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Aufbruch

Regie: Annelie Thorndike, 26 Min., Farbe, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1985

Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
712
Sonstiger Titel
Aufbruch in Dresden
Englischer Titel
Resurrection
Anlaufdatum (für Kino)
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt (Deutsch)

Dieser schwarz-weiß Dokumentarfilm berichtet mit eindrucksvollen Fotoeinblendungen und historischen Filmsequenzen über das "Elbflorenz" der 1930er und 1940er Jahre und schlägt einen Bogen vom zerstörten Dresden bis zu den Farbaufnahmen des aufgebauten Dresden des Jahres 1985. Schönheit und Niedergang, Zerstörung und Neuanfang, all dies wird in diesem Film sichtbar und mahnt den nun gewonnenen Frieden nie zu vergessen. Mit Zitaten von berühmten Autoren wird der Dokumentarfilm Annelies Thorndikes unterlegt, dabei wird die gewählte Musik als stilvolles Element eingesetzt und verleiht den Fotos und Filmausschnitten Aussagekraft und zeugt vom ungebrochenen Lebenswillen der Dresdner Bürger.

Filmstill zu "Aufbruch"

(R: Annelie Thorndike, 1985) Fotografen: Rainer Schulz, Hans Moser, Thomas Rosié

Filmstill zu "Aufbruch"

(R: Annelie Thorndike, 1985) Fotografen: Rainer Schulz, Hans Moser, Thomas Rosié

Filmstab

Regie
  • Annelie Thorndike
Drehbuch
  • Annelie Thorndike
Kamera
  • Hans Moser
  • Thomas Rosié
  • Rainer Schulz
Schnitt
  • Jutta Nikolowa
Komponist
  • Reiner Bredemeyer
  • Ludwig Güttler
  • Thomas Käppler
Ton
  • Heinz Kaiser
Produzent
  • Herbert Kruschke
DEFA-Fotograf
  • Erich Höhne
  • Richard Petersen
Person, sekundär
  • Adolf Hitler
  • Gret Palucca
  • Peter Schreier
  • Clara Schumann

Kurzinhalt (Englisch)

Dresden old and new, in between photo documents from 1945/46, the time of resurrection, enriched by very personal commentaries by woman director Annelie Thorndike. Music for solo trumpet, composed by Reiner Bredemeyer and played by Ludwig Guettler, is set to this film.

(Quelle: Kurzfilmkatalog 1983-86)

Kurzinhalt (Weitere Sprachen)

La vieille ville de Dresde, la nouvelle ville de Dresde, et entre les deux des documents photographiques de la fin de 1945 et du début de 1946 commentés personnellement, de manière émouvante par l´auteur. Trompette solo de Ludwig Güttler d´après une musique de Rainer Bredemeyer. (Französisch, Quelle: Kurzfilmkatalog 1983-86)

El viejo Dresde, el nuevo Dresde. Entre ambos se muestran documentos fotográficos del periodo de viraje 1945/46, comentados emotivamente por la autora. El trompetista Ludwig Güttler toca música de Rainer Bredemeyer. (Spanisch, Quelle: Kurzfilmkatalog 1983-86)

Langinhalt

0:00:00

Schwarz-weiß Aufnahmen: Blick über die Elbe auf die Stadt Dresden (halbtotal). Handschriftliche Einblendung "In Liebe - für die Menschen von 1945, die mit bloßen Händen anfingen - große Städte wieder aufgebaut haben und ganze Landstriche. Annelie Thorndike" (nah). Abblendung. Titeleinblendung "AUFBRUCH". Umschnitt auf ein Foto eines Kriegsheimkehrers vor einem Baum mit kleinen Informationszetteln (nah). Erzählerin: "Ein Mann kommt nach Hause, er war lange weg, sehr lange, viel zu lange, und er kommt ganz anders wieder als er weg ging. Er sucht sein Haus...(Fotoeinblendung eines zerstörten Hauses)...sein Haus ist nicht mehr da. Er sucht sein Kind, man hat`s begraben. Er sucht die Frau. Er steht im Nichts...(Schwenk über ein Foto des zerstörten Dresden)...so sieht die Heimatstadt nun aus". Umschnitt

0:2:00

Luftaufnahmen der Stadt Dresden vor dem II. Weltkrieg (nah). Umschnitt auf historische Filmaufnahmen aus den 30er und 40er Jahren von der Innenstadt Dresdens (halbtotal). Schwenk über den Blumenmarkt (halbtotal). Erzählerin: "Von hier zogen sie aus um zu siegen. Dresden, du Schöne, auf bald". Fahraufnahme über eine Elbbrücke mit Blick auf die Stadt Dresden (halbtotal). Umschnitt. Historische Filmaufnahmen von verletzten deutschen Kriegsgefangenen in Russland (halbtotal). Erzählerin: "Verstümmelt, verbittert, kaputt, entehrt. Dahin, goldene Träume der Jugend...(Verletzte deutsche Soldaten gehen durch zerstörtes Gelände)...Die Kriegsschuld auf den müden Schultern...(Zoom auf ein Lagerfoto mit deutschen Kriegsgefangenen)...weh mir ich elender Mann, was werd ich noch alles erleben". Umschnitt

0:03:25

Schwenk über die zerstörten Häuser von Dresden (halbtotal). Erzählerin: "Ich werde durch erloschene Städte gehen, kein Stein mehr auf dem anderen Stein, und selbst wo noch die alten Steine steh`n, sind es nicht mehr die altvertrauten Gassen...". Foto der zerstörten Webergasse (nah). Foto des zerstörten Stallhofs (nah). Foto des zerstörten Pirnaischen Platzes (nah). Foto der zerstörten Gaststätte "Narrenhäusel" (nah). Foto der zerstörten Carolabrücke (nah). Foto der Zerstörungen auf dem Altmarkt (nah). Foto der zerstörten Treppe des Albertinum (nah). Foto der zerstörten Semperoper (nah). Foto des zerstörten Salondampfers "Dresden" (nah). Foto auf die Trümmer der Technischen Hochschule (nah). Foto der ausgebrannten "Clara-Schumann-Schule" (nah). Foto des zerstörten Zwingers (nah). Foto der zerstörten Innenräume des Rathauses (nah). Erzählerin: "Wohl an die 650.000 Menschen lebten hier". Umschnitt

0:05:35

Historische Filmaufnahmen von eintreffenden Flüchtlingen an der Elbe (halbtotal). Flüchtlinge und Ausgebombte mit Holzkarren und Kinderwagen ziehen ihr Hab und Gut am zerstörten Zwinger vorbei (halbtotal). Foto von Flüchtlingen an einem Holzkarren (nah). Erzählerin: "Wir leben, das Schicksal war uns gnädig". Foto einer glücklichen Mutter mit Sohn (nah). Foto von Flüchtlingen mit Karren auf der Brühlschen Terrasse (nah). Fotos von Ausgebombten und Flüchtlingen im Stadtbild von Dresden (nah). Foto von einem gefüllten Bahnhof voller wartender Flüchtlinge (nah). Filmaufnahme von Kriegsheimkehrern auf einem Pferdewagen mit angehängtem Geschütz (halbtotal). Schwenk über heimkehrende Soldaten und Flüchtlinge zu Pferd und Karren auf der Straße vor dem Dresdner Bahnhof (halbtotal). Russische Soldaten begleiten die Flüchtlinge und Heimkehrer in den Straßen von Dresden mit ihren Militärfahrzeugen (halbtotal). Erzählerin: "Zu dieser Zeit hatte Hitler-Deutschland bedingungslos kapituliert, so waren sie bedingungslos Besiegte. Sie kamen über die Berge ohne Gesang. Als sie nun Dresden nach entsetzlichen Schlachten erreichten verstummten sie, man schrieb den 8. Mai 1945, den letzten Tag des Krieges". Umschnitt

0:07:30

Historische Filmaufnahmen: Russische Soldaten bewachen die ankommenden Lebensmittel auf Bahnwaggons und den Lastkähnen (halbtotal). Männer und Frauen füllen Säcke mit Kartoffeln (halbnah). Gefüllte Säcke werden auf Lastwagen verladen (halbtotal). Fotos von den Verpflegungsnöten der Bevölkerung (nah). Erzählerin: "Der Sieger hat Verbündete...(Fotoeinblendungen)..., die deutschen Antifaschisten. Sie hatten 12 mörderische Jahre hinter sich, so waren sie nur noch ein Häuflein...(Fotoeinblendungen)...ehemalige Hoch- und Landesverräter. Zwölf Jahre lang bedingungslos verfolgt...". Fotoeinblendungen von verfolgten Antifaschisten (nah). Erzählerin: "Die geschundenen, die als Landesverräter gegolten hatten, nahmen ihre besiegten Brüder bei der Hand...".

0:09:30

Erzählerin: "Jetzt fange ich an mit meinen bloßen Händen...(Fotoeinblendungen von Trümmerfrauen)...Betrachten wir uns nicht als Opfer...sondern als solche die mit in der Hölle waren und wunderbar gerettet sind". Foto einer Trümmerbahn zwischen zerstörten Häusern (nah). Foto vom befüllen der Trümmerbahn mit Schutt (nah). Fotos von zerstörten Wohnhäusern und Trümmerbergen (nah). Fotos von Pflaster- und Gleisarbeiten in der Stadt (nah). Fotos von wieder fahrenden Straßenbahnen in Dresden (nah). Fotos von einer zerstörten Elbbrücke und einer provisorischen Brücke (nah). Historische Filmaufnahmen von Aufbau zerstörter Fabriken (halbtotal). Schwenk über die Frauen und Männer im zerstörten Fabrikgelände (halbtotal). Fotos von ausgebrannten Häusern, Nagelsuche und renovierten Häusern (nah). Fotos von einem kranken Kind und einer zerstörten Kinderklinik (nah). Umschnitt

0:12:00

Historische Filmaufnahme: Kriegsheimkehrer vor einem Lager erhalten Post (halbnah). Kriegsgefangene marschieren in ein Lager unter russischer Führung (halbtotal). Ein Güterzug voller Kriegsheimkehrer fährt vorbei (halbtotal). Fotos aus Unterrichtsräumen der Grundschulen (nah). Blick auf einen Schultasche mit Schiefertafel und Schwamm (halbnah). Fotos von der Schulspeisung und von pflügenden Bauern (nah). Fotos von Schrebergärten in der Innenstadt Dresdens (nah). Foto einer lesenden Frau auf Trümmern an einer Straßenbahnhaltestelle (nah). Fotos von spielenden Kindern (nah). Erzählerin: "Kinder wollen lachen. In Hiroshima ist die 1. Atombombe niedergegangen. Der Herbst 1945 kommt". Fotos von einer Kartoffelernte und blühenden Sonnenblumen (nah). Fotos von der Zubereitung kleiner Mahlzeiten in intakten Küchen und dem gemeinsamen Mittagessen am Tisch (nah). Erzählerin: "Selbstgesuchte Pilze und Brachlandkartoffeln sind ein fürstliches Mahl. Familien haben das Glück zusammen essen zu können".

0:14:25

Foto vom 1. Konzert der Dresdner Philharmonie (nah). Foto eines Straßentransparents "Interims Theater-Dresdner Bühnen" (nah). Gruppenfoto der Künstler zu Figaros Hochzeit im Kurhaus Bühlau (nah). Foto eines provisorischen Fahrkartenschalters in einer zerstörten Bahnhofshalle (nah). Fotos von Hochzeitspaaren und Neugeborenen (nah). Gruppenfoto von der Goldenen Hochzeit von Ehepaar Rose (nah). Erzählerin: "Als Hochzeitsgeschenk wird ein Brot überreicht...(Fotoeinblendung)...In der Körnergasse steht eine Staffelei...(Fotoeinblendung des Malers in Trümmern)...es gibt 25 Gramm Seife...(Foto)...eine Schachtel Streichhölzer, 125 Gramm Kaffee-Ersatz...". Foto von Kindern auf dem Weg zum Kinderfest (nah). Foto eines gefüllten Lastwagens mit Stühlen, Schränken und Tischen mit Aufschrift "Volkssolidarität ist Liebe die nach Dresden geht" (nah). Foto von malenden Mädchen zwischen Haustrümmern (nah). Foto von Trümmerfrauen vor einer zerstörten Kirche (nah). Foto einer Polizistin bei der Verkehrsregelung in der Neustadt (nah). Fotos von Rentnern beim Kartenspiel und eines schlafenden Mannes neben einem abgebrochenen Puttenkopf (nah). Umschnitt

0:17:00

Historische Filmaufnahmen von einem Fußballspiel während der "Sächsischen Sporttage 1946" (halbtotal). Verschiedene Einstellungen vom Fußballspiel und den Zuschauern (halbtotal). Zuschauer laufen auf das Spielfeld und lassen ihre Spieler hoch leben (halbtotal). Umschnitt auf ein Leuchtschild "Ruhe Sendung" (halbnah). Blick durch das Studiofenster auf das spielende Orchester im Rundfunkhaus Dresden (halbtotal). Tonmeister am Mischpult (halbnah). Erzählerin: "Der Sender Dresden hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen". Schwenk vom Mischpult auf die Herstellung eines Tonträgers im Studio (halbnah). Umschnitt. Foto einer Schulklasse beim Besuch der Gemäldeausstellung im Schloss Pillnitz (nah). Fotos der tanzenden Gret Palucca (nah). Foto von der Bodenreform in Sachsen (nah). Foto des enttrümmerten Neuen Rathauses von Dresden (nah). Foto von russischen Parolen auf einer Mauer (nah). Erzählerin: "Das Museum ist überprüft, keine Minen". Umschnitt. Historische Filmaufnahmen: Schwenk über die eingerüstete Fassade des Zwingers (halbtotal). Foto der Semperoper mit Schild "Wird neu erstehen" (nah).

0:18:50

Gruppenaufnahme von Kindern aus dem Stadtteil "Wilder Mann" vom November 1945 (nah). Fotos vom 1. Friedens-Weihnachtsfest im Jahre 1945 (nah). Foto eines lachenden Mädchens mit Schild "Volksweihnacht 1945" (nah). Foto des einladenden russischen Militärkommandanten zur Kinder-Weihnachtsfeier (nah). Fotos der Kruzianer-Chorknaben aus Dresden (nah). Erzählerin: "Die Kruzianer sind bei der Weihnachtsfeier, nun sind sie in ihrem neuen Heim...ihre Schule war total zerstört. Elf Kreuzschüler waren ums Leben gekommen". Foto von Kreuzschülern auf einem Schlitten, u.a. Peter Schreier (nah). Historische Filmaufnahmen von der nächtlichen Bombardierung Dresdens (halbtotal). Luftaufnahme der brennenden Stadt und den Bombeneinschlägen (halbtotal). Erzählerin: "Zehn Monate sind ins Land gegangen seit jener Schreckensnacht als Dresden dem Tode nahe war". Luftaufnahmen mit Schwenks über die brennende Stadt (halbtotal). Umschnitt

0:21:00

Erzählerin: "213 Tage nun schon ohne Krieg". Foto eines ausgebrannten Wohnhauses (nah). Schwenk über ein Foto mit Kinderwagen und speilendem Kleinkind auf dem Straßenboden (nah). Foto von schlafenden Kindern auf Pritschen in einem Kinderheim (nah). Foto einer Familie in einem Flüchtlingslager (nah). Blick auf eine umgebaute Bombe, sie dient jetzt als Ofen (halbtotal). Fotos von einer Großkundgebung auf dem Theaterplatz (nah). Foto von Teilnehmern der Kundgebung neben der Hofkirche (nah). Zoom auf die Menschen auf dem Foto der Großkundgebung (nah). Erzählerin: "Kinder und Kindeskinder, weiter geben. Glaubt uns, als wir in den Krieg zogen da waren wir schon längst besiegt. Unsere Väter hatten die Lüge angenommen und sich der Wahrheit verweigert. Bis sie so sprechen können wird noch viel Zeit vergehen". Umschnitt

0:22:30

Farbaufnahmen aus dem Jahre 1985: Blick über die Elbe auf die Hofkirche (halbtotal). Blick über die Brühlsche Terrasse auf die Hofkirche und die Semperoper (halbtotal). Blick auf die Augustusbrücke (halbtotal). Ruinen und Gedenkstein der Frauenkirche (halbtotal). "Staunend erblickt der Fremde die Stadt, geht behutsam über den Balkon Europa. Er sucht die Steine...(Filmeinblendung)...und entziffert sie". Lesende Frau auf einer Mauer im Innenhof des Zwingers am Kronentor (halbtotal). Umschnitt auf die Prager Straße mit ihren Brunnen und Fontänen (halbtotal). Umschnitt auf die Semperoper (halbtotal). Blick (von oben) auf die Elbe mit Augustusbrücke und Brühlscher Terrasse (halbtotal). Erzählerin: "Wenn der Fremde die Stadt verläßt weiß er in seinem Herzen, die dies wieder auferstehen ließen haben den Frieden erworben um ihn zu besitzen".

0:24:20

Umschnitt auf die Stabangaben: In Respekt vor den Dresdner Fotografen Richard Peter sen. und Erich Höhne. Recherchen Rosemarie Funk und Irene Wüste. Mischton Heinz Kaiser. Musik Reiner Bredemeyer. Schnitt Jutta Nikolowa. Kamera Hans Moser; Thomas Rosié; Rainer Schulz. Produktion Herbert Kruschke. Buch und Regie Annelie Thorndike. Trompete Ludwig Güttler. Schlagzeug Thomas Käppler. Es wurden Zitate verwendet von Wolfgang Borchert; Erich Kästner; Ricarda Huch und Carl Zuckmayer. Ein Film des DEFA-Studios für Dokumentarfilme Berlin, Produktionsgruppe Defa kinobox. © DDR 1985

0:24:53 ENDE

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