Förderpreisträger 2019

Nikita Diakur für FEST

Nikita Diakur

Nikita Diakur

Fotograf: Oliver Killig / Filmfest Dresden

Auf dem 31. Filmfest Dresden  wurde am 13. April der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung Nikita Diakur für seinen Film FEST vergeben. Die Jury, deren Mitglieder Konrad Hirsch, Sigrid Limprecht und Jon Frickey waren, begründet die Preisvergabe so: „Wir erhalten Einblick in eine einzigartige und ausgesprochen degenerierte Welt. Sind die Leute hier bescheuert, fremdgesteuert, oder haben sie einfach nur Spaß? Alles zusammen natürlich. Dieser Film ist karg und stimmungsvoll, dumpf und clever. Er besticht durch seine kantigen Polygone und rohen Umgangsformen.“

Nora Fingscheidt für SYSTEMSPRENGER

Nora Fingscheidt

© Philip Leutert

Am 4. Mai erhielt die Regisseurin Nora Fingscheidt für ihr Spielfilmdebüt SYSTEMSPRENGER (2018) auf dem 29. FILMKUNSTFEST MV  den Förderpreis der DEFA-Stiftung. Die Auszeichnung ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Jury, der  Jutta Hoffmann, Susanne Hopf, Anna Thalbach, Hansjörg Weißbrich und Wolfgang Fischer angehörten, begründete ihre Wahl mit den Worten:

„Nora Fingscheidt gelingt mit SYSTEMSPRENGER ein fulminantes Regiedebüt. Mit außerordentlichem Gespür für Dramaturgie, Bildsprache und Tongestaltung und ebenso beeindruckendem Feingefühl, wie auch großer Zärtlichkeit für ihre Figuren zeichnet sie das spannungsgeladene Bild eines ausgesetzten Kindes, das aus dem Rahmen fällt und sich von dort aus zurück ins Bewusstsein ihres Umfelds schreit, beisst und kämpft. Ihre fundierte Recherchearbeit sorgt für enorme Dichte und große Authentizität, die eine unbedingte Identifikation entstehen lässt und unerbittlich im Zuschauerraum nachhallt. Das berührt und verstört gleichermaßen. Erzählkunst auf höchstem Niveau. Von dieser Filmemacherin werden wir noch hören.“

Luzie Loose für SCHWIMMEN

Luzie Loose und Mirko Wiermann

© Filmfestival SCHLINGEL

Im Rahmen des 24. Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL in Chemnitz erhielt Regisseurin Luzie Loose am 12. Oktober für ihren Spielfilm SCHWIMMEN (2018) den Förderpreis der DEFA-Stiftung. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichte Mirko Wiermann, Mitglied der Jury und Mitarbeiter der DEFA-Stiftung.

In der Jurybegründung heißt es:

„Unbehagen ist das zentrale Gefühl, das der Film ebenso aufzeigt wie hervorruft. Unbehagen am eigenen Körper, Unbehagen im sozialen Umfeld - und ebenjenes Gefühl wird auch im Zuschauer selbst erzeugt. Bisweilen ist das Empfinden solch negativ konnotierter Emotionen aber notwendig, um einen tiefergreifenden Einblick in die immer komplexer werdenden Prozesse der heutigen Lebenswelten zu gewinnen. So auch hier.
Welche Wege können gerade junge Leute in einem vulnerablen Alter einschlagen: Welche wären die richtigen, welche Irrwege? Zugleich verdeutlicht der Film Bedrohlichkeiten, die in ein Aufheben der Grenze zwischen privater und öffentlicher Welt in unserem Zeitalter einmünden, indem moderne Medien zu Werkzeugen der Ausgrenzung und Kompromittierung gemacht werden. Das Element des Wassers, allgegenwärtig im Film, unterstreicht dabei metaphorisch die Fluidität und Unabwägbarkeit zwischenmenschlicher Beziehungen: Schwimmen in einer Welt ohne klar definierbare Haltepunkte. Nicht zuletzt besticht SCHWIMMEN durch seine Formensprache, die Lakonie der Narration, das Spiel mit Schärfe und Unschärfe sowie das offene Ende, das keine unidirektionale Konfliktlösung anbietet.“

Itay Marom für RESONANCE

Itay Marom

Itay Marom

© DOK Leipzig/ Jana Mila Lippitz

Am 2. November erhielt Regisseur Itay Marom für seinen Dokumentarfilm RESONANCE  auf dem 62. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis der DEFA-Stiftung. Die Jury, deren Mitglieder Leopold Grün, Marie Ketzscher und Stefan Tol waren, begründeten ihre Entscheidung mit folgenden Worten:

„Ein Film über Nervosität und Gelassenheit und über die Perfektionierung des Handwerks der Stimme. Wir erleben eine Masterclass im besten Sinne. Doch da gibt es noch mehr: Es geht um die Intimität der Zusammenarbeit zwischen Lernenden und Lehrenden, die die Grenze zur Übergriffigkeit berührt. Wir denken nach über Leistungsdruck und Konkurrenz, wir spüren, wie sich die nüchterne Architektur eines Ortes füllen lässt mit Leidenschaft und Sinnlichkeit. Dramaturgie und Form führen hier einen wahren Tanz auf.“

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