Jürgen Böttcher

Regisseur, Maler

* 8. Juli 1931 in Frankenberg

Biografie

Jürgen Böttcher

Jürgen Böttcher

am 05.03.2007 in der DEFA-Filmküche (Fotograf: Michael Reinhardt)

Der Dokumentarist Jürgen Böttcher alias Maler Strawalde zählt zu den großen Künstlern der DDR. Zeit seines Lebens ist er unangepasst. Mit seiner Neigung zum Experiment hat er entscheidenden Einfluss auf Künstler nachfolgender Generationen. Seine avantgardistischen Filme sind inhaltlich und formal wegweisend. Der Regisseur sucht in den kleinen, alltäglichen Gesten und Zeichen, die häufig übersehen werden, den Sinn und die Schönheit des Lebens. Seine Filme über die Arbeits- und Kunstwelt werden so zu eindrucksvollen und unverkennbaren Porträts, seine Protagonisten – Küchenfrauen, Wäscherinnen, Stahlarbeiter, Rangierer – strahlen Würde aus.

Jürgen Böttcher wird am 08. Juli 1931 in Frankenberg (Sachsen) als Hans Jürgen Traugott Böttcher geboren. Sein Vater ist Studienrat, seine Mutter arbeitet als Buchhändlerin. Die Familie zieht mit den drei Kindern in die Oberlausitz. Dort wächst er in dem Ort Strahwalde auf und besucht die Oberschule in Löbau. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kommt er nach Dresden und beginnt 1949 ein Studium der Malerei an der dortigen Akademie für Bildende Künste bei Wilhelm Lachnit, das er 1953 beendet. Danach arbeitet er als freischaffender Maler, gibt Kurse an Dresdner Volkshochschulen.

Mehr und mehr verlagert sich sein Interesse zum bewegten Bild und zum filmischen Raum. Von 1955 bis 1960 studiert er Regie an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Es entstehen erste Kurzfilme, gemeinsam mit dem Kameramann  Christian Lehmann. Sein Abschlussfilm NOTWENDIGE LEHRJAHRE (1960) dreht er über straffällig gewordene Jugendliche in einem Jugendwerkhof in Thüringen. Schon hier zeigt sich ein hervorstechendes Merkmal seiner späteren Filme: Jürgen Böttcher gibt seinen Protagonisten viel Raum; er nähert sich vorurteilsfrei, einfühlsam und vorsichtig. Außerdem ist seine Neugierde an den Lebenssituationen und -geschichten seiner Figuren zu spüren.

Nach dem Abschluss des Studiums arbeitet der junge Regisseur im DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme. Sein erster Film DREI VON VIELEN (1961) ist das Porträt dreier junger Arbeiter, die sich in ihrer Freizeit für die Malerei begeistern und ein überaus individuelles Leben führen. Seine Jugendlichen entsprechen nicht dem offiziellen Arbeiter-Bild der frühen 1960er Jahre. Wahrscheinlich ist dies der Grund für das Verbot des Films. Er wird erst 27 Jahre nach seiner Entstehung auf dem Internationalen Filmfest in Edinburgh aufgeführt, in Deutschland ist er 1990 in Oberhausen zu sehen.

Jürgen Böttcher dreht weiter Dokumentarfilme. Besondere nationale und internationale Aufmerksamkeit erlangt OFENBAUER (1962). Der Film protokolliert die 18-m-Verschiebung eines 65 Meter hohen und 2000 Tonnen schweren Hochofens im Eisenhüttenkombinat. Mit fünf Kameramännern schildert das Werk in nüchternen Bildern die Leistung des Kollektivs. Im Film STARS (1963) stehen wieder Arbeiter im Mittelpunkt, Frauen aus der Fließbandproduktion im Glühlampenwerk Berlin. Das Gruppenporträt wendet sich den Einzelnen und dem Persönlichen zu. Danach folgen Filme außerhalb der Arbeitswelt, wobei BARFUSS UND OHNE HUT (1965) besonders auffällt. Er erzählt die Geschichte einiger Jugendlicher, die an der Ostsee Urlaub machen. Authentisch vermittelt er ein jugendliches, antidogmatisches Lebensgefühl Mitte der 1960er Jahre. Die Verantwortlichen vermissen ein repräsentatives Bild von der DDR-Jugend. Der Film erhält zwar die Freigabe durch das Ministerium für Kultur, ist aber fast nie in den Kinos des Landes zu sehen.

Mitte der 1960er Jahre dreht Jürgen Böttcher seinen ersten und einzigen Spielfilm JAHRGANG 45. Erzählt wird die Geschichte eines Berliner Paares aus dem Prenzlauer Berg, welches kurz vor der Scheidung steht. Sie finden wieder zueinander. Der Regisseur schildert präzise im dokumentarischen Stil den Ehe-Alltag der beiden. In den Hauptrollen sind die Schauspieler  Rolf Römer und Monika Hildebrand zu sehen, aber sonst arbeitet Jürgen Böttcher vorwiegend mit Laien-Darstellern. Er dreht gemeinsam mit dem Kameramann  Roland Gräf an Berliner Originalschauplätzen, zeigt die leere und lustlose Wirklichkeit in den Berliner Hinterhöfen. Wie seine cineastischen Vorbilder des "direct cinema" und des "cinéma vérité" konzentriert er sich auf das Alltägliche und Ungezwungene. Die Arbeit am Film wird in der Rohschnittphase unterbrochen, als er in Folge des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED von den Verantwortlichen als "nihilistisch und skeptizistisch" eingeschätzt wird. Erst 1990 wird eine Arbeitsfassung in der Akademie der Künste gezeigt, später wird der Film rekonstruiert und synchronisiert.

Zurück im DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme dreht Jürgen Böttcher überwiegend Auftragswerke für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten. Dazu zählen unter anderem WIR WAREN IN KARL-MARX-STADT (1967), WEGGEFÄHRTEN (1974) oder SONG INTERNATIONAL (1971) über das 2. Festival des politischen Liedes in Berlin. Dazwischen fällt der Regisseur immer wieder mit viel diskutierten Produktionen auf, die einen eigenen Stil markieren. Sein Beitrag DER SEKRETÄR (1967) ist ein Porträtfilm über einen Parteisekretär der SED in den Buna-Werken. In WÄSCHERINNEN (1972) stehen wieder Arbeiterfrauen vor der Kamera, die offen und vital von ihrem Leben berichten. In ERINNERE DICH MIT LIEBE UND HASS! (1974) wendet er sich beeindruckend der Situation nach dem Putsch in Chile zu. Über den einstigen Wohnort von Charlotte von Stein GROSSKOCHBERG - GARTEN DER ÖFFENTLICHEN LANDSCHAFT (1976) dreht er einen Film. In dem sechzigminütigen Werk EIN WEIMARFILM (1977) zeigt er überaus subjektiv seine Sicht auf die Stadt, die einerseits als Hochburg deutscher Klassik gilt und zugleich das Konzentrationslager Buchenwald beherbergt hat. Sein Beitrag MARTHA (1978) erzählt die Geschichte der letzten Berliner Trümmerfrau Martha Bieder. Jürgen Böttcher zeigt in ruhigen Bildern ihre letzten Arbeitstage. Er stellt den schweren Alltag einer Arbeiterin gegen die staatlichen Losungen vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt.

Anfang der 1980er Jahren konzentriert sich der Regisseur auf Experimentalfilme, die seine Kunst in den Mittelpunkt stellen. Mit seinem Tryptichon POTTERS STIER (1981), VENUS NACH GIORGIONE (1981) und FRAU AM KLAVICHORD (1981) unterlegt er mit Musik und Geräuschen seine kleinen Kunstwerke. Über Jahre hat er Postkarten mit Bildern alter Meister übermalt, die er nun in einem neuen Kontext zusammensetzt. Die Serie ist damit einerseits eine Hommage an die von ihm verehrten Maler und zeigt zudem seinen Umgang mit den Klassikern auf. In KURZER BESUCH BEI HERMANN GLÖCKNER (1985) porträtiert der Regisseur liebevoll den 96-jährigen Maler in seinem Dresdner Atelier.

Daneben und danach konzentriert sich der Regisseur wieder auf Arbeitswelten. In RANGIERER (1984) zeigt er die alltäglichen Tätigkeiten auf dem größten Rangierbahnhof der DDR Dresden-Friedrichstadt. Gemeinsam mit dem Kameramann Thomas Plenert gelingt es dem Regisseur, den Arbeitsrhythmus der Rangierer zum Takt des Films zu machen. Mit DIE KÜCHE (1986) porträtiert er die Arbeit der Küchenfrauen in der Neptunwerft Rostock, die körperlich schwer arbeiten und selten Dank für ihre Leistungen erhalten. Im selben Jahr bereist der Regisseur Georgien und legt einen persönlichen Reisebericht IN GEORGIEN (1988) vor. Nach dem Fall der Mauer im November 1989 dreht Jürgen Böttcher DIE MAUER (1990). Der Film ist nicht nur ein historisches Dokument, sondern fängt Augenblicke und Eindrücke der Zeit ein. 2001 entsteht sein vorerst letzter Film KONZERT IM FREIEN (2001). Die Dokumentation zeigt Aufnahmen von der Entstehung des Denkmals aus den Jahren 1981-1986. Hinzu kommt neues Material, dass ausschließlich auf dem Marx-Engels-Forum gedreht wurde. Es entsteht eine ungewöhnliche Dokumentar-Collage, die mit Musik der Free-Jazzern Günter "Baby" Sommer und Dietmar Diesner untermalt ist.

Neben seiner Filmarbeit ist Jürgen Böttcher als Maler tätig. Im Herbst 1961 stellt er als junger Nachwuchskünstler mit anderen in der Akademie der Künste aus. Sein Bild "Gespräch" wird stark kritisiert. In Folge der Formalismus-Debatte erfolgt sein Ausschluss aus dem Verband Bildender Künstler. Seine Möglichkeiten für Ausstellungen sind damit stark eingeschränkt. Ab Mitte der 1980er Jahre tritt er wieder verstärkt als Maler auf, der unter dem Pseudonym "Strawalde" mit Ausstellungen in Dresden, Karl-Marx-Stadt oder Berlin Aufmerksamkeit erregt. Seit 1989 ist Jürgen Böttcher Mitglied der Akademie der Künste. In den 1990er Jahren folgt eine intensive Ausstellungstätigkeit im Ausland, unter anderem sind seine Werke in Frankreich, der Schweiz, in den USA und in Belgien zu sehen. Zu seinen Ausstellungen werden häufig Sichtungen seiner Filme angeboten. In Frankreich, Schottland oder Spanien sind ausführliche Retrospektiven zu sehen.

Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen erhielt Jürgen Böttcher 1992 das Filmband in Gold für sein Lebenswerk. Kurz davor hat er für seinen Film DIE MAUER (1991) den Felix, den Europäischen Filmpreis, für den besten Dokumentarfilm Europas erhalten. 2001 wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Jürgen Böttcher ist mit Erika Dobslaff verheiratet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin-Rummelsburg.

Zusammengestellt von Ines Walk.

Auszeichnungen

  • 1962: OFENBAUER - Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, "Silberne Taube"
  • 1967: Erich Weinert Medaille
  • 1971: SONG INTERNATIONAL - Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, "Goldene Taube"
  • 1973: WÄSCHERINNEN - Internationales Filmfestival Moskau, Ehrendiplom der Kurzfilm-Jury
  • 1974: WER DIE ERDE LIEBT - Kunstpreis der DDR im Kollektiv
  • 1975: WEGGEFÄHRTEN - Kunstpreis des FDGB
  • 1978: MARTHA - Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, Preis des Weltfriedensrates
  • 1979: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Preis der Mitarbeiter der Kurzfilmtage
  • 1979: Nationalpreis II. Klasse im Kollektiv von Regisseuren des DEFA-Studios für Dokumentarfilme
  • 1985: KURZER BESUCH BEI HERMANN GLÖCKNER - Bester Dokumentarfilm der Zentralen AG der Filmclubs beim Ministerium für Kultur, "Findling"
  • 1985: RANGIERER - Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, Preis des Ministers für Kultur
  • 1985: RANGIERER - Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ehrendiplom
  • 1985: RANGIERER - Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Don-Quichotte-Preis der Internationalen Föderation der Filmclubs (FICC)
  • 1985: RANGIERER - Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Preis des Evangelischen Filmzentrums (Interfilm)
  • 1986: Internationales Filmfest Melbourne, Ehrendiplom
  • 1987: Internationales Filmfest für Eisenbahnfilme Brioude, Grand Prix "Goldenes Gleis"
  • 1990: DIE MAUER - 41. Internationale Filmfestspiele Berlin, Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI)
  • 1991: Europäischer Filmpreis "Felix"
  • 1992: Darmstädter Kunstpreis
  • 1992: Filmband in Gold für das Lebenswerk
  • 2000: Goldene Taube ehrenhalber, Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche
  • 2001: Bundesverdienstkreuz

Literatur

Eigene Texte:

  • Jürgen Böttcher: Versuch einiger Überlegungen zu Fragen des dokumentarischen Films, Diplomarbeit an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg 1960.
  • Jürgen Böttcher: Bemerkungen zu meinem Film STARS, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 01/1964, Seite 1-12.
     

Fremde Texte:

  • Michael Hanisch, Rolf Liebmann: Die geistige Welt des Menschen im Dokumentarfilm. Der Dokumentarist Jürgen Böttcher über seine Arbeitsmethode, in: Forum, Nr. 22/1967.
  • Michael Hanisch, Rolf Liebmann: Jürgen Böttcher, in: Film 67, Nr. 11/1967, Seite 20-30 (Interview).
  • Rudolf Jürschik: Jürgen Böttcher, in: Filmdokumentaristen der DDR, Henschel Verlag Berlin 1969, Seite 336-363.
  • Rolf Richter: Dokumentarfilmer mit Konsequenz, in: Sonntag, Nr. 32; 06.08.1972.
  • Ulrich Weiß: Zur Beziehung zwischen handelnder Figur und Umgebung der Handlung beim Arrangieren einer Grundsituation im Dokumentarfilm, dargestellt an Jürgen Böttchers Film DER SEKRETÄR, Diplomarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, Fachbereich Regie 1971.
  • Regine Sylvester: Gespräch mit Jürgen Böttcher und Rolf Liebmann, in: Information HFF, Potsdam-Babelsberg, Nr. 1/2, 1974, Seite 61-70.
  • o. A.: Jürgen Böttcher, in: DEFA-Studio für Kurzfilme: Werkstatt – Dokumentaristen und Publizisten im 25. Jahr der DDR über sich, 1974, Seite 9 – 19.
  • Rolf Richter: ... vom Leben der Arbeiter Bericht geben, in: Film und Fernsehen, Nr. 11/1974, Seite 20-27. (Interview).
  • Gabrielle Glaser: Die Rolle der Montage im Dokumentarfilm bei der Gestaltung des Menschen in seinem Verhältnis zur Arbeit, dargestellt am Beispiel des Films OFENBAUER von Jürgen Böttcher, Diplomarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, Fachbereich Schnitt 1976.
  • o.A.: Über Jürgen Böttcher, in: Dokumentaristen der DEFA und ihre Filme. Jürgen Böttcher, Karl Gass, Kurt Tetzlaff, Progreß Film-Verleih Berlin 1979, S. 04-13 (Kino-Information).
  • Hans Wintgen: Die Sprache im Dokumentarfilm – dargestellt am Beispiel des Porträtfilm MARTHA von Jürgen Böttcher und des filmischen Essays DAS WEITE FELD von Volker Koepp, Diplomarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, Fachbereich Regie 1981.
  • Gunter Ziller: Maler und Filmemacher, in: Sächsische Neueste Nachrichten, 18.05.1981.
  • Hannes Schmidt: Ein sprödes Lied aus einem offenen Fenster – Der Dokumentarfilmregisseur Jürgen Böttcher im Gespräch, in: Sonntag, 20.08.1981.
  • Hannes Schmit: Der Dokumentarist Jürgen Böttcher: Faszination durch Wirklichkeit, in: Filmspiegel, 25/1984.
  • Wilhelm Roth: Entdeckungen in kleinen Gesten. Der DDR-Dokumentarfilmer und Maler Jürgen Böttcher-Strawalde, in: Frankfurter Rundschau, 19.04.1986.
  • Kraft Wetzel (Hrsg.): Abenteuer Wirklichkeit. Drei Dokumentarfilmer in Deutschland: Jürgen Böttcher, Hans-Dieter Grabe, Klaus Wildenhahn. Berlin/Mainz Akademie der Künste 1989.
  • Christiane Peitz: Es war einfach zu leicht – Der schönste DDR-Tresorfilm heute im Forum: JAHRGANG 45 von Jürgen Böttcher, in: Tageszeitung, 17.02.1990.
  • Maria M. Walther: Verbogene Lebensläufe. Jürgen Böttcher, Günther Stahnke, Hermann Zschoche, in: Die Tageszeitung, 15.02.1990.
  • Torsten Rupprich: "Die Heroisierung des Abseitigen" – Gespräch mit Jürgen Böttcher, in; Die Tageszeitung, 07.06.1990.
  • Miklös Gimes: Ein Leben in Quarantäne, in: Das Magazin, Tages-Anzeiger und Berner Zeitung BZ, Nr. 31, 03./04.08.1990.
  • Wilhelm Roth, Hans-Michael Bock: Jürgen Böttcher, in: cinegraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, 1990.
  • Camilla Blechen: Zwiesprache mit Heroen – Der Berliner Filmemacher Jürgen Böttcher als Maler Strawalde, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.1990.
  • Rolf Richter: Jürgen Böttcher. Strawalde. Fotografiert von Freunden und Kollegen, in: Begleitheft zur Ausstellung im Berliner Filmkunsthaus Babylon und im Filmmuseum Potsdam 1991.
  • Helke Misselwitz: Ein Zauberer ohne Tricks, in: Film und Fernsehen 06-07/1991.
  • Thomas Plenert: Das schöne Menschenleben, in: Film und Fernsehen 06-07/1991.
  • Wilhelm Bettecken:  Der Maler im Kinosessel – Dokumentarist Böttcher fürs Lebenswerk ausgezeichnet, in: film-dienst 14/1992.
  • Ralf Schenk: Schule des Sehens - Jürgen Böttcher, der Filmemacher und Maler, wird heute 65 Jahre alt, in: Neues Deutschland, 08.07.1996.
  • Gabriele Voss (Hrsg.): Texte zum Dokumentarfilm Band I. Dokumentarisch arbeiten. Jürgen Böttcher, Richard Dindo, Herz Frank, Johan van der Keuken, Volker Koepp, Peter Nestler, Klaus Wildenhahn im Gespräch mit Christoph Hübner, Vorwerk Berlin 1998.
  • Bundesarchiv-Filmarchiv: Wenn die Begegnung das Ereignis ist ... Filme von Jürgen Böttcher, Retrospektive des Bundesarchiv-Filmarchivs während des 43. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm, 2000.
  • Günter Agde: Endlich angekommen im modernen Ruhm – Retrospektive, Ausstellung und ein Abend beim Kanzler: Der Filmemacher und Maler Jürgen Böttcher alias Strawalde, in: Die Welt, 21.10.2000.
  • Kraft Wetzel: Warum ist Herr B. unglücklich? – Späte Wiedergutmachung - Jürgen Böttcher-Retrospektive auf dem Leipziger Dokumentarfilm-Festival, in: Freitag, 03.11.2000.
  • Hans-Jörg Rother: Vom Werkhof in die Utopie – Dem Vergessen zu entreißen: Die lichte Welt des Filmemachers Jürgen Böttcher, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2001.
  • Anke Westphal: Auf der Suche nach einem relativen historischen Wert – KONZERT IM FREIEN von Jürgen Böttcher, in: Berliner Zeitung, 08.03.2001.
  • Ralf Schenk: KONZERT IM FREIEN, in: film-dienst 05/2001.
  • Ralf Schenk:  Erinnere Dich mit Liebe und Hass – Zum 70. Geburtstag des Dokumentaristen Jürgen Böttcher, in: film-dienst 14/2001.
  • Kraft Wetzel: Der verwundete Zauberer - Zum 70. Geburtstag von Jürgen Böttcher alias Strawalde, in: Neue Züricher Zeitung, 06.07.2001.
  • Claudia Becker: Ein deutsch-deutscher Künstler – Zur Person: Jürgen Böttcher, in: Berliner Morgenpost, 06.07.2001.
  • Christoph Tannert: Schmelzwannen des Materials - Jürgen Böttcher alias Strwalde, dem Filmemacher und Maler, zum 79. Geburtstag, in: Berliner Zeitung, 07.07.2001.
  • Hans-Jörg Rother: Der Dreck und die Sterne - Filmregisseur und Maler dazu: Jürgen Böttcher wird siebzig, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2001.
  • Irma Weinreich: Außenseiter, Träumer und Wahrheitssucher – Malender Filmregisseur Jürgen Böttcher wird 70, in: Die Welt, 07.07.2001.
  • Thomas Günther: Der Mann, der sich Strawalde nennt – Seine Karriere glich einer Achterbahnfahrt auf dem sozialistischen Kulturrummel: Eine Girlande für den Maler und Filmemacher Jürgen Böttcher, in: Süddeutsche Zeitung, 07.07.2001.
  • Torsten Hampel: In finsterer Zeit warst Du ein Licht – „Ich bin nicht existent“, sagt der Maler und Regisseur Jürgen Böttcher alias Strawalde. Heute wird er 70, in: Der Tagesspiegel, 08.07.2001.
  • Claudia Becker: „Ich hatte eine Utopie“ – Dass er den DDR-Nationalpreis bekam, empfand er als Demütigung – ein Gespräch mit Strawalde zu seinem 70., in: Berliner Morgenpost, 08.07.2001.
  • Rupert Koppold: „Da waren schöne Frechheiten drin“ – Im Stuttgarter Filmhaus erklärt der DDR-Dokumentarfilmer und Maler Jürgen Böttcher, warum er trotzdem nicht in den Westen ging, in: Stuttgarter Zeitung, 04.10.2001.
  • Isabella Reicher: Menschen und ihre Handgriffe. Jürgen Böttcher (Strawalde), sperriger und widerspenstiger DEFA-Filmemacher und Künstler, in einem Tribute, in: Der Standard, 08.10.2002.
  • Hans Helmut Prinzler: Frank Beyer, Jürgen Böttcher und Erika Richter im Gespräch mit Hans Helmut Prinzler, in: FilmGeschichte, Heft 16/17, 2002, Seite 57-64.
  • Jürgen Böttcher / Strawalde: Brüderlichkeit hatte die größte Bedeutung in meinem Leben. (Interview von Dorett Molitor mit Jürgen Böttcher), in: Ingrid Poss, Christiane Mückenberger, Anne Richter (Hgg.): Das Prinzip Neugier. DEFA-Dokumentarfilmer erzählen. Berlin: Verlag Neues Leben 2012, S. 121-156.
     

Texte zur Malerei:

  • Jürgen Böttcher: Zeichnungen/Übermalungen/Fotografie. Dresden, Galerie Mitte 1981 (Katalog).
  • Papenfuß-Gorek: Strawalde - Die Freiheit der Meere. Gedichte - Grafik. Berlin/DDR (Privatdruck) 1986.
  • Strawalde: Karl-Marx-Stadt, Galerie oben 1986, 28 Seiten (Katalog).
  • Gunar Barthel: Strawalde – Bilder und Zeichnungen, in: Ausstellungskatalog der Galerie oben, Karl-Marx-Stadt 1985.
  • Christoph Tannert: Suche nach Strawalde, in: Faltblatt zur Ausstellung ,Jürgen Böttcher-Strawalde. Malerei und Zeichnungen von Strawalde. Filme von Jürgen Böttcher im Club der Kulturschaffenden "Johannes R. Becher", Berlin 1988.
  • Gabriele Muschter: Klaus Hähner-Springmübl, Michael Morgner: Strawalde (Jürgen Böttcher), in: Katalog zur Ausstellung "Der eigene Blick", Berlin 1988.
  • Gabriele Muschter Kleine Galerie: Strawalde, in: Sybille 3/1989.
  • Böttcher-Strawalde: la Saga des Années grises avec Croqius et Plans-séquence, in: Begleitheft zum Kunstfestival L’autre Allemagne-hors les Murs in La Villett, Paris 1990.
  • Gabriele Wittrin (Hrsg.): Strawalde. Zeichnungen und Malerei, Berlin Zentrum für Kunstausstellungen 1990, 96 Seiten (Katalog).
  • Eugen Blume: Der Maler Strawalde, in: Katalog Zentrum für Kunstausstellungen, Neue Galerie im Alten Museum, Berlin 1990.
  • Gerd Sonntag: Strawalde, in: Katalog zur Ausstellung: Gerhard Altenbourg – Strawalde. Aus privaten Sammlungen, Galerie im Kabinett, Berlin, 1991.
  • Bernd Schulz: Im Gespräch mit Strawalde, in: Katalog zur Ausstellung in der Städtischen Galerie Saarbrücken. Juni 1991.
  • Anton Gugg: Strawalde, in: Weltkunst München, 14/1991.

DEFA-Filmografie

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