Digitalisierung

Die Digitalisierung des DEFA-Filmbestands ist unerlässlich, damit die Filme auch in Zukunft gezeigt werden können und das filmische Erbe von unzähligen Filmschaffenden lebendig bleibt.

analoges Filmmaterial

des DEFA-Spielfilms VORSPIEL (R: Peter Kahane, 1987)

Zwischen 1946 und 1992 entstand bei der DEFA eine beeindruckende Anzahl an Filmproduktionen auf analogem Filmmaterial. An diesem Material hat nicht nur die Zeit, sondern auch das häufige Abspielen Spuren hinterlassen. Einige der Filmrollen sind mittlerweile über 75 Jahre alt. Selbst bei sehr guter Lagerung ist die Haltbarkeit des empfindlichen Materials endlich. Es droht ein Verlust von audiovisuellem Kulturerbe.

Hinzukommt, dass es immer weniger Spielstätten gibt, die analoges Filmmaterial abspielen können. Seit der Umrüstung der Kinos zu Beginn des neuen Jahrtausends sind flackernde Projektoren ein seltenes Kinoerlebnis geworden. Doch nicht nur im Kino, auch im Fernsehen und in den Online-Medien sind heutzutage Filme gefragt, die digital und in hochauflösender Qualität vorliegen. Überspiele auf Kassetten aus den 1990er- und 2000er-Jahren in SD-Qualität gelten inzwischen als veraltet. Die Digitalisierung des ostdeutschen Kinofilmerbes ist somit eine unerlässliche Aufgabe, damit die Filme weiterhin gezeigt werden können und als wichtige Zeitdokumente erhalten bleiben.

Die DEFA-Stiftung betreut einen Filmbestand von rund 700 Spielfilmen, 450 Kurzspielfilmen, 950 Animationsfilmen sowie 4.500 Dokumentarfilmen und Wochenschauen. Der Bestand liegt nahezu vollständig auf Originalbild- und Tonnegativen vor, die im Bundesarchiv lagern. Diese Menge an Filmmaterial an die neuen technischen Standards anzupassen, das heißt zu digitalisieren, stellt eine große, nicht nur finanzielle, Herausforderung dar. Der komplexe und kleinteilige Digitalisierungsprozess bindet personelle und zeitliche Ressourcen. Ohne die Unterstützung engagierter Fachleute und Mittel des Förderprogramms Filmerbe , finanziert durch Bund, Länder und die Filmförderungsanstalt (FFA), wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen. Seit 2012 konnte die DEFA-Stiftung bereits mehr als 500 Filme digitalisieren.

Filmstill zu "He, Du!"

Angekommen im digitalen Zeitalter

Digitalisierte Filme

Weit mehr als 500 DEFA-Produktionen konnte die DEFA-Stiftung seit 2012 hochwertig digitalisieren. Die Filme stehen als digitale Kopie zur Verfügung und können für Kinovorführungen beim DEFA-Filmverleih gebucht werden.

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Wie funktioniert die Erhaltung des Filmerbes?

Schritte der Digitalisierung

Digitalisierung bedeutet mehr als ein einfaches Scannen der analogen Filmmaterialien. Der komplexe Prozess umfasst eine Reihe von Arbeitsschritten, die im Folgenden anschaulich erklärt werden.

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Filmstill zu "Der Baulöwe"

Unterstützerinnen und Unterstützer

Förderinstitutionen

Die Digitalisierung des DEFA-Filmerbes ist kostenintensiv. Zahlreiche Institutionen haben die DEFA-Stiftung seit 2012 bei den Digitalisierungsvorhaben unterstützt.

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