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Der Augenzeuge 1946/16

12 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutschland (Sowjetische Zone)
DEFA Deutsche Film-Aktiengesellschaft, 1946

Film-Videoformat
35 mm
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH ("Der Augenzeuge - Die 40er Jahre") / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt

1. Kinder suchen ihre Eltern

2. Kleiner Bär für den Londoner Zoo (20 m)

3. Bodenreform in Japan, Reisanbau (12 m)

4. Lord Beveridge in Berlin (33 m)

5. Exgauleiter Albert Forster (23 m)

6. Wilhelm Pieck bei Heimkehrern in Frankfurt/Oder (23 m)

7. Trümmerbeseitigung in der Frankfurter Allee (24 m)

8. Tito in Moskau (25 m)

9. Aufbau des Dresdner Zwingers (21 m)

10. Motorradrennen russischer Soldaten im Bezirk Dresden (28 m)

11. "Zirkusprinzessin" im Metropol-Theater (44 m)

Filmstab

Kamera
  • Heinz Jaworsky
  • Erwin Anders
  • Harry Bremer
  • Walter Fehdmer
  • Erich Nitzschmann
Schnitt
  • Ella Ensink
Ton
  • K. Tramburg
Redakteur
  • Kurt Maetzig
Text
  • Marion (auch: I. M.) Keller
Sprecher
  • G. Begeré
  • I. Krebs
  • E. Brückner
  • Tappe
Person, primär
  • William Beveridge
  • Josip Broz Tito
  • Hartmuth Burzian
  • Gerhard Dirschuweit
  • Heinz Finewski
  • Albert Forster
  • Wilhelm Pieck
  • Joachim Rohrberg
  • Ehrhard Semling

Langinhalt

1. Kinder suchen ihre Eltern: Ehrhard Semling; Gerhard Dirschuweit; Heinz Finewski; Joachim Rohrberg; Hartmuth Burzian. Hilfsbereite Menschen fragen immer wieder: wir wollen ein elternloses Kind aufnehmen, wir wollen es adoptieren, aber es gibt ein Gesetz, das dieses verbietet.

Sie haben nicht das vorschriftsmäßige Alter für Adoptiveltern.

2. Eine Sendung aus dem fernen Osten für den Londoner Zoo: Ankunft eines Bären aus dem chinesischen tibetanischem Bambuswald

3. Ein japanischer Reisbauer: Programm einer Bodenreform der japanischen Regierung

4. Lord William Beveridge in Berlin: Ansprache Beveridges: Es freut mich, einige Wort deutsch zu sprechen und Sie zu grüßen. Berlin ist heute eine traurige Stadt, aber Berlin ist nicht ohne Hoffnung und Sie sind ein tüchtiges Volk. Ich bin hergekommen in der Hoffnung, dass bessere Tage vor uns allen liegen, für Sie und alle Menschen in der Welt. (Orig.Ton englisch) Lassen Sie mich mit der Erklärung beginnen, daß ich ein Privatmann bin. Ich stehe nicht in Verbindung mit der Regierung, ich bekleide kein Amt, ich habe gar keinen Einfluß auf die britischen Regierungsgeschäfte. Als Privatmann, der sich jedoch bemüht, und jederzeit die Chance hat, die öffentliche Meinung seines Landes zu beeinflussen, erklärt er: Ein Land, in welchem eine große Anzahl von Menschen keine Gelegenheit zu Arbeit finden kann, kann kein glückliches Land sein. Ein Mensch ohne Arbeit ist ein Mensch ohne Heimat. Die Voraussetzungen für das Wohlergehen der ganzen Menschheit seien Befreiung vom Kriege, Befreiung von Untätigkeit und Befreiung von Not.

5. Ex-Gauleiter Albert Forster in Berlin: aus der polnischen Militärmission in der Schlüterstraße wird der ehemalige Gauleiter von Danzig, Albert Forster, abgeführt. Vor einem polnischen Gericht muß er sich wegen einer ganzen Liste von Verbrechen verantworten, die während seiner Amtszeit und auf seinen Befehl hin in Danzig gegangen wurden. Er ist seiner gerechten Strafe nicht entgangen.

6. Bei den Heimkehrern in Frankfurt/Oder: Wilhelm Pieck heisst Heimkehrer willkommen: Sie sind aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen, die Heimat erwartet sie und wird ihnen helfen, in das Leben zurückzufinden und eine neue Existenz aufzubauen. Diese deutschen Männer kommen in einem bedeutungsvollen Moment, so sagte Wilhelm Pieck. Jetzt soll unser Volk durch seine Wahlen entscheiden, was mit Deutschland wird. Schwere Aufgaben stehen vor uns. Wir grüssen jeden, der bei der Rückkehr in die Heimat mit Selbstvertrauen und Energie nach seinen Kräften hilft und mit zupackt.

7. Die Frankfurter Allee ist wieder frei: Aufräumarbeiten; Trümmerbeseitigung; Hoch oben an den Masten - und tief unten unter dem Pflaster wird rastlos gearbeitet, um eine fast völlig zerstörte Berliner Straße wieder passierbar zu machen. Eine Riesenarbeit, die Trümmerbeseitigung der Frankfurter Allee, geht ihrem Ende entgegen. Zweitausend fleißige Menschen, vor allem Frauen, sehen mit Stolz auf ihr Werk, den ersten vollendeten Arbeitsabschnitt. Die Straße ist wieder frei.

8. Tito in Moskau: jugoslawische Delegation, an ihrer Spitze Marschall Tito, besuchte das Lenin-Mausoleum in Moskau und legt Kranz nieder; Eine jugoslawische Delegation, an ihrer Spitze der sagenumworbene Marschall Tito, besuchte das Lenin-Mausoleum in Moskau und legt einen Kranz nieder. Von Tschimkin aus fahren die Gäste zur Besichtigung des Wolga-Moskau-Kanals

9. Aufbau des Dresdner Zwingers: Eines der schönsten Werke der deutschen Barockbaukunst, der Dresdner Zwinger, soll wieder hergestellt werden. Einst der erlesene Rahmen für die Feste am Hofe August des Starken - ist er für uns die Heimat der berühmten Dresdner Sammlungen gewesen - und das soll er auch wieder werden. Das alte Kupferdach wird wieder montiert, es wurde vom Feuersturm heruntergeworfen und ist so der Vernichtung entgangen. Die gaziösen Figuren von Balthasar Permoser waren außerhalb der Stadt untergebracht und werden jetzt als Vorlagen für neue Kopien dienen. 70 Mann sind an dem Bau beschäftigt,

die Arbeit wird voraussichtlich 10 Jahre dauern, falls sie nicht wegen Wohnungsbau doch noch unterbrochen werden sollte

10. Motorradrennen russischer Soldaten in Dresden: Eine Neuigkeit aus dem Bezirk Dresden: Ein 100 Kilometer-Mannschaftsrennen sowjetischer Soldaten.

Die Fahrt geht durch Dörfer, über Feldwege, und passiert kleine Höhenzüge. Wasser ist kein Hindernis - beim Hindernisrennen. Querfeldeinfajrt auf 25 Kilometer. Unter diesen Fahrer ist eine Frau, können Sie sie erkennen? Wenn Sie genau aufpassen, können sie sehen, wie sie ihren eigenen Mann schlägt. Im Einkilometerspurt fährt sie die schnellste Zeit des Tages: 21,9 Sekunden und hängt damit den Gatten um eine volle Sekunde ab. Sieger der Gesamtstrecke Loginoff (?) und ein anerkennendes Shakehands für Frau Skobell

11. Die Zirkusprionzessin - zweiter Teil: Nach dem ersten Akt sieht man oft auch gern den zweiten. Vor allem in der Zirkusprinzessin des Berliner Metropol-Theaters. Das heitere Duett von Sonja Ziemann und Adi Apelt. Der melodiöse Darling-Tanz von Rita Zabekow und zum Schluß das glückliche Brautpaar Oda Troll und Emil Frickartz

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