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DEFA - Stiftung - klein-erik-s

Erik S. Klein

Erik S. Klein ist ein vielseitiger Schauspieler. Er hat Schurken und Schufte gespielt, ebenso wie zahlreiche Sympathieträger. Seine Schauspielkunst ist mehrschichtig; er gilt als überaus wandlungsfähig. Erik S. Klein versteht es außerordentlich gut, die soziale Situation seiner Charaktere in die Darstellung einfließen zu lassen. Durch seine unspektakuläre Ausdruckkraft offenbart er dem Zuschauer die Gründe verschiedener Verhaltensweisen. So prägt sich der Schauspieler ohne Starallüren im Gedächtnis der Zuschauer ein, überzeugt unter anderem in Filmen von Konrad Wolf, Frank Beyer und Ralf Kirsten.


Erik S. Klein in "Das zweite Gleis" (1962)
Foto: DEFA-Stiftung/Max Teschner

Erik S. Klein wird am 6. Februar 1926 in Radebeul, bei Dresden als Erik Siegfried Klein geboren. Sein Vater ist ein ostpreußischer Landarbeiter, der aus dem Ersten Weltkrieg als Kriegsinvalide heimkehrt. Er stirbt, als Erik S. Klein 8 Jahre alt ist. Seine Mutter mit böhmischen Vorfahren ist als Textilarbeiterin tätig. Sie ist es, die ihn für das Schauspiel und Musik interessiert. Seit seiner Kindheit spielt er Geige. Als 14jähriger arbeitet als Botenjunge und nimmt mit dem Verdient Schauspielunterricht. Zunächst beginnt er eine Ausbildung an einer Wirtschaftsoberschule. Noch während der Schulzeit absolviert er Stimm- und Schauspielunterricht, unter anderem bei dem bekannten Schauspieler Erich Ponto. Kurz vor dem Abitur verläßt er die Schule und debütiert als 17jähriger an der Dresdner Komödie.

Danach folgen Engagement in Gießen und Lübeck; er gibt den jugendlichen Helden und Naturburschen. Doch die Schauspielkarriere währt nicht lange. 1944 muß er den Arbeitsdienst absolvieren, erhält Arrest, weil er sich gegen Ungerechtigkeiten einsetzt. Kurze Zeit später wird er als Soldat zur Deutschen Wehrmacht eingezogen, durchläuft eine Reserveoffiziersausbildung. Er übersteht das Ende des Zweiten Weltkrieges in belgischer Gefangenschaft. Hier spielt er Theater, beschäftigt sich auch theoretisch mit der Schauspielkunst.

1947 nimmt Erik S. Klein seine Bühnenlaufbahn am Theater in Freiberg wieder auf, geht später nach Altenburg; 1950 folgt Cottbus. Hier gelingt ihm der Sprung ins Charakterfach. Dann rufen Helene Weigel und Bertolt Brecht nach Berlin. Von 1954 bis 1961 ist er Mitglied des Berliner Ensembles. Hier spielt er den Lawrenti in "Der kaukasische Kreidekreis", ist als Roma in "Arturo Ui" zu sehen. 1961 wechselt der Schauspieler dann ans Deutsche Theater, dem er bis 1970 angehört. Unter der Leitung von Wolfgang Langhoff spielt er unter anderem den Wachtmeister Werner in "Minna von Barnhelm" nach Lessing; agiert als Arbeiter Tschibissow in "Mann mit dem Gewehr". Anfang der 70er Jahre verläßt der Schauspieler das Theater und wird Ensemblemitglied des Deutschen Fernsehfunks. Bis 1990 ist er dort an zahlreichen Filmproduktionen beteiligt.

Die DEFA beginnt sich frühzeitig für den jungen Schauspieler zu interessieren. Zunächst ist er in einigen Produktionen mit kleineren Rollen betraut, so spielt er unter anderem einen Volkspolizisten in DER FACKELTRÄGER (1957) von Johannes Knittel sowie den Technischer Direktor Heiner Junghans in BEVOR DER BLITZ EINSCHLÄGT (1959) unter der Regie von Richard Groschopp. Erst der Regisseur Konrad Wolf erkennt die schauspielerischen Möglichkeiten des Darstellers. In seinem Film STERNE (1959) gibt Erik. S. Klein den deutschen Besatzungsoffizier Kurt. Er ist brutal, eiskalt, dem unmenschlichen nationalsozialistischen Sytem treu ergeben. Zugleich aber belügt er auch seinen Freund, den Unteroffizier Walter (gespielt von Jürgen Frohriep), um diesen zu retten. Erik. S. Klein spielt den deutschen Soldaten ebenso dumpf wie jovial, kumpelhaft auftrumpfend und rassistisch gefährlich. In der Folge verkörpert er häufig Nationalsozialisten, die als Opportunisten oder Feiglinge daherkommen. So in Frank Beyers Film NACKT UNTER WÖLFEN (1963), wo er den Kleinbürger Reineboth in SS-Uniform gibt, der - klüger als sein Vorgesetzter - bereits vorsorgt für die Zeit nach dem Ende des Krieges. Auch hier zeigt Erik S. Klein deutlich die Gewalttätigkeit und Machtbesessenheit der Nationalsozialisten auf, gepaart mit Intelligenz und Verschlagenheit wird er zum folgsamen Diener des faschistischen Regimes. In beiden Filmen gestaltet Erik. S. Klein die Figuren beängstigend real.

Danach ist der Darsteller in zahlreichen Gegenwartsstoffen zu sehen. Mehr und mehr wechselt der Darsteller ins komödiantische Fach. Der Regisseur Ralf Kirsten besetzt ihn in seinem Mantel- und Degenfilm MIR NACH, CANAILLEN (1964) als August, den Starken. Erik. S. Klein gibt ihn als herrschaftlicher Gockel. In ALFONS ZITTERBACKE (1965) von Konrad Petzold spielt er Alfred, den Freund von Vater Zitterbacke. Beide müssen sich gegenseitig viel beweisen. Mehrfach gibt er den Vater in Kinderfilmen, unter anderem in LÜTT MATTEN UND DIE WEIßE MUSCHEL (1964). In der Theodor Fontane-Adaption UNTERM BIRNBAUM (1973) von Ralf Kirsten spielt er den Wirt Hradschek, der aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten einen Mord begeht. In NELKEN IN ASPIK (1976) agiert er als Siegfried Huster von der übergeordneten Dienststelle, der den unfähigen Werbezeichner Wolfgang Schmidt (gespielt von Armin Mueller-Stahl) für die höhere Laufbahn vorschlägt.


Erik S. Klein in "Mir nach, Canaillen!" (1964)
Foto: DEFA-Stiftung/Fotograf unbekannt

Im Fernsehen der DDR wird Erik S. Klein besonders populär. In "Das grüne Ungeheuer" (1962) von Rudi Kurz mimt er den intriganten Steve Baxter, der in den Wirren des aufkeimenden Bürgerkriegs Guatemalas sein Schäfchen ins Trockene bringen will. In dem Fünfteiler "Wege übers Land" (1968) von Martin Eckermann spielt er den rückständigen Bauer Kalluweit.

In der TV-Serie "Aber Vati!" (1974) von Klaus Gendries mimt der Schauspieler den allein erziehenden Vater Erwin Mai, dessen Zwillingssöhne Kalle und Kulle sich auf die Suche nach einer passenden Frau für ihn machen. Die Teile sind witzig und intelligent in Szene gesetzt, die Kinderdarsteller sind ebenso gut wie die Erwachsenen. Aufgrund des großen Erfolges wird fünf Jahre später eine Fortsetzung gedreht. Außerdem ist Erik S. Klein mit der Rolle des Kapitän Langhans überaus populär. In der TV-Serie "Zur See" (1977) von Wolfgang Luderer kann er an der Seite von Kapitän Karstens (gespielt von Horst Drinda) mehrfach seine Freundschaft und Loyalität beweisen.

Wie viele seiner Kollegen ist auch Erik S. Klein in den Standards des DDR-Fernsehens präsent. Er spielt in Teilen von "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" mit. Weitere Serien-Produktionen wie "Tierparkgeschichten" (1989) machen den Darsteller mehrfach zum Publikumsliebling in der DDR. Nach dem Zusammenbruch der DDR im November 1989 werden dem Darsteller zunächst keine Rollen für Kino und Fernsehen angeboten. Erik S. Klein konzentriert sich auf die Theaterarbeit. 1995 steht er auf der Bühne des Berliner Renaissance-Theaters in der Satire "Noch ist Polen nicht verloren". Außerdem tritt er mit Lesungen vor sein Publikum.

Neben seiner unfassendem Theater- und Filmarbeit ist Erik S. Klein ein viel beschäftigter Sprecher beim Rundfunk. Im Laufe der Jahre spricht er in unzähligen Hörspielen, Kabarettsendungen und ist desöfteren im Synchronstudio zu hören. Er leiht etwa 300 Figuren in Hörspielen seine Stimme.

Erik S. Klein ist mit einer Musikerin verheiratet und Vater von drei Töchtern. Die Tochter Katrin Klein arbeitet ebenfalls als Schauspielerin. Seine Familie wohnt in Berlin. 1996 erleidet der Künstler einen Unfall, von dem er sich nicht mehr erholt. Er stirbt am 22. Oktober 2002 in Eichwalde, bei Berlin.

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)


Filmographie

  • 1955 Der Fackelträger
    Darsteller
  • 1955 Letztes Fach unten rechts
    Darsteller
  • 1957 Die Schönste
    Darsteller
  • 1957 Polonia-Expreß
    Darsteller
  • 1958 Das Stacheltier,
    1958/130 Darsteller
  • 1958 Das Stacheltier,
    1958/131 Darsteller
  • 1958 Das Stacheltier,
    1958/140 Darsteller
  • 1958 Der Prozeß wird vertagt
    Darsteller
  • 1958 Die Feststellung
    Darsteller
  • 1959 Bevor der Blitz einschlägt
    Darsteller
  • 1959 Einer von uns
    Darsteller
  • 1959 Sterne
    Darsteller
  • 1959 Das Stacheltier - Zwischen Zoo und Schöneberg
    Darsteller
  • 1959 SAS 181 antwortet nicht
    Darsteller
  • 1959 Verwirrung der Liebe
    Darsteller
  • 1960 Das Stacheltier - Knopfgeschichte
    Darsteller
  • 1960 Einer von uns
    Darsteller
  • 1960 Leute mit Flügeln
    Darsteller
  • 1960 Mutter Courage und ihre Kinder
    Darsteller
  • 1961 Der Mann mit dem Objektiv
    Darsteller
  • 1961 Das Kleid
    Darsteller
  • 1962 Das zweite Gleis
    Darsteller
  • 1962 Der Kinnhaken
    Darsteller
  • 1962 Altweibersommer
    Darsteller
  • 1962 Mord ohne Süden
    Darsteller
  • 1962 Ofenbauer
    Sprecher
  • 1963 Nackt unter Wölfen
    Darsteller
  • 1963 Die Glatzkopfbande
    Darsteller
  • 1963 Julia lebt
    Darsteller
  • 1963 Lütt Matten und die weiße Muschel
    Darsteller
  • 1964 Mir nach, Canaillen!
    Darsteller
  • 1965 Engel im Fegefeuer
    Darsteller
  • 1965 Alfons Zitterbacke
    Darsteller
  • 1965 Der Frühling braucht Zeit
    Darsteller
  • 1966 Der verlorene Engel
    Darsteller
  • 1969 Im Spannungsfeld
    Darsteller
  • 1969 Zeit zu leben
    Darsteller
  • 1970 Leichensache Zernik
    Darsteller
  • 1971 Liebeserklärung an G.T.
    Darsteller
  • 1973 Unterm Birnbaum
    Darsteller
  • 1973 Die Squaw Tschapajews
    Darsteller
  • 1973 Ulzana
    Darsteller
  • 1974 Johannes Kepler
    Darsteller
  • 1976 Nelken in Aspik
    Darsteller
  • 1978 Anton der Zauberer
    Darsteller
  • 1978 Hiev up
    Darsteller
  • 1978 Sabine Wulf
    Darsteller
  • 1979 Schneeweißchen und Rosenrot
    Darsteller
  • 1982 Die Gerechten von Kummerow
    Darsteller
  • 1983 Zille und ick
    Darsteller
  • 1984 Die vertauschte Königin
    Darsteller
  • 1988 Mensch, mein Papa...!
    Darsteller


TV-Filme und Serien

  • 1957 Katzgraben
    TV-Doku, Darsteller
  • 1962 Das grüne Ungeheuer,
    2 Teile TV-Film, Darsteller
  • 1963 Der andere neben dir
    TV-Film, Darsteller
  • 1965 Wolf unter Wölfen
    TV-Film, Darsteller
  • 1966 Geheimkommando Bumerang
    TV-Film, Darsteller
  • 1966 Meine besten Freunde
    TV-Film, Darsteller
  • 1967 Die Ohrfeige
    TV-Film, Darsteller
  • 1968 Wege übers Land
    TV-Film, Darsteller
  • 1970 Jeder stirbt für sich allein
    TV-Film, Darsteller
  • 1972 Der Adjutant
    TV-Film, Darsteller
  • 1974 Aber Vati!,
    3 Teile TV-Film, Darsteller
  • 1976 Der Hasenhüter
    TV-Serie, Darsteller
  • 1977 Der rasende Roland
    TV-Film, Darsteller
  • 1977 Zur See
    TV-Serie, Darsteller
  • 1978 Polizeiruf 110, Episode "Holzwege"
    TV-Film, Darsteller
  • 1979 Aber Vati!,
    4. Teile TV-Film, Darsteller
  • 1980 Radiokiller
    TV-Film, Darsteller
  • 1980 Puppen für eine Nacht
    TV-Film, Darsteller
  • 1981 Zwei Freunde in Preußen
    TV-Film, Darsteller
  • 1982 Das Ende eines Mäzens
    TV-Film, Darsteller
  • 1985 Irrläufer
    TV-Film, Darsteller
  • 1987 Der Staatsanwalt hat das Wort, Episode "Leben auf Vorschuß"
    TV-Film, Darsteller
  • 1989 Polizeiruf 110, Episode "Der Tod des Pelikans"
    TV-Film, Darsteller
  • 1989 Tierparkgeschichten
    TV-Serie, Darsteller
  • 1990 Alter schützt vor Liebe nicht
    TV-Film, Darsteller


Auszeichnungen

  • 1964 NACKT UNTER WÖLFEN
    Heinrich-Greif-Preis I. Klasse im Kollektiv (gemeinsam mit Herbert Köfer, Gerry Wolff und Wolfram Handel)
  • Nationalpreis
  • Vaterländischer Verdienstorden in Gold
  • Banner der Arbeit Stufe 1


Ausgewählte Literatur

Ursula Mewes: Popularität kommt vom Vertrauen, das man nicht enttäuschen darf – Begegnung mit Erik S. Klein, in: Sonntag, 14.06.1982.

Jochen Wisotzki: Erik S. Klein 60, in: Sonntag, 09.02.1986.

Helga Schwarz-Stötzer: Erik S. Klein – Sympathie wird nicht geschenkt, in: Helga Schwarz-Stötzer: Mit Leib und Seele. Eine Porträtsammlung, Berliner Verlag 1990.

Martin Mund: Schurken und gute Väter – Heute wird der Schauspieler Erik S. Klein 75. Jahre alt, in: Neues Deutschland, 06.02.2001.

Peter Hoff: Aber Vati – Zum Tode von Erik S. Klein, in: Neues Deutschland, 24.10.2002.

o. A.: Liebling des Publikums – Erik S. Klein gestorben, in: Berliner Zeitung, 24.10.2002.

o. A.: Abschied von Schauspieler Erik S. Klein, in: Berliner Zeitung, 04.11.2002.