Zeitzeugengespräch: Fred Gehler
150 Min., Dokumentarfilm
Deutschland
à jour Film- und Fernsehproduktion GmbH, 2005
Kurzinhalt (Deutsch)
Das Zeitzeugengespräch mit dem Filmpublizisten Fred Gehler, geführt von Ralf Schenk, fand am 15.08.2005 in Leipzig statt. Fred Gehler berichtet über seine filmpublizistischen Anfänge beim Henschel-Verlag und der Zeitschrift "Sonntag", sowie seine Tätigkeit als Assistent an der Universität Leipzig. Er schildert Schwerpunkte seiner Filmrezensionen, Auseinandersetzungen und deren Auswirkungen. Er äußert sich zur Neugründung der Zeitschrift "Film", Motivation und Mitarbeiter sowie deren Ende. Ebenso erläutert er seine Arbeit mit dem Haus der tschechoslowakischen Kultur und das Ende desselben nach dem Prager Frühling. Neben einer Filmarbeit für das Fernsehen der DDR beginnt er als künstlerischer Leiter des Casino Leipzig. Fred Gehler erklärt, was im Filmangebot der DDR vorführbar und publizistisch möglich war. Außerdem kommen sein zehnjähriges Wirken als Leiter der Leipziger Dokumentarfilmwoche und für ihn prägende DEFA-Regisseure zur Sprache. Abschließend geht es um die derzeitige Arbeit an seiner Autobiografie.
(2005)
(2005)
Filmstab
- Interview
-
- Ralf Schenk
- Person, primär
-
- Fred Gehler
- Person, sekundär
-
- Klaus Lippert
- Friedrich Salow
- Erika Richter
- François Truffaut
- Michelangelo Antonioni
- Federico Fellini
- Gerhard Klein
- Wolfgang Kohlhaase
- Robert Merle
- Günter Kunert
- Joachim (auch: Hans-Joachim) Kunert
- Walter Ruttmann
- Wolfgang Rödel
- Günter Netzeband
- Konrad Wolf
- Inge Keller
- Erwin Geschonneck
- Bernhard Wicki
- François-Marie Arouet (Pseudonym: Voltaire)
- Jean-Jacques Rousseau
- Bernt von Kügelgen
- Hermann Budzislawski
- Emil Dusiška
- Jochen Mückenberger (auch: Joachim)
- Irene Böhme
- Dieter Wolf
- Günter Stahnke
- Günter Witt
- Lew Wladimirowitsch Kuleschow
- Boris Barnet
- Olga Iossifowna Preobrashenskaja
- Dziga Vertov
- Roman Polanski
- Wladimir Wladimirowitsch Majakowski
- Joris Ivens
- Chris Marker
- Lothar Warneke
- Miloš Forman
- Stanley Kramer
- Christoph Hein
- Gerd Poppe
- Jean Renoir
- Michael Hanisch
- Rudolf Freund
- Claus Küchenmeister
- Bohumil Hrabal
- John Ford
- Jiří Menzel
- Egon Günther
- Heidemarie Wenzel
- Johannes R. Becher
- Günter Klein
- Miklós Jancsó
- Roger Garaudy
- Evald Schorm
- Věra Chytilová
- Zbyněk Brynych
- Stefan Heym
- Angelica Domröse
- Jiří Vrštála
- Jaroslav Kučera
- Rolf Liebmann
- Alexander Dubček
- Horst Knietzsch
- Antoine de Saint-Exupéry
- Rainer Werner Fassbinder
- Hans-Hendrik Grimmling
- Andrej Tarkowskij
- Luis Buñuel
- Rainer Otto
- Margarethe von Trotta
- Ullrich H. Kasten
- Jerzy Toeplitz
- Horst Wandrey
- Heinrich Greif
- Hans-Joachim Seidowsky
- Peter Lorre
- Detlev Lücke
- Roland Gräf
- Rainer Simon
- Ulrich Weiß
- Peter Pewas
- Erich Engel
- Wolfgang Staudte
- Horst Seemann
- Klaus Wischnewski
- Michail Romm
- Peter Schamoni
- Wilfried Berghahn
- Enno Patalas
- Wolfram Schütte
- Reinhold E. Thiel
- Helmut Färber
Langinhalt
Teil 1
0:00:00 <Schwarzbild>
0:00:43 Fred Gehler. Filmpublizist (Zwischentitel)
0:00:50 Geboren am 1.3.1937 in Crottendorf. Ausbildung an der Universität Leipzig. Filmkritiker seit 1961 (Zwischentitel)
0:00:58 Der Weg zum Beruf (Zwischentitel)
0:01:05 Berufswahl des Filmkritikers.
0:01:29 Das Kino im Geburtsort Crottendorf (Erzgebirge) übte bereits als Kind eine Faszination auf Gehler aus.
0:02:02 Eine spätere Karriere im Film war nicht geplant. In der Oberschule lagen seine Interessen bei Literatur und Germanistik. Dies zu studieren war ihm jedoch nicht möglich.
0:02:26 1-jähriges Praktikum in Leipzig, nach der Schule.
0:03:03 Nach einem Vortrag während des Studiums an der Universität Leipzig von Klaus Lippert (Chefredakteur der Zeitschrift "Deutsche Filmkunst") über Filmpublizistik trat Gehler ein Praktikum beim "Henschelverlag" an.
0:04:04 Arbeitsklima bei der Zeitschrift "Deutsche Filmkunst" (August 1961).
0:04:30 Zusammenarbeit mit Friedrich Salow (Redakteur), Erika Richter (Redakteurin).
0:05:55 Ein Arbeitsschwerpunkt waren die Filme der Filmproduktionsgesellschaft "Prometheus Film-Verleih und Vertriebs GmbH".
0:07:02 Die erste größere eigene Filmkritik war zu dem Film "Der Fall Gleiwitz" (1961).
0:07:44 Besuch westdeutscher Kinos in Berlin, kurz vor dem Mauerbau.
0:09:09 Durch den Einfluss der Zeitschrift "Filmkritik", kam das Interesse an Filmen von François Truffaut (Regisseur), Michelangelo Antonioni (Regisseur) oder Federico Fellini (Regisseur).
0:10:13 Ästhetisches Neuland: "Der Fall Gleiwitz" und andere (Zwischentitel)
0:10:18 Gesellschaftliche Diskussion um den Film "Der Fall Gleiwitz" (1961) und der Umgang in der "Deutsche Filmkunst" Redaktion.
0:11:40 Meinung Klaus Lipperts (Redakteur) zu dem Film.
0:13:01 Arbeit an der Filmrezension war geprägt von literarischen Vergleichen.
0:14:35 Gehler selbst war zufrieden mit Rezension und es gab kaum Korrekturen durch die Redaktion.
0:15:10 Die Arbeitsweise der ersten Rezension behielt er bei den folgenden Arbeiten bei, z.B. zu "Königskinder" (1962).
0:15:43 Aus Interesse rezensierte Gehler DEFA (Deutsche Film AG) Filme, die sich "ästhetisch auf neues Terrain begeben haben".
0:16:25 In seiner Arbeitsweise stellte er gerne Vergleiche mit geschichtlichen Beispielen an.
0:17:39 Assistent und Filmkritiker (Zwischentitel)
0:17:47 Die Arbeit an der Zeitschrift "Deutsche Filmkunst" endete mit der Auflösung der Zeitschrift im Dezember 1962.
0:18:06 Zunächst war eine hauptberufliche Arbeit als Filmkritiker nicht weiter geplant. Gehler hatte nebenbei eine Assistenzstelle an seiner Fakultät inne (Schwerpunkt Theorie und Praxis der Pressearbeit).
0:19:03 Diese Tätigkeit übte er 4 Jahre aus.
0:19:22 Mit dem Ende der Arbeit an der Fakultät endete auch die Planung seiner Doktorarbeit zu den Anfängen proletarischer und sozialistischer Filmkritik.
0:20:18 Beginn der Arbeit bei Zeitschrift "Sonntag". Erster Artikel war eine Rezension zu "Nackt unter Wölfen" (1962).
0:21:27 Arbeitsaufwand durch Gehlers publizistische Arbeit im "Sonntag" und die gleichzeitige Ausübung der Assistenzstelle an seiner Fakultät.
0:23:17 Beginn der Filmklubbewegung in der DDR (Dezember 1964) und die Arbeit Gehlers als Präsident der "AG Filmklub".
0:23:58 Mai 1965: Der erste Angriff und die Folgen (Zwischentitel)
0:24:43 Verhaftungen im Redaktionsumfeld der Zeitschrift "Sonntag" in den 1950er Jahren.
0:24:43 Erinnerungen Günter Netzebands (Filmredakteur) an die damaligen Verhaftungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit Mitte der 1960er.
0:26:02 Durch Beiträge von Konrad Wolf (Regisseur), Inge Keller (Schauspielerin), Erwin Geschonneck (Schauspieler) in der Zeitschrift war diese politisch weniger angreifbar.
0:27:09 Anlass für den Angriff auf die Filmpolitik und das Pressewesen in der DDR war Gehlers Rezension zu "Die Abenteuer des Werner Holt" (1964). Es gab mehrere Kritikpunkte und es wurde ein Vergleich zu "Die Brücke" (1959) gezogen.
0:28:55 Diese Rezension wurde sehr negativ aufgenommen und auch frühere Artikel wurden dadurch kritischer betrachtet.
0:29:25 Als Reaktion erschien in der Zeitschrift "Sonntag" der offene Brief "Cui Bono, Fred Gehler?" (Mai 1965) unter Pseudonym. In diesem wird Gehler vorgeworfen die staatliche Filmpolitik der DDR nicht angemessen darzustellen.
0:31:32 Reaktion der Redaktion auf den offenen Brief.
0:32:18 Hinter dem offenen Brief steckte ein Mitarbeiter der Abteilung Agitation beim Zentralkomitee der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands).
0:33:28 Folgen des offenen Briefes waren: das Wegfallen der Kolumnen bei den Filmrezensionen, das Wegfallen der Filmwertungstabellen und die gesamte Umgestaltung der Filmrezensionsseite.
0:35:15 Reaktionen an Gehlers anderer Arbeitsstelle der Fakultät für Journalistik durch Kollegen.
0:36:46 Reaktionen der Parteigruppe.
0:37:08 Reaktionen durch die Fakultät waren ein Gespräch mit dem Dekan und ein auszufüllender Fragebogen. Dieser beschäftigte sich mit Gehlers Meinungen zur Filmpolitik der DDR und grundsätzlicher Ideologie.
0:38:32 Gehler erklärte seine Hintergründe und rechtfertigte seine Aussagen.
0:39:30 Auf seine Antworten folgten weitere Sitzungen.
0:40:19 Auch in öffentlichen Parteisitzungen rechtfertigte sich Gehler.
0:40:45 Daraufhin wurde er aus dem Institut und der Fakultät entlassen (Sommer 1965).
0:41:03 Ein märchenhaftes Angebot (Zwischentitel)
0:41:19 Nach der Entlassung wäre durch eine Empfehlung an Joachim Mückenberger (Direktor des DEFA Spielfilmstudios) eine weitere Beschäftigung bei der DEFA möglich gewesen.
0:43:04 Davon wollte Gehler jedoch keinen Gebrauch machen.
0:43:25 Er kommt zu einem Auftrag bei der Firma SovExport, um sowjetische Filme für das DDR-Fernsehen zu bestellen.
0:45:23 Ab September 1965 beginnt die Sichtung sowjetischer Filme und damit auch der erste Kontakt zur Filmredaktion des DDR-Fernsehens.
0:45:55 Durch unterstützende Leserbriefe an die Redaktion des "Sonntag" nimmt Gehler seine Arbeit mit Filmrezensionen wieder auf.
0:47:34 Das 11. Plenum 1965 (Zwischentitel)
0:47:37 Erleben der Vorbereitungen des 11. Plenums des Zentralkomitees (ZK) der SED in der Beiratsgruppe Babelsberg unter Dieter Wolf (Dramaturg).
0:49:07 Disskussion um das Aufführverbot des Films "Der Frühling braucht Zeit" (1965).
0:49:48 Disskussion um das Aufführverbot des Films "Das Kaninchen bin ich" (1965).
0:51:07 Folgen des Plenums und Änderungen in der Transparenz der DEFA-Arbeit.
0:52:15 Es war danach erschwert möglich in der DEFA offen mit Problemen umzugehen.
0:52:40 Beteiligung von Günter Witt (Leiter Hauptverwaltung Film beim Ministerium für Kultur) am 11. Plenum.
0:53:27 Weitere Arbeit mit SovExport nach dem Plenum und die Bedeutung des russischen Films für ihn.
0:54:39 Das Plenum hatte auch den Einfluss, dass einige russische Klassiker nicht im Fernsehen gezeigt wurden.
0:55:23 1963 - 1968: Die Zeitschrift "film" (Zwischentitel)
0:56:22 Die Zeitschrift "Film 63" als Vorgänger von "film".
0:57:16 Es wurde unter anderem "Messer im Wasser" (1965) behandelt.
0:58:35 Beschäftigung mit den Werken von Wladimir Majakowski (Dichter).
0:59:43 Die Anregung zum Gründen der Zeitung "film" kam von dem Verband der "AG Filmklub", geplant waren 4 Ausgaben pro Jahr.
1:01:43 Die Inhalte der Zeitschrift spiegeln auch seine persönliche Entwicklung wider.
1:02:45 Zusammenarbeit mit Lothar Warneke (Regisseur) in der Redaktion.
1:03:53 Warnekes Beiträge unter Pseudonym
1:04:22 Bekannt wurde die Leserbrief-Diskussion zwischen Christoph Hein (Schriftsteller) und Gerd Poppe (Bürgerrechtler).
1:06:02 Bis Ausgabe Nummer 14 gab es keine Probleme mit Zensur oder Einflussnahme von außen.
1:06:47 Arbeit am Haus der tschechoslowakischen Kultur.
1:07:28 Auch ein angebotener Rücktritt von Gehler hätte eine Fortsetzung der Zeitschrift nicht ermöglicht.
1:08:17 Der gesamte Text der Zeitschrift wurde nicht zensiert und ohne staatliche Kontrolle direkt gedruckt.
1:09:43 Möglichkeit des Drucks ohne eine Erlaubnis des Presseamtes.
1:10:20 Die Auflage betrug bis zu 2000 Exemplare.
1:11:09 Interesse an osteuropäischen Filmen und deren Behandlung in "film".
1:16:46 Begründung für das Verbot der 14. Ausgabe.
1:17:52 Staatliche Kritik an früheren Ausgaben.
1:21:48 <Schwarzbild>
1:22:50 Ende Teil 1
Teil 2
0:00:00 <Schwarzbild>
0:00:20 Filmgespräche im Prager Frühling (Zwischentitel)
0:00:37 Übernahme der Moderation des Hauses der tschechoslowakischen Kultur in Berlin von Heinz Hofmann (Filmkritiker) und die damaligen Hintergründe.
0:02:19 Zusammenarbeit mit tschechoslowakischen Filmschaffenden.
0:03:11 Es gab bewusste Provokationen des Publikums um von den Künstlern unüberlegte politische Äußerungen zu kriegen.
0:03:47 Zusammensetzung des Publikums z.B. Stefan Heym oder Angelica Domröse.
0:04:57 Erleben des Einmarsches der Truppen des Warschauer Paktes während des "Prager Frühlings" (1968).
0:05:17 Aufenthalt in Prag bei Evald Schorm (Regisseur), den Gehler bei Dreharbeiten begleitet.
0:06:36 Zusammenarbeit mit Rolf Liebmann (Dramaturg) bei einer Publikation für den "Henschel Verlag".
0:07:41 Abreise aus Prag in die DDR in der Nacht vom 20. zum 21. August 1968 und die Stimmung in Prag, im Vorfeld der Ausschreitungen.
0:10:57 Als späte Folge des Prager Frühlings kam es nach einigen Monaten zu Berufsverboten und personellen Änderungen am Haus der tschechoslowakischen Kultur in Berlin.
0:11:27 Auswirkungen für Evald Schorm (Regisseur).
0:12:58 Das "Studio Camera" im Leipziger Kino Casino (Zwischentitel)
0:13:42 Gedanken zur Ausreise aus der DDR als Folge des Prager Frühlings.
0:14:44 Aufgrund der Schwierigkeit des Unterfangens stand dies nicht ernsthaft zur Option.
0:15:05 Einschränkungen der publizistischen Arbeit in den folgenden Jahren.
0:16:33 Tätigkeit als künstlerischer Leiter im Kino Casino, Leipzig.
0:17:30 Arbeitsrechtlich als Beschäftigter der Leipziger Bezirksfilmdirektion.
0:18:16 Einfluss auf die Auswahl der gezeigten Filme und Austausch mit internationalen Kinos und Archiven.
0:20:34 Einflussnahme auf die Möglichkeit des Zeigens von Wiederholungen.
0:21:12 Präzedenzfälle teilweise auch bei staatlich zugelassenen Filmen, zu begrenzten Vorführungen.
0:22:30 Vorführbarkeit von westdeutschen Filmproduktionen im Kino.
0:23:06 Ausnahmeveranstaltungen, wie Fellini Retrospektive im Casino und weitere Besonderheiten im Programm.
0:23:52 Möglichkeiten in der Variation des Programms, durch verschiedene Filmquellen.
0:27:40 Staatliche Zensur beim Casino, besonders in den 1980er Jahren.
0:28:29 Durch neue Zuständigkeiten wurde es schwieriger Filme ohne staatliche Freigabe durch die "Hauptverwaltung Film“ zu zeigen.
0:28:45 Imaginäre ausländische Gäste, als Vorwand um Filmvorführungen zu rechtfertigen.
0:31:05 Die 70er Jahre: Rückkehr in die Publizistik (Zwischentitel)
0:31:58 Wiedereinsetzung von politisch unbequemen Redakteuren, Lektoren und Anderen im DDR-Pressewesen.
0:33:50 Arbeit mit Ullrich Kasten (Regisseur) beim Fernsehen der DDR (Deutscher Fernsehfunk).
0:35:35 Beide hatten während ihrer Zusammenarbeit größere Freiräume bei ihrer Arbeit.
0:36:39 Arbeit an "Nischenfilmen".
0:36:57 Einführung des zweiten Programms des DDR-Fernsehens und die Verabredung, dass der Großteil seiner Produktionen dort laufen wird.
0:37:38 Arbeit unter Hans-Joachim Seidowsky (Programmdirektor des Deutschen Fernsehfunk).
0:38:49 Viele von Gehlers Produktion entstanden ohne große staatliche Einflussnahme.
0:40:30 Oft erfolgte zwar eine erste Kontrolle, jedoch keine Zweite.
0:40:53 Publizistische Arbeit während der 1970er und 1980er Jahre.
0:42:38 Obwohl einige seiner Rezensionen in der Zeit nicht erschienen sind, nahm er dies "mit einem Achselzucken" hin.
0:43:11 Jahresrückblicke über die DEFA in der Zeitschrift "Sonntag".
0:44:43 Seminare in Jena, die durch Gehler gehalten wurden.
0:45:57 Kritik an Gehlers Beschäftigung beim "Sonntag" in den 1970er Jahren.
0:46:45 Beschränktes Filmangebot in der DDR und Gehlers Umgang damit.
0:48:48 Möglichkeiten zur Einflussnahme auf das Filmprogramm in der DDR unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem "Progress Film-Verleih".
0:49:39 Reisen in die BRD (Bundesrepublik Deutschland) Ende der 1970er Jahre, mit dem Besuch der Internationalen Filmwoche Mannheim.
0:50:38 Affinitäten zur DEFA (Zwischentitel)
0:50:45 Grundlegende Beziehung zu den DEFA Studios.
0:51:45 Ersten Kontakt zu Regisseuren kamen durch Personenporträts im Rahmen seiner publizistischen Arbeit.
0:52:31 Die ersten Porträts entstanden mit den Regisseuren der "mittleren" DEFA-Generation: Roland Gräf, Rainer Simon, Lothar Warneke, Ulrich Weiß.
0:53:22 Mit der älteren Generation kamen keine Porträts mehr zustande. Als wichtige Regisseure dieser Generation nennt er u.a.: Wolfgang Staudte und Erich Engel.
0:55:24 Leipziger Dokumentarfilmwoche (Zwischentitel)
0:56:22 Einführung in die Filmauswahlkommission des "Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilme" (DOK Leipzig) durch Klaus Wischnewski (Dramaturg).
0:57:16 Mit Ausscheiden der Festivaldirektorin Christiane Mückenberger wurde Gehler 1993 die Leitung angeboten.
0:58:10 Bedeutende Filme auf der DOK Leipzig waren in den 1960er für Gehler die Werke von Mikhail Romm (Regisseur) und Chris Marker (Regisseur).
0:59:09 Veränderung der Filmliteraturlandschaft nach der Wende.
1:00:32 Die Leitung des Festivals ließ Gehler wenig Raum für andere Tätigkeiten.
1:02:04 Gestaltung des Filmprogramms des Festivals.
1:05:29 Zusammenarbeit mit Wilfried Berghahn (Filmkritiker), Wolfram Schütte (Filmkritiker) und Reinhold E. Thiel (Regisseur).
1:05:56 Das Archiv des eigenen Lebens (Zwischentitel)
1:06:20 Aktuelle Beschäftigung mit dem eignen Archiv.
1:07:31 Hüftoperation Fred Gehlers.
1:08:58 Das Gespräch fand am 16.08.2005 in Leipzig statt. (Zwischentitel)
1:09:06 Interview: Ralf Schenk (Zwischentitel)
1:09:11 copyright DEFA-STIFTUNG 2005 (Zwischentitel)
1:09:15 <Schwarzbild>
1:10:19 <Graubild>
1:16:40 Ende Teil 2