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HANNIBAL TANAR UR

Professor Hannibal

Regie: Zoltan Fabri, Schwarz-Weiß, Spielfilm
Ungarn
Mafilm - Studio, Budapest, 1956
DEFA-Studio für Synchronisation

Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
2507
Anlaufdatum
Literarische Vorlage
Mora, Ferenc: "Hannibals Wiedererweckung", Roman

Kurzinhalt (Deutsch)

Der Film zeigt den weißen Terror der zwanziger Jahre in Ungarn und thematisiert das tragikomische Schicksal des Gymsialprofessors Béla Nyúl (Nyúl zu deutsch Hase), dem seine Schüler den Spitznamen Professor Hannibal gegeben haben.

Professor Hannibal hatte ein Essay über Hannibal, den karthagischen Feldherrn und Gegner des Römischen Reiches geschrieben, und dieses Essay sollte sein Schicksal entscheiden. Eines Tages schickt seine Frau das Essay an einen früheren Schulkameraden Nyúlas, den Parlamentsabgeordneten Murai, denn sie hofft, dieser werde ihnen helfen. Das Essay erreicht aber nicht Murai, sondern fällt in die Hände ungarischer Nationalisten mit Kranichfederhüten, die aus der Studie eine Verspottung ihrer extreministischen politischen Grundsätze herauslesen. Das Essay kommt gerade im richtigen Augenblick, um als "Werk des Feindes" ausgeschlachtet zu werden. Auf der Massenversammlung werden der Verfasser und mit ihm ein paar andere Intellektuelle angeklagt. Die Anklage richtet sich dabei nicht so sehr gegen die Person des unbedeutenden Béla Nyúl, sie ist eher ein Vorwand, um mit rechtsextremen Losungen die Angehörigen einer faschistischen Studentenorganisation aufzuputschen. Professor Hannibal wird das Opfer dieser "Massenkundgebung". Auch der Abgeordnete Murai verrät ihn, obwohl er ihm Hilfe und eine bessere Stellung versprochen hatte. Béla Nyúl - ein moderner männlicher Nachfolger von Jeanne d'Arc - zieht zwar erschreckt seine "Grundsätze" zurück, doch kann er der Katastrophe nicht entkommen. Als er von der Menschenmenge, die ihm jetzt zujubelt, ein paar Schritte zurücktritt, stürtzt er von der Mauer des Óbudaer Amphitheaters. Die Menschen decken seine Leiche mit einem Zeitungsblatt zu, auf dem ein Werbetext für Rumba Reklame macht.

Filmstab

Regie
  • Zoltan Fabri
Synchronisation (Regie)
  • Lisa Honigmann
Synchronisation (Autor)
  • Wito Eichel
Synchronisation (Sprecher)
  • Hans W. Hamacher
  • Friedrich Lobe
  • Horst Naumann
  • Gisela May
  • Helga Göring
  • Heinz Hinze
  • Kurt Mühlhardt
  • Hans-Joachim Martens
  • Harry Hindemith
  • Siegfried Weiss
  • Lothar Ziebell
  • Robert Assmann
  • Franz Arzdorf
  • Josef Peter (auch: J. P.) Dornseif
Synchronisation (Ton)
  • Otto Mechnig
  • Herbert Henke
Synchronisation (Schnitt)
  • Gerda Bachmann
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