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Der Augenzeuge 1948/126

16 Min., Schwarz-Weiß, Dokumentarfilm
Deutschland (Sowjetische Zone)
DEFA Deutsche Film-Aktiengesellschaft, 1948

Kurzinhalt (Deutsch)

1. Kinder suchen ihre Eltern (24 m)

2. Berliner Philharmoniker - eine Sektorenkapelle (28 m)

3. Demokratischer Frauenbund (DFD) berichtet aus der Sowjetunion (47 m)

4. Industrieausstellung in Prag (27 m)

5. Im Magnesitwerk Aaken/Elbe (34 m)

6. Staatsbegräbnis für Andrej (auch: Andrei) Schdanow (50 m)

7. Gartenbauausstellung in Leipzig-Markleeberg (42 m)

8. Eine neuartige Kartoffelerntemaschine (30 m)

9. Ringen auf dem Wasser (27 m)

10. Handschuhe stricken in Polen (27 m)

11. Berliner Volksbühne "Lysistrata" (80 m)

Filmstab

Kamera
  • Heinz Jaworsky
  • Erwin Anders
  • Erich Barthel
  • Harry Bremer
  • Walter Fehdmer
  • Richard Groschopp
  • Kurt Krigar
  • Karl-Heinz Schlutter
  • Ewald Krause
  • Bruno Weißleder
Schnitt
  • Ella Ensink
Musik
  • Dmitri Schostakowitsch
  • Pjotr Iljitsch (auch: Peter) Tschaikowski
Ton
  • Heinz Reusch
Produktionsleitung
  • Paul Schmidt
Redaktion
  • Marion (auch: I. M.) Keller
  • Herbert Schmidt (Sportredaktion)
Person, primär
  • John Bitter
  • Ernst Wilhelm Borchert
  • Sergiu Celibidache
  • Emmy Damerius-Koenen
  • Mizi Kaschner
  • Katharina (Spitzname: Käthe) Kern
  • Karl Kettmann
  • Wjatscheslaw M. Molotow
  • Maria Rentmeister
  • Elisabeth Ried
  • Hans Sack
  • Maria Schanda
  • Andrej A. Shdanow
  • Josef W. Stalin
  • Magdalene Stark-Wintersig
  • Marie Torhorst
Person, sekundär
  • Aristophanes
  • Otto Körting

Langinhalt

0:00:35

1. „Kinder suchen ihre Eltern“

Elisabeth Andert

unterlegt mit Kommentar: „aus Krotoschin, sucht Vater und Mutter.“

Georg Nienert

unterlegt mit Kommentar: „hat keine Mutter mehr, der Vater ist vermisst.“

Erika Wetzke

unterlegt mit Kommentar: „in Zinten geboren, weiß nichts vom Verbleib der Eltern.“

Otto Koffler

unterlegt mit Kommentar: „die Mutter befand sich in Tornow, Kreis Calau.“

Anneliese, Horst und Renate Borchard

unterlegt mit Kommentar: “aus Stettin, suchen den Vater und den Bruder.“

Erwin Frank

unterlegt mit Kommentar: „12 Jahre alt, sucht den Vater, die Mutter ist tot.“

Insert: „Sie sahen die Kinder:

Elisabeth Andert

Georg Nienert

Erika Wetzke

Otto Koffler

Geschwister Borchard

Erwin Frank

Bisher haben 365 Kinder durch uns ihre Eltern wiedergefunden.

Alle Auskünfte durch die Redaktion des AUGENZEUGEN,

Berlin C 2, Hankestr. 3“

0:01:25

2. Berliner Philharmoniker - eine Sektorenkapelle (28 m)

Das Sinfonieorchester „Berliner Philharmoniker“ (früher: Berliner Philharmonisches Orchester/ Philharmonisches Orchester Berlin):

Ausschnitt aus „Der Augenzeuge“ 1947/35/13:

Deutsche Erstaufführung der 7. Sinfonie in C-Dur op. 60 von Dmitri Schostakowitsch, genannt „Leningrader Sinfonie“) mit dem rumänischen Chefdirigenten Sergiu Celibidache im Dezember 1946 beim Berliner Rundfunk im Haus des Rundfunks Masurenallee in der Britischen Besatzungszone (West-Berlin) mit Nahaufnahmen von Sergiu Celibidache, von der großen Trommel und Becken (OT);

Ausschnitt aus „Der Augenzeuge“ 1947/64/13:

„Der Augenzeuge“ besucht eine Vormittagsprobe der Berliner Philharmoniker mit dem amerikanischen Gastdirigenten und vormals Musikoffizier der US-amerikanischen Militärregierung für Deutschland, John Bitter, im Haus der Kultur der Sowjetunion im Palais am Festungsgraben in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ): 2. Satz der Serenade für Streicher von Peter Tschaikowski (OT), unterlegt mit Kommentar: „... Die Berliner Philharmoniker erhielten von der amerikanischen Militärregierung Auftrittsverbot für Ost-Berlin, die Ostzone und auch für den Berliner Rundfunk...“;

Totale auf ein Gittertor, unterlegt mit Kommentar: „Der eiserne Vorhang – Wer ließ ihn nieder?“

0:02:25

3. Demokratischer Frauenbund (DFD) berichtet aus der Sowjetunion (47 m)

v. E. von Frauen während einer Veranstaltung des Demokratischen Frauenbundes Deutschland (DFD), in der eine DFD-Delegation über ihren Besuch in der Sowjetunion (UdSSR) berichtet (stumm); Frauen sehen sich mitgebrachte Andenken an, darunter ein Album mit der Aufschrift „Unser Lager“ von ihrem Besuch des Kriegsgefangenenlagers 7435, Totale auf Fotos von der Delegation auf ihrer Reise;

die DFD-Delegation berichtet weiter im Berliner Rundfunk vor Mikrofon und mit Aufnahmeleiter im Hintergrund:

Nahaufnahme von Dr. Magdalena Stark-Wintersig, Käthe (Katharina) Kern (Mitglied des Bundesvorstandes des DFD), Maria Rentmeister (Generalsekretärin/Bundessekretärin des DFD), Mizi Kaschner (OT), Dr. Marie Torhorst (Ministerin für Volksbildung in Thüringen, OT), Emmy/Emmi Damerius-Koenen (DFD-Vorsitzende, OT)

0:04:03

4. Industrieausstellung in Prag (27 m)

Totale auf Eingang und v. E. vom Messegelände außen und in den Messehallen mit Besuchern auf der Industrieausstellung in Prag (Tschechoslowakische Republik (CSR); Pavillon der Sowjetunion (UdSSR): v. E. vom Auto/Pkw ZIS-115 außen und innen; Pavillon Polen: Drehbank der Eisenbahnwerkstätten; Pavillon Schweiz: Totale auf eine Riesenuhr; Pavillon Bulgarien: verschiedene Teppiche; Pavillon der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in Deutschland: verschiedene Mercedes-Schreibmaschinen (mit Schriftzug); Totale auf ausgestellten Kinoprojektor und Zeiss-Objektiv; Messestand mit Schriftzug „Philips-Metalix-Roentgen“ mit feinmechanisch-optischen Geräte; Pavillon Tschechoslowakei: in Vitrine ausgestellte Schuhe der Marke „Bata“; Totale auf Pavillon-Eingang des Tschechoslowakischen Fernsehens mit Schriftzug „Ceskoslovenska Televise“ und mit dichtgedrängten Besuchern davor; im Pavillon: Aufnahmeleiter sitzt vor mehreren Fernsehgeräten; Totale auf filmenden Kameramann und gleichzeitige Ausstrahlung im Fernseher

0:05:24

5. Im Magnesitwerk Aken/Elbe (34 m)

Langer Schwenk über Trümmerreste des ehemaligen Zweigwerkes der I.G. Farbenindustrie AG in Aken an der Elbe (Sachsen-Anhalt, Sowjetische Besatzungszone (SBZ); Schwenk über wiederaufgebaute und instandgesetzte Betriebsanlagen und arbeitende Bauarbeiter, unterlegt mit Kommentar: „Aus den Trümmern des ehemaligen Rüstungsbetriebes erstand das volkseigene Magnesitwerk Aken; v. E. von produzierenden Betriebsanlagen und Arbeitern, unterlegt mit Kommentar: „Magnesit – ein synthetisch hergestellter Baustoff, der bisher aus dem Ausland bezogen wurde. Aus den einheimischen Rohstoffen Dolomit- und Chlormagnesiumlauge versuchte man die Herstellung des Magnesits. Der Versuch gelang.“; v. E. von Produktionsanlagen, darunter alte Schiffsgeneratoren, die Braunkohle in Gas umwandeln, das zur Heizung des 38 m langen Drehofens dient; Präsentation von verschiedenfarbigen Bodenbelegen aus Magnesit; Totale auf Betriebsleiter Karl Kettmann an Maschine stehend und mit Arbeitern sprechend; Totale auf den Vorarbeiter Friedrich am Förderband; Totale auf den Meister Schmidt am Drehofen

0:06:35

6. Staatsbegräbnis für Andrej Schdanow (50 m)

Trauerfeier und Staatsbegräbnis von Andrej Schdanow/Shdanow/Ždanov (Generaloberst, Sekretär des ZK der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und Mitglied des Politbüros) im August 1948 an der Kremlmauer in Moskau (Sowjetunion (UdSSR):

Totale auf Menschenmassen vor Eingang des Hauses der Gewerkschaften in Moskau;

im Säulensaal des Hauses der Gewerkschaften: Menschenmassen ziehen am offenen Sarg vorbei; Totale auf aufgebahrten Andrej Schdanow/Shdanow mit militärischen Ehren und Blumenkränzen; v. E. von am offenen Sarg vorbeidefilierenden Menschen und Soldaten; Totale auf am offenen Sarg Ehrenwache haltenden Josef Stalin (Generalsekretär der KPdSU); Totale auf in erster Reihe sitzende Witwe Schdanows/Shdanows und Familienangehörige; Sargträger – darunter Josef Stalin und Wjatscheslaw Molotow (1948: Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten) – tragen Sarg aus dem Haus der Gewerkschaften auf die Straße, v. E. vom Trauermarsch auf dem Roten Platz, darunter Naheinstellung von Partei- und Regierungsmitgliedern der Sowjetunion (UdSSR) mit Stalin und Molotow; Schdanow/Shdanow im offenen Sarg auf Geschützlafette und militärischen Ehren; Schwenk über den Roten Platz mit Menschenmassen während des Trauermarsches; Beisetzung an der Kremlmauer: Totale auf Witwe und Familienangehörige; Sarg wird in die Erde an der Kremlmauer hinabgelassen

0:08:12

7. Gartenbauausstellung in Leipzig-Markkleeberg (42 m)

1948 erste Gartenbauausstellung ortsansässiger Gärtner in Leipzig-Markkleeberg (später: “agra“) in Sachsen (Sowjetische Besatzungszone (SBZ):

Besucher auf dem Außengelände zwischen Blumenrabatten die „Schau der 1000 Wunder“ mit Astern, Rosen, Dahlien und Zinnien; v. E von Treibhäusern außen und innen mit Schild „Elektrische Bodenbezeigung“; Totale auf neue Bodenheizung in einem Treibhaus; Besucher besichtigen ausgestellte motorisierte Gartengeräte zur Bodenbearbeitung wie Gartenfräse; Besucher besichtigen Gemüsebeete mit verschiedenen Kohlsorten; Hinweisschilder für Anbau und Ernte; Schwenk über Gemüsebeete mit verschiedenen Kohlsorten; Porree (Schild) und Zwiebeln (Schild), unterlegt mit Kommentar: „Otto Körting, Vorsitzender der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) bezeichnet es als einen großen Mangel, dass der Gartenbau trotz seiner Bedeutung für die Volksernährung im Zweijahresplan nicht erwähnt wurde.“; ein kleines Mädchen (ca. 6 Jahre) versucht, einen 90 Pfund schweren Kürbis anzuheben

0:09:39

8. Eine neuartige Kartoffelerntemaschine (30 m)

Die erste Kartoffelerntemaschine/Kartoffelrodemaschine:

Auf einem Feld roden Frauen Kartoffelkraut per Hand und ernten Kartoffeln mit einer Kartoffelhacke und daneben stehenden Korb und schütten die schweren Körbe auf einen großen Anhänger; Frau streckt ihren krummen Rücken; Schwenk von Schild „Kartoffel- und Rübenerntemaschine ‚Schatzgräber 1020‘ Sonderbau von Landmaschinen Dr. Ing. Hans Sack Leipzig“ auf den Leipziger Ingenieur Dr. Sack im Gespräch mit Bauern, unterlegt mit Kommentar: „Diese größte Kartoffelrodemaschine der Welt wurde von dem Leipziger Ingenieur Dr. Sack konstruiert. Sie kann in 10 Stunden 3 bis 4 Hektar Land abernten.“; v. E. und Naheinstellungen von Kartoffeln erntender Maschine und auf Maschine Kartoffeln sortierende Frauen, gezogen von einem Schlepper/Traktor mit 45 PS auf dem Feld

0:10:42

9. Ringen auf dem Wasser (27 m)

Erstes Freistilringen/Catchen/Wrestling auf dem Wasser in Bordeaux (Frankreich):

v. E. von zwei Ringern mit Schiedsrichter während eines Kampfes in einem Ring in einem Wasserbassin, wobei abwechselnd die Ringer und der Schiedsrichter ins Wasser fallen; dazwischen v. E. von den Zuschauern; unterlegt mit ironischem Kommentar über diese Kampfsportart

0:11:40

10. Handschuhe stricken in Polen (27 m)

In dem kleinen Dorf Tyniec in der Nähe von Krakau/Kraków (Polen) stricken die Einwohner in ihrer Freizeit:

Zwei Mädchen (ca. 10 Jahre) sitzen auf einer Weide im Gras, mit Kühen im Hintergrund, und stricken; eine Großmutter/Oma zeigt Mädchen (ca. 10 Jahre) im Kreis sitzend das Stricken; drei alte Männer strickend auf einem Pferdewagen sitzend; Nahaufnahme von strickendem alten Mann/Opa, strickender alter Frau/Oma und schnell Handschuh strickenden Mädchen; ein junges Paar sitzt strickend nebeneinander auf einer Steinmauer mit Kühen auf der Straße im Hintergrund; alte Frau hängt fertig gestrickte Fausthandschuh-Paare auf eine Wäscheleine vor dem Haus; Schwenk über lange Wäscheleine mit Fausthandschuhen und Mützen im Norwegermuster

0:12:39

11. Berliner Volksbühne "Lysistrata" (80 m)

Die 2 000 Jahre alte Komödie „Lysistrata“ des griechischen Dichters Aristophanes in der Volksbühne Ost-Berlin im Berliner Prater an der Kastanienallee (Sowjetische Besatzungszone (SBZ):

Totale auf Theater am Abend mit Leuchtschrift „Volksbühne Berlin – Theater an der Kastanienallee“; Menschen kaufen an der Abendkasse Eintrittskarten; Schild an Abendkasse „Ausverkauft“; Menschenmassen im Foyer; Plakat „Lysistrata“;

Szenen mit Maria Schanda in der Titelrolle, Elisabeth Ried als Myrrhine und Ernst Wilhelm Borchert als Kinesias

0:15:19

Abspann

0:15:26

ENDE

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