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DEFA - Stiftung - Waller, Angelika

Waller, Angelika

Angelika Waller wird am 26. Oktober 1944 im brandenburgischen Bärwalde geboren. Von 1963 bis 1966 besucht sie einen Sonderlehrgang beim Nachwuchsstudio des Deutschen Fernsehfunks in Berlin, in dem sie das Schauspielhandwerk erlernt. Im Anschluss daran erhält sie ein Engagement beim Berliner Ensemble, dem sie von 1966 bis 1992 angehört. Unter anderem steht sie als Polly in Bertolt Brechts "Dreigroschenoper", als Frau Gabor in Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" und als Motja in Heiner Müllers "Zement" auf der Bühne.

Bereits während ihres Studiums beginnt auch ihre Karriere vor der Kamera, sowohl für die DEFA als auch für den DFF. Nach einer kurzen Nebenrolle in dem Krimi DIE GLATZKOPFBANDE von Richard Groschopp folgt sogleich die Rolle, mit der Waller später vor allem in Verbindung gebracht werden sollte: In Kurt Maetzigs gesellschaftskritischem Film DAS KANINCHEN BIN ICH spielt sie den zentralen Part der Kellnerin Maria Morzeck, die gegen alle Widerstände darum kämpft, studieren zu dürfen. Da der Film allerdings vom DDR-Regime verboten wird und erst 1989 seine Uraufführung erlebt, hat ihre schauspielerische Leistung in diesem Werk keine größere Auswirkung auf ihre berufliche Laufbahn.

Zu Bekanntheit gelangt Waller stattdessen 1966 als aufstrebende Tierdompteuse Martina Carvelli in dem Zirkusfilm SCHWARZE PANTHER von Joseph Mach, in dem sie unter anderem durch ihr artistisches Talent beeindruckt. In den Folgejahren ist sie in zahlreichen Filmen in größeren und kleineren Rollen zu sehen, wiederholt unter der Regie von Rolf Losansky, so etwa in IM HIMMEL IST DOCH JAHRMARKT (1968), HUT AB, WENN DU KÜSST! (1971) und EUCH WERD ICH'S ZEIGEN (1971). In Erinnerung bleibt ihre Darstellung der Maria, die in Günther Scholz' politisch unterfüttertem Liebesfilm EIN APRIL HAT 30 TAGE (1978) eine Beziehung ohne Zukunft mit einem Kommunisten aus Uruguay eingeht.

Doch von den genannten Ausnahmen abgesehen, sieht man sie ab den 1970ern nur noch selten auf der großen Leinwand. Stattdessen steht sie fast ausschließlich fürs Fernsehen vor der Kamera, unter anderem für die Krimireihen "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" sowie den populären TV-Film "Rotfuchs" (1973), in dem sie die Titelheldin mimt. Außerdem ist sie in "Die Frauen der Wardins" (1974), der dreiteiligen Chronik einer Bauernfamilie, dem mehrteiligen Gesellschaftsdrama "Daniel Druskat" (1976) und der dreiteiligen Literaturverfilmung "Abschied vom Frieden" (1977) zu sehen. Große Beachtung findet ihre Verkörperung der ersten Ehefrau Bachs in dem TV-Mehrteiler "Johann Sebastian Bach" (1985).

Auch nach der politischen Wende setzt Angelika Waller ihre (TV-)Karriere ohne Probleme fort. In Frank Beyers Gaunerfilm DER BRUCH spielt sie 1989 an der Seite von Götz George, Rolf Hoppe und Otto Sander, 1992 ist sie in Peter Welz' Komödie "Babysitter" zu sehen und 1996 – erneut gemeinsam mit Götz George – in Jürgen Goslars "Tote sterben niemals aus". Zuletzt tritt sie in der Rolle der Omi in Thomas Imbachs experimentellem Spielfilm "Happiness Is a Warm Gun" (2001) über Petra Kelly und Gert Bastian auf.

Seit 1993 ist Angelika Waller als Professorin an der Berliner Schauspielschule "Ernst Busch" tätig, an der sie bereits seit den 1970ern als Dozentin lehrt. Nach wie vor ist sie dem Theater verbunden, inszeniert als Regisseurin beispielsweise in Chemnitz Frank Wedekinds "Musik" und am Hebbel-Theater in Berlin Heiner Müllers "Anatomie Titus", und gelegentlich ist sie an Hörspiel-Projekten beteiligt.

Quelle: Deutsches Filminstitut – DIF
www.filmportal.de

Angelika Waller in DAS KANINCHEN BIN ICH (1965), Foto: © DEFA-Stiftung/Jörg Erkens