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Bejdin, Oberst a.D.

Regie: Peter Rocha, 24 Min., Farbe, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1987

Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
656
Sonstiger Titel
Bejdin
Anlaufdatum

Kurzinhalt (Deutsch)

Dieser Farb-Dokumentarfilm porträtiert den ehemaligen sowjetischen Oberst Iwan Bejdin, der als 23-jähriger den Auftrag bekam, im Hinterland des Feindes wichtige Operationen durchzuführen. Dem Veteran des Großen Vaterländischen Krieges sieht man in Moskau beim Kochen mit seinen Töchtern zu, beim Glätten der Haare vor dem Spiegel, beim Eisangeln oder in der Metrostation. Bejdin, der bis 1954 in der DDR lebte und nun ein glühender Verehrer der Reformpolitik Gorbatschows ist, berichtet über seine bewegende Zeit im Zweiten Weltkrieg als Kommandeur einer Fallschirmjägerabteilung im feindlichen Hinterland und über seine Arbeit für das Nationalkomitee Freies Deutschland. Ergänzend sprechen ehemalige Mitglieder seines Kommandos und loben seine Art mit den Menschen umzugehen. Nach dem Krieg gehört Bejdin zu einem der jüngsten sowjetischen Offiziere in Deutschland, er hilft die FDJ mit aufzubauen. Seine Gedanken aus heutiger Sicht zu den Problemen dieses Jahrhunderts, an der Schwelle zwischen Krieg und Frieden und seine Hoffnungen gibt er in gut formulierten Originaltönen kund.

Filmstab

Regie
  • Peter Rocha
Drehbuch
  • Günter Mehnert
  • Peter Rocha
Kamera
  • Karl Farber
Schnitt
  • Ilse Gebhardt
Kameraassistent
  • Helmut Rinn
Dramaturg
  • Irmgard Ritterbusch
Komponist
  • Archiv
Ton
  • Hartmut Haase
Produktionsleitung
  • Alfred Mainka
Person, primär
  • Iwan Bejdin
  • Leni Berner
  • Hermann-Ernst Schauer
  • Franz Scherhag
Person, sekundär
  • Michail Gorbatschow
  • Otto Grotewohl
  • Erich Honecker
  • Heinz Keßler
  • Werner Lamberz
  • Wladimir Iljitsch Lenin
  • Elisabetha Pawlowa
  • Wilhelm Pieck
  • Otto Wolff von Amerongen
  • Erich Weinert

Langinhalt

0:00:00

Titeleinblendung "BEJDIN Oberst a. D.". Umschnitt auf Bejdin an einem Stand auf einem Marktplatz in Minsk (halbtotal). Bejdin unterhält sich mit der Marktfrau (halbtotal). Umschnitt auf die Marktfrau hinter dem Stand voller Knoblauch (halbnah). Gegenschnitt mit Blick auf den bezahlenden Bejdin (halbnah). Sprecherin: "Als Militär hat er den Rang eines Oberst erreicht, Iwan Bejdin, er lebt heute in Minsk. Während des Krieges hatte es eine besondere Art von illegalen Kämpfern gegeben über die man wenig spricht, damals war Bejdin 25 Jahre alt, er kam aus der 7. Abteilung der Sowjetarmee, verantwortlich für die politisch-ideologische Aufklärung beim Gegner...(Kameraschwenk über Bejdin bei seinem Gang über den Marktplatz)...Er machte besondere Aktionen im Hinterland des Feindes, zusammen mit Deutschen". Blick auf eine weiß gekleidete Marktfrau (halbnah). Kameraschwenk auf den probierenden Bejdin an einem Marktstand (halbnah). Umschnitt

0:01:20

Sprecherin: "Aus dem Originaltext der deutschen Abwehr: Achtung, sowjetische Fallschirmagenten, sie führen für den sowjetischen Nachrichtendienst Sabotageaufträge durch und sind vermutlich mit Sendegeräten ausgerüstet. Ihr Einsatz erfolgt wahrscheinlich in deutscher Wehrmachtsuniform...(Einblendung des gedruckten Hinweises)...neben der sie aber auch mit Zivilkleidern versehen sein dürften...". Kameraschwenk über den Hinweis bis zu "Bei Festnahme ist daher äußerste Vorsicht geboten. Selbstmord unbedingt verhindern" (nah). Umschnitt

0:02:05

Blick auf Bejdin mit einer dekorierten Uniformjacke in der Hand (halbnah). Er hält die Jacke zur Kamera und erzählt (halbnah) (O-Ton) "Hier sind meine Auszeichnungen, ziemlich schwere Sache ist das. Hier sind 2 Auszeichnungen die wichtig sind für mich: Leninmedaille und die 1. Auszeichnung für Krimkrieg (Bejdin zeigt jeweils mit den Fingern zur Auszeichnung) Die 3 Orden unten, das sind Orden des Vaterländischen Krieges...diese 2 Orden der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)...und das ist die Medaille der Deutsch-israelischen Freundschaft". Kameraschwenk von den Orden auf das lächelnde Gesicht von Bejdin (halbnah). Umschnitt auf Bejdin mit Ordensjacke vor dem Spiegel (halbnah). Umschnitt. Kameraschwenk von einem Mahnmal im Winter auf die Hochausanlagen in Minsk (halbtotal). Sprecherin: "Bejdin hat nach dem letzten Krieg am 22. Oktober 1945 in Deutschland geheiratet, den sowjetischen Leutnant Elisabetha Pawlowa...Chef der sowjetischen Kulturadministration in Deutschland...(Foto des Ehepaares mit ihrem 1. Kind)...Lisa soll ein wunderbares Deutsch gesprochen haben...(Foto von Bejdin mit seinem 1. Kind im Arm)...Auch Bejdins Kinder sind hier geboren...(Zoom auf ein Foto mit dem 1. Kind)...". Umschnitt

0:03:55

Blick auf Iwan Bejdin in der Küche seiner Wohnung mit dekorierter Uniformjacke (halbnah). Bejdin setzt sich an den kleinen Küchentisch und trinkt Kaffee (halbnah). Sprecherin: "Psychologe haben sie ihn genannt, die Deutschen die er für den gemeinsamen Kampf ausgewählt hat. Keiner kannte seinen vollen Namen. Bei ihren Einsätzen im Hinterland hatten sie drei Uniformen, eine deutsche, eine sowjetische und zivil. Diese Einsätze waren keine Kommandos der Sowjetarmee, sie unterstanden dem Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) und waren auf freiwilliger Basis. Die Deutschen kamen aus der faschistischen Wehrmacht, auch Überläufer waren dabei. Bejdin hatte ein gutes Auge, es gab nie einen Fall von Verrat...". Umschnitt auf den Schnee schippenden Zeitzeugen Franz Scherhag mit einem Foto in der Hand (halbnah) (O-Ton) "Ja, das ist wirklich eine historische Aufnahme, die ist gemacht worden Ende März 1943 als wir von den Partisanen zurück kamen. Hier zum Beispiel ist unser ehemaliger Kommandeur, Iwan Bejdin, und dieser in der 1. Reihe das bin ich. Also man kann mich heiter sicher noch erkennen". Zoom auf das Gruppenfoto mit Bejdin und Scherhag (nah). Sprecherin: "Franz Scherhag 1941 übergelaufen, Antifaschule, später beim sowjetischen Nachrichtenbüro und beim staatlichen Komitee für Rundfunk in Berlin". Umschnitt

0:05:30

Blick auf Leni Berner an ihrem Schreibtisch mit einem Foto in der Hand (halbnah) (O-Ton) "Ja, ist aber lang her ...Bejdin hat einen großen Eindruck auf mich gemacht...er ging großartig mit den Genossen um, mit den späteren Genossen, Antifaschisten, war sehr liebevoll zu ihnen. Hat aber den Auftrag bekommen, erzählte er mir damals, mit ihnen abzuspringen, das war zu den Partisanen im Hinterland des Gegners. Nun muß man sich doch vorstellen, der bekommt den Auftrag, das war das erste Mal das er den Auftrag bekam, und die Jungs, wir sagten immer Jungs, die Antifaschisten, diese jungen Menschen dachten doch kurz vorher noch anders, jetzt glauben wir wirklich das sie ehrlich sich doch haben überzeugen können dass der Weg der Richtige ist. Aber er mußte ja nun mit ihnen abspringen, er war allein als Sowjetbürger, und die anderen waren die Deutschen, ehemals Faschisten". Umschnitt auf ein Foto mit Bejdin neben Leni Berner (nah). Sprecherin: "Leni Berner, Kundschafter für die Sowjetunion, Emigration, sowjetische Staatsbürgerschaft, Lehrerin an der Frontschule für deutsche Kriegsgefangene, von den Nazis zum Tode verurteilt...(Fotoeinblendung mit deutschen Antifaschisten und Erich Weinert und Dr. Hermann-Ernst Schauer)...Delegierter auf der Gründungskonferenz des NKFD. Schauer, ehemaliger deutscher Offizier, Partisanen...Russland, heute Ministerium für Kultur". Umschnitt

0:07:05

Blick auf Hermann Ernst Schauer am Schreibtisch vor einem Lenin-Bild (halbtotal) (O-Ton) "Es wäre verhängnisvoll wollten wir heute glauben das es für jeden sowjetischen Offizier im Vaterländischen Krieg etwa eine Ehre oder ein leichtes gewesen wäre mit Deutschen zusammenzuarbeiten...(Zoom auf ein Foto von Bejdin in sowjetischer Uniform)...Das Vertrauen das Bejdin ausstrahlt ist auch aus einer bestimmten Risikobereitschaft geboren, aber die Größe bestand eben darin dass er Vertrauen in die Wandlungsfähigkeit des Menschen gesetzt hat...(Foto mit Bejdin und einen deutschen Soldaten)...Er hat einmal gesagt, solange der Faschismus nicht den Menschen im Menschen vernichtet hat...(Foto von vier deutschen Soldaten)...lohnt es um ihn zu kämpfen". Umschnitt

0:07:55

Blick auf Bejdin vor einem Fernsehgerät mit russischem Programm im Frühling 1987 (halbtotal) (O-Ton). Sprecherin: "Im sowjetischen Fernsehen wird das austreiben des Winters angesagt...(TV-Einblendung)...Bejdin hat uns Fotos gezeigt die man bei Deutschen gefunden hat...(Foto einer Tötung durch den Strang)...Minsk im Frühjahr 1944...(Foto einer erhängten Frau umgeben von deutschen Soldaten)...Es war Dezember 1943...(Blick auf eine Militärkarte im Buchregal von Bejdin)...vor der Kamera wollte Bejdin nicht darüber sprechen...(Kartenausschnitt "RSFSR - 7.L.P.D. zwischen Porchov und Pskov")...das er Angst hatte zusammen mit den Deutschen mit dem Fallschirm zu springen, damals bei Pskov, südlich des eingeschlossenen Leningrad. Die Deutschen erhielten Waffen und deutsche Uniformen, war nicht der eine oder andere darunter der nicht einfach nur aus dem Kriegsgefangenenlager wollte...(Foto von Bejdin mit Funkgerät)...oder sich eine bessere Verpflegung erhoffte? Mikrofilm des sowjetischen Verteidigungsministeriums, Nummer 109, Strich 777...(Fotoeinblendung)...Aus dem Bericht Bejdin: Die Deutschen haben sich als ergebene Menschen erwiesen die bereit sind jede Aufgabe zu erfüllen ohne Rücksicht auf die Gefahren für ihr Leben". Umschnitt

0:09:30

Blick auf eine verschneite Wohnanlage in Minsk mit dem davor gehenden Bejdin (halbtotal). Sprecherin: "Die Kampfgruppe des Aufklärers Bejdin hat dreißig Mal an Spähtruppunternehmen, zehn Mal auf Überfällen von Fahrzeugkolonnen, und bei vier Sprengungen auf Eisenbahnlinien mitgewirkt, dabei sind jedes Mal 600 Meter Gleis unbrauchbar gemacht worden. Siebzehn Mal ist Bejdin mit den Deutschen aus dem Flugzeug gesprungen, heißt es in dem Bericht...(Blick auf Bejdin am Hauseingang)...Bejdin sagt, bis zum Januar 1945 führten wir 200 Kampfaktionen durch...(Blick in die Küche auf Bejdin mit seinen Töchtern)...und immer damit der Krieg schneller zu Ende gehen soll". Bejdin unterhält sich mit seinen beiden Töchtern in der Küche (halbtotal) (O-Ton). Blick auf die Töchter bei Schnibbelarbeiten (halbnah) (O-Ton). Kameraschwenk zu Bejdin am Herd (halbnah) (O-Ton). Umschnitt auf den verschneiten Wohnblock (halbtotal). Umschnitt auf den erzählenden Bejdin in der Küche mit dekoriertem Jackett (halbnah) (O-Ton) "Man spricht jetzt, wie du selbst gelernt hast, über das Problem Mensch zu bewahren. Natürlich, die Situation ist wirklich so, es geht um die Existenz der Zivilisation. Die Welt ist so zusammen verflochten auf verschiedenen Gebieten, dass ein Land nicht auf Kosten eines anderen Landes profitieren kann. Deswegen muß eine engste Zusammenarbeit angestrebt werden, einmal um den Krieg zu vermeiden um den Mensch zu erhalten, und zweitens, nur weiß ich dass auch sehr gut, dass es eine Menge von großen Problemen sind die nicht von einzelnen Ländern, auch wenn sie groß und mächtig sind, allein gelöst werden. Sauberhaltung des Weltalls zum Beispiel, und viele andere Probleme, zum Beispiel Maßnahmen zur Erhaltung der Umwelt, die Wälder müssen geschützt werden vor der Vernichtung, Gewässer müssen sauber gehalten werden". Umschnitt

0:12:10

Blick auf einen Militärlastwagen und einen Omnibus auf den vereisten Straßen von Minsk (halbtotal). Blick auf eine Hauptstraße in winterlichen Minsk (halbtotal). Umschnitt auf Bejdin in der Küche (halbnah) (O-Ton) "Bei uns sin der Sowjetunion, weißt Du, wird jetzt sehr viel über das Neue Denken gesprochen. Ich glaube natürlich ist das nicht nur die Rede, unter diesem Begriff verbirgt einen tiefer Sinn, und man kann das so, wie soll ich dir erklären, auf verschiedenen Beispielen zeigen. So zu Beispiel, Initiativen müssen überwunden werden, Verharrung auf bestimmten Positionen, und das Hauptziel besteht darin, das Denken an die veränderten Bedingungen in der Welt anzupassen". Umschnitt. Kameraschwenk über eine Parole an der Fassade eines Verwaltungsgebäudes (halbtotal). Umschnitt auf Bejdin (O-Ton) "Es ist nicht zufällig das Gorbatschow immer wieder über die Perestroika spricht, von Beschleunigung...deswegen ist diese Appellation an das Volk und deswegen ist auch die Begeisterung des Volkes. Neue Luft, neue Winde sollen wehen, damit alles was abgestorben ist gereinigt wird, und bei der Entwicklung der Gesellschaft häufen sich doch die Abfälle, und diese Abfälle muß man schleunigst beseitigen, und nicht zu bestimmten Zeiten sondern ständig. Und wenn das immer sauber gehalten wird dann erreichen wir die Ziele die wir uns gelegt haben". Umschnitt

0:13:55

Blick auf kostümierte, musizierende und tanzende Menschen auf den Straßen von Minsk (halbtotal) (O-Ton). Kameragang mit den Menschen im Umzug (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt in das Wohnzimmer von Bejdin mit Töchtern, Söhnen und Enkelkindern (halbnah) (O-Ton). Blick auf die Tochter beim Befüllen der Teller mit Suppe (halbnah). Sprecherin; "Bejdins Familie mit Kindern und Enkel, Lisa, seine große Liebe, verstarb vor zwei Jahren". Kameraschwenk über die Familienmitglieder (halbnah) (O-Ton). Blick auf die essenden Enkelkinder (halbnah) (O-Ton). Blick auf den lachenden und erzählenden Bejdin (halbnah). Umschnitt auf den erzählenden Bejdin in der Küche (halbnah) (O-Ton) "Wir haben die Havarie in Tschernobyl gehabt, das ist im Vergleich zu dem was die Anwendung der Massenvernichtungswaffen bedeutet, das ist eine kleine Geschichte, aber die kleine Geschichte hat mehr Länder in Unruhe gebracht und riesige Anstrengungen von unserer Seite. Monatelang arbeiten unsere Leute mit ganz großer Energie um das zu bändigen. Ein einziger Reaktor, vielleicht viel kleiner als die kleine Atombombe. Deswegen das Gerede über Leben und Möglichkeit des Krieges, das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Umschnitt

0:15:55

Blick auf eine Gruppe Männer auf einem zugefrorenen und verschneiten See (halbtotal). Bejdin folgt den Männern mit seinen Enkelkindern und Schlitten (halbtotal). Umschnitt auf die sitzenden Angler vor Löchern in der dicken Eisschicht (halbtotal). Kameraschwenk über die Angler und Schlittschuhfahrer auf dem Eis (halbtotal). Blick auf einen Eisangler vor zwei Eislöchern (halbnah). Blick auf das Anlegen eines Eisloches mit dem Spiralbohrer und dem zuschauenden Bejdin (halbtotal). Umschnitt auf ein Foto einer FDJ-Versammlung im Oktober 1945 (nah). Sprecherin: "Als der Krieg zu Ende war kam Bejdin nach Deutschland, im Oktober 1945 wurde er Offizier für Jugendfragen...(Zoom auf Bejdin auf dem Foto)...er war der jüngste Offizier. Er half die antifaschistischen Jugendausschüsse in der damaligen sowjetischen Besatzungszone (SBZ) zu gründen. Im Gelöbnis der Deutschen Jugend hieß es: (Fotoeinblendung) Nie wieder darf zugelassen werden dass wir Volksfeindliche Interessen Millionen Deutscher in Eroberungskriegen hingeopfert werden. Beim 1. Parlament der Freien Deutschen Jugend (FDJ) war Bejdin unter den Ehrengästen...(Zoom auf ein historisches Foto)...Anfang 1947 wird Bejdin Verbindungsoffizier zu Sozialischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Erst 1959 kehrte er in seine Heimat zurück. Privatfotos von Bejdin (Foto mit Wilhelm Pieck) mit dem 1. Präsidenten unserer Republik. (Zoom auf ein Foto mit Pieck und Bejdin) Bejdin sagt, ich hatte Glück die prominentesten Personen der DDR in ihrer Jugend kennen zu lernen, über 40 Jahre ist es her. Erich Honecker schreibt in seiner Biographie, viele der sowjetischen Genossen, (Foto von Bejdin) unter ihnen Jugendoffiziere wie Major Bejdin, erwarben sich große Verdienste um die Entwicklung der Jugendbewegung (Zoom auf ein FDJ-Gruppenfoto mit Honecker) bei uns. Ihre Sachkenntnis, ihr auftreten, ihr kameradschaftliches Wesen und ihre freundschaftliche Hilfe beeindruckten mich". Umschnitt

0:19:15

Blick auf Hermann Ernst Schauer am Schreibtisch (halbnah) (O-Ton) "Meine Begegnung mit Bejdin ist eigentlich durch nichts zu ersetzen in diesem Sinne, grade weil er so spezifische Eigenschaften hat, so eines Russen, eines Patrioten und eines echten Internationalisten. Er hat meinem Leben unheimlich viel gegeben (Porträtfoto des jungen Bejdin in Uniform) weil nur eine Haltung die sich Schwierigkeiten stellt und Schwierigkeiten meistert, eine Menschenwürdige Haltung ist, eines bewussten Kommunisten, eines bewusst lebenden Menschen würdig ist. Ich darf nicht nur registrieren und nicht nur feststellen, sondern ich muß immer versuchen etwas aktiv zu verändern, und das ist auch Zug der Bejdin eigen ist". Foto mit Bejdin und Otto Grotewohl vom 11. März 1949 (nah). Umschnitt auf eine Widmung (nah) "Dem treuen Freund und Genosse Iwan Bejdin zur bleibenden Erinnerung. Ingrid und Ulrich Lamberz". Sprecherin: "Widmung der Familie Lamberz, Werner Lamberz war 15 als sein Vater in der Kampfgruppe Bejdin war...(Foto vom Januar 1987 mit Bejdin und Heinz Keßler)...Bejdin bei Hans Keßler, Minister für Nationale Verteidigung". Umschnitt auf die erzählende Leni Berner mit einem Foto in der Hand (halbnah) (O-Ton) "Ich war 40 Jahre alt und der Mann hier war Mitte 20, aber das spielt keine Rolle, dieser Unterschied, wir haben uns gut verstanden. Nicht etwa das ich die Alte war und er der junge, so war es nicht, wir waren alle Kameraden und Genossen vor allen Dingen, und haben uns gut zusammengefunden, sehr gut. Bejdin und ich, wir haben uns sehr gut verstanden (Blick auf das Foto in ihrer Hand) Er hat auch für mich sehr gut gesorgt Übrigends, er hat mir eine neue Koppel besorgt damals...(Leni Berner setzt ihre Brille auf und betrachtet das Foto)...Ja, das ist Übrigends die Koppel die er mir gegeben hat, besorgt hat, und diese Bluse die ich anhabe, die existiert heute noch, weiß aber im Moment nicht wo ich sie habe...aber das sind alles Erinnerungen die hier noch auf dem Bild hängen, darum sehe ich es mir manchmal ein bißchen länger an". Umschnitt

0:21:10

Foto mit Honecker und Bejdin bei einer Ehrung (nah). Umschnitt auf den erzählenden Bejdin in der Küche (halbnah) (O-Ton) "Forum in Moskau, ja, das ist ein Unikum in der Geschichte des Kampfes in der Welt. Nach Moskau sind Leute gekommen, verschiedener sozialer Herkunft, verschiedener sozialer Stellung, und verschiedener...Es war zum Beispiel Präsident der Banco Italiano, oder Präsident der Vereinigung der Unternehmer von Westdeutschland, Otto Wolff von Amerongen. Sie sind nicht zu Kommunisten geworden, sie haben ihre ideologische Position nicht aufgegeben, aber alle die dort an dem Forum teilgenommen haben sind übereingekommen das der Krieg nicht stattfinden darf". Umschnitt auf ein Pärchen in einer Moskauer Metro (halbnah). Kameraschwenk vom Pärchen auf das Gesicht des sitzenden Iwan Bejdin (halbnah). Umschnitt auf Bejdin neben der Metro auf dem Bahnsteig (halbtotal). Umschnitt auf die unterirdische Metrostation mit der davon fahrenden Metro (halbtotal). Umschnitt auf den Rolltitel mit den Stabangaben: Buch Günter Mehnert und Peter Rocha. Dramaturgie Irmgard Ritterbusch. Produktion Alfred Mainka. Aufnahmeleitung Thomas Wehner. Ton Hartmut Haase. Trick Dieter Kühne. Schnittassistenz Haida Lorenz. Kamerassistenz Helmut Rinn. Schnitt Ilse Gebhardt. Kamera Karl Farber. Regie Peter Rocha. Überblendung: DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Gruppe "Kontakt" 1987. Abblendung

0:23:15 ENDE

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