Filmstill zu "Ein Lord vom Alexanderplatz"

Carl Heinz Choynski zum 90.


Kino Krokodil, Berlin

Die DEFA-Stiftung widmet Carl Heinz Choynski anlässlich seines 90. Geburtstages am 31. Mai einen Filmabend und präsentiert drei Werke, die unterschiedliche Facetten der nunmehr 65 Jahre währenden Karriere des Schauspielers beleuchten.

Nach einer Lehre als Fernmeldemechaniker studierte Choynski an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Umfangreiche Theaterarbeit stand im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens, so zuvorderst ein langjähriges Engagement am Berliner Ensemble von 1965 bis 1993. Im DEFA-Spielfilm war Carl Heinz Choynski ab 1968 aktiv: Mit einer Vielzahl kleiner wie großer Rollen profilierte er sich in Arbeiten von Siegfried Kühn, Roland Gräf, Iris Gusner oder Heiner Carow als versierter Charakterdarsteller, dessen Auftritte oft zu prägenden Momenten der jeweiligen Filme wurden. Seit den 1970er-Jahren war er ebenso in zahlreichen Fernsehproduktionen zu erleben – ein Arbeitsfeld, das ihm auch nach der Wende erhalten blieb und bis heute beachtliche Erfolge einbrachte.

Der Kurz-Dokumentarfilm HARLEKIN, PANTALONE UND WIR (1965) von Karlheinz Mund steht am Beginn von Choynskis Arbeit als Schauspieler und porträtiert seine ersten künstlerischen Schritte im Berliner Pantomimenstudio um Eberhard Kube. Iris Gusners für das Fernsehen der DDR produzierter Film MAN NENNT MICH JETZT MIMI... (1976) hinterfragt komödiantisch Geschlechterstereotypien, wobei Choynski und Ursula Werner als Ehegatten agieren und in die Rolle des jeweils anderen Geschlechts schlüpfen. Fast 50 Jahre später treffen Carl Heinz Choynski und Ursula Werner erneut aufeinander und spielen im vierten Teil der ARD-Fernsehserie MARZAHN MON AMOUR (2025) auf berührende Weise ein Paar, das sich kurz vor seinem 50. Hochzeitstag den dunkelsten Seiten des Älterwerdens stellen muss. 

Programm

  • Harlekin, Pantalone und wir(R: Karlheinz Mund, 1965, 35mm13 Minuten)
  • Man nennt mich jetzt Mimi…(R: Iris Gusner, 1976, 35mm, 35 Minuten)
  • Marzahn Mon Amour: Folge 4 (R: Clara Zoë My-Linh von Arnim, 2025, HD mp4 file, 24 Minuten)

Anschließend Gespräch mit Carl Heinz Choynski

Mit herzlichem Dank an das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) Potsdam-Babelsberg.

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