Film: Darstellerin
  • 1968 Wege übers Land, 5 Teile
    TV-Film: Darstellerin
  • 1970 KLK an PTX - Die Rote Kapelle
    Darstellerin
  • 1972 Eva und Adam oder Gefechte mit Napoleon
    TV-Film: Darstellerin
  • 1973 Der nackte Mann auf dem Sportplatz
    Darstellerin
  • 1973 Eva und Adam oder Prüfe Dich!
    TV-Film: Darstellerin
  • 1973 Eva und Adam oder Wieviele Sterne hat der Himmel
    TV-Film: Darstellerin
  • 1973 Eva und Adam oder Privat nach Vereinbarung
    TV-Film: Darstellerin
  • 1976 Camping - Camping
    TV-Film: Darstellerin
  • 1976 Daniel Druskat, 5 Teile
    TV-Film: Darstellerin
  • 1976 Sein letzter Fall
    TV-Film: Darstellerin
  • 1977 Tod und Auferstehung des Wilhelm Hausmann
    TV-Film: Darstellerin
  • 1977 Auftrag: Überleben
    TV-Film: Darstellerin
  • 1978 Glücksperlen
    TV-Film: Darstellerin
  • 1980 Puppen in der Nacht
    TV-Film: Darstellerin
  • 1980 Die Stunde der Töchter
    Darstellerin
  • 1980 Levins Mühle
    Darstellerin
  • 1980 Friedhelms Geburtstag und andere Geschichten
    TV-Film: Darstellerin
  • 1981 Familie Rechlin
    TV-Film: Darstellerin
  • 1982 Das Mädchen und der Junge
    TV-Film: Darstellerin
  • 1982 Der entführte Prinz
    TV-Film: Darstellerin
  • 1982 Komm mit mir nach Chicago
    TV-Film: Darstellerin
  • 1983 Der Bastard, 2 Teile
    TV-Film: Darstellerin
  • 1983 Olle Henry
    Darstellerin
  • 1983 Märkische Chronik, 5 Teile
    TV-Film: Darstellerin
  • 1984 Film-Salabim
    Darstellerin
  • 1984 Paulines zweites Leben
    TV-Film: Darstellerin
  • 1984 Die Witwe Capet
    TV-Film: Darstellerin
  • 1986 Weihnachtsgeschichten
    TV-Film: Darstellerin
  • 1986 Pele, der Eroberer
    TV-Film: Darstellerin
  • 1986 Das wirkliche Blau
    TV-Film: Darstellerin
  • 1986 Drei reizende Schwestern: Eine alte Fregatte
    TV-Film: Darstellerin
  • 1987 Polizeiruf 110: Episode "Abschiedslied von Linda"
    Darstellerin
  • 1987 Einzug ins Paradies, 6 Teile
    TV-Film: Darstellerin
  • 1988 Mutter Courage und ihre Kinder
    TV-Film: Darstellerin
  • 1991 Die verschwundene Miniatur
    TV-Film: Darstellerin
  • 1991 Sprache der Vögel
    TV-Film: Darstellerin
  • 1992 Benno Besson - Der fremde Freund
    Mitwirkende
  • 1993 Die Wildnis
    TV-Film: Darstellerin
  • 1993 Wer zweimal lügt
    TV-Film: Darstellerin
  • 1994 Die Stadtindianer
    TV-Serie: Darstellerin
  • 1996 Ärzte, Episode "Dr. Vogt - Afrika vergessen"
    TV-Serie: Darstellerin
  • 1997 Unter die Haut
    TV-Film: Darstellerin
  • 1998 In aller Freundschaft
    TV-Serie: Darstellerin
  • 1999 Waschen Schneiden Legen
    Darstellerin
  • 1999 Nachtgestalten
    Darstellerin
  • 1999 Die Handschrift des Mörders
    TV-Film: Darstellerin
  • 1999 Der letzte Zeuge, Episode "Töte den Feind deines Feindes"
    TV-Serie: Darstellerin
  • 2001 Die Pferdefrau
    TV-Film: Darstellerin
  • 2001 Liebesau - Die andere Heimat
    TV-Film: Darstellerin
  • 2002 Brücken der Liebe
    TV-Film: Darstellerin
  • 2002 Die Rettungsflieger, Episode "Voller Überraschungen"
    TV-Serie: Darstellerin
  • 2003 Der zweite Frühling
    TV-Film: Darstellerin
  • 2003 Ich leih Dir meinen Mann
    TV-Film: Darstellerin
  • 2003 Wolffs Revier, Episode "Der unwürdige Zeuge"
    TV-Serie: Darstellerin
  • 2004 Ein Engel namens Hans-Dieter
    TV-Film: Darstellerin
  • 2004 SK Kölsch, Episode "Geld stinkt nicht"
    TV-Serie: Darstellerin
  • 2005 Polizeiruf 110, Episode "Vorwärts wie rückwärts"
    TV-Film: Darstellerin

 

Auszeichnungen

  • 1968 Nationalpreis der DDR
  • 1969 Kritikerpreis für die Beste Einzeldarstellung als Shen Te/Shui Ta
  • 1983 Kunstpreis des FDGB


Ausgewählte Literatur

Ursula Mewes: Das Schönste an meinem Beruf: mit anderen auf Entdeckungen aus sein - Gespräch mit der Schauspielerin Ursula Karusseit, in: Neues Deutschland, 25.11.1986.

Helga Schwarz-Stötzer: Ursula Karusseit: Mit Herzblut und realem Sinn, in: Helga Schwarz-Stötzer (Hrsg.): Mit Leib und Seele - Eine Porträtsammlung, Berliner Verlag 1990.

Gisela Karau: Meine Wege übers Land - Gespräch mit der Schauspielerin und Regisseurin Ursula Karusseit, in: Neues Deutschland, 11.03.1992.

Heidemarie Mazuhn: Wege übers Land - Die Schauspielerin Ursula Karusseit feiert morgen ihren 60. Geburtstag, in: Der Tagesspiegel, 01.08.1999.

Christoph Funke: Rote Rose, Smeraldina - Zum 60. Geburtstag der Schauspielerin Ursula Karusseit, in: Der Tagesspiegel, 02.08.1999.

Hans-Dieter Schütt: Schwerelos auf hartem Boden - Der Schauspielerin und Regisseurin Ursula Karusseit zum 60. Geburtstag, in: Neues Deutschland, 02.08.1999.

Hanno Harnisch: In aller Freundschaft - Ursula Karusseit 65, in: Neues Deutschland, 02.08.2004.

wen.: Immer ganz oben: Die Schauspielerin Ursula Karusseit wird heute 65, in: Berliner Morgenpost, 02.08.2004.