Fita Benkhoff

* 1. November 1901 in Dortmund; † 26. Oktober 1967 in München

Biografie

Fita Benkhoff

in DER BIBERPELZ (R: Erich Engel, 1949) Fotograf: Rudolf Brix

Als Tochter des Besitzers eines Amüsierbetriebes kam Frieda, die sich in der Kindersprache „Fita“ nannte, zur Welt. Nachdem der Vater früh starb, arbeitete sie als Zahnarzthelferin und Telefonistin, nahm aber nebenbei Schauspielunterricht und debütierte 1924 in ihrer Heimatstadt Dortmund auf der Bühne. In Engagements in Lübeck, Düsseldorf, Breslau und Wien spielte sie viele dramatische Bühnenrollen, wie Recha, Gretchen, Desdemona und Heilige Johanna. Fita Benkhoff selbst glaubte an ihr komödiantisches Potential und bewarb sich 1933 für einen Film als komische Alte. Sie erhielt die Rolle, und es erwies sich in weiteren Filmen, daß sie auch als jugendliche Komikerin eine große Wirkung entfalten konnte. Ihren Durchbruch hatte sie 1935 als Dienerin Andria in Reinhold Schünzels Filmversion der klassischen Komödie „Amphitryon“ an der Seite von Paul Kemp. Dieses gut funktionierende Buffopaar wurde bis zu Kemps Tod 1953 noch mehrfach eingesetzt, zunächst 1936 in der Tonfilmoperette „Boccaccio“, in der die beiden als Ehepaar Calandrino zwerchfellerschütternd wirkten.

Fita Benkhoff spielte inzwischen an Berliner Bühnen, trat daneben aber in unzähligen Filmkomödien und Lustspielen auf – selten in zentralen Rollen, aber oft als beste Freundin, Mutter oder Tante der Heldin. Gelegentlich glänzte sie in komischen Stoffen der gehobenen Bühnenliteratur wie Ludwig Thomas MORAL (1937), SCHNEIDER WIBBEL (1939) oder DAS FRÄULEIN VON BARNHELM (1940). Besonders in den Filmen, die ihr oftmaliger Partner Theo Lingen inszenierte, konnte sie mitunter tragische Nuancen einflechten, wie in JOHANN (1943).

Ihren wichtigsten Nachkriegsfilm drehte Fita Benkhoff 1949 bei der DEFA. Erich Engel besetzte sie in der Gerhart-Hauptmann-Adaption DER BIBERPELZ (1949) als Auguste Wolff, einer gewitzten du couragierten Waschfrau. Mit Ausnahme ihrer Mütterrolle in Claus Hubaleks DER HAUPTMANN UND SEIN HELD (1955), einer Persiflage auf die Absurditäten des Militärapparats, wurden der Benkhoff in der Bundesrepublik keine über den Durchschnitt herausragenden Film- oder Fernsehrollen mehr angeboten. Im komischen Fach blieb sie aber neben Grethe Weiser die beliebteste Schauspielerin ihrer Generation.

DEFA-Filmografie

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung stimmen Sie der Verwendung zu. Datenschutzhinweise

Verstanden
menu arrow-external arrow-internal camera tv print arrow-down arrow-left arrow-right arrow-top arrow-link sound display date facebook facebook-full range framing download filmrole cleaning Person retouching scan search audio twitter cancel youtube instagram