Das DEFA-Kino als Pflicht und Kür.
Ausgewählte Texte, Kritiken und Interviews des Filmjournalisten Ralf Schenk sind in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung erschienen.
Schriftstücke des Filmjournalisten und Filmhistorikers Ralf Schenk (1956–2022), des Kinoliebhabers und Zeitzeugen der DEFA. Mit seinen Kritiken, Essays, Büchern und Interviews mit Filmschaffenden aller Gewerbe schrieb er eine Geschichte der DEFA, veranschaulichte und vergegenwärtigte sie. Seine in die Tausenden gehenden Filmtexte, die er akribisch chronologisch in Leitz-Ordnern abgeheftet hatte, bilden eine Fundgrube für die filmhistorische Forschung. Eine Auswahl dieser Texte wird in diesem Band vorgestellt.
Ralf Schenk begriff Film als künstlerisches Ausdrucksmittel von Ort und Zeit, als Kommunikationsmittel zwischen den Völkern, zwischen den Ideologien. Nahezu jedem Film konnte er einen interessanten Aspekt abgewinnen. Sei es eine besondere stilistische Ästhetik, eine dramaturgische Finesse, eine kluge Erzählweise oder aber auch die Geschichte um einen Film. Liebenswert ernsthaft und doch mit feinem Humor besprach er das Gesehene, schwärmte von neuen Namen, schwelgte in Assoziationen und benannte in großer Gelassenheit Unzulänglichkeiten. Den DEFA-Filmbestand hatte er verinnerlicht. Ralf Schenk kannte die Filme, ihren Entstehungskontext und die Personen. Es gelang ihm, den größeren Zusammenhang darzustellen. Ein Zusammenhang, der an keiner Grenze aufhörte – weder im Westen und schon gar nicht im Osten.
Das von Stefanie Eckert, Anke Leweke und Linda Söffker herausgegebene Buch mit dem Titel „Das DEFA-Kino als Pflicht und Kür“ ist zum Preis von 39 Euro im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bertz + Fischer Verlags .

Buchcover zur im Bertz + Fischer Verlag erschienenen Publikation „Das DEFA-Kino als Pflicht und Kür“.

Ralf Schenk kannte das DEFA-Kino wie kaum ein anderer. Fotograf: Xavier Bonnin