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Busch singt

Regie: Reiner Bredemeyer, Erwin Burkert, Ludwig Hoffmann, Peter Voigt, Konrad Wolf, fa, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
Fernsehen der DDR / DEFA-Gruppe Siebenundsechzig / Akademie der Künste, 1982

Länge in m
9330
Sonstiger Titel
Aurora - Morgenrot, Teil 1.; Nur auf die Minute kommt es an, Teil 2.; 1935 oder das Faß der Pandora, Teil 3.; In Spanien, Teil 4.; Ein Toter auf Urlaub, Teil 5.; Und weil der Mensch ein Mensch ist, Teil 6.

Kurzinhalt

Es handelt sich um einen sechsteiligen Film über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen verbindendes Glied die Lebensgeschichte von Ernst Busch darstellt. Erwin Burkert, einer der Regisseure, kommentierte: "Als Arbeitssohn, Mitglied der SPD, USPD und KPD stand Ernst Busch in den Kämpfen der Zeit. Seine Arbeit am Theater, im Film und Kabarett und als Sänger war immer politisch - ob in Deutschland, Spanien oder im Exil - von der Novemberrevolution über die 1920er Jahre und die Zeit des Faschismus bis zu den Jahren in der DDR. Als Kämpfer für die "Sache des Proletariats" gehört er noch heute zum "Erbe" der Arbeiterbewegung. ,Ich geh mit dem Jahrhundert mit', war von Enrst Busch manchmal zu hören. Bei seinem Geburtsdatum kein Wunder. Wenn jemand dagege hielt: ,Aber Ernst, du bist doch kein Mitläufer', der konnte hören: ,Mach's für einen Sechser billiger.' Die sechs Filme folgen seinem Plan für eine Chronik mit Liedern über sein Jarhundert."

Der erste Teil thematisiert Ereignisse der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts: die Revolutionen in Russland, die Novemberrevolution in Deutschland, der Erste Weltkrieg und seine Auswirkungen bis hin zur Gründung der Weimarer Republik. Während dieser Zeit ist Ernst Busch Metallarbeiter in Kiel. Der zweite Teil schildert Buschs Zeit von der Ankunft in Berlin im Jahr 1927 bis zu seiner Emigration im März 1933: es ist die Zeit der stärker werdenden nationalsozialistischen Bewegungen und die der Einheitsbewegungen der deutschen Arbeiter. Zu dieser Zeit beginnt Busch mit der Zusammenarbeit mit Hanns Eisler, Bertold Brecht, Kurt Tucholsky und Erich Weinert. Im dritten Teil kommentieren die Gesänge von Ernst Busch die Ereignisse im Jahr 1935: mit der Einführung der Wehrpflicht, des Arbeitsdienstes, dem Beginn der militärischen Aufrüstung und schließlich mit der Verabschiedung der Nürnberger Rassengesetze werden die Grundsteine für den Zweiten Weltkrieg und für die Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland gelegt. Der vierte Teil berichtet von Buschs Zeit in Spanien während des Bürgerkrieges 1936 - 1939. Busch sang unter anderem für die Internationalen Brigaden und die Soldaten der republikanischen Armee. Auch ehemalige Spanienkämpfer kommen zu Wort. Buschs Deportation von Belgien nach Südfrankreich im Jahr 1940 ist Thema des fünften Teils der Reihe. Nach einem Fluchtversuch aus dem Lager wird er der GESTAPO übergeben, die ihn bis zum Kriegsende im Polizeigefängnis Berlin-Alexanderplatz, in Moabit und im Zuchthaus Brandenburg inhaftierte - bis er schließlich dort von der Roten Armee befreit wurde. Busch singt ein Konzert vor Vertretern der alliierten Siegermächte. Der sechste Teil widmet sich den Neuanfängen Buschs nach dem Weltkrieg und seinen Verdiensten in der Deutschen Demokratischen Republik. Auch das Haus, in dem Ernst Busch zuletzt lebt, wird vorgestellt.

(Quelle: DEFA-Stiftung, frei nach dem Filmobibliografischen Jahresbericht 1983)

Filmstab

Regie
  • Reiner Bredemeyer
  • Erwin Burkert
  • Ludwig Hoffmann
  • Peter Voigt
  • Konrad Wolf
Kamera
  • Eberhard Geick
  • Lothar Keil
  • Hans-Eberhard Leupold
  • Ernst Oeltze
Schnitt
  • Evelyn Carow
  • Ulla Kallisch
  • Monika Klein
Regieassistenz/ Co-Regie
  • Doris Borkmann
Komponist
  • Ernst Busch (Originalaufnahmen)

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Verstanden
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