Staat: Ministerium für Staatssicherheit

Agenda

170: Staat: Ministerium für Staatssicherheit

Staatssicherheit ist komplementäres System zur Herrschaftssicherung der SED und besonderer Teil des Staatsapparates der DDR.

Staatssicherheit sucht in umfassender Weise Erkenntnisse über das Film- und Lichtspielwesen zu erlangen und Einfluss auf Struktur-, Projekt- und Personalentscheidungen zu nehmen.

Struktur

171   Ministerium für Staatssicherheit
172   MfS, Abt. V / HA XX
173  Bezirksverwaltungen (mit Linie XX)
173.1  BV Berlin
173.2  LV Brandenburg / BV Potsdam
173.3  LV Sachsen / BV Dresden
173.4  LV Sachsen-Anhalt / BV Halle/S.
173.5  BV Leipzig
173.6  BV Neubrandenburg
173.7  BV Gera
173.8  BV Karl-Marx-Stadt
174  (Abt.) HA III / HA XVIII
175  Abt. Agitation (Presse/ÖA) > 275.3

Legende

Entstehungsgeschichte 

Nach Überführung der durch den Volksentscheid (1946) enteigneten Betriebe in Landeseigentum, ihre (wirtschaftsrechtliche) Umwidmung in volkseigene Betriebe (VEB) und Unterstellung unter Hauptverwaltungen in der DWK entsteht der volkseigene Sektor der Wirtschaft (> Staat). Zu seinem Schutz wird der Ausschuß zum Schutz des Volkseigentums (1948) bei der DWK gebildet, aus dem die Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft in der DVdI bzw. im MdI hervorgeht. Mit der Einbeziehung der Polizei-Abt. K 5 (politisches Kommissariat) bei der Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, 1950) ist die unheilige Ehe von Geheimdienst und Geheimpolizei gestiftet. Die Tätigkeit des MfS bezieht sich zunächst im wesentlichen auf Observierung und Sicherung von Anlagen (Objekten) sowie Kontrolle und Beeinflussung staatlicher Organe und gesellschaftlicher Organisationen.

„Ab 1957 entwickelte sich die Staatssicherheit (...) zu einem ‚Generalunternehmen für Machtsicherung und Unterdrückung’, das über die klassischen geheimpolizeilichen und nachrichtendienstlichen Funktionen der ersten Jahre weit hinausreichte. Aus der Breite und Vielfalt der Aufgaben, die sich das MfS nach und nach aneignete, und aus der Tiefe ihres Eindringens in alle Sphären der Gesellschaft resultierte ihre außerordentlich starke Stellung im Parteistaat DDR.“ (Giesecke 2006)

Die Aneignung der DEFA durch die SED und ihre Unterstellung unter das Politbüro (> DEFA-Kommission), die Teilhabe sowjetischer Institutionen an ihr, der Aufbau des in sich geschlossenen Systems Film- und Lichtspielwesen und seine Einbindung in die Staatsinstitutionen der DDR ziehen eine adäquate Sicherung durch die Staatssicherheit nach sich.

Status 

Das Ministerium für Staatssicherheit ist durch Gesetz Teil der Regierung der DDR. Dennoch entzieht es sich selbst formeller, scheindemokratischer Kontrolle durch Volkskammer und Regierung (Ministerrat). Von Beginn an ist klar, dass es sich um eine „Behörde eigener Verantwortung“ (StvMinpräs Otto Nuschke, 1952) handelt. Das MfS ist kein Verfassungsorgan wie andere staatliche Einrichtungen, sondern Machtinstrument der SED-Parteiführung („Schild und Schwert“) und dritter Apparat neben Partei- und Staatsapparat. Im ersten Statut des MfS/SfS heißt es in Punkt 1: „Grundlage für die Arbeit (...) sind die Beschlüsse und Direktiven des ZK bzw. des Politbüros der SED.“ Die Minister sind als Mitglied des ZK der SED bzw. des Politbüros (Zaisser 1950; Mielke 1976) selber Mitglieder des Führungszirkels und dem gegenüber in alleiniger Verantwortung.

Struktur 

Ministerium für Staatssicherheit gliedert sich in Zentrale mit Minister und  Kollegium, Auswertungs- und Funktionalabteilungen (Arbeitsgruppe des Ministers (AGM), Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG), Büro der Leitung (BdL)) sowie den ihm bzw. seinen Stellvertretern unterstellten Hauptabteilungen; in Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit (BV, BVS, BVfS) mit Abteilungen nach dem Linienprinzip; Kreisdienststellen (KD) bzw. Objektdienststellen (OD) nach dem Territorialprinzip; Wachregiment; Juristische Hochschule (JHS) des MfS.

Das Linienprinzip besagt, dass Abteilungen in den Bezirksverwaltungen wie die Hauptabteilungen in der Zentrale strukturiert sind. HA haben Befugnis zu Anleitung, Kontrolle und Unterstützung, aber keine Weisungsbefugnis an die Abteilungen der BVS.

Für Überwachung der Kultur und Massenkommunikationsmittel (auch: Medien) - neben Staatsapparat, Kirchen, politischer Untergrund -  ist HA XX (1964) zuständig. Sie bildet das Zentrum der nach innen gerichteten Tätigkeit.

  • XX/1: Sicherung von staatlichen Organen, Parteien und Massenorganisationen
  • XX/7: Sicherung der Kulturpolitik, des MfK und nachgeordneter Einrichtungen (1969)
  • XX/8: Sicherung des Volksbildungs-, Fach- und Hochschulwesens
  • XX/9: Bekämpfung der Politischen Untergrundtätigkeit (PUT)

Nach dem Linienprinzip sind Film und filmrelevante Bereiche den folgenden Struktureinheiten der Linie XX/7 zugeordnet (1982):

  • HA XX/7:
  • AdK der DDR
  • AWA-Generaldirektion 
  • Büro für Urheberrechte
  • Gewerkschaft Kunst, Zentralvorstand
  • Komitee/Direktion Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche
  • Ministerium für Kultur einschl. HV Film
  • Staatliches Filmarchiv
  • Staatliches Komitee für Fernsehen
  • Studio H&S
  • Verband der Film- und Fernsehschaffenden
  • VEB DEFA-Außenhandel
  • VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme
  • VEB DEFA-Studio für Synchronisation
  • VEB Progress Film-Vertrieb
  • Zentraler Klub der Gewerkschaft Kunst „Möwe“
  • BV Potsdam, Abt. XX/7:
  • Staatliches Filmarchiv/AwiF, Babelsberg
  • VEB DEFA-Studio für Spielfilme,
  • VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme, BT Babelsberg
  • HFF Potsdam-Babelsberg
  • BV Dresden, Abt. XX/7:
  • VEB DEFA-Studio für Trickfilme
  • BV Berlin Abt. XX/7:
  • Zentrales Kopierwerk
  • Zentralstelle für Filmtechnik

Weitere Hauptabteilungen und Funktionalorgane des MfS arbeiten lt. DA 3/69 in Kooperation oder durch auftragnehmende Diensteinheiten (DE) mit HA XX bei der Sicherung des Bereichs Kultur und Massenkommunikationsmittel zusammen:

  • HA I: Abwehrarbeit in NVA und Grenztruppen
  • HA II: Spionageabwehr (Informationsbeschaffung bei ausländischen Botschaften, Vertretern und Journalisten)
  • HA VII: Abwehrarbeit MdI/VP (Einbeziehung der Volkspolizei in Maßnahmen)
  • HA XIX: Verkehr, Post, Nachrichtenwesen
  • HA IX: Untersuchungsorgan (Manuskript-Prüfung auf strafrelevante Inhalte)
  • Abt. HPF: Passkontrolle und Fahndung
  • Abt. M: Postkontrolle
  • ASR: Sicherung des Reiseverkehrs (Passagier-Überwachung)
  • PZF: Postzollfahndung
  • HVA: Hauptverwaltung Aufklärung

Für Überwachung der Volkswirtschaft ist HA XVIII zuständig. Die Linie XVIII ist nach dem Produktionsprinzip der Wirtschaft strukturiert. In ausgewählten Betrieben bzw. Kombinaten sind den Kreisdienststellen gleichgestellte Objektdienststellen gebildet (hier: Chemiekombinate Leuna, Buna, Bitterfeld). In weiteren Industriezweigen und für strukturbestimmende Erzeugnisgruppen werden Operativgruppen gebildet, die von Kreisdienststellen geführt werden. In Betrieben und Kombinaten sind offizielle Sicherheitsbeauftragte als komplementäres Strukturelement zum verdeckten System eingesetzt. Der für Rohfilmproduktion zuständige Bereich Chemie ist bei der Grundstoffindustrie angesiedelt (1964) und wird nach Strukturveränderung (Abt. XVIII/1, Chemie/Bauwesen, 1981/1985) als Schwerpunkt ausgewiesen.

Öffentlichkeitsarbeit und offene Kontakte mit Redaktionen, Lektoraten und Dramaturgien unterhält und betreibt Abt. Agitation.

Produktion 

Die Tätigkeit des MfS besteht in Vorbeugung, Sicherung, Kontrolle von Strukturen, Einrichtungen, Objekten sowie Einfluss auf Personalpolitik in Sicherheits- und Schwerpunktbereichen in der „Einheit von Feindbekämpfung, schadensvorbeugender und schadensabwehrender Arbeit“.

Entwicklungsphasen des MfS unter besonderer Berücksichtigung des Kultur- und Filmbereiches (Strukturierung nach Walther 1996):

Frühe Phase (1950-1963): Keine besondere Observierung der Kulturszene. Im Vordergrund steht Objektsicherung (und operativer Dilettantismus) bei Einrichtungen von Rundfunk und Film, die objektiv durch die offene Grenze veranlasst ist. Personelle Einwerbungen (GI) erfolgen in der Regel für den genannten Zweck. Für die DEFA-Studios werden Objekt(sicherungs)vorgänge angelegt (1954-1977).

Abt. V beschäftigt sich mit (West-)Untergrundbewegungen und  Kirchen, Abt. VI mit staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen, Verwaltung, Regierungsapparat, Parteien und Massenorganisationen, zusammengefasst zur Abt. V (1953), zuständig für Innere Sicherheit. Die Bereiche Rundfunk, Film, DEFA gehen in der Unter-Abt. 1 (1956) an das Sachgebiet Film. Die Bearbeitung personell-gesellschaftlicher Konfliktfelder ist noch die Ausnahme (1956/57: Janka, Harich ua.).

Mittlere Phase (1963-1976): Ausweitung der operativen Tätigkeit auf die politisch-ideologische Abwehr, Verstärkung der personenbezogenen Bearbeitung. Politisch-ideologische Diversion (PiD) ist noch vorwiegend auf westliche (westberliner) Einflussnahme orientiert. Hauptaufgabe: Kontrolle des gesellschaftlichen Überbaus.

Mit der neuen Ostpolitik (Transitabkommen, Reise- und Besuchsregelung, Verkehrsvertrag, Grundlagenvertrag, internationaler Anerkennung der DDR, UNO-Aufnahme, 1971-73) entsteht eine völlig neue Lage für das MfS. Die seit der Grenzschließung (1961) geschlossene Gesellschaft wird zu einer medial und institutionell halboffenen Gesellschaft. Prager Frühling und Besetzung der CSSR durch Warschauer Vertragsstaaten (1968) und inländische Reaktion darauf veranlassen das MfS zu Observation und Strafverfolgung.

Umwandlung der HA V in HA XX als „Kernstück des nach innen gerichteten Repressionsapparates“ (Vollnhals 1995). Film/DEFA fallen zunächst in das Aufgabengebiet der Abt. 1 (Kultur und Massenkommunikationsmittel) und stehen zusammen mit Printmedien, Rundfunk, Fernsehen im Mittelpunkt der Tätigkeit der Linie Kultur. Noch gilt die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung in den Einrichtungen und Objekten sowie die Zurückdrängung gegnerischer Kontaktpolitik. Doch es vollzieht sich der Übergang zur Konzeption, dass der Einbruch sog. feindlich-negativer Kräfte „von dem scheinbar unpolitischen Bereich der Kunst ausgeht“, zu dem das MfS über keine konkreten Erkenntnisse verfügt. Daraufhin  erfolgt die Umbildung der Abt. 1 in Abt. 7, die ministerielle Handlungsanweisung „Wer ist wer“, die Steigerung des IM-Bestandes der HA XX/7 um über zwei Drittel (1989: über 350 IM) und die Aufnahme der Überwachung der (freischaffenden) Künstler, die nicht an Institutionen gebunden sind. 

Letzte Phase (1976-1989): Die vermeintliche Öffnung der Kulturpolitik nach dem VIII. Parteitag der SED (1971) und die Hoffnung auf Öffnung der DDR nach der KSZE-Schlußakte (Helsinki 1975) unter Kunstschaffenden trifft auf inhaltlich, strukturell und personell untersetzte Gegenmaßnahmen des MfS gegen eine „Politik der menschlichen Kontakte“. Seit dem Machtwechsel von Ulbricht auf Honecker verdoppelt sich der MfS-Apparat, seit dem Eintritt des Ministers in das SED-Politbüro gibt es regelmäßige direkte Kontakte zwischen den Leitern von SED-Kulturabteilung und MfS-HA XX. Abwehrarbeit auf dem Gebiet von Kunst und Kultur wird zum „Schwerpunktbereich“ der HA XX/7. Biermann- und Bahro-Affäre, Havemanns Hausarrest und Heyms Prozess bilden nur die Spitze eines Eisbergs. Gegen eine Vielzahl von Autoren, Regisseuren, Dramaturgen, Künstlern mit „negativer Vorbildwirkung“ werden OPK und OV eröffnet. Neben die Verfolgung politisch-ideologischer Diversion (PiD) tritt die der politischen Untergrundtätigkeit (PUT) mit Einrichtung einer selbständig agierenden Operativgruppe (HA XX/OG bzw. XX/9 (1981)). Die Observation von PiD gilt Multiplikatoren westlicher Auffassungen. Zurechnung zur PUT heißt dagegen „organisierte antisozialistische“ Opposition und erhöht, neben Observation, die Gefahr strafrechtlicher Verfolgung. Zur Zielgruppe von XX/9 gehören auch die alternative Kulturszene und unabhängige Gruppierungen (Schwerter zu Pflugscharen; Frieden und Menschenrechte; Umweltbibliothek; Gruppen unterm Dach der Kirchen). Forcierter Beobachtung und Verfolgung unterliegen legale und illegale Grenzübertritte und sog. staatsfeindliche Verbindungsaufnahme. DA 2/85 sanktioniert das vorbeugende „Ausschalten“ mutmaßlicher Gegenspieler und führt zum verstärkten Einsatz von IM. Verdächtigungen und Verfolgungen führen zu Psychoterror und wachsen sich aus zu einer auf Untergrundtätigkeit fixierten Paranoia. Künstler und Wissenschaftler, selbst kulturpolitische Funktionäre sind als „operativ anfallende Kultur- und Kunstschaffende“, als in toto potentielle Feinde ausgemacht, darunter die Besten, welche die DDR aufzubieten hat (angefangen mit dem Präsenten der AdK der DDR,  Konrad Wolf). Die operative Bearbeitung erweist sich als kompliziert, „weil sie oft offen ihre feindlich-negativen Auffassungen zum Ausdruck bringen“, was, anders als bei „Spionen und Agenten“, eine strafrechtliche Ahndung nicht möglich macht. Als Zielstellung bleibt für HA XX/7, Künstler oder „zu einem gesellschaftsgemäßen Verhalten zu veranlassen“ oder in die Isolation zu treiben.

Bei seiner Tätigkeit bedient sich das MfS hauptamtlicher Führungs-, Untersuchungs- und Auswertungsapparate auf zentraler und Bezirksebene, eines weitgespannten IM- und GMS-Netzes, des Einsatzes von Mitarbeitern an Schaltstellen (OibE), der offiziellen Verbindung zu Funktionären (KP) in staatlichen und gesellschaftlichen Leitungsebenen (POZW) und der Auswertung offiziell und inoffiziell zugänglicher Quellen. Schlüsselpositionen in staatlichen und wirtschaftspolitischen Schaltstellen (MR, SPK) werden mit OibE, IME und IMS besetzt (1972). Operative Maßnahmen werden als operative Personenkontrolle (OPK) bzw. operativer Vorgang (OV) geführt. Zur genauen Bestimmung der Einsatzgebiete, Einsatzkräfte und Maßnahmen werden  Schwerpunkt- und Sicherungsbereiche festgelegt.

Das Film- und Lichtspielwesen steht unter scharfer Beobachtung. Zunächst werden die DEFA-Studios in Babelsberg durch Objektvorgänge unter Schutz gestellt (1954-1977). In der  Filmproduktion stoßen Drehstäbe (Thorndike, Maetzig) auf MfS-Behinderungen in VEB und sensiblen Bereichen (Werften, Verkehrswege). Die Verwendung von DEFA-Material im Westen ist ebenso Gegenstand von Untersuchungen, wie die Gewährleistung der Betriebssicherheit im Spielfilm. Hinzu kommt von Anbeginn an die ständige körperliche Konfrontation von Mitarbeitern von Wochenschau und Dokumentarfilm mit Einsatzkräften der HA Personenschutz. Flankierend zu Analysen der ZK-Abt. Kultur unternimmt die BVS-Abt. V/1 (XX/7) Analysen von Studioleitung und Spielfilmproduktion (1961) und konzentriert sich auf die „Zerschlagung revisionistischer Gruppierungen“ in der DEFA-Dramaturgie (Gruppe Babelsberg). Abt. XX/7 spricht bei der Entwicklung von Büchern, Freigabe von Produktionen und Regiebesetzungen mit. IM aller Kategorien sind in allen Filmbetrieben, Einrichtungen und Bereichen eingesetzt, im DEFA-Studio für Spielfilme allein 62 IM/GMS (auf 2350 Beschäftigten, 1985). Anträge auf Ausreise aus der DDR werden mit Haft quittiert (Schönemann). Der Einsatz von Filmen, deren Darsteller in die BRD ausgereist sind, ruft Sicherheitsmaßnahmen in der ganzen DDR auf den Plan („Das Versteck“, 1978). Bei Auslandsdrehs werden Drehstäbe durchgecheckt. Devisen-Dienstleistungen und  Auftragsproduktionen für das NSA im DEFA-Studio für Spielfilme (1980er Jahre) treffen wegen Begegnung und Zusammenarbeit von Filmschaffenden und Technikern aus Ost und West auf Ablehnung bei MfS-Dienststellen, ohne dass sie die Entwicklung zurückdrehen können. HV Film und untergeordnete Einrichtungen unterliegen der gleichen Observierung wie die DEFA-Studios. VFF im allgemeinen und seine Kongresse im besonderen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Dabei sucht Abt. XX/7 herauszubekommen, was alle schon wissen, und beschafft „auf inoffiziellem Wege die Dokumente des Kongresses des VFF“ (1972) bzw. gibt streng geheime „Information über einige beachtenswerte Reaktionen bzw. Meinungsäußerungen von Film- und Fernsehschaffenden“ an das ZK (1988). Filmfestivals sind Schwerpunktbereiche für die zuständigen BVS. Während des internationalen Leipziger Festivals wird ein Büro im Festivalzentrum eingerichtet, ggf. unter Hinzuziehung von Verstärkung aus HA XX/7. Die Tätigkeit bezieht sich auf Erfassung von Anreise, Unterbringung, Auftreten und Kontakten ausländischer Teilnehmer aller Art (Film, Fernsehen, Presse, Organisationen), Lageberichte über Vorführungen, Beobachtung der DDR-Teilnehmer, Absicherung der Festivalbüros. An der HFF sind früh GI installiert (1957). Nach dem OV Widersacher (Thomas Brasch u. a., 1967-68) gerät die HFF voll in den Blick der BVS-Abt. XX/7. Die Einwerbung von IM wird forciert, so dass auf 500 Studenten und Beschäftigte 29 IM/GMS kommen (1984). Vertreter des Lehrkörpers werden als „Träger feindlichen Gedankengutes“ inkriminiert (auch hier wieder: die Besten). Dreharbeiten für Dokumentarfilme in gesellschaftlichen Randbereichen (Skinheadszene (Unsere Kinder, 1988/89), Fußballfans (...und freitags in die ‚Grünen Hölle’, 1989), Leipziger Nikolaikirche (Leipzig im Herbst, 1989)) lösen Aufklärungsmaßnahmen aus.

Zur Realisierung des Politbürobeschlusses zum Colorfilmprogramm (1983 > Technik) machen die zuständige MfS-Diensteinheiten Abt. XVIII der BV Halle und KD Bitterfeld, Ref. Film, in Wolfen mobil. Im Kombinatsbereich F/E sind über zwei Dutzend IM eingesetzt, darunter IMB und GMS in Schlüsselposition. Die Analysen der hauptamtlichen Mitarbeiter zeugen von Sachkompetenz und Realitätssinn, doch weder sie noch die Fachleute können die Voraussetzungen und Umstände verändern, unter denen die Colorfilmproduktion plangerecht realisiert wird (Anlagenbau, Investmittel, Qualitätssicherung, Selbstkostenanstieg,  Silbereinsparung, Terminverzug in Größenordnung). Darüber hinaus gilt dem Geheimnisschutz besondere Aufmerksamkeit.

Das Dilemma des MfS liegt auf der Hand: Es ist nicht Schöpfer oder Empfänger von Primärdaten, sondern es ist, selbst bei staatlichen Vorgängen, auf die Abschöpfung von Quellen angewiesen. Es bestimmt nicht den Gang der Dinge, die von größeren politischen Erwägungen bestimmt werden, sondern muss sich an vorgegebene politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungsabläufe halten und innergesellschaftlich darauf reagieren. Wo sich Informationsfluss sachkompetent vollzieht (wie in Wolfen), gibt er ein differenziertes Bild von Wirtschafts- und Entscheidungsabläufen. Bei Kunst und Kultur, Künstler und Kunstprozess erweist sich das MfS in der Sache verständnislos und lernunfähig. Entgegen der Repression nimmt die Abwendung von überkommenen Normen und Doktrinen in Literatur, Theater, Film, bildender Kunst und die Ausbildung von Eigensinn bei Künstlern und Publikum zu. Gleich schwer wiegt, dass es nicht gelingt, die mit Kulturpolitik befassten Staatsinstitutionen zu synchronisieren.

Um die Klärung der Frage „Wer ist wer“ bemüht sich das MfS bis zuletzt. Der Aufwand-Nutzen-Koeffizient beim Kampf gegen den inneren Feind in Gestalt von  Kultur geht gegen Null. Es sind Schauspieler und Theaterleute, welche die Protestkundgebung des 4. November 1989 initiieren. DEFA-Dokumentaristen und HFF-Studenten beschäftigen sich mit der Ausreisebewegung und gehen zu den Demonstranten in Leipzig und Dresden. Teilnehmer des Leipziger Festivals nehmen an der Montagsdemonstration „ohne Gewalt“ gegen die MfS-Bezirkszentrale teil. Der Bericht vom Neubrandenburger Festival schließt, „dass der von den Dokumentar- und Kurzfilmern der DDR auf ihrem Gebiet in Gang gesetzte Prozeß des offenen Dialoges mit allen progressiven Kräften nicht mehr aufzuhalten ist.“

Die Modrow-Regierung (11.1989) bildet das MfS in das Amt für Nationale Sicherheit um, dessen Aufgaben in Nachrichtendienst sowie Verfassungsschutz gesplittet werden (12.1989). Die Bürgerrechtsbewegung (Runder Tisch) erzwingt die Aufhebung und Auflösung des AfNS/MfS (2.1990).

Nach 1990 

Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik (10.1990) erhält die Auseinandersetzung mit der Staatssicherheit und die Forderung nach Offenlegung aller Quellen eine neue Quallität, die zum Stasi-Unterlagen-Gesetz und zur Einrichtung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR als Behörde im Geschäftsbereich des BMI führt (1991).

Die Geschichte des Sicherungsbereichs Film ist noch nicht geschrieben. Ob sie zu schreiben sich lohnt, steht auf einem anderen Blatt. Quellenauswertung und Abgleich mit anderen Einrichtungen von Staat und SED lassen die Erkenntnis zu, dass die Leitung von Kultur und Kulturpolitik in der Hand der SED und der von ihr eingerichteten staatlichen und gesellschaftlichen Vermittlungsstrukturen bleibt. Mehr noch, die kulturpolitischen Einrichtungen des Staates - unabhängig davon, wie sie und ihre Tätigkeit zu bewerten sind - bestehen auf ihrer Zuständigkeit bei der Ausrichtung der Kulturpolitik. Mit dem Geheimdienst als kulturpolitisches Führungsorgan wäre es einer Abrichtung, wenn nicht Hinrichtung der Kultur gleichgekommen. So zerstörerisch das MfS in Lebenswege, künstlerische Werkgeschichten und gesellschaftliche Kommunikation eingreift: die Geschichte des Films und seiner Institutionen wird nicht von ihm gemacht.

Eine Reduzierung der Staatssicherheit auf das IM-System – auch wenn sie ohne es nicht handlungsfähig gewesen wäre – verharmlost diese Staatsinstitution. Der „Sicherungsbereich Film“ als solcher benötigt eine umfassende historische, inhaltliche, strukturelle und personelle Darstellung. Das von Walther beschriebene „operative Instrumentarium“ gilt auch für ihn. Seine Untersuchung wird durch die Komplexität des Gegenstands erschwert, gehören doch nicht nur die DEFA-Studios in Potsdam, Berlin und Dresden, Studio H&S, DEFA-Kopierwerke und DEFA-Außenhandel dazu, sondern mit MfK, HV Film, zentralen Büros und Vereinigungen, SFA, VFF, Festivaldirektion mit Festivals in Leipzig, Neubrandenburg, Gera und Karl-Marx-Stadt, Bezirksfilmdirektionen, Lichtspieltheatern, Filmhochschule, Amateurfilmbewegung, Publikationsorganen sowie der Filmindustrie (einschließlich Geheimnisschutz) und des Rohstoff-, Materialien- und Gerätehandels das gesamte führende, tragende und kommunikative Umfeld.

Quellen

Bestände

  • BStU (ZSt/ASt)  MfS
  • SAPMO-BArch  SED (DY 30)

Rechtsvorschriften

  • VEB-Rechtswerk > 120
  • Gesetz vom 8. Februar 1950 über die Bildung und Tätigkeit eines Ministeriums für Staatssicherheit (GBl. S. 95)
  • Gesetz vom 2. Oktober 1952 zum Schutz des Volkseigentums und anderen gesellschaftlichen Eigentums (GBl. S. 982)
  • Statut des Staatssekretariats für Staatssicherheit vom 15.10.1953 (BStU, ZA, BdL-Dok. 102102
  • Statut des Ministeriums für Staatssicherheit vom 30. Juli 1969 (BStU, MfS, SdM 2619)
  • Beschl. vom 15.1.1987 über die Grundsätze zum Schutz der Staatsgeheimnisse der DDR, PM des MR 01-19/7/87, Anl. 76 (BArch, DC 20/I/3/2423)
  • AO vom 22. Dezember 1987 über den Geheimnisschutz (GBl. Sonderdruck Nr. 1306)
  • Beschl. des MR vom 14. Dezember 1989 über die Bildung des Nachrichtendienstes der DDR und des Verfassungsschutzes der DDR (BArch, DC 20/I/3/2881, nicht veröfftl.)
  • Gesetz vom 24. August 1990 über die Sicherung und Nutzung der personengebundenen Daten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amt für Nationale Sicherheit (GBl. I Nr. 58 S. 1419)

Beschlüsse

  • (Unterstellung des AfL unter Minister Wandel und Zusammenarbeit mit dem MfS). Sekretariat des ZK der SED, Protokoll Nr. 215 vom 1.12.1952, Pkt. 10 (SAPMO-BArch, DY 30/J IV 2/3/344)
  • (Bildung einer Arbeitsgruppe zur Reorganisation des AfL, darin: Wollweber). Sekretariat des ZK der SED, Protokoll Nr. 44 vom 2.11.1955, Pkt. 4 (SAPMO-BARch, DY J IV 2/3/493)
  • (Auflösung des AfL, Unterstellung unter MfK, Bestätigung der dafür Tätigen vom MfS). Sekretariat des ZK der SED, Protokoll Nr. 9 vom 11.4.1956 (SAPMO-BArch, DY J IV 2/3/507)
  • Zur Verbesserung der Arbeit der leitung des Ministeriums für Staatssicherheit. Politbüro des ZK der SED, Protokoll vom 9. Februar 1957 (in: Engelmann/Schumann, Der Ausbau des Uberwachungsstaates, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte (1995)2)

Vorschriften des MfS (Thematische Auswahl)

Befehle:

  • DA 17/57 vom 18.6.1957 über die Erhöhung der Verantwortung und die Erweiterung der Vollmachten der Chefs der Bezirksverwaltungen und der Kreisdienststellenleiter, (BStU, ZA, DSt 100989)
  • Befehl Nr. 6/78 des Ministers vom 3.4.1978 zu Bildung und Aufgaben der Auswertungs- und Kontrollgruppen in den Bezirksverwaltungen (BStU, MfS, BdL-Dok. 5554)
  • Befehl 371/53 des Ministers vom 25.11.1953 über die Struktur der HA V (BStU, ZA, DSt 100076)
  • Befehl Nr. 584/60 des Ministers vom 7.12.1960 über die Bildung der ZIG (BStU, ZA, DSt 100299)
  • Befehl 211/64 des Ministers vom 9.3.1964 über die Umwandlung der HA V in HA XX (BStU, ZA, KS 3923/90)
  • Befehl 299/65 des Ministers vom 24.7.1965 über die Organisation eines einheitlichen Systems der politisch-operativen Auswertungs- und Informationstätigkeit im MfS (BStU, MfS, BdL-Dok. 3900)
  • DA zur Leitung und Organisierung der politisch-operativen Bekämpfung der staatsfeindlichen Hetze (PiD) (BStU, ZA, DSt 101082)
  • Befehl Nr. 20/69 des Ministers vom 18.6.1969 über die Errichtung der Abteilung 7 in der HA XX (BStU, MfS, BdL-Dok. 001347)
  • Befehl Nr. 6/1985 des Ministers über die Eingliederung der Abt. Agitation in die ZAIG

Direktiven:

  • DA 3/69 vom 18.6.1969 zur Organisierung der politisch operativen Arbeit in den Bereichen der Kultur und Massenkommunikationsmittel (BStU, ZA, DSt 101073; MfS, BdL-Dok. 002468)
  • RL Nr. 1/71 über die operative Personenkontrolle (BStU, MfS, BdL-Dok. 2600)
  • DA 2/71 vom 26.6.1971 zur Leitung und Organisierung der politisch-operativen Bekämpfung der staatsfeindlichen Hetze (PiD)  ( BStU, MfS, BdL-Dok. 2341; ZA, DSt 101082)
  • RL 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) (BStU, MfS, BdL-Dok. 3234)
  • RL 1/80 vom 16.6.1980 für die Planung der politisch-operativen Arbeit im MfS (BStU, ZA, DSt 102674)
  • RL 1/81 vom 25.2.1981 über die operative Personenkontrolle (OPK) (BStU, MfS, BdL-Dok. 6910; ZA, DSt 102737)
  • DA 2/ 85 vom 20.2.1985 zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung politischer Untergrundtätigkeit (PUT) (BStU, ZA, DSt 103138)
  • DA Nr. 1/87 vom 20.2.1985 zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung politischer Untergrundtätigkeit (BStU, MfS, BdL-Dok. 5266)

Dienstanweisungen:

  • RL vom 20.9.1950 über die Erfassung der geheimen Mitarbeiter, der Informatoren und der Personen, die konspirative Wohnungen unterhalten (BStU, Reihe A, Dok. 1, 1992)
  • RL 21/52 vom 20.11.1952 über die Suche, Anwerbung und Arbeit mit Informatoren, geheimen Mitarbeitern und Personen, die konspirative Wohnungen unterhalten (BStU, Reihe A, Nr. 1, Dok. 2, 1992)
  • Direktive Nr. 48/55 vom 30.11.1955 zur Kontaktierung, Anwerbung und Zusammenarbeit unter Angehörigen der schaffenden Intelligenz (BStU, ZA, DSt 101140
  • RL 1/1958 vom 1.10.1958 zur Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der D.D.R. (in: BStU, Reihe A, Nr. 1, Dokument 12)
  • Richtlinie 1/1968 zur Zusammenarbeit mit Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit und Inoffiziellen Mitarbeitern im Gesamtsystem der Sicherung der D.D.R. (Prinzipien für die Suche, Auswahl, Werbung und Arbeit mit IM) (in: BStU, Reihe A, Nr. 1, Dok. 18)
  • RL 1/79 vom 8.12.1979 über die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) und Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit (GMS) (Gewinnung  /Werbung, Führung, Entwicklung/ von perspektivvollen IM/GMS) (in: BStU, Reihe A, Nr. 1, Dok. 35)

Anweisungen:

  • DA 16/57 über Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Arbeit in den Betrieben, Ministerien und Hauptverwaltungen, Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten sowie in den Objekten der Landwirtschaft (BStU, ZA, DSt 100996)
  • RL vom 23.4.1964 für die Organisation der operativen Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit auf dem Gebiet der Industrie und des Bauwesens (BStU, ZA, DSt 101123)
  • RL 1/69 vom 25.8.1969 zur politisch-operativen Sicherung der Volkswirtschaft der D.D.R. (BStU, ZA, DSt 101131)
  • DA 1/82 vom 10.3.1982 zur politisch-operativen Sicherung der Volkswirtschaft (BStU, ZA, DSt 102836)

Richtlinien:

  • Anw. Nr. 4/66 vom 10.12.1966 zur propagandistischen Tätigkeit des MfS in staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen (BStU, MfS, BdL-Dok. 3576)
  • RL vom 15.12.1967 über die Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit des M.f.S. der D.D.R. (BStU, MfS, BdL-Dok. 1171)
  • DA Nr. 2/84 vom 12.1.1984 zur Führung und Organisierung der Öffentlichkeitsarbeit des MfS (BStU, MfS BdL-Dok. 7464)
  • Direktive Nr. 7/86 vom 3.6.1986 über die Öffentlichkeitsarbeit (BStU, MfS, BdL-Dok. 011809

Ordnungen:

  • Ordnung Nr. HV A 1/81 vom 11.3.1981 über die Herstellung und Nutzung von Video- und Filmaufnahmen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung sowie der Traditionspflege in der Hauptverwaltung A und den Abteilungen XV/BV/V – Video- und Filmaufnahmen – (BStU, BV Pdm, BdL 156)
  • Ordnung Nr. I/1/84 über Organisierung und Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit der HA I (BStU, MfS HA I 14160)

Berichte:

  • Mielke, Analyse der Feindtätigkeit innerhalb der wissenschaftlichen und künstlerischen Intelligenz, o.D. (1958) (BStU, ZA, DSt 102107)
  • Bericht über die politisch-operative Lage in den Bereichen der Kultur und Massenmedien in den Bezirken der D.D.R. vom 24.1.1969, HA XX (BStU, ZA, HA XX/AKG 804)
  • Übersicht über die durch die HA XX bearbeiteten bzw. abgesicherten Objekte, 22.3.1968 (BStU, BF-Dok. 12)
  • Dienstkonferenz, MfS, 13.7.1972 (BStU, MfS, BdL/Dok. 005698)
  • Plan der HA XX zur schwerpunktmäßigen politisch-operativen Bearbeitung und Kontrolle von feindlichen und negativen Kulturschaffenden in Koordinierung mit den Abteilungen XX der BV/Verwaltungen des MfS, HA XX, 15.7.1974 (BStU, ZA, HA XX 1515)
  • (Aufklärung von Personenkonzentration und Kontrolle darüber), MfS, Dienstkonferenz, 13.7.1972 (BStU, MfS, BdL/Dok., Nr. 005698)
  • Bericht der BL Berlin der SED über politisch-ideologische Erscheinungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Aberkennung der Staatsbürgerschaft für Wolf Biermann, 6.12.1976; Zum Stand der Auseinandersetzungen im Filmbereich; Information über den Stand der Diskussionen und Auseinandersetzungen in den PO des kulturell-künstlerischen Bereiches der Hauptstadt, 17.12.1976; Zur gegenwärtigen Lage unter negativ-feindlichen Schriftstellern, Kunst- und Kulturschaffenden der DDR; Information über Reaktionen und Aktivitäten von Unterzeichnern der „Protesterklärungen“ gegen die Ausbürgerung Biermanns (BStU, MfS, HA XX, Nr. 4806)
  • Hinweise über einige Probleme im Zusammenhang mit feindlich-negativen Aktivitäten von Personenkreisen auf dem Gebiet Kunst und Kultur, 8.1.1977; Maßnahmen zur Zurückdrängung von Aktivitäten oppositionell eingestellter Gruppen aus dem Bereich Kunst und Kultur, Januar 1977 (BStU, ZAIG 5527)
  • Perspektivplan der HA XX/7 für die Zeit von 1976 bis 1980 (BStU, ZA, HA XX 209)
  • Studienmaterial zur Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (1980) (BStU, ZA, JHS VVS 001-137/80; > BStU, Abt. BF, Bibliothek, ST 955/II)
  • Mielke, Probleme und Aufgaben der weiteren Qualifizierung und Vervollkommnung der politisch-operativen Arbeit und deren Führung und Leitung zur Klärung der Frage „Wer ist wer?“, 3.4.1981 (BStU, GVS MfS 0008 Nr. 18/81)
  • Mittig, Die weiteren Aufgaben zur Durchsetzung der DA Nr. 2/85, Dienstkonferenz, 20.3.1985 (BStU, ZA, DSt 103138)
  • IM-führende Mitarbeiter der HA XX (o.D.) (BStU, BF-Dok.14)
  • Kaderbestand der Abtn. XX der BV (BStU, ZA, HA KuSch, Plg. 9, Bd. IV, Bd. I-III)
  • (HA XX/7 zugeordnete Objekte) Stand April 1982 (BStU, ZA, HA XX/AKG 883)
  • Anschriftenverzeichnis und Zuständigkeiten der Diensteinheiten des MfS zu Presseorganen und zum Rundfunk und Fernsehen der DDR, 7.3.1989 (BStU, ZAIG 23212)
  • Informationen aus dem, Kultur- und Medienbereich zur gegenwärtigen politischen Lage in der DDR (1989) (BStU, ZAIG 20224)
  • Zahlen und Fakten zur Entwicklung des Amateurfilmschaffens in der DDR, 1984 (BStU, BV KMS, XX-2181 (1701))
  • Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit, Listen mit Filmen und Tondokumentationen (BStU, MfS HA I 13384)
  • Öffentlichkeitsarbeit im Verantwortungsbereich der HA I, 1982-1989, Filmangebote (BStU, MfS HA I 14169)
  • Muster der IM-Erklärung; Muster der Berufung zum GMS (BV Lpg Abt. XX 286/06)

BV Potsdam:

  • Organisierung der politisch-operativen Arbeit in den Bereichen der Kultur und Massenkommunikationsmittel, DA Nr. 3/69 vom 18.6.1969 (BStU, BV Potsdam, BdL, Nr. 957)
  • Einige Aspekte der politisch-operativen Lage im Bereich Kultur und Massenmedien und der sich daraus für den Bezirk Potsdam ergebenden politisch-operativen Aufgaben, Leiterinformation 15/75 (BStU, BV Potsdam, BdL, Nr. 400153)
  • Information zur Weisung des Stv des Min, Mittig, vom 7.12.1981 (BStU, BV Potsdam, BdL, Nr. 400132)
  • IM-Auflistungen der Abt. XX mit Registriernummern, 1982-1983 (BStU, BV Potsdam, Abt. XX 528)

DEFA-Studios und Betriebe:

  • Situation im Kinostudio Babelsberg, AfI an Regierung/ZK/MfS, Zaisser, 21.12.1950 (SAPMO-BArch, DY 30/IV 2/9.06/251)
  • Diebstähle von Filmmaterial der DEFA (1956-1960) (BStU, AS 27/59)
  • Berichte über die Produktion des DEFA-Dokumentarfilms „Der durchbrochene Kreis“  (BStU, AS 846/67) (Vgl. dazu auch: Thorndike an Produktionsleitung, 2.6.1950 (BArch, DR 117/v.S 245)
  • Zensierte Teile der Defa-Filme „Die letzte Heuer“ und „Rügen“ (1950) (BStU, AS 2/51)
  • Überprüfung von Mitarbeitern der DEFA vor Dreharbeiten (im Ausland) (1951-1954) (BStU, AS 94/55)
  • Zusammenfassender Bericht über den Verlauf des 17./18. Juni und der darauf folgenden Tage in den VEB DEFA-Studios, SFK/Müller an ZK, Koordinierungsstelle, Stasi (sic!), 26.6.1953 (BArch, DR 1/4509)
  • Objektvorgang „Wissenschaft“ (VEB DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme) 1954-1977 (BStU, BV Potsdam, Allg. S. 56/77)
  • Objektvorgang „Kulisse“ (DEFA-Studio für Spielfilme) 1954-1977 (BStU, BV Potsdam, Allg. S. 123/77)
  • Bericht über einige Gesichtspunkte zur Verbesserung der Spielfilmproduktion der DEFA, HA V, 10.7.1961 (BStU, MfS/ZAIG/Z 442)
  • Information über einige Erscheinungen im VEB DEFA-Studio für Spielfilme und in der Leitungstätigkeit im Filmbereich, 30.1.1969 (BStU, Z 1648)
  • Gegenwärtige Tendenzen im Spielfilm, seiner Leitung und seiner Beziehungen zum VFF (BStU, BV Pdm, Abt. XX/7, 19.9.1975)
  • Zum Stand der Auseinandersetzung im Filmbereich (betr.: Biermann) (1976) (BStU, HA XX, 1336; 4806)
  • Wochenberichte über die Observierung DSV Potsdam, DEFA-Spielfilm ua. (1974-1978), BV Potsdam/XX/7 an HA XX/OG (BStU, Teilbestand ZAIG)
  • Lageberichte Spielfilmstudio (1975-1978) (BStU, HA XX/9 Nr. 37)
  • Lageberichte Spielfilmstudio (1978) (BStU, BV Pdm, Abt. XX, 710/2)
  • Mitarbeiterüberprüfungen DEFA-Studio für Synchronisation (1974-1980) (BStU, HA XX, 1975)
  • Einschätzung zur Lage im Sicherungsbereich Kultur der BV; Lage unter Filmschaffenden des DEFA-Studios für Spielfilme (1975-1978) (BStU, HA XX, 2716)
  • Lageberichte Spielfilmstudio 1978 (BStU, BV Potsdam, Abt. XX, 710/2)
  • OV „Falschspieler“ (im DEFA-Studio für Spielfilme), 5.12.1978 (BStU, BV Pdm, Abt. XX 710/4)
  • DEFA/Mäde an BV Pdm/XX/7/Gericke über ein Gespräch mit dem Generalsekretär des ZK der SED Erich Honecker, 9.5.1977 (in: Ralf Schenk, Eine kurze Geschichte der DEFA, S. 197ff)
  • Bemerkungen zur politisch-ideologischen Situation im DEFA-Studio für Spielfilme, (DEFA/Mäde) Mai 1980 (BStU, BV Pdm, Abt. XX 710/4)
  • (Informationen zum Spielfilmbereich, 1981ff) (BStU, HA XX ZMA Nr. 1762)
  • Lage im DEFA-Studio für Synchronisation, 1981 (BStU, HA XX/AKG 0120)
  • Berichte von FIM Schiller über geführte IM (1982) (BStU, BV Potsdam, Abt. XX, 519)
  • Material zur OPK „Hubertus“, Regisseur und Leiter der Arbeitsgruppe „Camera DDR“ beim DEFA-Studio für Dokumentarfilme (1983-1988) (BStU, HA XX 5186)
  • Einschätzung der Lage und Wirksamkeit der politisch-operativen Sicherung der DEFA/HFF sowie der Theater in Potsdam und Babelsberg (1984) (BStU, BV Potsdam, AKG 838)
  • Politisch-operativ zu beachtende Aspekte im Bereich VEB DEFA Studio für Spielfilme, BVfS, Abt. XX, 24.9.1985 (BStU, BV Potsdam, AKG/ZMA 709)
  • Kontrolle der Durchsetzung der AO über die Auswahl, Bestätigung und Vorbereitung von Reise- und Auslandskadern und die Durchführung ihrer dienstlichen Reisen vom 13.1.1982 im DEFA-Studio für Spielfilme (1985-1986) (BStU, HA XX/AKG 5966)
  • Informationsbedarf zum Dokumentarfilmstudio, Fragenspiegel, o.J. (1980ff) (BStU, BV Potsdam, XX, 696, Reko)
  • Information zu Arbeiten an einem DEFA-Dokumentarfilm über Skinheads (i.e. „Unsere Kinder“, Regie: Roland Steiner, und „Und freitags in die ‚Grüne Hölle’“, Regie: Ernst Cantzler) (1988) (BStU, BV Berlin, XX/2 3060)
  • Operative Sicherung der DEFA und HFF (1989) (BStU, BV Potsdam, KD Potsdam, SAE 458)

DHF/HFF:

  • (GI-Verpflichtungen „Holz“, 1957; Erweiterung auf GHI, 1970) Führungsoffizier: Ultn. Hanke, Zörner, V/1 (XX/1) (BStU, 1110/69 Bd. I, II)
  • Einschätzung der Lage und Wirksamkeit der politisch-operativen Sicherung der DEFA/HFF sowie der Theater in Potsdam und Brandenburg, 17.8.1984 (BStU, BV Pdm, AKG 838)
  • Ausgewählte politisch-operative Lageerscheinungen an der HFF, 8.5.1984;  Einschätzung der politisch-operativen Lage, 29.3.1985; Information über OV „Schule“, „Cornelia“, OPK „Fussel“, „Dozent“, Abt. XX/7, 29.3.1987 (BStU, BV Potsdam, AKG 954)
  • Anforderungen an die planmäßige Gewinnung perspektivvoller IM unter dem filmkünstlerischen Nachwuchs des Verantwortungsbereiches der BV Potsdam, Abt. XX/7, Olaf Bielefeldt, Abt. XX/7, Diplomarbeit, 1989 (BStU, MfS/JHS, 21484)
  • Offene FDJ-Versammlung der Studenten der HFF; Resolution der Studentenvollversammlung der HFF, 9.10.1989 (BStU, BV Potsdam, AKG 954)

VFF:

  • Materialien zum/vom II. VFF-Kongress 1972, MfS (BStU, MfS/ZAIG 10004)
  • Zu einigen politisch-operativ zu betrachtenden Aspekten im Verband der Film- und Fernsehschaffenden sowie im Bereich des VEB DEFA-Studios für Spielfilme, MfS, XX/7, 8.1.1986 (BStU, MfS/HA XX/AKG, 1126)
  • Analyse zu einigen politisch-operativ zu beachtenden Aspekten im VFF sowie im Bereich des VEB DEFA-Studios für Spielfilme, 8.1.1986 (BStU, HA XX/AKG 854; AKG 1126)
  • Über politisch-operativ relevante Feststellungen unter Film- und Fernsehschaffenden in Vorbereitung des V. Kongresses des VFF; 31.3.1988; Notizen vom V. Kongreß des VFF, 21.4.-23.4.1988, Berlin; hdschr. (BStU, MfS/HA XX/AKG, 5620)
  • Information über Reaktionen bzw. Meinungsäußerungen von Film- und Fernsehschaffenden der DDR im Zusammenhang mit der Vorbereitung des V. Kongresses des V.F.F. der DDR (VFF) (19.-21. April 1988); Sicherung eines ergebnisorientierten Verlaufs des Kongresses, 11.4.1988 (BStU, ZAIG 3667)

Lichtspielwesen:

  • IM-Berichte über Universitätsfilmclub Jena (UFC) (1963-1980) (BStU, AIM 642/80)
  • Informationen über Filmveranstaltungen im Film-Club/Jenaer Klub 1983/84; Einsatz- und Entwicklungskonzeption für KP/GMS/IMS(BStU, BV Gera X/928/83)
  • Einleitung einer OPK über (...) filmpolitische Mitarbeiter (der Kreisfilmstelle und des Filmtheaters Capitol, Jena) (1985-1987) (BStU, BV Gera X/128/85)
  • IM-Berichte über Filmclub Jena (1978-1989) (BStU, BV Gera, KD J X/433/78)
  • IM-Berichte über Filmtheater Capitol, Jena (1985-1989) (BStU, BV Gera, KD J X/222/85)
  • Information über die beabsichtigte öffentliche Vorführung eines Amateurfilms mit politisch-negativem Inhalt (Film „der wird – der nicht“), 30.5.1986 (BStU, BV Dresden, AKG PI  137/86)
  • Ermittlungen zu leitenden Mitarbeitern der Abteilung Kultur beim Rat des Bezirkes sowie der nachgeordneten Einrichtungen (BFD) (1955-1987) (BStU, BV KMS, (AKG-3524) AKG 1626)
  • Einschätzungen zur Personalsituation in den nachgeordneten Einrichtungen der Abteilung Kultur von 1977 und 1981 (BStU, BV KMS, XX-1546(1196))
  • Bezirksfilmdirektion Karl-Marx-Stadt, 1987-1989 (BStU, BV KMS, XX-1570 (1047))

Festivals:

  • (Information über das Leipziger Festival, 1975) (BStU, HA XX/AKG 0832)
  • (Information über das Leipziger Festival, 1981) (BStU, HA XX/AKG 0120; 5616)
  • Bericht über die 24. Internationale Dokumentar- und Kurzfilmwoche (1981) (BV Lpg, Abt. XX, 278/02)
  • Information, 20.11.1983 (Diskussion der Vorkommnisse auf dem Leipziger Festival); Brief von Mitgliedern der Unidoc-Delegation an das Komitee des Festivals, 20.11.1983; dpa: festnahme nach friedensaktion in leipzig, ADN-Information, 25.11.1983; Information über die Sitzung der Parteigruppe des Festivals am 20.11.1983 (BStU, BV Lpg Abt. XX 269/01)
  • Maßnahmen zur politisch-operativen Sicherung der 28. Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, 30.10.1985 (BStU, HA XX/AKG 5396)
  • (Beziehung BRD-Institutionen – Leipziger Festival), Information A/039962/20/11/87/LPZ (BStU, BV Lpg Abt. XX 00269/04)
  • Maßnahmeplan zur Sicherung de 31. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen 1988; Informationen über die ~, 14.11.1988; Einsatzplan, 22.11.1988; Information zu Problemen und Aktivitäten der sowjetischen Delegation, 28.11.1988 (BV Lpg Abt. XX 487)
  • Informationen zur 32. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen, 1989 (BStU, HA XX, 2085; HA XX/AKG 5413; BV Lpg Abt. XX 489)
  • Maßnahmeplan zur politisch-operativen Sicherung des 5. Nationales Spielfilmfestivals der DDR in Karl-Marx-Stadt (1988) (BStU, BV KMS, XX-1667)

Rohfilmproduktion:

  • Berichte und Einschätzungen über die Sicherung der Colorfilmproduktion des FCK Wolfen (1984-1986) (BStU, BV Halle Abt. XVIII Sachakte Nr. 180)
  • Informationen zur Störung der Vertragsrealisierung beim Vorhaben Colorfilm in der Filmfabrik Wolfen, Nov. 1985 (BStU, BV Halle Abt. XVIII Sachakte Nr. 676)
  • Operativinformation zum Stand der Realisierung des Politbürobeschlusses vom 20. September 1983 zur Erreichung des fortgeschrittenen internationalen Qualitätsniveaus bei Colorfilmen und zu der Möglichkeit der Nutzung rechnergestützter Methoden bei der Durchführung des Programms (1985) (BStU, BV Halle Abt. XVIII Sachakte Nr.  678)
  • Operative Information über den Stand und die Probleme bei der Einführung neuer Colorfilm-Materialien im FCK Wolfen, Dez. 1985 (BStU, BV Halle, Abt. XVIII Sachakte Nr. 686)
  • (Berichte zur Colorfilmproduktion im FCK Wolfen) (1986-1987) (BStU, BV Halle Abt. XVIII Sachakte Nr. 322)
  • (Informationen zum Colorfilmprogramm (...) des FCK Wolfen, Sept. 1989) (BStU, BV Halle Abt. XVIII Sachakte Nr. 1379)

Juristische Hochschule:

  • Die Besonderheiten bei der Suche, Auswahl und Gewinnung von IM unter dem künstlerischen Nachwuchs zur operativen Bekämpfung von Wirkungserscheinungen der politisch-ideologischen Diversion und der gegnerischen Kontaktpolitik in Schwerpunkten des Bereiches Kunst und Kultur, Hptm. Hansjörg Heidorn, BV Potsdam, Diplomarbeit, 19.12.1975, (BStU, JHS MF VVS 001-332/75)
  • Inhalt und Methoden der politisch-ideologischen Diversion gegen die Kulturpolitik der SED im Bereich der Literatur und Probleme der Zusammenarbeit mit IM unter Nachwuchsschriftstellern, Oltn. Lutz Edel, XX/7, Diplomarbeit, 20.8.1981 (BStU, JHS, 001/269/81)
  • Inhalt und Ziel der gegen die künstlerische Intelligenz im Bereich der DEFA-Spielfilmproduktion gerichteten politisch-ideologischen Diversion und die sich daraus ergebenden politisch-operativen Aufgaben, Hpt. Dietmar Unrath, BV Potsdam, Abt. XX, Diplomarbeit, 15.6.1969 (BStU, JHS)
  • Der Einsatz eines hauptamtlichen FIM zur vorbeugenden Sicherung produktionstechnischer und personeller Schwerpunkte im VEB DEFA-Studio für Spielfilme, Oltn. Lothar Link, BV Potsdam, Abt. XX, Fachschulabschlussarbeit, 15.1.1975 (BStU, JHS)
  • Probleme bei der Gewinnung von inoffiziellen Mitarbeitern aus dem Bereich des künstlerischen Nachwuchses der H.F.F. zum Erkennen und Werten von Ersthinweisen auf Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, Hptm. Dietrich Beilich, Abt. XIX, Fachschulabschlussarbeit, 10.2.1983 (BStU, JHS)
  • Anforderungen an die planmäßige Gewinnung perspektivvoller IM unter dem filmkünstlerischen Nachwuchs des Verantwortungsbereiches der BV Potsdam, Abt. XX/7, Olaf Bielefeldt, Abt. XX/7, Diplomarbeit, 1989 (BStU, JHS, 21484)

Nach 1990

  • Gesetz vom 20. Dezember 1991 über die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (Stasi-Unterlagen-Gesetz - StUG) (BGBl. I Nr. 67 S. 2272)

Literatur

Allgemeine Literatur:

  • Fricke, Karl Wilhelm: Die DDR-Staatssicherheit, Köln 1989
  • Gill, David/Schröder, Ulrich: Das Ministerium für Staatssicherheit, Reinbeck 1991
  • Mampel, Siegfried: das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen als Ideologiepolizei, Berlin1996
  • Wegmann, Bodo: Entstehung und Vorläufer des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Strukturanalytische Aspekte, Hefte zur DDR-Geschichte 46, Berlin 1997
  • Geiss, Axel: Repression und Freiheit. DEFA-Regisseure zwischen Fremd- und Selbstbestimmung. Brandenburgische historische Hefte Nr. 7, Potsdam 1997
  • Gieseke, Jens: Der Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi 1945-1990, Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe des Titels von 2001 mit kommentierter Auswahlbibliographie, München 2006 (darin: Annotierte Literaturangaben)
  • Gieseke, Jens (Hg.): Staatssicherheit und Gesellschaft, Göttingen 2007

BStU:

  • Tätigkeitsberichte des/der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
  • BStU, Abt. Bildung und Forschung (BF):
  • Anatomie der Staatssicherheit. Geschichte, Struktur, Methoden. MfS-Handbuch (in Einzellieferungen). BStU, Berlin 1995ff, darin unter Bezug auf das Thema:
  • Die Organisationsstruktur des MfS 1989, Teil V/1, Berlin 1995
  • Gieseke, Jens: Die hauptamtlichen Mitarbeiter des MfS, Teil IV/1, Berlin 1995
  • Förster, Günter: Die Juristische Hochschule des MfS, Teil III/6, Berlin 1996
  • Haendcke-Hoppe-Arndt, Maria: Die Hauptabteilung XVIII: Volkswirtschaft, Teil III/10, Berlin 1997
  • Buthmann, Reinhard: Die Objektdienststellen des MfS, Teil II/3, Berlin 1999
  • Engelmann, Roger; Joestel, Frank: Grundsatzdokumente des MfS, Teil V/5, Berlin 2004
  • Arbeits- und Strukturprinzipien, Teil III/1-4, Berlin 2008
  • Auerbach, Thomas; Braun, Matthias; Eisenfeld, Bernd: Hauptabteilung XX, Teil III/12
  • Organisationsstruktur der Bezirksverwaltungen 1989, Teil V/2
  • Übersicht zur Entwicklung der Diensteinheiten, Teil V/3
  • Dokumente (Reihe A), darin:
  • Die Inoffiziellen Mitarbeiter. Richtlinien, Befehle, Direktiven, Berlin 1992
  • Schumann, Silke: Vernichten oder Offenlegen? Zur Entstehung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes. Dokumentation der öffentlichen Debatte 1990/1991, Berlin 1995
  • Förster, Günter: Die Dissertationen an der „Juristischen Hochschule“ des MfS. Eine annotierte Bibliographie, Berlin 1997
  • Joestel, Frank (Hrsg.): Strafrechtliche Verfolgung politischer Gegner durch die Staatssicherheit im Jahre 1988. Der letzte Jahresbericht der MfS-HA Untersuchung, Berlin 2003
  • BF informiert, darin:
  • Müller-Enbergs, Helmut: IM-Statistik 1985-1989, 3/1993
  • Engelmann, Roger: Zu Struktur, Charakter und Bedeutung der Unterlagen des MfS,  3/1994
  • Vollnhals, Clemens: Das Ministerium für Staatssicherheit. Ein Instrument totalitärer Herrschaftsausübung, Berlin 1994
  • Zastrow, Hildegard v.: Bibliographie zum Staatssicherheitsdienst der DDR, Berlin 1996
  • Abkürzungsverzeichnis, Berlin 1996
  • Analysen und Dokumente. Wissenschaftliche Reihe der BStU, darin:
  • Band 1: Henke, Klaus-Dietmar, Engelmann, Roger (Hrsg.): Aktenlage. Die Bedeutung der Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes für die Zeitgeschichtsforschung, 1996
  • Band 3: Müller-Enbergs, Helmut (Hrsg.): Inoffizielle Mitarbeiter des MfS. Richtlinien und Durchführungsbestimmungen, Berlin 1996
  • Band 5: Suckut, Siegfried (Hrsg.): Wörterbuch der Staatssicherheit, Berlin 1996
  • Band 6: Walther, Joachim: Sicherungsbereich Literatur. Schriftsteller und Staatssicherheit in der D.D.R. Berlin 1996
  • Band 8: Suckut, Siegfried, Süß, Walter: Staatspartei und Staatssicherheit. Zum Verhältnis von SED und MfS, Berlin 1997
  • Band 20: Giesecke, Jens: Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit. Personalstruktur und Lebenswelt 1950-1989/90, Berlin 2000
  • Band 31: Braun, Matthias: Kulturinstitut und machtinstrument. Die Akademie der Künste, die Partei und die Stasi, Göttingen 2007
  • Müller-Enbergs, Helmut: Inoffizielle Mitarbeiter des MfS, Teil 3: Statistiken, Berlin 2008

Dokumentarfilme mit Quellenwert:

  • Verriegelte Zeit (RE: Sibylle Schönemann, DEFA 1990)
  • Der schwarze Kasten (RE: Tamara Trampe, DEFA 1991)
  • Das Ministerium für Staatssicherheit – Alltag einer Behörde (RE: Christian Klemke, 2003)

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