Buchpräsentation "Start in Moskau"


Gemeinsam laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die DEFA-Stiftung ein zur Buchpremiere "Start in Moskau" von Iris Gusner in den Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die Regisseurin  Iris Gusner, geboren 1941 in Trautenau (heute Trutnov, Tschechien), war eine der wenigen Spielfilmregisseurinnen der DEFA. Neben dem Märchenfilm DAS BLAUE LICHT (1976) drehte sie ausschließlich Gegenwartsfilme wie ALLE MEINE MÄDCHEN (1980), WÄRE DIE ERDE NICHT RUND (1981) oder KASKADE RÜCKWÄRTS (1984). Ihr Spielfilmdebüt DIE TAUBE AUF DEM DACH (1973) wurde verboten. Erst 2009 hat die DEFA-Stiftung eine Arbeitsfassung wiedergefunden und rekonstruiert.

 Zusammen mit Helke Sander veröffentlichte sie 2009 das Buch „Fantasie und Arbeit. Eine biografische Zwiesprache“. Im Frühjahr 2018 erschien das autobiografisch geprägte Werk „Start in Moskau. Regiestudenten der Moskauer Filmhochschule erinnern sich“, in dem sie ihre Studienzeit am WGIK (russ. Abkürzung für: Allunions Staatliches Institut für Kinematografie) reflektiert, die Lebenswege ehemaliger Kommilitonen skizziert, ihre Hoffnungen, Ideale, Zukunftspläne, aber auch ihre Irrtümer beschreibt.

„…Mit Iris Gusners "Start in Moskau" öffnen wir in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung den Blick darauf, welche internationalen Einflüsse den DEFA-Film prägten. Was brachten die ‚Moskauer‘ in die Babelsberger Studios ein? Gab es so etwas wie eine Handschrift, die von Lehrmeistern wie Michail Romm oder Sergej Gerassimow geprägt wurde? Welches Ethos bestimmte die Arbeit der aus Moskau in die Heimat zurückgekehrten Künstlerinnen und Künstler? Konnten sie sich überhaupt verwirklichen?“, so fragt Ralf Schenk in seinem Geleitwort zum Buch.

Neben der Autorin kommen auch ihre Studienfreunde zu Wort und geben dem Leser Einblick nicht nur in die gemeinsame Zeit an der Hochschule, sondern auch in Geschichte und Kultur ihrer Herkunftsländer. Iris Gusner beschreibt neben dem sehr privaten, intimen und teilweise privilegierten Leben am WGIK auch die politischen Umstände in Moskau, den Kalten Krieg und die wechselvollen Jahre danach.

Gemeinsam laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die DEFA-Stiftung ein zur Buchpremiere am 26. September in den Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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