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Fräulein Schmetterling

Regie: Kurt Barthel, 68 Min., Schwarz-Weiß, Spielfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Spielfilme, 1965/1966 - 2020

Sonstiger Titel
Die Geburt eines Schmetterlings; Der Schmetterling
Englischer Titel
Miss Butterfly
Erstsendedatum
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.icestorm.de

Kurzinhalt (Deutsch)

Helene Raupe und ihre jüngere Schwester Asta sind nach dem Tod ihres Vaters Vollwaisen. Der Tabakladen des Vaters wird geschlossen. Eine Tante aus Potsdam soll sich um die Mädchen kümmern. Diese lässt die Mädchen jedoch in Berlin, da ihre Wohnung zu klein ist und will aus der Ferne auf sie achtgeben. Helene träumt davon, Stewardess oder Mannequin zu werden. Zunächst arbeitet sie jedoch an einem Fischstand. Sie verliert den Job ebenso wie ihre Folgetätigkeit im Exquisitgeschäft. Die Jugendfürsorgerin kontrolliert die Mädchen und beanstandet, dass Asta nicht bei der Tante lebt.

Informationen zur Rekonstruktion des Films:

"Fräulein Schmetterling" wurde im Zuge des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED verboten. Im Gegensatz zu anderen verbotenen DEFA-Filmen wurde der FIlm in der Wendezeit nicht zur Aufführung gebracht. Die damals gesichtete, vom Regisseur hergestellte Schnittfassung gilt seit 1990 als verschollen. Von 2002 bis 2004 erfolgte ein erster Versuch einer Rekonstruktion. Aus der Sichtung des Filmmaterials ergab sich, dass die 1965 gedrehten Aufnahmen nahezu komplett vorhanden waren, aber ein Großteil der Töne fehlte. So entschlossen sich die an der Rekonstruktion Beteiligten, den Film in Form einer Dokumentation des Materials herzustellen. Diese Fassung aus dem Jahr 2005 war kein kompletter Film, sondern eine Montage der überlieferten Einstellungen nach dem Originaldrehbuch.

2019/20 hat sich die DEFA-Stiftung erneut der Aufgabe einer Rekonstruktion gewidmet. Die Zielsetzung der digitalen Bearbeitung war es aus der Materialsammlung ein filmkünstlerisch anspruchsvolles Werk zu vollenden, welches die Intention des Regisseurs Kurt Barthel widerspiegelt. Entlang des Original-Drehbuchs und der vorhandenen Musikmotive wurde die Dramaturgie nachvollzogen und eine neue Schnittfassung erstellt. Mithilfe einer aufwendigen Bearbeitung konnten die Originalstimmen der wichtigsten Darsteller erhalten bleiben. Fehlende Dialoge sowie die Passagen, die von Melania Jakubisková in slowakischer Sprache vorgetragen wurden, wurden neu synchronisiert. Anschließend erfolgte die Erstellung eines neuen Sound-Designs. Auf Grundlage der neuen Tonspur wurden Bild und Ton synchron gelegt. Die neue in 2K farbkorrigierte und retuschierte Fassung stellt einen endmontierten Film dar, der als hochauflösendes Digitalisat vorgeführt werden kann.

Filmstill zu "Fräulein Schmetterling"

(R: Kurt Barthel, 1965/1966 - 2020) Fotografen: Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf

Filmstill zu "Fräulein Schmetterling"

(R: Kurt Barthel, 1965/1966 - 2020) Fotografen: Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf

Filmstab

Regie
  • Kurt Barthel
Drehbuch
  • Kurt Barthel
  • Gerhard Wolf
  • Christa Wolf
Kamera
  • Hans-Jürgen Sasse
  • Claus Neumann
  • Wolfgang Braumann (2. Kamera)
Schnitt
  • Rita Hiller
  • Emma Gräf (Rekonstruktion)
  • Ingeborg Marszalek (Rekonstruktion)
  • Monika Schindler (geb. Behrendt) (Rekonstruktion)
Darsteller
  • Melania Jakubisková (Helene Raupe)
  • Christina Heiser (Asta)
  • Carola Braunbock (Tante)
  • Milan Sladek (Pantomime)
  • Herwart Grosse (Kubinke, Busfahrer)
  • Rolf Hoppe (Himmelblau)
  • Lissy Tempelhof (Frau Fertig)
  • Irene Korb (Leiterin des Exquisit)
  • Heinz-Jörg Herrmann (Boxer Kalle)
  • Freimut Götsch (Freund von Boxer Kalle)
  • Peter Rabenalt (Saxophonist)
  • Hans Hardt-Hardtloff (Betrunkener im Bus)
  • Carmen-Maja Antoni (junge Kundin im Exquisit)
  • Karin Heinrich (Marion)
  • Lothar Förster (Dozent Dr. Hirsch)
  • Hans-J. Gläser (FDJ-Sekretär)
  • Armin Mechsner (Freund von Boxer Kalle)
  • Sina Fiedler (Käuferin)
  • Max Klingberg (Mann von der Kommission)
  • Gerhard Heusel (1. Freund von Marion)
  • Detlef Heintze (2. Freund von Marion)
  • Heidi Schunk (Carmen)
  • Anni Müller (Fischverkäuferin)
Regieassistenz
  • Irene Maetzig (geb. Ulrich)
Szenenbild
  • Gerhard Helwig
  • Norbert Günther (Bauausführung)
  • Artur Stenzel (Bauausführung)
Dramaturgie
  • Klaus Wischnewski
Musik
  • Peter Rabenalt
  • Roland Ploog (neues Stück für Rekonstruktion)
Ton
  • Christfried Sobczyk
Kostüm
  • Helga Scherff
Maske
  • Otto Banse
  • Ruth Kwiatkowski
Produktionsleitung
  • Heinz Herrmann
  • Klaus Schmutzer (Rekonstruktion)
Aufnahmeleitung
  • Egon Schlarmann
  • Christel Kruse
Beratung
  • Peter Rabenalt (Rekonstruktion)
DEFA-Fotograf
  • Eckhart (auch: Eckhardt) Hartkopf
  • Rolf-Eckhardt Rambow
Synchronisation (Regie)
  • Marion Schöneck (Rekonstruktion)
Synchronisation (Autor)
  • Regina Kette (Rekonstruktion)
Synchronisation (Sprecher)
  • Magdalena Gröllmann (Asta (Rekonstruktion))
  • Lina Rabea Mohr (Helene (Rekonstruktion))
  • Birgit von Rönn (Frau Rock (Rekonstruktion))
  • Linn Reusse (Marion (Rekonstruktion))
  • Freimut Götsch (Fahrgast (Rekonstruktion))
  • Judith Steinhäuser (Fischfrau (Rekonstruktion))
  • Sabine Arnhold (Chefin (Rekonstruktion))
  • Peter Becker (Kalle (Rekonstruktion))
  • Thomas Georgiadis (Junge 1 (Rekonstruktion))
  • Alex Friedland (Junge 2 (Rekonstruktion))
  • Jennipher Antoni (Maja (Rekonstruktion))
  • Marion Barten (diverse Rollen (Rekonstruktion))
Synchronisation (Ton)
  • Christian Wilmes (Rekonstruktion)
  • Miles Kann (Rekonstruktion)
  • Sabine Maier (Tonmischung (Rekonstruktion))
  • Rolf-Peter Schmidt (Ton-Design (Rekonstruktion))
Synchronisation (Schnitt)
  • Monika Schindler (geb. Behrendt) (Rekonstruktion)

Kurzinhalt (Weitere Sprachen)

Rimaste orfane, le sorelle Helene e Asta Raupe si trovano a dover affrontare la vita da sole. Helene, sogna di fare l'hostess o la modella, ma deve accontentarsi di un lavoro prima in pescheria, poi in un negozio di specialità gastronomiche, dove la licenziano perché troppo maldestra. I servizi sociali le tolgono anche sua sorella, dandola in affidamento alla zia. Nonostante un nuovo lavoro e appartamento, Helene senza Asta non è felice. Solo quando la sorella minore abbandonerà la zia per riunirsi a lei, le due ragazze penseranno insieme a un futuro migliore. (Italienisch)

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