Werner Senftleben

Schauspieler, Sprecher

* 16. Februar 1925 in Berlin; † 6. Oktober 2007 in Schildow

Biografie

Werner Senftleben

in KÜSSCHEN UND DER GENERAL (R: Wolfgang Bartsch, 1961) Fotografin: Karin Blasig

Werner Senftleben, geboren am 16. Februar 1925 in Berlin, besucht von 1948 bis 1950 die Schauspielschule Schneider-Wienecke in Berlin. 1950 startet er seine Bühnenlaufbahn, zunächst am Theater in Bernburg-Staßfurt. Erste kleine Filmrollen spielt er beispielsweise in Slatan Dudows "Stärker als die Nacht" (1954),
 Kurt Jung-Alsens "Betrogen bis zum jüngsten Tag" (1957) und  Konrad Wolfs "Sonnensucher" (1958).

Ab 1958 spielt Senftleben auch im Fernsehen der DDR zahlreiche Rollen, zum Beispiel den Major Koch in Gerhard Klingenbergs Komödie "Spuk in Villa Sonnenschein" (1959). In der beliebten Krimireihe "Blaulicht" übernimmt er ab 1960 die Rolle des Staatsanwalts Sieber, den er über viele Jahre hinweg in zahlreichen Folgen verkörpert. Außerdem hat er oft Auftritte in den Reihen "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt". Insgesamt wirkt Senftleben in den folgenden Jahrzehnten an über 200 TV-Produktionen mit, häufig in Nebenrollen als Polizist, Arzt oder Nachbar.

1965 kommt er zurück in seine Heimatstadt Berlin und spielt zunächst am Potsdamer Hans-Otto-Theater, dann wird er Mitglied des Ensembles der Berliner Volksbühne, dem er fast 30 Jahre angehören wird. Neben dem Theater und seinen Film- und Fernsehengagements ist Senftleben auch im Radio und als Synchronsprecher zu hören. Weitere wichtige Filme sind zum Beispiel "Die Jagd nach dem Stiefel" (1962) von  Konrad Petzold und der Operettenfilm "Orpheus in der Unterwelt" (1974) von Joachim Hess, in dem er den Gott Mars verkörpert. In der TV-Serie "Ferienheim Bergkristall" spielt er 1983 bis 1989 die komische Rolle des Erwin Heimboldt.

Auch nach der Wende tritt Senftleben noch häufig in Fernsehrollen in Erscheinung, etwa als Opa Schmutzler in der Serie "Feuerwache 09" (1991) oder in Episoden von "Der letzte Zeuge" mit  Ulrich Mühe (1998 und 2004) und "Die Motorrad-Cops" (2001).

Senftleben stirbt am 6. Oktober 2007 in Schildow.

Quelle: Deutsches Filminstitut – DIF / www.filmportal.de 

DEFA-Filmografie

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