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Albrecht Dürer 1471 - 1528

Regie: Gerhard Jentsch, 14 Min., fa, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1971

Film-Videoformat
16 mm, 35 mm
Länge in m
376
Englischer Titel
Albrecht Dürer
Anlaufdatum
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt

Anlässlich des 500. Geburtstags von Albrecht Dürer drehte der Regisseur Gerhard Jentsch 1971 über den Maler einen Dokumentarfilm. Im Film wird ein Panorama der deutschen Renaissance entworfen, in die das Leben und das Werk Dürers im Kontext der Entwicklung von Wissenschaft und Technik, Apokalypse des Bauernkriegs und des Aufbruchs in die Neuzeit eingebunden ist.

Filmstab

Regie
  • Gerhard Jentsch
Drehbuch
  • Gerhard Jentsch
Kamera
  • Wolfgang Niestradt
Schnitt
  • Waltraud Hartmann
Regieassistenz/ Co-Regie
  • Jürgen Hermersdörfer
Kameraassistent
  • Helmut Kißling
Dramaturg
  • Franz Sporer
Komponist
  • Peter Gotthardt
Produktionsleitung
  • Ulrich Kling
Text
  • Rudolf Schmal
Beratung
  • Heinz Lüdecke
Sprecher
  • Hans-Georg Knörich
Person, sekundär
  • Albrecht Dürer
  • Agnes Dürer
  • Friedrich Engels
  • Desiderius Erasmus
  • Katharina Fey
  • Katharina Fürleger
  • Hieronymus Hulzschuher
  • Oswolt Krel
  • Konrad Peutinger
  • Bernhart van Resten
  • Maximilian I. von Habsburg (Kaiser Maximilian I.)
  • Michael Wolgemut

Langinhalt

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Schrifteinblendungen auf farbigen Untergrund: Ein Film des DEFA-Studios für Kurzfilme "KAG Kontakt". Rolltitel: Wir danken für die freundliche Unterstützung der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, des Museums der Bildenden Künste Leipzig, des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, der Alten Pinakothek München, der Gemäldegalerie Berlin-Dahlem, der Deutschen Bücherei Leipzig, der Landesbibliothek Dresden und des VEB-Filmfabrik ORWO-Wolfen. Fachexposé und kunstwissenschaftliche Beratung Prof. Dr. Heinz Lüdecke. Dramaturg Franz Sporer. Text Rudolf Schmal. Musik Peter Gotthardt. Schnitt Waltraud Hartmann. KinoVario-Beratung Peter Sbrzesny. Trickbau und Beleuchtung Werner Kuban. Kamera-Assistenz Helmut Kißling. Regie-Assistenz Jürgen Hermesdörfer. Aufnahmeleitung Wolfgang Liebig. Produktionsleitung Ulrich Kling. Kamera Wolfgang Niestradt. Buch und Regie Gerhard Jentsch. Überblendung vom "AD" per Zoom auf "Albrecht Dürer 1471-1528". Überblendung

0:00:57

Kupferstich von Albrecht Dürer "Melencolia I" (nah). Detail der engelhaften Figur im rechten Bildteil (nah). Detail des Polyeders im linken Bildteil (nah). Kommentar: "Es war eine Zeit der Fragen, der Unruhe, eine Zeit neuer Ideen in der Dürer arbeitete...". Schwenk vom Polyeder, über den Hund zu einer Kugel im linken Bildteil der "Melencolia I" (Detail). Schwenk über die Sonnenuhr zum magischen Quadrat, unterhalb der Glocke im oberen Bildteil (Detail). Rückwärtszoom auf das gesamte Werk "Melencolia I" (nah). Überblendung auf einen Kupferstich "Der heilige Hieronymus im Gehäus" (nah). Zoom auf Hieronymus am Wangentisch (Detail). Überblendung auf den Ritter im Kupferstich "Ritter, Tod und Teufel" (Detail). Wischer auf ein Detail "Tod" (nah). Wischer auf ein Detail "Teufel" (nah). Umschnitt auf den Pferdekopf des Ritters (Detail). Umschnitt auf die Initialen "AD 1513" im unteren linken Bildrand (Detail). Rückwärtszoom vom Gesicht des Ritters auf das Gesamtwerk (nah). Detailaufnahme der Burg am oberen Bildrand (nah). Überblendung...

0:02:17

...auf das Ölbild eines Selbstbildnisses von Dürer mit Eryngium aus dem Jahre 1493 (nah). Überblendung auf das Selbstbildnis Dürers im Pelzrock aus dem Jahre 1500 (nah). Zoom auf das Gesicht Dürers (Detail). Überblendung auf ein Dürerwappen aus dem Jahre 1527 (nah). Zoom auf das dargestellte Fenster im Wappen (Detail). Kommentar: "Dürers Vater war aus Ungarn nach Nürnberg gekommen, aus einem Dorf Namens Ajtós (Thür), daher der Name (Thürer) Dürer". Einblendung eine Stadtansicht von Nürnberg von Dürer im gezoomten Wappenfenster (nah). Schwenk über die Stadtansicht (Detail). Farbbilder der Stadt Nürnberg aus Dürers Sichtweise (nah). Landschafts- und Stadtaquarelle Dürers (nah). Aquarell "Weiher im Walde" Dürers aus dem Jahre 1495 (nah). Rückwärtszoom von einem Haus auf dem Kupferstich "Maria mit der Meerkatze" auf das gesamte Bild (nah). Überblendung mit Rückwärtszoom auf den Kupferstich "Der heilige Antonius vor der Stadt" von 1512 (nah). Überblendung auf einen Kupferstich aus der Serie "Marienleben" (nah). Zoom auf die Gesichter des Bildes (Detail). Kommentar: "Noch wird die Wirklichkeit oft im religiösem Gewand wiedergespiegelt, das ist nicht verwunderlich, aber Dürer benutzte die Darstellung biblisch-legendärer Themen, Motive und Modelle aus seiner heimatlichen Umgebung, ein Zeichen des wachsenden Selbstbewußtseins der bürgerlichen Menschen jener Zeit. Die Nürnbergerin als Maria, Bürger, Beamte, Soldaten. Modelle aus der Wirklichkeit für die Darstellung von Szenen in denen vor nicht langer Zeit noch lediglich idealisierte Figuren in festgelegter Pose und eingefrorener Geste agieren durften...". Porträt eines Mannes (nah). Überblendung auf ein Porträt einer Frau (nah).

0:04:24

Holzschnittbilder von Ehepaaren aus Dürers Hand (nah). Überblendung auf Holzschnitt-Darstellungen musizierender und tanzender Menschen (nah). Detailaufnahme der Schuhe (nah). Holzschnitte von Arbeitern und Bauern (nah). Holzschnitt von Männern auf einem Markt (nah). Zoom auf das Schwert eines Mannes (Detail). Kommentar: "Eine Alltagsscene von einem Markt, aber da ist schon das Schwert, es ist am Vorabend der Revolution. Ängste, Hoffnungen und Erregung des Volkes spiegeln sich in den vier Reitern der "Apokalypse"...". Zoom auf das Bild "Die vier apokalyptischen Reiter" (nah und Detail). Zoom auf einen Engel mit Schwert auf dem Bild "Die vier Racheengel und das reitende Heer" (nah und Detail). Zoom auf das Bild "Der Kampf Michaels mit dem Drachen" (nah und Detail). Abblendung.

0:05:29

Selbstbildnis des Dreizehnjährigen Dürers, eine Arbeit mit Silberstift auf weißem Papier aus dem Jahre 1484 (nah). Zoom auf das Gesicht des jungen Dürer (Detail). Porträt Albrecht Dürer des Älteren (Vater) eine Arbeit mit Silberstift auf grundiertem Papier (nah). Selbstporträt von Albrecht Dürer mit Bandage aus 1491 (nah). Überblendung auf Dürers Frau Agnes (nah). Kohlezeichnung von Dürers Mutter im Jahre ihres Todes (nah). Porträt von Dürers Lehrer Michael Wolgemut (nah). Überblendung auf das Porträt von Hieronymus Holzschuher (nah). Kommentar: "Dürer hat die Kunst des Porträts zu ihrer vollen Größe entwickelt...". Gegenüberstellung der Porträts von Wolgemut und Holzschuher (nah). Zoom auf die Augen von Wolgemut (Detail). Überblendung auf die Augen von Holzschuher (Detail). Rückwärtszoom vom Porträt Oswolt Krel auf das Gesamtwerk (nah). Porträt eines jungen Mannes von 1500 (nah). Zoom auf das Gesicht des Mannes (Detail). Kommentar: "...Menschen der Renaissance, diese Generation will an den Schätzen der Welt teilhaben, will die Welt durchschauen und ändern, mittelalterliche Demut ist ihr fremd geworden". Gegenüberstellung: Porträt eines "Unbekanntes Mannes" und Porträt des Mannes Konrad Peutinger (nah). Porträt von Desiderius Erasmus (nah). Zoom auf weitere Porträts in schneller Folge (nah).

0:07:45

Rückwärtszoom vom Auge des "Porträt des Bernhart van Resten" auf das Gesamtwerk (nah). Kommentar: "Oh Jahrhundert, oh Wissenschaften, es ist eine Freude zu leben…Ulrich von Hutten, und der junge Mann auf dem Dresdner Bildnis ist ein Zeitgenosse solcher Bekenntnisse". Zoom auf ein Jugendwerk von Dürer "Porträt einer jungen Frau-Katharina Fürleger" (Katharina Fey) (nah). Schwenk vom Gesicht auf die Hände (Detail). Kommentar: "Bereits hier zeigt sich die Meisterschaft des Porträtisten Dürer, der es verstand dem Wesen der Erscheinung auf die Spur zu kommen und es unverwechselbar zu überliefern...". Überblendung von den Händen auf die Gräser des Aquarells "Das große Rasenstück" (nah). "Der Feldhase" aus dem Jahre 1503 (nah). Zoom auf die Augen des Hasenbildes (Detail). "Der Hirschkäfer" von 1505 (nah). Darstellung der Blume "Akelei" (nah). Schwenk über das Farbbild "Maria und Kind" (nah und Detail der Eule). Überblendung auf den Holzschnitt "Der Zeichner der Laute" (nah). Blick auf Studien des menschlichen Körpers und geometrischen Figuren (nah). Kommentar: "Fast kein bedeutender Mann lebte damals der nicht in mehreren Fächern glänzte, so charakterisierte Friedrich Engels die Vertreter der neuen aufstrebenden Klasse, und auch Dürer war in seiner Kunst nicht nur Praktiker sondern auch ein Theoretiker der den Gesetzen der Kunst wie denen der Natur nachspürte...". Schwenk über einen Holzschnitt "Liegende nackte Frau" mit Zeichner (nah). Einblendung von Darstellungen des unbekleideten menschlichen Körpers (nah). Überblendung zu Dürers Kupferstich von "Adam und Eva" aus dem Jahre 1504 (nah). Zoom auf das Gesicht der Eva (Detail). Schwenk von den Füßen einer nackten Frau von hinten auf das Gesamtwerk "Weiblicher Akt von rückwärts" (nah). Umschnitt auf Dürers "Liegenden weiblichen Akt" (nah).

0:10:38

Kommentar: "Der Mensch war und blieb der Hauptgegenstand der humanistischen Kunst Dürers...". Ausschnitt aus "Maria mit Kind" (nah). Weitere Zeichnungen und Holzschnitte mit Darstellungen "Mutter mit Kind" und "Madonna mit Kind" (nah). Überblendung auf ein Triptychon "Dresdener Altar" (halbnah). Zoom auf das Mittelbild mit Maria und dem Jesuskind (nah). Detail des Gesichtes von Maria. Überblendung zu dem Triptychon "Paumgartner-Altar" (halbnah). Detailaufnahme vom oberen Bildrand des Mittelbildes. Schwenk von oberen Bildrand auf die Heilige Familie im Stall (Detail). Detail von Marias Gesicht mit Umschnitt auf das Gesicht von Josef. Rückwärtszoom vom Jesuskind auf die heilige Familie (Detail). Überblendung auf das Gemälde "Beweinung Christi" (halbnah). Detailaufnahmen von verschiedenen Personen auf dem Gemälde. Rückwärtszoom von der Alpenlandschaft auf dem Gemälde bis auf das Gesamtwerk (Detail).

0:12:29

Überblendung auf das Gemälde "Madonna mit Kind und Zeisige" (halbnah). Zoom auf das Gesicht des Jesuskindes (Detail). Umschnitt auf das Gesicht der Madonna (nah). Rückwärtszoom von der Bildmitte des Gemäldes "Rosenkranzfest" auf das Gesamtwerk (halbnah). Zoom auf die Bildmitte (nah). Detailaufnahmen des Gemäldes mit eingeblendeten Skizzen dazu (nah). Kommentar: "Mit Stolz kann Dürer nun feststellen, ich habe auch die Maler zum Schweigen gebracht die sagten im Stechen wäre ich gut, aber im Malen wüßte ich nicht mit den Farben umzugehen". Gesicht von Maria (Detail). Gesamtansicht "Betende Maria" (nah).

0:14:09

Kommentar: "Die große Vielfigurige Großkomposition die er in Italien studiert hatte erfüllte er mit demokratischen Geist und dem Geist der Reformation. Auf den Heller-Altar, von dem nur die Studien erhalten sind, stehen die Apostel vor der Maria, wie Dürer sich die Mitglieder einer reformierten Gemeinde vorgestellt haben mag, Handwerker sind da, einfache Leute. Was Dürer in Italien erlebte übertrug er in seine Anschauungen von den politischen Verhältnissen in Deutschland, wo die Auseinandersetzungen sich zugespitzt hatten...die Bewegung der Reformation steigerte sich, der große deutsche Bauernkrieg endete mit der brutalen Niedermetzelung der Bauern und Plebejer...". Eingeblendet zum Kommentar werden Skizzen von Dürer (nah). Skizzen von Gesichtern und "Betende Hände" (nah). Blick auf das lebensgroße Diptychon "Die vier Apostel" (halbnah). Kommentar: "Bilder die zur Krönung seines Werkes wurden...". Detail der Füße des Apostels und die Inschriften darunter auf der linken und rechten Bildseite. Einblendung einer Skizze (nah). Überblendung zu einem Holzschnitt (Flugblatt) "Gerechtigkeit, Wahrheit, Vernunft" (nah).

0:15:50

Illustrationen aus dem Gebetsbuch von Kaiser Maximilian I. )nah), einige davon stammen von Albrecht Dürer. Detailaufnahmen von bewaffneten und kämpfenden Bauern. Skizze "Die Bauernsäule", Dürers Entwurf zu einem Denkmal des Bauernkrieges (nah). Überblendung zum Diptychon mit den 4 Aposteln (halbnah). Detailaufnahmen der Apostel. Kommentar: "Gerechtigkeit, Wahrheit, Vernunft, unter diesem Wort waren in jener Zeit alle Vorwärtsstrebenden Kräfte der Nation angetreten zur größten progressiven Umwälzung die es bis dahin gegeben hatte. Der Bauer, der Bürger, der Wissenschaftler, Künstler wie Albrecht Dürer standen ihnen recht nah, und wir, seine Erben, danken es ihm...denn auch die Revolution unserer Zeit, die sozialistische Revolution dient der Vernunft, der Wahrheit, der Gerechtigkeit, Dürers Werk hilft dazu". Zoom auf sein 3. und letztes Selbstporträt Dürers mit Pelzrock aus dem Jahre 1500 (nah). Abblendung.

0:17:20 ENDE

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