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Über einiges, was die Lohntüte nicht enthält

Regie: Rolf Hempel, 33 Min., Farbe, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1976

Film-/Videoformat
16 mm, 35 mm
Länge in m
898
Sonstiger Titel
Zweite Lohntüte
Englischer Titel
The social wage

Kurzinhalt (Deutsch)

Der Film hat sich zum Ziel gesetzt, dem Zuschauer die Volkswirtschaft der DDR näher zu bringen. Im Zentrum steht hierbei die Frage, welche Bedeutung das Volkseigentum für den Einzelnen hat. Es basiert auf dem Grundgedanken, dass nur verbraucht werden kann, was auch erarbeitet wurde. Am Beispiel der Mitarbeiter des VEB Sternradio Berlin wird versucht das Leben in der DDR näher zu beschreiben. Sie berichten darüber, wie preiswert alle Dinge des täglichen Bedarfs sind. Dies drückt sich nicht nur in den Preisen für Lebensmittel aus, auch die staatliche Unterstützung kinderreicher Familien, die unentgeltliche medizinische Versorgung der Bürger, die Bildungs- und Kulturpolitik sollen deutlich machen, dass alle materiellen und geistigen Bedürfnisse der Bürger der DDR befriedigt werden. Diese soziale Politik ist nur möglich, weil die Wirtschaft der DDR geplant wird. Der Gewinn der Betriebe ist von der Einzelleistung abhängig und wird als höchste berufliche Motivation für jeden Einzelnen dargestellt.

 

Filmstab

Regie
  • Rolf Hempel
Drehbuch
  • Rolf Hempel
Kamera
  • Gunther (auch: Gunter) Becher
Schnitt
  • Inge Dochow
Musik
  • Hannes Stelzer
Sprecher
  • Werner Höhne
Person, primär
  • Sylvia Blondtke
  • Renate Bohlmann
  • Lutz Bojar
  • Dieter Hell
  • Elsbeth Kittel
  • Otto Reckewitz
  • Heinz Rögner
  • Irene Winjewski
Person, sekundär
  • Erich Honecker

Kurzinhalt (Englisch)

Using the example of the nationally-owned enterprises star-radio the film demonstrates the realization of the social-political measures in the GDR.

Can GDR citizens benefit from funds other than their income? The price policy for fares and staple foods, the allocation of dwellings and services such as public health and social welfare, cultural activities and education are used as examples to show how public funds serve the people's interests.

Langinhalt

0:00:00

Titeleinblendung in vier Sprachen: "Über Einiges, was die Lohntüte nicht enthält". Umschnitt auf einen Schweißer in einer Schiffswerft (halbtotal). Lokführer in einer Elektrolok (halbtotal). Zwischenschnitte: Stahlarbeiter, Kontrolleur, Strumpf-Verpackerin, Glasbläser, Schweißer (alle halbnah). Kommentar: "Sie leben und arbeiten in einem sozialistischen Staat, in der DDR. Was hat der einzelne Bürger vom Sozialismus"? Blick in den Palast der Republik während des 9. Parteitages der SED (halbtotal). Blick auf einzelne Delegierte (halbnah). Erich Honecker am Rednerpult (halbnah) (ohne O-Ton). Delegierte im Saal des PdR erheben sich und klatschen Beifall (halbtotal). Kommentar: "Die SED betont, erste Aufgabe ist es die ständig wachsenden materiellen und geistigen Bedürfnisse aller Menschen immer besser zu befriedigen. Unsere wirtschaftlichen und sozialen Ziele orientieren sich an dem Wichtigsten, den Menschen, erklärte Erich Honecker auf dem 9. Parteitag". Schwenk (von ober) über den Saal (halbtotal). Umschnitt

0:01:50

Fahraufnahme mit Blick auf ein Industriewerk (halbtotal). Schwenk über die Tanks und Versorgungsleitungen eines Raffineriewerkes (halbtotal). Schwenk von unten nach oben über die Hydrieranlagen (halbtotal). Blick auf die Leunawerke (halbtotal). Blick auf die Kühltürme eines Braunkohlewerkes (halbtotal). Schwenk über die Schaltzentrale eines Werkes (halbtotal). Blick aus der Froschperspektive auf einen Strommast (halbtotal). Glühende Eisenschienen verlassen die Presse in einem Stahlwerk (halbtotal). Schwenk über die Streck- und Walzgeräte bei der Schienenherstellung (halbtotal). Umschnitt auf Mähdrescher auf einem Kornfeld (halbtotal). Genossenschaftsbäuerin am Steuer des Mähdreschers (halbnah). Korn verläßt über einen langen Arm die Mähmaschine und wird in Lastwagen umgefüllt (halbtotal). Bauern bei einer Pause unter Bäumen (halbtotal). Schwenk über die pausierenden Genossenschaftsbauern (halbnah). Umschnitt

0:03:20

Frauen an der Befüllungsanlage eines Pralinenherstellers (halbtotal). Verpacktes Konfekt "Thüringer Spezialitäten" verläßt die Verpackungsmaschine (halbnah). Mitarbeiterin bestückt eine Spinnmaschine mit neuen Rollen (halbtotal). Näherinnen bei der Strumpfhosen-Herstellung (halbtotal). Glasbläser an Tischen mit Gaszufuhr produzieren Glaskolben (halbtotal). Frau an einer Bierflaschen-Befüllungsmaschine (halbtotal). Frauen bei Glasierungsarbeiten in einem Großbetrieb für Keramik (halbtotal). Umschnitt auf Bürger bei Spaziergängen und in einem Freiluft-Café (halbtotal). Junge Frauen in einer Eisdiele (halbnah). Paare fahren mit kleinen Motorbooten durch Kanäle (halbtotal). Junges Paar auf einer Parkbank (halbnah). Plantschende Kinder in einem Brunnen in einer Grünanlage (halbtotal). Väter mit ihren Schul- und Kleinkindern (halbnah). Verkäuferin preist Kunden Fernsehgeräte an (halbtotal). Kundin bei der Geräteberatung für Radios (halbnah). Umschnitt

0:04:35

Werktätige und Passanten überqueren einen Zebrastreifen (halbtotal). Blick auf regen Trabbi-Verkehr in der Innenstadt (halbtotal). Kommentar: "Die Bürger der DDR arbeiten und leben nach dem Grundsatz, dass sich nur das verbrauchen läßt was selbst erarbeitet wurde. Sozialistische Prinzipien, wie läßt sich dabei leben? Was hat der Einzelne davon? Dazu einige Beispiele aus einem Werk". Blick in die Berliner "Liebermannstraße" mit dem Gebäude des "VEB Sternradio" (halbtotal). Blick auf das Eckgebäude des VEB (halbtotal). Kommentar: "1.400 Arbeiter, Angestellte und Angehörige der Intelligenz produzieren hier Autoradios und Kofferempfänger, sie gehören also zu den sozialistischen Besitzern des Betriebes...". Blick in die Produktionshalle mit Frauen an Arbeitstischen bei der Montage (halbtotal). Arbeiterin steckt Einzelteile zusammen (halbnah). Arbeiter lötet an einem Autoradio (halbnah). Frauen bei Lötarbeiten (halbnah). Frau bei der Montage eines Kofferradios (halbnah). Mitarbeiterin kontrolliert die Funktionen der Radioknöpfe (halbnah). Weitere Zwischenschnitte aus dem Produktionsbetrieb (halbnah). Frau packt die Kofferradios in Schutzhüllen (halbnah). Umschnitt in die Großküche des Betriebes (halbtotal). Küchenhelferinnen bei der Ausgabe des Essens (halbnah). Blick auf anstehende Mitarbeiterinnen an der Küchentheke (halbnah). Gefüllter Kantinensaal (halbtotal). Kommentar: "Die Speisen sind sehr billig denn die Hauptkosten für das Betriebsessen werden aus dem gesellschaftlichen Gewinn getragen". Blick auf speisende Frauen (halbnah). Umschnitt. Blick in den Erholungsraum des Betriebes (halbtotal). Rauchende und Karten spielende Männer (halbnah). Umschnitt.

0:06:20

Gewerkschaftsversammlung im Betrieb der VEB Sternradio (halbtotal). Arbeitnehmer diskutieren im Erholungsraum (halbnah). Gesichter von Frauen und Männer während der Versammlung (halbnah). Kommentar: "Hier nehmen sie ihre Rechte und Pflichten als sozialistische Eigentümer wahr, hier überlegen sie was sie selbst tun können um die Qualität ihrer Erzeugnisse zu verbessern. Zwischen Meister und Kollegen der Endkontrolle gibt es Meinungsverschiedenheiten". Verschiedene Einstellungen der angeregten Diskussion zwischen Arbeitern und Meister (halbtotal) (O-Ton). Mitarbeiterin (halbnah) (O-Ton) "Am Ende ist der angeschmierte der Mechaniker, ja, das bleibt sich doch gleich, der muß doch darauf achten das die Kappen festsitzen, der muß achten das alles in Ordnung ist, der muß die KGB`s prüfen". Meister Bojar hört sich die Argumente seiner Mitarbeiter an (halbnah) (O-Ton). Buchhalterin verpackt die errechneten Wochenlöhne der Mitarbeiter in Klarsichtfolien (halbnah). Kommentar: "Alle wissen, je besser die Qualität ihrer Arbeit desto höher Gewinn des Betriebes. Das kommt zunächst jedem über Lohn oder Prämien zugute, die Einkommenshöhe richtet sich zunächst nach Qualifikation. Es gibt gleichen Lohn für gleiche Arbeit, unabhängig von Alter und Geschlecht...". Buchhalterin zahlt den Lohn am Arbeitsplatz bar aus (halbnah). Mitarbeiterinnen quittieren die Lohnauszahlung und stecken das Geld in ihre Portemonnaies (halbnah). Umschnitt

0:08:35

Mitarbeiterin Renate Bohlmann berichtet (halbnah) (O-Ton) "Ich arbeite hier im VEB Sternradio als Mechaniker und bin verheiratet, habe eine zwölfjährige Tochter, und wir verdienen zusammen 1.400 Mark netto, dabei ist schon die Sozialversicherung bezahlt, die wird über den Betrieb abgezogen, und wenn ich jetzt Schwierigkeiten habe, Gesundheitlich und muß zu Arzt gehen, dann kostet mich das nichts da das schon bezahlt ist. Ich bekomme in unbegrenzter Menge Medikamente, die ich auch nicht bezahlen brauche, ferner kann ich mit meinen Geld nur haushalten wenn ich Verkehrsmittel benutze, bleibt das innerhalb des Stadtgebietes bei 20 Pfennig, ich kann also für 20 Pfennig mit der Straßenbahn fahren, mit dem Bus fahren, oder die S-Bahn in der entsprechenden Preisklasse im Stadtgebiet benutzen ohne dass das im Laufe der Jahre teurer wurde". Umschnitt. Renate Bohlmann steigt in einen Bus (halbnah). Blick auf eine S-Bahn der Linie "E 12" zur Friedrichsstraße (halbtotal). Kommentar: "20 Pfennig für eine Fahrt bedeutet, Familie Bohlmann könnte sich von ihren monatlichen Nettoeinkommen 7.000 Fahrscheine kaufen. Das bedeutet aber auch, für jede Mark die der Einzelne verfährt kommen aus den gesellschaftlichen Fonds 1,37 Mark hinzu". Zwischenschnitte von S-Bahnen und Bussen in verschiedenen Städten der DDR (halbtotal). Umschnitt

0:10:10

Renate Bohlmann weiter (halbnah) (O-Ton) "Ich gehe jede Woche einmal sämtliche Grundnahrungsmittel einkaufen sie man so für einen Dreipersonenhaushalt braucht, und kann feststellen dass unsere Grundnahrungsmittel im Preis stabil geblieben sind. Für meine Familie verbrauche ich ungefähr 600 Mark, wobei Genussmittel enthalten sind". Umschnitt auf eine "Kaufhalle" vor einem Plattenbau (halbtotal). Verschiedene Einstellungen von Renate Bohlmann bei ihrem Einkauf in der Kaufhalle (halbtotal). Blick auf die Fleischtheke (halbnah). Renate Bohlmann am Brot- und Käsestand (halbnah). Kommentar: "Man bezahlt überall gleiche Preise im privaten oder im staatlichen Geschäft, in der Großstadt oder auf dem Lande. Diese Preispolitik bleibt obwohl sich manche Produkte in der eigenen Herstellung oder durch erhöhte Ölpreise verteuern. Aus dem gemeinsam erwirtschafteten Gewinn werden Zuschüsse gegeben damit alle Bürger im Genuss niedriger Preise und Tarife für die Dinge des täglichen Lebens bleiben können. Diese soziale Politik ist eine der sichtbaren Fortschritte im Sozialismus, sie ist möglich weil die Wirtschaft geplant werden kann. So läßt sich steuern das das Einkommen aller Bürger seinen Wert behält, steigende Nettolöhne können nicht durch höhere Preise aufgefressen werden". Renate Bohlmann in der Gemüse- und Obstabteilung und an der Kasse (halbtotal). Kassiererin tippt in die Kasse ein, Renates Einkauf kostete 72,77 Mark (halbnah). Umschnitt

0:12:25

Blick über parkende Trabbis auf die Plattenbausiedlung (halbtotal). Gegenschnitt auf alte Mietshäuser aus der Jahrhundertwende und Neubauten aus den 60er Jahren (halbtotal). Mechaniker Dieter Hell im VEB Sternradio (halbnah). Kommentar: "Auch die Mieten sind niedrig und bleiben stabil, zwar kostet ein Wohnquadratmeter wirklich 3 Mark, doch der Mieter zahlt nur 1/3 davon. Problematisch ist jedoch noch die Versorgung mit Wohnraum. So wie es noch Dieter Hell ergeht betrifft es noch viele Bürger". Dieter Hell schraubt ein Autoradio zusammen (halbnah). Umschnitt Dieter Hell neben seinem Sohn im Wohnzimmer (halbnah) (O-Ton) " Ja, wir wohnen hier in einer 1 1/2 Zimmer-Altbauwohnung in einer sehr Geschäfts- und Verkehrsreichen Gegend, wohnen in der 1. Etage, direkt über den Geschäftsräumen. Die Wohnung ist im Sommer angenehm frisch, im Winter müssen wir viel heizen um die Räume warm zu bekommen...(Rückwärtszoom auf Ehefrau mit 2 Kindern)...das Familienleben spielt sich praktisch in der Stube ab, zum schlafen reicht das halbe Zimmer gerade für alle vier. Ansonsten ist das natürlich ein bisschen eng wenn man ein bisschen arbeiten will, wenn die Frau noch zu Hause arbeiten tut, und dann ist es natürlich mit den Kindern schwierig. Ansonsten zum Spielen ist der Hof viel zu klein, da stehen im Prinzip nur die Müllkästen. Wir gehen dann immer ein wenig weiter zum Sportplatz oder in den Park, und im Sommer natürlich zu Oma und Opa in den Garten". Umschnitt. Schwenk von der Wohnzimmer-Schrankwand auf den spielenden Hell mit seinem Sohn (halbnah). Umschnitt

0:13:45

Frau Hell kocht Milch und füllt die Babyflasche (halbnah). Blick auf das Baby im Kinderbett (halbnah) Kommentar: "Die niedrige Miete von nur 4% des Monatseinkommens tröstet hier nicht im Moment über die ungenügenden Räumlichkeiten hinweg, auch nicht das man hierzulande für Strom, Gas und Wasser höchstens 1,5% des Monatseinkommens braucht. Die Familie weiß jedoch dass sie 1979 eine ausreichend große Wohnung erhalten wird". Frau Hell holt das Baby aus dem Bett und gibt ihm die Flasche (halbnah). Umschnitt. Familie Hell bei einem Spaziergang auf ihrer Wohnstraße (halbtotal). Blick auf eingerüstete marode Häuser (halbtotal). Gegenschnitt zu einer renovierten Häuserzeile (halbtotal). Bauarbeiter auf einem Hausgerüst bei Renovierungsarbeiten (halbtotal). Blick auf eine renovierte Altbauhäuserzeile (halbtotal). Bemalte und verzierte alte Hausfassaden nach der Renovierung (halbtotal). Sandkasten mit spielenden Kindern in einem Innenhof (halbtotal). Blick in einen modernisierten Innenhof mit Kinderspielplatz (halbtotal). Umschnitt

0:14:55

Werkzeugmacher Otto Reckewitz an seinem Arbeitsplatz im VEB Sternradio (halbnah). Gesicht von Reckewitz (nah). Umschnitt auf Reckewitz in der Küche seiner neuen Vollkomfortwohnung (halbnah). Frau Reckewitz frisiert sich im Flurbereich (halbnah). Blick in das Schlafzimmer (halbtotal). Schwenk über das kleine Badezimmer (halbnah). Junge montiert ein Modellauto in seinem Zimmer zusammen (halbnah). Baby im Kinderbett (halbnah). Familie Reckewitz spielt mit Freunden "Mensch ärger dich nicht" (halbnah). Umschnitt auf eine Großbaustelle mit Plattenbauten (halbtotal). Schwenk über die Großbaustelle (halbtotal). Beton-Bodenplatte am Kranhaken (halbtotal). Schwenk über den Kran beim Ablassen der Bodenplatte auf dem entstehenden Hochhaus (halbtotal). Bauarbeiter dirigieren die Bodenplatte an die richtige Stelle (halbnah). Schweißer verbindet Boden- und Wandplatten (halbtotal). Kommentar: "Es ist erklärtes Ziel der DDR bis zum Jahre 1990 wird das Wohnungsproblem als soziale Frage endgültig gelöst, dabei spielt der Neubau von Wohnkomplexen die dominierende Rolle...die Werktätigen verpflichteten sich auf Vorschlag der Gewerkschaft 100.000 Wohnungen über den Plan hinaus zu schaffen. Alles das geschieht unter Beibehaltung der niedrigen Mieten". Blick (von unten) auf das einfügen einer Betonwand mit Fenstern in den Neubau (halbtotal). Arbeiter schieben die Fensterwand in Position (halbnah). Schwenk über die Hochhäuser (halbtotal). Umschnitt

0:16:50

Löterin Elsbeth Kittel am Arbeitsplatz im VEB Sternradio (halbnah). Blick auf die Hände während der Lötarbeiten (halbnah). Kommentar: "Für viele weitere persönliche und gesellschaftliche Bedürfnisse wird der gemeinsame Reichtum verwendet, so erhielt über das Geld in ihrer Lohntüte hinaus auch Elsbeth Kittel...solche Mittel. Sie arbeitet täglich 2 Stunden verkürzt, erhält aber vollen Lohn, der Grund, sie hat 6 Kinder. Solche Familien erhalten in der DDR besondere Hilfe". Ehepaar Kittel (halbnah). Blick auf die standesamtliche Trauung von einer Tochter Elsbeth Kittel`s (halbtotal). Tochter steckt ihrem den Ring an und das Paar küsst sich (halbnah). Kommentar: "Junge Eheleute erhalten 5.000 Mark zinslosen Kredit der den Start ins neue Leben erleichtert. Als alle Kinder noch im Haushalt lebten gab es hohe Zuwendungen aus gesellschaftlichen Fonds...(Hochzeitsgesellschaft im Wohnzimmer)...die Wohnung wurde ausgebaut, fünf Zimmer mit Küche und Bad von 136 Mark Mietkosten übernahm der Staat 100 Mark...". Gesichter von Hochzeitsgästen und dem Brautpaar (halbnah). Schwenk über die jüngsten Kinder der Familie Kittel (halbnah). Blick auf Mario, dem jüngsten Kind in einer Kita (halbnah). Blick in eine Kindertagesstätte mit spielenden Kindern und Erziehungspersonal (halbtotal). Erzieherin mit Kindern am Tisch (halbnah). Umschnitt

0:18:05

Blick auf eine neu erbautes Schulgebäude (halbtotal). Schulkinder in einem Klassenzimmer (halbtotal). Blick auf die Lehrerin neben einer Schultafel (halbtotal). Kinder zeigen auf (halbnah). Schwenk über eine Schulklasse (halbtotal). Kommentar: "Besonderen Wert legt die DDR auf die allumfassende Bildung jeden Bürgers, zehn Jahre Schulbesuch sind Pflicht, der Schulbesuch ist kostenlos. Einheitliche Lehrpläne fördern ein hohes Bildungsniveau, das bedeutet, alle Menschen besitzen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten, jeder kann seine Fähigkeiten und Talente voll entfalten". Gesichter von Mädchen und Jungen (nah). Umschnitt. Schwenk über speisende und trinkende Kinder in einem Kinderhort (halbtotal). Kommentar: "Bewährt haben sich die außerschulischen Einrichtungen, der Kinderhort steht den Kindern offen deren Eltern am Nachmittag arbeiten. Erfahrene Erzieherinnen helfen den Kindern bei den Schularbeiten". Kinder bei Schularbeiten unter Aufsicht (halbtotal). Umschnitt auf Malarbeiten im Kinderhort (halbtotal). Zwischenschnitte von malenden Kindern und kleinen Kunstwerken (halbnah). Kommentar: "Betreuung und Verpflegung sind für Schüler aus Kinderreichen Familien kostenlos, ansonsten zahlen die Eltern pro Monat zwischen 1 und 2 Prozent ihres Familieneinkommens". Umschnitt

0:19:40

Kinder laufen in einem Ferienlager auf die Kamera zu (halbtotal). Kinder auf einem hölzernen Aussichtsturm (halbtotal). Schwenk auf die Häuser des Ferienlagers (halbtotal). Kommentar: "Diese Ferienzentrum baute sich "Sternradio Berlin" in einem Erholungsgebiet der DDR...die Kinder können hier jeweils 3 Wochen bei Spiel und Sport verbringen, ein Ferienaufenthalt kostet bei voller Verpflegung zwischen 15 und 25 Mark". Kinder auf Klettergerüsten und auf Schaukeln (halbnah). Kinder laufen in einen Badesee (halbtotal). Schwenk über die ausgelassenen Kinder im Wasser (halbtotal). Umschnitt mit Schwenk (von oben) über eine Wiesenlandschaft der Insel Rügen auf die Ostsee (halbtotal). Blick auf ein Ferienheim der Gewerkschaft (halbtotal). In den schönsten Gegenden baute der FDGB eigene Ferienzentren und Heime. Von Jahr zu Jahr werden mehr solcher Urlaubsplätze geschaffen um den Bedarf zu decken". Schwenk über die Urlauber in Strandkörben und auf Decken (halbtotal). Blick auf den Strandbereich mit den Urlaubern (halbtotal). Umschnitt in den Speisesaal des Ferienheimes (halbtotal). Urlauber bedienen sich an einem aufgestellten Buffet (halbnah). Familie mit 4 Kindern am Frühstückstisch im Ferienheim (halbnah). Schwenk über drei Jungen in ihren Ferienbetten (halbnah). Blick in den gut besuchten Restaurant- und Barbereich des Ferienheimes (halbtotal). Umschnitt

0:21:35

Löterin Sylvia Blondtke an ihrem Arbeitsplatz bei Sternradio (halbnah). "Die gesellschaftlichen Reichtümer dienen auch der Gesundheit aller Bürger. Sylvia Blondtke kann zum Beispiel das Betriebseigene Ambulatorium in Anspruch nehmen, nicht wegen des Sonnenbrandes sondern heute wegen einer Prophylaxen Untersuchung. Natürlich gehört auch die ambulante Behandlung zu den Aufgaben der nahezu 4.000 Betriebsambulatorien. Große Aufwendungen für das Gesundheitswesen konnten in der DDR Krankheiten die früher Volksseuchen waren ausgerottet werden". Zwischenschnitte von Sylvia: auf der Waage, bei der Blutdruckmessung, bei der Lungenüberprüfung und bei einem EKG (halbnah). Blick auf das EKG-Gerät (halbnah). Sylvia bei der Prüfung ihrer Zähne in der Betriebs-Zahnstation (halbnah). Zahntechnikerin gestaltet Zahnersatz im Labor (halbnah). Umschnitt auf eine Therapeutin (halbnah). Kommentar: "Es zählt ebenfalls zur medizinischen Behandlung direkt im Betrieb, die therapeutische Betreuung. Sie dient beispielsweise dazu nach der Erkrankung von Gliedmaßen ihre volle Funktionstüchtigkeit zu trainieren". Therapeuten hilft und überwacht ihre Patienten bei Stick- und Webarbeiten und bei der Stoffbearbeitung (halbnah). Therapeutin neben einer malenden Patientin (halbnah). Sylvia bei einem Hörtest (halbnah). Schwenk von der HNO-Assistentin auf Sylvia hinter einer Glasscheibe (halbnah). Zwischenschnitte vom Hörtest (halbnah). Umschnitt auf Lärmmessungen am Arbeitsplatz für Kofferradios (halbnah). Arbeiter neben elektronischen Aufzeichnungsgeräten und Mikrofon (halbnah). Blick auf weitere Lärm-Prüfungsorte bei Sternradio (halbnah). Umschnitt

0:23:45

Blick auf den Einfahrtbereich eines Krankenhauses (halbtotal). Umschnitt in ein Krankenzimmer (halbtotal). Blick auf medizinische Geräte zum Blutaustausch (halbnah). Arzt überprüft die medizinischen Geräte bei den Dialysepatienten (halbnah). Krankenzimmer mit elektronischen Geräten (halbtotal). Frau im Krankenbett (halbnah). Baby im Brutkasten (halbnah). Säuglingsschwester betreut das Baby im Brutkasten (halbnah). Blick (von oben) auf das weinende Baby im Brutkasten (halbnah). Kommentar: "Jeder Werktätige ist Sozialversichert, dafür zahlt er bis 600 Mark Bruttoeinkommen 10%, im Durchschnitt werden nicht mehr als 6% des monatlichen Einkommens ausgegeben, noch einmal so viel gibt der Betrieb dazu. die übrigen enormen Kosten für das Gesundheitswesen und für die soziale Sicherheit bei Erkrankung stammen aus den Mitteln der Gewerkschaften und bis zu 60% aus den gesamten Gewinnen der Gesellschaft. Je größer die Gewinne desto besser kann auch das Gesundheitswesen ausgestattet werden". Krankenhausmitarbeiterin an elektronischen Eingabegeräten (halbnah). Ältere Patientin auf einer Behandlungspritsche (halbnah). Mitarbeiterin fotografiert Monitorinformationen ab (halbnah). Patient unter einer Röntgenkamera (halbnah). Patient mit Sauerstoffmaske bei einem Belastungstest auf einem Fahrradgestell (halbnah). Männer üben mit einem Medizinball auf einer Wiese (halbnah). Beweglichkeitsübungen und Belastungstests bei sportlicher Betätigung (halbtotal). Umschnitt

0:25:55

Blick auf die Frauen in der Produktionshalle für Autoradios (halbtotal). Meister Lutz Bojar spricht mit lötenden Frauen (halbtotal). Lutz Bojar am Arbeitsplatz von Renate Bohlmann (halbtotal). Meister Bojar gratuliert und ehrt verdiende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (halbnah). Kommentar: "Die weitere Entwicklung des Sozialismus bringt mit sich das die Bedürfnisse der ganzen Gesellschaft und jedes Einzelnen auch auf den Gebieten der Bildung und Kultur wachsen. Lutz Bojar ist ein Beispiel von vielen, er lernte als Mechaniker und Funkmechaniker und wurde aufgrund seiner Leistungen als Meister eingesetzt. Jetzt fehlt Bojar eine Weile im Betrieb, er geht nach Ilmenau, eine Stadt im Südwesten der DDR". Bojar gratuliert weiteren Betriebsmitarbeitern und umarmt eine Kollegin (halbnah) (O-Ton). Umschnitt auf das Rathaus von Ilmenau (halbtotal). Blick auf die Häuser in engen Gassen (halbtotal). Fußgängerzone von Ilmenau (halbtotal). Blick auf die Fassade vom Industrieinstitut der technischen Hochschule (halbtotal). Kommentar: "Lutz Bojar lernt an dieser Hochschule, das Kader für die sozialistische Wirtschaft ausbildet. Dieses Studium ist erleichtert weil es intensiv verläuft und über 2 1/2 Jahre dauert, der volle Lohn wird weiter gezahlt. Nach dem Studium übernehmen die ausgebildeten leitende Funktionen in ihren Betrieben und Industriezweigen". Bojar an seinem Tisch im Schulungsraum (halbnah). Dozent an der Schultafel (halbtotal). Blick in den Schulungsraum (halbtotal). Gesicht des konzentrierten Bojar (nah). Umschnitt

0:27:20

Blick auf den Pförtnerbereich des "VEB Sternradio Berlin" bei Schichtwechsel (halbtotal). Blick in eine Betriebsbibliothek (halbtotal). Mann sucht im Regal "Romane" (halbnah). Bibliothekarin stempelt die Bücher vor Ausgabe ab (halbtotal). Ehepaar nimmt in einem Theater Platz (halbnah). Schwenk über Theaterbesucher (halbnah). Szenenausschnitt einer Theateraufführung (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf eine Probe des "Arbeiter-Theaters" von Sternradio (halbnah). Umschnitt auf Fußballspieler auf einem Bolzplatz (halbtotal). Umschnitt auf eine Tennisspielerin (halbtotal). Blick über den Tennisplatz (halbtotal). Kommentar: "Ständig steigen die Bedürfnisse für die Freizeit, es gilt, je höher der gesellschaftliche Reichtum desto mehr kann für die Freizeitbedürfnisse verwendet werden. Das beginnt bei der Betriebseigenen Bücherei, der Buchbestand wird ständig erhöht, die Ausleihe ist kostenlos. Eintrittskarten für Theater sind billig, der Besucher zahlt höchstens 50% der tatsächlichen Kosten, selbst in repräsentativen Theatern. Durch eigene künstlerische Tätigkeit kann jeder auch solche Fähigkeiten und Talente entwickeln. Das Arbeitertheater von Sternradio wird durch einen Berufskünstler betreut. Aus den gesellschaftlichen Fonds erhält der Sport umfassende Mittel, egal ob es sich um Fußballwettkämpfe von Brigaden, gelegentlichen oder aktiven Sport handelt. Selbst kostenaufwendige Sportarten können Betrieben werden ohne in den eigenen Geldbeutel greifen zu müssen. Und so konnte sich Irene Winjewski mit ihrer Familie diesem Sport verschreiben". Umschnitt auf das Bootshaus "MC Delphin" (halbtotal). Boote werden zu Wasser gelassen (halbtotal). Löterin Irene Winjewski läßt ein Boot zu Wasser (halbtotal). Gesicht von Irene (halbnah). Schwenk über die fahrende Familie Winjewski im Motorboot (halbtotal). Umschnitt

0:29:05

Museumsmitarbeiterin zieht ein reich verziertes Modell-Karussell auf (halbnah). Blick auf die Gesichter der Museumsbesucher (halbnah). Detailaufnahme des drehenden Karussells mit Pferden, Straußen und Zebras (nah). Blick in eine geöffnete Orgel mit Walzen (halbnah). Kommentar: "Zu Höhepunkten zählen gemeinsame Sport -und Kulturerlebnisse der Arbeitskollektive, beispielsweise der Besuch von Ausstellungen und Museen. Alle diese Einrichtungen erhalten ihre Mittel aus den gesellschaftlichen Fonds, werden attraktiver und haben ständig steigende Besucherzahlen. Für die Radioarbeiter ist diese Begegnung mit Oldtimern der Musikinstrumente ein Vergnügen besonderer Art". Frauen von Sternradio lauschen der Orgelmusik (halbnah) (O-Ton). Blick auf die drehenden Walzen im Innern der Orgel (halbnah). Museumsmitarbeiterin schaltet eine historische Kupfertellerorgel ein (halbnah) (O-Ton). Detailaufnahme der drehenden Kupferteller (nah). Blick auf interessierte Museumsbesucher (halbnah). Umschnitt. Schwenk über die Zuhörer bei einem Konzert (halbtotal). Blick auf das spielende Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Saal von Sternradio (halbtotal) (O-Ton). Blick auf die Violine -und Bratschenspieler (halbnah). Schwenk über die Gesichter der Musiker (halbnah). Generalmusikdirektor Heinz Rögner dirigiert (halbnah) (O-Ton). Gesichter von Zuhörern (halbnah). Kommentar: "Alles was in diesem Land geschieht für das Wirken um die materiellen und geistigen Bedürfnisse jeden einzelnen Bürgers immer besser zu befriedigen, dabei werden alle schöpferischen Potenzen freigesetzt, dann kann sich die Persönlichkeit jedes Einzelnen frei und allseitig entfalten. Das geschieht umso mehr je größer der Gewinn ist den alle gemeinsam erarbeiten, nicht nur in diesem Betrieb, überall in der DDR zeigt sich der Nutzen den die Arbeit unter neuen gesellschaftlichen Bedingungen bringt. Ein Gewinn der sich nicht allein in Geld ausdrücken läßt". Zwischenschnitte von Zuhöreren und Musikern (halbnah). Schwenk über die applaudierenden Zuhörer (halbtotal). Abblendung

0:31:34 ENDE

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