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Der Augenzeuge 1948/112

15 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutschland (Sowjetische Zone)
DEFA Deutsche Film-Aktiengesellschaft, 1948

Länge in m
409
Anlaufdatum

Kurzinhalt

1. Kinder suchen ihre Eltern (24 m)

2. Die erste und letzte Schulprüfung: Examen in Moskau (31 m) (russ. Wo.)

3. Eine bärtige Geschichte (30 m)

4. Boxen Schmidt gegen Gahrmeister im Olympia-Stadion (48 m)

5. Interview Heinrich Rau über die Währungsreform (32 m)

6. Frau Bürgermeister Göbert in der Stadt Blankenhain/Thüringen (28 m)

7. Kämpfe in Palästina (43 m)

8. Verkündung des 1. Zweijahrplanes (51 m)

9. Aufbau in Warschau (22 m)

10. "Optimistische Tragödie" im Haus der Kultur der Sowjetunion (100 m)

(Quelle: PROGRESS Film-Verleih)

Filmstab

Kamera
  • Heinz Jaworsky
  • Albert Ammer
  • Erich Barthel
  • Harry Bremer
  • Walter Fehdmer
  • Richard Groschopp
  • Kurt Krigar
  • Erich Nitzschmann
Schnitt
  • Ella Ensink
Ton
  • Heinz Reusch
Produktionsleitung
  • Paul Schmidt
Redakteur
  • Marion (auch: I. M.) Keller
  • Herbert Schmidt (Sportredaktion)
Person, primär
  • Anton Ackermann
  • Mohammed Amin al-Husseini
  • Martha Arendsee
  • Otto Buchwitz
  • Friedrich jr. Ebert
  • Max Fechner
  • Fritz Gahrmeister
  • Otto Grotewohl
  • Katharina (Spitzname: Käthe) Kern
  • Heinz Keßler
  • Gerda Kuckhoff
  • Bruno Leuschner
  • Hermann Matern
  • Wilhelm Pieck
  • Heinrich Rau
  • Max Reimann
  • Karl Gert Schaefer
  • Max Schmeling
  • Elli Schmidt
  • Karl Schmidt
  • Fritz Selbmann
  • Ilse Steppat
  • Willi Stoph
  • Walter Ulbricht
Person, sekundär
  • Wolfgang Langhoff
  • Wsewolod Witaljewitsch Wischnewski

Langinhalt

0:00:33

1. „Kinder suchen ihre Eltern“

Horst Major

unterlegt mit Kommentar: aus Komotau und

Monika Major

aus Underliess suchen die Eltern.“

Martha Kunkel

unterlegt mit Kommentar: „aus Lodz, dem früheren Litzmannstadt.“

Siegmund und Andreas Jung

unterlegt mit Kommentar: „aus Petrikau suchen die Eltern.“

Renate Mertins

unterlegt mit Kommentar: “in Wlotchen geboren, sucht die Eltern und Geschwister.“

Horst Stenzel

unterlegt mit Kommentar: „aus Wehringen, möchte den Vater und fünf Geschwister wiederfinden.“

Günther und Peter Schünosch

unterlegt mit Kommentar: „Herkunftsort und Verbleib der Eltern unbekannt.“

Insert: „Sie sahen die Kinder:

Horst Major

Monika Major

Martha Kunkel

Siegmund Jung

Andreas Jung

Renate Mertins

Horst Stenzel

Günther Schünosch

Peter Schünosch

Bisher haben 320 Kinder durch uns ihre Eltern wiedergefunden.

Alle Auskünfte durch die Redaktion des AUGENZEUGEN,

Berlin C 2, Hankestr. 3“

0:01:28

2. „Die erste und die letzte Schulprüfung“

Bericht über das Schulsystem in der UdSSR:

Nahaufnahmen von Schüler und Schülerinnen einer 4. Klasse in Moskau feierlich mit Pionierhalstuch und Blumen vor Schulgebäude stehend; Schulklasse betritt das Schulgebäude;

für eine schriftliche Prüfung/Examen sitzen die Schüler und Schülerinnen in ihrer Schulklasse; Totale auf Lehrerin vor der Tafel stehend und vom Blatt ablesend (stumm); Nahaufnahmen von aufmerksam zuhörenden Schüler und Schülerinnen; v. E. von schreibenden Schüler und Schülerinnen, Totale auf eine handgeschriebene Aufsatzseite in kyrillischer Schrift; eine Schülerin hebt die Hand und bringt ihr Schulheft zur Lehrerin;

mündliche Prüfung/Examen in Physik in einer 10. Klasse:

ein Schüler hält im Physikraum vor einer Prüfungskommission einen Vortrag; Schüler sitzen im Physikraum an Geräten; Schüler der 10. Klasse kommen nach bestandener Prüfung/Examen fröhlich aus dem Schulgebäude

0:02:33

3. „Eine bärtige Geschichte“

Satire über das Amt für Handel und Versorgung, Mangelwirtschaft, hier: Rasierseife:

Totale auf Gruppe dreier auf der Straße stehender und sich unterhaltender Männer mit Hut, Mantel und Vollbart; Handwerker/Maurer mit Vollbart bei Maurerarbeiten auf einem Baugerüst; Handwerker/Treppengeländebauer mit Vollbart bei seiner Arbeit; Mann mit Vollbart und Kippah auf dem Kopf im Auto sitzend; Zeichner/Maler mit Vollbart, runder Sonnenbrille und Baskenmütze zeichnend unter einem Baum sitzend; Beamter mit Vollbart über Papiere am Schreibtisch sitzend; alle vorgenannten Männer sehen nacheinander plötzlich von ihrer Tätigkeit auf; der Beamte mit Vollbart schaut aus dem Fenster; zwei Kameramänner mit Vollbart kommen aufgeregt mit ihrer Kamera auf die Straße gerannt und fangen zu filmen an; die o. g. drei zusammenstehend Männer drehen sich um und sprechen einen Mann ohne Bart im Anzug an, unterlegt mit satirischem Kommentar: „Nanu, ein Frischrasierter? Mann, wie machen Sie das?“; Totale auf Schild „Amt für Handel und Versorgung – Abtl. Seife“ und Schwenk auf Aushängeschild „Keine Rasierseife – Nachfrage zwecklos!“

0:03:30

4. „36. Mittelgewichts-Meisterschaft“

Boxkampf um die deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht im Olympia-Stadion Berlin vor 35 000 Zuschauern:

Fritz Gahrmeister (Titelhalter aus Berlin) steht mit seinem Trainer Walter Englert kurz vor dem Boxkampf in der Ecke des Boxrings, umringt von den Zuschauermassen; Totale auf Boxweltmeister Max Schmeling unter den Zuschauern; Fritz Gahrmeister und Karl (Kuddel) Schmidt aus Hamburg mit ihren Trainern und dem Schiedsrichter im Boxring stehend; der Gong wird geschlagen (OT); Ausschnitt aus Boxkampf, unterlegt mit Kommentar über Boxtechniken und Verlauf des Boxkampfes;

Totale auf Karl (Kuddel) Schmidt mit umgehängtem Siegerkranz und mit daneben stehendem Verlierer Fritz Gahrmeister, von einem Journalisten interviewt und umringt von Trainern und Zuschauern, unterlegt mit Kommentar: „Nach 320 Amateurkämpfen und 25 Profistarts gelang Karl Schmidt im Berliner Olympia-Stadion der große Wurf ... Neuer Deutscher Mittelgewichtsmeister ist Karl Schmidt, Hamburg.“

0:05:18

5. Totale auf Schild an Bürotür im Gebäude der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK): „2351 – Vorsitzender der DWK – RAU – Eingang Zimmer 2347“;

Schwenk über Gebäude der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ), Leipziger-/Ecke Wilhelmstraße in Berlin (heute: Bundesministerium für Finanzen);

Totale auf Heinrich Rau (Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) an seinem Schreibtisch sitzend und eine Arbeitsmappe schließend sowie anschließend in die Kamera sprechend (OT):

Durch die separate Westwährung wird die Spaltung Deutschland vollzogen. Es soll damit die wirtschaftliche und politische Position jener Großkapitalisten in Westdeutschland gefestigt werden, die den Krieg eingeleitet, durchgeführt und aus ihm Profite gezogen haben. Die Armen aber werden ärmer und auf die Stufe von Kolonial-Sklaven herabgedrückt. Die Währungsreform in der Ostzone geht weitgehend von sozialen Gesichtspunkten aus und fördert den demokratischen Aufbau unserer Friedenswirtschaft. Der Versuch, mit einer separaten Westwährung in Berlin, eine Basis zur Störung der Ostzonen-Wirtschaft zu schaffen, wird scheitern. Die Westwährung kann in Berlin nicht bestehen bleiben. Berlin wird eine Währung haben und zwar die gleiche, wie die Ostzone.

Gemeinsam werden wir aufbauen, den Wohlstand heben und auch den Bestand für die Einheit unserer Nation sichern.“

0:06:25

6. „Die Mutter einer Stadt“

Porträt über die Bürgermeisterin Göbert sowie über die Stadt Blankenhain in Thüringen:

Blick aus dem Rathausfenster auf eine Straße in Blankenhain; Frau Göbert mit den Stadträten während einer Sitzung des Rates der Stadt (stumm);

Frau Göbert besucht die Wollwarenfabrik: Arbeiterin an einem Webstuhl, Frau Göbert wird ein gewebtes Tuch gezeigt;

Frau Göbert besucht die Strumpfstrickerei: Mitarbeiterin an Strickmaschinen, Frau Göbert wird ein fertig gestrickter Strumpf gezeigt;

Frau Göbert besucht das Porzellanwerk Weimar-Porzellan: Mitarbeiter bemalt einen Teller; Frau Göbert wird eine Bodenvase gezeigt, Regale mit Porzellan, Frau Göbert wird eine Teekanne gezeigt;

Laboranten bei ihrer Arbeit (u. a. an einem Mikroskop) in dem neugegründeten Labor zur Herstellung von Pflanzenschutzmittel; Totale auf neu gebauten Viehstall; Frau Göbert auf einem Feld mit Bauern und mit von zwei Ochsen gezogenes Fuhrwerk; Stadtansicht von Blankenhain

0:07:22

7. „Palästina“

Palästinakrieg:

Arabische Soldaten auf Militärfahrzeugen sitzend fahren bejubelt von am Straßenrand stehenden Arabern in Jerusalem ein, unterlegt mit Kommentar: „Palästina, internationales Spannungsfeld und Schlüsselposition der großen Petroleum-Gesellschaften, kommt nicht zur Ruhe.“;

auf der Straße marschierende arabische Soldaten und am Straßenrand mitlaufende Kinder, unterlegt mit Kommentar: „Ungeachtet des von der UN garantierten Waffenstillstandes zwischen Juden und Arabern, flackern immer wieder Kämpfe auf, rücken immer wieder arabische Einheiten vor.“;

Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, umringt von Anhängern auf der Straße; arabische Soldaten auf Militärfahrzeugen sitzend fahren durch Gebirgslandschaft; Vorbeifahrt an Pyramide und Wüstenlandschaft; v. E. vom äußeren Sperrgürtel von Jerusalem mit zum Angriff auf die jüdischen Stellungen angetretenen transjordanischen Truppen; v. E. von Straßenkampf; brennende Häuser und Straßenzüge, aus Häusern und von Stadtmauer schießende arabische Soldaten, Barrikaden, Totale auf arabischen Legionär mit Palästinensertuch und Emblem der arabischen Union; Plünderungen; Vorbeifahrt an Stadtmauer von Jerusalem und Stadtansicht

0:08:54

8. „Zweijahresplan“

11. Tagung des Parteivorstandes der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) am 29./30. Juni 1948, auf die der erste Zweijahresplan (Wirtschaftsplan) für die Jahre 1949/1950 veröffentlich wurde, unterlegt mit Kommentar: „... unter dem Druck der Tatsachen gilt er leider nur für einen Teil Deutschlands. Er soll die Bevölkerung des Ostzone aus dem Elend der Nachkriegszeit herausführen.“:

v. E. von den Teilnehmern, darunter Greta Kuckhoff (1948 Mitglied des Deutschen Volksrates) im Gespräch mit Hermann Matern (1948 Mitglied der Zentralen Parteikontrollkommission (ZPKK) links daneben Otto Buchwitz (1948 Landesvorsitz der sächsischen SED; Vertreterinnen des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) Katharina (Käthe) Kern (links) und Elli Schmidt im Gespräch; Heinz Keßler den Kopf auf dem Arm gestützt (1948 Sekretär des Zentralrats der FDJ); Friedrich Ebert jr. (1948 Oberbürgermeister Ost-Berlin); Hans Jendretzki im Profil und schreibend (1948 Vorsitzender des FDGB); links (schreibend) Max Fechner (1948 Stadtverordneter von Groß-Berlin und Mitglied des Deutschen Volksrates) und Hermann Matern (ganz rechts) im Gespräch; Heinrich Rau (Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) rechts neben Bruno Leuschner;

Wilhelm Pieck hält Begrüßungsrede (OT); Otto Grotewohl (1948 Vorsitzender der SED) und Walter Ulbricht (1948 stellvertretender Parteivorsitzender der SED) neben ihm sitzend im Präsidium (v.l.n.r.); Porträt von August Bebel (Mitbegründer der SDAP/SPD) im Hintergrund;

Rede Walter Ulbricht (OT):

„Die Beratung des Wirtschaftsplanes ist von großer geschichtlicher Bedeutung für unser Volk. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wird der Bevölkerung ein Wirtschaftsplan unterbreitet, der dem Neuaufbau und der Herbeiführung eines besseren Lebens dient. Hier scheint notwendig, dass man den Betriebsarbeitern unserer Bevölkerung klar sagt, wie es in der Wirtschaft steht, was wir haben und was wir nicht haben.“,

neben Ulbricht sitzend Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und ganz rechts Max Fechner, dazwischen weitere Nahaufnahmen von den Teilnehmern, u. a. Willi Stoph (1948 Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik beim SED-Parteivorstand) im Publikum sitzend 1. Reihe ganz links; Martha Arendsee (1948 Leiterin der Abteilung Sozialpolitik des FDGB);

weitere Diskussionsredner (stumm) am Rednerpult: Max Reimann (1948 Vorsitzender der westdeutschen KPD u. Mitglied des Parlamentarischen Rates), Hermann Matern; Anton Ackermann (1948 Mitglied des Sekretariats der SED), Bruno Leuschner und Fritz Selbmann (1948 stellv. Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) (OT): „Wir wollen es einmal offen aussprechen: Ich kenne die volkseigenen Betriebe wohl ziemlich genau. Wir haben den größten Teil der volkseigenen Betriebe, was ihren technischen Zustand anbetrifft, in einem geradezu saumäßigen Zustand übernommen. Daraus ersehen wir, wenn wir eine fortschrittliche Industriepolitik in der Zone betreiben wollen, ist es notwendig, besonders die Produktion der Maschinenindustrie ganz gewaltig zu erhöhen.“

0:07:22

9. „Warschau baut auf“

Straßenbau:

v. E. von der Baustelle der Ost-West-Alle in Warschau, unterlegt mit Kommentar: „Die Allee wird bei einer Breite von 18 m sechs nebeneinander liegende Fahrbahnen haben. Ein 260 m langer Tunnel soll wieder die City mit der Weichsel verbinden ...“:

Schwenk von der Weichsel auf die Baustelle am Ufer; Kran schaufelt Sand; Arbeiter schaufeln Sand; Sand wird mit Loren abtransportiert; Ingenieur am Vermessungsgerät; Schwenk von oben über die Baustelle

0:11:24

10. Deutsche Erstaufführung des Theaterstücks „Optimistische Tragödie“ von Wsewolod Wischnewski (Regie: Wolfgang Langhoff) im Haus der Kultur der Sowjetunion in Berlin, Am Festungsgraben, am 1. Juni 1948:

Originalplakat: „Ab 1. Juni 1948 täglich 19 Uhr: Optimistische Tragödie“:

Szene mit den roten Matrosen sowie Szene mit Ilse Steppat als Kommissarin und Gert Karl Schaefer mit Akkordeon als Anarchist Alexej (OT)

0:14:46

Abspann

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