Franziska Troegner

Schauspielerin

* 18. Juli 1954 in Berlin

Biografie

Franziska Troegner

in MENSCH, MEIN PAPA... ! (R: Ulrich Thein, 1988) Fotografen: Siegfried Skoluda, Klaus Zähler

Franziska Troegner wird am 18. Juli 1954 als Tochter des Schauspielers und Regisseurs Werner Troegner in Ost-Berlin geboren. Ihr Schauspieldebüt gibt sie bereits 1959 am Berliner Metropol-Theater, ab 1969 steht sie im Jugendstudio des Berliner Kabaretts „Die Distel“ auf der Bühne. Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhält Troegner nach dem Abitur bei Doris Thalmer am berühmten Bertolt-Brecht-Ensemble in Berlin. Im Anschluss an die bestandene Prüfung wird sie 1976 von der damaligen Intendantin Ruth Berghaus ans Berliner Ensemble geholt.

18 Jahre ist sie dort engagiert und wirkt in dieser Zeit unter anderem in einer ganzen Reihe von Brecht-Stücken mit. So ist sie als die stumme Katrin in „Mutter Courage und ihre Kinder“, als Polly Peachum in der „Dreigroschenoper“ und als Grusche in „Der kaukasische Kreidekreis“ zu sehen, die sie auch auf Gastspielreisen des Berliner Ensembles, etwa nach Paris, Athen, Mailand und Moskau, unter dem Beifall der Kritik verkörpert. 1981 verleiht ihr die Berliner Zeitung den Kritikerpreis.

Ihr Filmdebüt gibt Franziska Troegner 1977 in dem TV-Film DER ZWEITE MANN. In den Folgejahren ist sie sowohl in Kinofilmen als auch Fernsehproduktionen zu sehen, wobei sie die Balance zwischen komischen und tragischen Rollen zu halten versucht. Unter anderem spielt sie in  Roland Gräfs P.S. (1978), in  Rolf Losanskys Kinderfilm MORITZ IN DER LITFASSSÄULE (1983), in  Ulrich Theins MENSCH, MEIN PAPA…! (1988), an der Seite von  Erwin Geschonnek, und in  Frank Beyers Ganovenstreifen DER BRUCH (1988).

Filmstill zu "Der Bruch"

Franziska Troegner in DER BRUCH (R: Frank Beyer, 1988) Fotografin: Waltraut Pathenheimer

Filmstill zu "Mensch, mein Papa...!"

Franziska Troegner in MENSCH, MEIN PAPA…! (R: Ulrich Thein, 1988) Fotograf: Klaus Zähler

Im Fernsehen tritt Franziska Troegner als Sketch-Partnerin von Helga „Henne“ Hahnemann auf, nach der Wende auch mit Diether Krebs und Dieter Hallervorden. Sie spielt die Anna Magdalena in Lothar Bellags 4-teiligem TV-Film „Das Leben von Johann Sebastian Bach“ (1985) und die Mutter der von Susanne Bormann gespielten jugendlichen Entführerin in Andreas Dresens RAUS AUS DER HAUT (1997). An der Seite von  Katrin Sass ist sie in Michael Kliers HEIDI M. (2001) zu sehen und neben Nina Hoss in Christian Petzolds TOTER MANN (2001). HEIDI M. bringt ihr 2001 eine Nominierung für die „Beste weibliche Nebenrolle“ beim Deutschen Filmpreis ein.

Im Jahr 2004 wirkt Troegner erstmals in einer Hollywoodproduktion mit. Unter der Regie von Tim Burton tritt sie als aufgedrehte Mrs. Glupsch, die Mutter des stets nach Süßspeisen gierenden Jungen Augustus Glupsch, in dem perfiden Märchen CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK auf.

Neben ihrer Arbeit auf der Bühne und vor der Kamera veranstaltet Franziska Troegner Soloabende und Interpretationskurse für Song, Chanson und Musical an Kunsthochschulen. Ihre Stimme ist in über 500 Hörspielen zu hören.

Quelle: Deutsches Filminstitut – DIF / www.filmportal.de

Trailer zu MORITZ IN DER LITFASSSÄULE (R: Rolf Losansky, 1983)

Literatur

  • Troegner, Franziska: Fürs Schubfach zu dick. Das Neue Berlin, Berlin, 2009

DEFA-Filmografie

Eine erweiterte Filmografie können Sie unter filmportal.de einsehen.

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