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Die Alliierten

Regie: Joop Huisken, 50 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1966

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
1388
Sonstiger Titel
29 Jahre Potsdam

Kurzinhalt

Dieser schwarz-weiß-Dokumentarfilm berichtet über die geschichtlichen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs bis zur Kapitulation Deutschlands in filmischen Rückblicken. Zeitzeugen und vom Schicksal gezeichnete Männer und Frauen äußern sich in Interviews aus den Städten Paris, Moskau und London zu den Ereignissen zwischen 1939 bis 1945. Ehemalige Militärs, Botschafter, Korrespondenten und Berater von Regierungen aus verschiedenen Ländern erzählen vom schwierigen Unterfangen, beginnend mit der Jalta-Konferenz und der Potsdamer Konferenz bis hin zur Währungsreform 1948, um ein neues Deutschland aufzubauen und einen dauerhaften Frieden in der Welt zu erreichen. Kritische Stimmen zur gewollten Spaltung Deutschlands durch die Amerikaner und die Atompolitik einiger Länder treten in den Interviews besonders hervor. Des Weiteren wird die Furcht vor einer neuerlichen Militarisierung Westdeutschlands an der Seite der NATO-Streitkräfte und vor dem allgemeinen Wettrüsten erkennbar.

Filmstab

Regie
  • Joop Huisken
Kamera
  • Joop Huisken
  • Artur Killus
  • Gerhard Münch
  • Horst Orgel
  • Wolfgang Randel
Schnitt
  • Bärbel Lehmann
Redakteur
  • Hans Goldschmidt
Beratung
  • Schneider
Sprecher
  • Norbert Christian
  • Gerd Ehlers
  • Erwin Geschonneck
  • Marga Legal
  • Lotte Loebinger
  • Jean Steen
  • Gerry Wolff

Langinhalt

0:00:00

Vorspann: Ein Film des DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme. Umschnitt nach Paris: Passanten schlendern durch das Zentrum von Paris (halbtotal. Blick auf einen offenen Omnibus (halbtotal). Fahraufnahme auf der Avenue des Champs Élysées mit Zufahrt auf den "Arc de Triomphe" (Triumphbogen) (halbtotal). Eingeblendeter Titel "Die Alliierten". Fahraufnahme auf einer Straße an der Seine mit Zufahrt auf die Brücke "Pont-de-l'Alma" (halbtotal). Schwenk über die Seine und die Brücke "Pont Neuf" (halbtotal). Umschnitt. Blick auf die Säulen mit Figuren auf einer Straßenkreuzung (halbtotal). Fahraufnahme mit dem PKW und Blick auf historische Kanonen vor einem Panzer am Pariser Armeemuseum am "Place des Invalides" (halbtotal). Blick auf einen französischen Vater der seinem Sohn das Museum zeigt (halbtotal) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Sieh, mal, das ist das Armeemuseum das dem Ruhm der französischen Armee geweiht ist. Aber, siehst Du, das ist eine Art Symbol, da es alle von Frankreich gewonnenen und verlorenen Schlachten darstellt, und denke daran dass dabei viel Blut floss...". Vater berichtet von den Kriegseinsätzen des Großvaters und seiner eigenen Person, von der Kriegsgefangenschaft und vom Faschismus (halbnah). Gesicht des zuhörenden Jungen (nah). Vater weiter (halbnah) (O-Ton) "...es gab auch Deutsche, und ich kannte einige von ihnen, die an der Seite der Franzosen in der Résistance in Frankreich kämpften, nun, und mit diesen Deutschen können wir uns verstehen, denn es war ja damals nicht das ganze deutsche Volk, verstehst Du"?

0:02:15

Umschnitt nach Moskau: Blick (von oben) auf ein Apartmentgebäude an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße von Moskau (halbtotal). Rückwärtszoom aus der Vogelperspektive von den Schiffen auf der Moskwa auf die modernen Hochhäuser beiderseits des Flusses (halbtotal). Blick vom Turm des hohen Apartmentgebäudes an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße auf die Moskwa (halbtotal). Umschnitt auf die Menschen auf dem Roten Platz (halbtotal). Mutter mit ihrer Tochter (halbnah). Passanten im Stadtinnern (halbtotal). Schwenk über Mädchen in Schuluniformen (halbtotal). Fahraufnahme mit Blick auf den Rohbau eines Hochhauses (halbtotal). Schwenk über die Gebäudeanlagen an der Moskwa (halbtotal). Erzählender Mann auf der Uferpromenade (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Ich habe auch auf den Sturm auf Berlin teilgenommen. Ich bin dabei gewesen. Das war wirklich etwas Einmaliges in meinem Leben. Unsere Armee und unser Volk haben gesiegt, wir haben standgehalten. Wir haben unser Land und die ganze Menschheit gegen einen furchtbaren, einmaligen grausamen Feind verteidigt. Wir konnten es nicht zulassen dass der Faschismus auf Erden triumphierte. Eines ist klar, wie unser Volk, wie jeder Soldat diesen Sieg empfunden hat. Auch ich habe nach der Einnahme von Berlin meinen Namen mit den Worten, der und der aus Saratow ist siegreich bis Berlin marschiert, auf die Mauern des Reichstags geschrieben, es waren sehr feierliche Minuten. Ich und alle begriffen das nun ein neues, ein friedliches Kapitel in unserem Leben beginnt, ein Kapitel schöpferischer Arbeit...(Umschnitt auf das Gesicht des Erzählers)...Die Völker dürfen nicht zulassen dass das was wir aufgebaut haben, und was wir alles noch bauen werden, jemals wieder zerstört wird, das darf man nicht zulassen. Ich glaube das die Völker der Welt ihr Wort dazu sagen und einen neuen Krieg nicht zulassen werden, es wird Frieden sein".

0:5:00

Umschnitt nach London: Straßenverkehr in der Londoner City (halbtotal). Doppeldeckerbusse und Taxen auf Kreuzungen (halbtotal). Frau füttert Tauben auf einem Platz (halbtotal). Umschnitt auf einen erzählenden Londoner (nah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Wenn ich höre dass deutsche Truppen in diesem Land üben bin ich als ehemaliger Soldat außerordentlich empört, weil man uns im Jahre 1945, als das Potsdamer Abkommen unterzeichnet wurde, versprach dass wir den deutsche Militarismus nie wieder erlauben würden den Frieden in Europa nochmals zu gefährden. Als ehemaliger Soldat glaube ich dass ich ebenso betrogen worden bin wie Tausende anderer Kameraden die ihr Leben im Kampf gegen den Faschismus hingegeben haben. Wir glauben dass uns die Politiker im Stich gelassen haben, wir protestieren gegen diesen Betrug. Wir sind nicht Anti-Deutsch wenn wir sagen das wir nicht wollen das Westdeutschland oder irgendein Deutschland Kernwaffen bekommt. Wir wissen was die Nazis nicht nur den deutschen Volk, sondern auch unserem Volk angetan haben. Wenn wir also von diesen Dingen hören, ob sie nun in unserem Land üben, oder ob sie in irgendein anderes Land gehen, oder ob man ihnen nukleare oder konventionelle Waffen gibt, wir sagen das es ein großer Betrug ist an all den Prinzipien für die unsere Jungen gekämpft haben und für die sie gefallen sind".

0:06:25

Umschnitt auf Kriegsereignisse: Blick von oben auf einem Londoner Bahnhof zur Zeit der Mobilmachung (halbtotal). Blick von oben auf Männer mit kleinen Reisekoffern auf dem Weg zum Bahnhof (halbtotal). Männer verabschieden sich von ihren Angehörigen (halbnah). Umschnitt auf die Mobilmachung in Frankreich (halbtotal). Männer verabschieden sich von ihren Frauen und Kindern (halbnah). Weinende Mutter (halbnah). Flugaufnahme mit Blick auf den Bombenabwurf eines deutschen Kampfflugzeuges (halbtotal). Bomben fallen aus dem Schacht (halbtotal). Flugaufnahme mit Blick durch den geöffneten Bombenschacht auf die fallenden Bomben (halbtotal). Explodierendes Wohnhaus (halbtotal). Flugaufnahme mit einem Kampfflugzeug über brennende Häuser (halbtotal). Geschütze auf einem Kreuzer bringen sich in Stellung (halbtotal). Blick auf brennende Wohnhäuser (halbtotal). Kradfahrer der Wehrmacht auf einer Landstraße (halbtotal). Kradfahrer und Panzerspähwagen der Wehrmacht fahren durch zerstörte Städte (halbtotal). Gepanzertes Fahrzeug fährt an einem getöteten Pferd vorbei in einer zerstörten Stadt (halbtotal). Blick auf die zerstörte Hafenstadt Rouen mit brennender Kathedrale (halbtotal). Deutscher Wehrmachtsoffizier schaut in die Kamera (halbnah). Schwenk über ein brennendes Industriegebiet (halbtotal). Brennende Straßenbahn vor zerstörtem Wohnhaus (halbtotal). Schwenk über abstürzende Dachteile am bombardierten Haus "Le Commerce" (halbtotal). Brennendes Haus stürzt zusammen (halbtotal). Schwenk vom Arc de Triomphe auf die davor marschierenden deutschen Soldaten (halbtotal). Generaloberst Fedor von Bock und Generaloberst Georg von Küchler nehmen den Vorbeimarsch der siegreichen 18. Armee ab (halbnah). Blick auf die marschierenden Soldaten (halbnah). Wehrmachtssoldat erhält das Eiserne Kreuz (EK) am Bande von einem Offizier umgehängt (halbnah). Oberleutnant mit EK (halbnah). Schwenk über eine Gruppe geehrter Wehrmachtssoldaten (halbtotal). Blick auf die Passanten vor einem Lautsprecherwagen im besetzten Paris (halbtotal). Besorgte Passantengesichter in Paris (halbnah). Umschnitt auf einen weinenden Mann (nah). Familie weint vor toten Menschen auf einem Feld (halbtotal). Klagende und weinende Frauen und Männer neben Toten (halbtotal). Sprecher: "Auch dafür, wissen wir, wurden Orden verteilt".

0:9:15

Wehrmachtssoldaten mit Gewehren durchkämmen ein Bergwerksgebiet (halbtotal). Umschnitt. Blick auf ein Schild "Fried. Krupp A.G. - Asow-Werke Mariupol" (halbnah). Sprecher: "Es war ein profitables Geschäft für die deutsche Großindustrie". Hitler bei der Überreichung des goldenen Ehrenabzeichens der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) am 13. August 1940 an Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (halbnah). Mit Hitlergruß empfangen die Offiziere Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (halbtotal). Umschnitt auf Gustav Krupp am Mikrofon in der großen Werkhalle der Kruppwerke (halbnah) (O-Ton) "So fordere ich die Wehrmachtskameraden auf mit mir einzustimmen in den Ruf: Unser geliebter Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, Sieg heil, Sieg heil, Sieg heil". Krupp und die anwesenden Soldaten und Zivilisten heben ihren Arm zum Hitlergruß (halbtotal) (O-Ton). Blick (von oben) auf die versammelten Menschen in der Halle (halbtotal). Umschnitt auf Wehrmachtssoldaten auf einem Bahnsteig bei der Deportation von Juden (halbtotal). Personen mit Judenstern auf dem Bahnsteig (halbtotal). Soldaten schließen die Schiebetüren an den Güterwaggons (halbtotal). Offiziere auf dem Bahnsteig schauen dem abfahrenden Deportationszug nach (halbtotal). Fotoeinblendungen von Heinrich Himmler (nah). Schwenk von oben über das Bunawerk in Monowitz (Auschwitz) (halbtotal). Foto von Heinrich Himmler über Bauplänen (nah). Jüdische Bürger beim Auskleiden (halbnah). Flugaufnahme über die Gebäude des Konzentrationslager (KZ) Auschwitz (halbtotal). Umschnitt

0:11:00

Blick auf Passanten und Soldaten in Moskau im Jahre 1966 (halbtotal). Kriegsversehrter Mann unterhält sich mit Frauen (halbnah). Frauen an einem Zeitungskiosk (halbtotal). Oberleitungsomnibus im Zentrum der Stadt (halbtotal). Fahrgäste steigen in den Bus (halbtotal). Blick auf den abfahrenden Oberleitungsomnibus (O-Bus). Blick von oben in eine breite Straße mit Wohn- und Geschäftshäusern (halbtotal). Blick von oben in eine Parkanlage im Wohngebiet (halbtotal). Menschen auf einer Parkbank (halbtotal). Zoom auf eine erzählende Mutter mit ihren beiden Töchtern auf einer Parkbank (halbtotal) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Als der Krieg ausbrach...(ab hier Erzählerin halbnah)...waren wir in Stalingrad, wir sollten nach Krasnoarmeisk evakuiert werden. In Krasnoarmeisk mußten wir über die Wolga setzen, die Überfahrt war schwierig, sie erfolgte mit einer kleinen Barkasse. Wir wurden von sehr vielen Flugzeugen angegriffen, man konnte den Himmel nicht sehen, alles war schwarz. Wir waren sehr erschrocken, denn zusammen mit uns waren sehr viele Kinder auf der Barkasse. Da rief uns der Kapitän zu wir sollten die Kinder mir irgendetwas schützen, jeder ergriff das was gerade zur Hand war und deckte die Kinder zu. Die Männer sprangen ins Wasser, wir aber saßen da und warteten auf den Tod. Als wir dann die Wolga überquert hatten begann man uns auf dem anderen Ufer zu bombardieren, also brachen wir auf nach Saratow. Unterwegs dorthin wurden wir ständig bombardiert...(Blick auf eines der Mädchen)...auch in Saratow war es schlimm, wir gingen dorthin, teils zu Fuß, manchmal nahm uns ein Auto mit, wenn Bomben fielen machten wir halt. Wir haben gehungert, die Kinder waren völlig erschöpft. Wir wären froh gewesen hätte man uns getötet um das alles nicht durchzumachen".

0:13:10

Schwenk über einen abstürzenden Sturzkampfbomber (Stuka) (halbtotal). Brennendes Benzin und Öl auf der Wolga (halbtotal). Russische Soldaten hinter einem Geschütz (halbnah). Aufnahmen vom Häuserkampf in Stalingrad (halbtotal). Wehrmachtssoldaten werfen Blend- und Handgranaten (halbtotal). Rotarmisten stürmen über Schuttberge (halbtotal). Schwenk über zerstörte und brennende Häuser in Stalingrad bis zu einem Denkmal "Tanzende Kinder" (halbtotal). Sprecher: "In dieser Stadt wurde die Wende des Krieges erzwungen, Europa versank nicht im Faschismus. In dieser Stadt wurde der räuberische Militarismus entscheidend geschlagen im Auftrag des zukünftigen Friedens für die lebendige Welt, für das Leben von heute". Blick auf deutsche Kriegsgefangene in Stalingrad (halbtotal). Flugaufnahme über das zerstörte Stalingrad (halbtotal). Foto des englischen Schriftstellers Alexander Werth 1945 (nah). Zoom auf Werth im Jahre 1966 an seiner Schreibmaschine (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Wie sie wissen lebte ich von 1941 bis 1948 in Russland und war dort während des ganzen Krieges Korrespondent der British Broadcasting Corporation (BBC) und der "Sunday Times". Ich konnte viel im Lande herumreisen, sah eine Menge Leute, Zivilisten und Soldaten, und es war wirklich ein ermutigendes und anfeuerndes Erlebnis ein Volk im Krieg zu sehen, es war wahrhaftig ein Volkskrieg in dem jeder die ganze Energie steckte über die er verfügte. Die russischen Verluste waren natürlich ungeheuer, sie verloren 20 Millionen Menschen, sie können sich vorstellen was das bedeutete. Der verstorbene Präsident Kennedy sprach sich in warmen Worten über die Russen aus und sagte es gäbe keinen Grund warum es je einen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion geben sollte. Die Russen haben mehr als jede andere Volk gelitten, und das ist eines der Punkte die ich zu Beginn meines Buches "Russland im Krieg" (Russia at War) herausstellen möchte. Das Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, England und der Sowjetunion war absolut wichtig, die Sowjetunion erlitt von allen die größten Verluste. Die Wirtschaftshilfe Amerikas war wichtig obwohl sie nicht von überragender Bedeutung war, immerhin war sie wichtig genug um bei den Russen, besonders von 1943 an nach Stalingrad, einen sehr großen Unterschied auszumachen. Dies wurde die seltsame Allianz genannt...sie war natürlich unvermeidbar...(Umschnitt auf Alexander Wirth an seinem Schreibtisch)...Man schaudert bei dem Gedanken was im II. Weltkrieg wohl passiert wäre wenn es nicht diese seltsame Allianz zwischen England, Amerika und der Sowjetunion gegeben hätte. Sie hatten sich gegen Nazideutschland vereinigt und nur durch ihr Zusammenhalten bis zum Ende gelang es ihnen diese schreckliche Gefahr für die Welt zu besiegen. Da war eine Reihe von Dingen die ich auch erwähnen wollte, die ich vorher nicht erwähnt hatte. Als ich von den 20 Millionen Menschen sprach die Russland verlor, verstand ich darunter all die Dinge die ich selbst sah, das heißt, Leningrad mit 3 Millionen Menschen von denen 1 Million verhungerte. Bei 20 Millionen Toten konnte Russland den Krieg nicht vergessen, er hat ein tiefes Mal im russischen Charakter hinterlassen...Das russische Misstrauen gegenüber Deutschland, und gegenüber Jedermann der Deutschland hilft wieder eine große militärische Macht zu werden besteht weiterhin. Es ist sehr wichtig das man sich erinnert das niemand, mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, wirklich Deutschland Atomwaffen geben möchte, General de Gaulle ist absolut dagegen, und wie sie wissen ist sogar die britische Regierung, trotz ihrer Folgsamkeit gegenüber Präsident Johnson, im Grunde gegen eine Sache wie die multilaterale Atomstreitmacht".

0:17:35

Blick auf marschierende Rotarmisten von vorne und von hinten im Schnee (halbtotal). Fahrende russische Panzer im Gelände (halbtotal). Russische Offiziere beobachten aus einem Unterstand die Truppenbewegungen (halbtotal). Blick aus der Froschperspektive auf fliegende russische Bomber (halbtotal). Russische Soldaten an Geschützen (halbnah). Leere Kartuschen fallen zu Boden (halbnah). Kanonen schießen ununterbrochen (halbtotal). Russische Soldaten springen aus Schützengräben (halbtotal). Umschnitt. Soldaten der Wehrmacht sprengen eine Brücke auf ihrem Rückzug (halbtotal). Industrieanlagen und Hafeneinrichtungen werden durch deutsche Soldaten gesprengt (halbtotal). Blick auf brennende russische Dörfer (halbtotal). Deutsche Soldaten gehen an brennenden russischen Häusern vorbei (halbtotal). Schwenk über ein brennendes Dorf (total). Blick auf brennende Soldaten auf dem Boden (halbnah). Zerschossener Panzer hinter einem brennenden Soldaten (halbtotal). Brennende Militäreinrichtungen an der Wolga (halbtotal). Sprecher: "Die Erde brannte, in den gepeinigten Menschen brannte der Hass, und sie fassten Mut überall in Europa. Sie hatten erfahren, der schreckliche Feind ist besiegbar. Die das Schwert ergreifen ohne Not sollen durch das Schwert umkommen. Millionen Deutsche kamen um, Opfer auch sie. Betrogen und missbraucht für die schlechteste Sache der Welt". Schwenk über tote deutsche Soldaten auf dem Boden (halbnah). Tote deutsche Soldaten treiben in einem Schlauchboot auf der Wolga (halbnah). Blick auf treibende deutsche Wehrpässe in der Wolga (halbnah). Flugaufnahme über ein Kampfgebiet an der Wolga (halbtotal). Schwenk über Tausende von deutschen Kriegsgefangenen in Russland auf dem Marsch in die Lager (halbtotal). Umschnitt. Marsch von 50.000 deutschen Kriegsgefangenen am 17. Juli 1944 auf Moskaus Straßen (halbtotal). Blick auf die zuschauenden Moskauer Bürger (halbnah). Fahraufnahme beim Marsch der Kriegsgefangenen durch Moskau (halbtotal). Umschnitt

0:19:50

General Eisenhower und andere Offiziere vor einer Europa-Landkarte (halbtotal). Flugaufnahme mit Blick auf amerikanische und englische Bomber (halbtotal). Flugaufnahme mit Blick auf den Ärmelkanal während der Landung der Alliierten am "D-Day" in der Normandie im Juni 1944 (halbtotal). Fahraufnahme mit einem amerikanischen Landungsboot an der Küste (halbtotal). Soldaten waten in voller Ausrüstung durch das Wasser an Land (halbtotal). Landung eines Fallschirmjägers in der Normandie (halbtotal). Blick aus der Froschperspektive auf abspringende Fallschirmjäger am Himmel (halbtotal). Blick auf schießende deutsche Soldaten (halbtotal). Englische Soldaten und Kettenfahrzeuge am Strand der Normandie (halbtotal). Blick auf Panzer und Raupenfahrzeuge der amerikanischen und britischen Soldaten auf dem Strandbereich (halbtotal). Britische Soldaten führen deutsche Gefangene weg (halbtotal). Umschnitt

0:20:50

Blick auf Korrespondent der Nachrichtenagentur Telegrafnoje agentstwo Sowjetskogo Sojusa (TASS) D. Kraminow an seinem Schreibtisch (halbtotal). Kraminow (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Im letzten Jahr des II. Weltkrieges war ich als sowjetischer Militärberichtserstatter bei den Truppen der Alliierten, zuerst in Nordafrika und dann in der Zeit der Vorbereitungen in England. Ich habe schließlich an der Landung der alliierten Truppen in der Normandie teilgenommen und zusammen mit ihnen habe ich den ganzen Vormarsch von der Küste der Normandie bis zu der Begegnung mit sowjetischen Truppen im Herzen Deutschlands mitgemacht. Die Sowjetmenschen und natürlich auch ich als einer von ihnen, hatten sehr lange auf die Eröffnung der 2. Front gewartet. Einige im Westen bezeichneten...(ab hier Kraminow nah)...und bezeichnen das Bündnis zwischen der Sowjetunion, Amerika und England als seltsames Bündnis, und sogar als lächerlich, ich aber muß sagen dass für die Soldaten, für die Offiziere, für das einfache Volk Englands, Amerikas und der Sowjetunion, an diesem Bündnis nichts seltsames war. Es war ein Bündnis der Völker die entschlossen waren den deutschen Faschismus um jeden Preis, selbst um den Preis des eigenen Blutes und der Hingabe des eigenen Lebens vernichtend zu schlagen und den Völkern Europas, darunter auch dem deutschen Volk, die Freiheit zu geben". Umschnitt

0:22:15

Blick von unten auf die ausgebrannte Fassade des "...AME HOTEL" in Frankreich (halbtotal). Schwenk von der Hotelfassade auf Menschen zwischen zerstörten Autos (halbtotal). Blick von oben auf rennende Menschen auf einem Platz (halbtotal). Sanitäter mit "Rot Kreuz"-Fahne bringen einen verletzten französischen Soldaten in Sicherheit (halbtotal). Deutscher Soldat schließt sich den französischen Widerstandskämpfern an (halbtotal). Mitglieder der französischen Résistance auf den Straßen von Paris (halbtotal). Fahraufnahme über der "Avenue des Champs Élysées" mit jubelnden Menschen (halbtotal). Begeisterte Menschen empfangen die Befreier in Paris (halbtotal). Charles de Gaulle und französische Offiziere am "Arc de Triomphe" in Paris (halbtotal). Umschnitt. Winston Churchill trifft in Jalta zur "Krim-Konferenz" ein (halbtotal). Ankunft des Briten Anthony Eden (halbnah). Schwenk über die Ankunft von Josef Stalin (halbnah). Blick auf Kameraleute und Fotografen im Konferenzsaal (halbnah). Schwenk über die Konferenzteilnehmer am runden Tisch (halbtotal). Zwischenschnitte von Präsident Roosevelt und Stalin (halbtotal). Umschnitt auf die Gruppenaufnahme mit Churchill, Roosevelt und Stalin auf einer Bank im Innenhof des Liwadija-Palastes am 11. Februar 1945 (halbtotal). Die "Großen Drei" auf der Bank (halbnah). Umschnitt

0:24:00

Schwenk von zerstörten Häusern auf die Türme der Kölner Doms (halbtotal). Amerikanische Truppen marschieren über Rheinbrücke von Remagen (halbtotal). Westliche Alliierte überqueren über Pontons den Rhein neben deutschen Kriegsgefangenen (halbtotal). Amerikanische Soldaten auf der Autobahn "Frankfurt/Main" (halbtotal). Schild "Frankfurt M 8km" (halbnah). Sprecher: "Der Krieg, von deutschem Boden ausgegangen, schlug nun auf deutschen Boden zurück...Die faschistische Führung, im Angesicht des verlorenen Krieges, befahl den sinnlosen Kampf bis zum letzten Haus und bis zum letzten Hitlerjungen". Fahraufnahme mit einem Panzer durch die zerstörte deutsche Stadt Frankfurt/Main (halbtotal). Fahraufnahme mit Blick auf zerstörte und brennende Häuser (halbtotal). Schwenk von deutschen Kriegsgefangenen auf alliierte Soldaten (halbnah). Deutsche Kriegsgefangene und Hitlerjungen werden zu einem amerikanischen Lager geführt (halbtotal). Sprecher: "Die Sowjetarmee setzte in breiter Front über die Oder und bereitete den Sturm auf Berlin vor". Umschnitt auf russische Offiziere an der Oder (halbtotal). Fahraufnahme mit Blick auf anrückende russische Panzer im Gelände (halbtotal). Blick auf ein Schild "Elbe" vor der Stahlbrücke von Torgau und dem dahinter liegendem Schloß Hartenfels (halbtotal). Schwenk über die Elbe auf russische Soldaten am Ufer (halbtotal). Sowjetische und amerikanische Soldaten und Offiziere vereinen sich in Torgau (halbtotal). Blick auf die historische Begegnung zwischen Leutnant Silwaschko und Leutnant Robertson am 25. April 1945 (halbnah). Blick auf amerikanische und sowjetische Soldaten im Gespräch (halbnah). Soldaten beider Nationen schöpfen aus einem Eimer Wasser und trinken es aus Porzellantassen (halbnah). Umschnitt

0:25:45

Schwenk (von oben) über das zerstörte und brennende Berlin um den Berliner Dom (halbtotal). Flammenwerfer lassen ein Haus brennen (halbtotal). Stürmende russische Soldaten zwischen brennenden Wohnhäusern (halbtotal). Blick über brennenden Hausrat auf das zerstörte Brandenburger Tor (halbtotal). Deutsche Soldaten kommen mit erhobenen Händen aus den Luftschutzkellern von Wohnhäusern in Berlin (halbtotal). Rotarmist zieht einen deutschen Soldaten aus einem unterirdischen Versteck (halbnah). Sowjetische Soldaten fahren auf einem Panzer durch Berlin (halbtotal). Mir Roter Fahne erstürmen Sowjetsoldaten das Reichstagsgebäude (halbtotal). Blick auf die Sowjetsoldaten auf dem Dach des Reichstagsgebäudes (halbtotal). Schwenk über den Sockel einer Säule des Reichstagsgebäudes mit russischer Beschriftung (halbtotal). Schwenk über ein Foto mit Soldaten die sich auf den Mauern des Reichstagsgebäudes verewigen (nah). Umschnitt auf die Basilius-Kathedrale in Moskau und die davor jubelnden Menschen (halbtotal). Die Bevölkerung von Moskau feiert das Ende des Krieges (halbtotal). Blick von oben auf die feiernden Menschen auf dem Broadway von New York (halbtotal). Zwischenschnitte von jubelnden und glücklichen Menschen in verschiedenen Großstädten der Welt anlässlich des Kriegsendes (halbtotal). Umschnitt

0:27:55

Fahne des Roten Kreuzes vor zerstörten Wohnhäusern (halbtotal). Ein leidender Mann auf einer Trage (halbnah). Befreite KZ-Insassen küssen amerikanischen Soldaten die Hände (halbnah). Amerikanische Soldaten tragen KZ-Insassen aus dem Lager (halbnah). Blick von oben auf den Abtransport einer entkräfteten Frau durch amerikanische Soldaten (halbtotal). Sprecher: "Die Moral des Raubkrieges kennt keine Grenzen, das wußten die alliierten Völker nun. Die teuer erkaufte Erfahrung prägt nun ihre Sorge um die Zeit nach dem Sieg, ihre Sorge um die Welt von heute". General Eisenhower besichtigt ein befreites KZ (halbtotal). Blick auf die vielen Toten im KZ-Gelände (halbtotal). Umschnitt auf die flatternden Flaggen von den vier Siegermächten (halbtotal). General Eisenhower steigt aus einer Militärmaschine und begrüßt den russischen General Schukow (halbtotal). Treffen zwischen dem britischen Feldmarschall Bernard Montgomery mit russischen Offizieren (halbtotal). Umschnitt auf die konstituierende Sitzung im Juni 1945 in Berlin zur Gründung eine Alliierten Kontrollrates für Deutschland (halbtotal). Zwischenschnitte von der Unterzeichnung des Vertrages durch Eisenhower, Schukow, Montgomery und Tassigny (halbtotal). Blick auf die Unterschriften des Vertrages vom 5. Juni 1945 (nah). Umschnitt auf Montgomery, Eisenhower, Schukow und Tassigny bei ihrem Fototermin (halbtotal). Umschnitt

0:30:25

Blick auf die Zufahrt am Jungfernsee zum Gelände der Potsdamer Konferenz im Cecilienhof (halbtotal). Britischer Soldat regelt die Zufahrt (halbnah). Russische Soldatin salutiert den ankommenden Konferenzteilnehmern hinter einem Schlagbaum auf dem Gelände (halbtotal). Vorfahrt der amerikanischen Delegation (halbtotal). Blick in den Verhandlungsraum mit rundem Tisch und Gesprächsgruppen (halbtotal). Churchill und Stalin im Gespräch (halbnah). Blick von oben auf die Fotografen, Kameramänner und Konferenzteilnehmer am runden Tisch (halbtotal). Blick auf Molotow, Stalin, Truman und Clement Attlee (halbtotal). Zwei russische Soldaten bewachen den Eingangsbereich und den Garten von Cecilienhof (halbtotal). Porträtgemälde von Admiral Nikolai Gerassimowitsch Kusnezow (halbnah). Umschnitt. Schwenk vom Gemälde auf Kusnezow in seinem Haus (halbtotal). Sprecher: "Kusnezow, während des Krieges Oberbefehlshaber der sowjetischen Flotte, Mitglied der Verhandlungsdelegationen in Jalta und Potsdam, sagt aus seiner Erinnerung". Kusnezow (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Weniger als ein halbes Jahr war seit dem Abschluss der Beratung von Jalta vergangen, doch die Atmosphäre auf der Potsdamer Konferenz war schon eine andere und das vollauf verständlich...(Umschnitt auf Kusnezow, nah)...auch die Aufgaben vor der die Potsdamer Konferenz stand waren andere. Anstelle des Problems, den Krieg bis zu seinem siegreichen Ende zu führen, standen jetzt die neuen und schwierigeren Fragen, wie ein dauerhafter Frieden zu sichern sei. Deshalb trat die sowjetische Delegation...(Blick auf Gemälde an der Wohnzimmerwand)...in Potsdam mit einem umfassenden Programm auf. Was enthielt dieses Programm? Vor allem enthielt es jene Maßnahmen die es verhinderten dass künftig in Deutschland Militarismus und Nationalsozialismus wieder auflebten. Hierher gehörten auch umfassende Maßnahmen ökonomischer Art die uns gegen eine mögliche Wiedergeburt einer Aggression in Zukunft schützt. Die sowjetische Delegation ging davon aus dass das deutsche Volk selbst die Lehre aus seiner Niederlage ziehen müsse, sich selbst darauf vorbereiten müsse das politische Leben in Deutschland auf demokratischer Grundlage wieder aufzubauen. Bekanntlich wurden auf der Potsdamer Konferenz eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefasst, und zwar nicht sofort sondern nach langen und eingehenden Beratungen. Es gab aber auch Fragen die keinerlei Meinungsverschiedenheiten hervorriefen, das gilt für die Verfolgung der Kriegsverbrecher, aber auch in allen übrigen Fragen wurden, wenn auch nicht ohne Diskussion, Beschlüsse gefasst. Die Potsdamer Konferenz gelangte zu jenen Beschlüssen auf welche das Volk lange gewartet und auf die Europa gehofft hatte und hofft". Umschnitt

0:34:00

Schwenk über die Begrüßung zwischen General Georgi Schukow und Feldmarschall Bernard Montgomery am Brandenburger Tor (halbtotal). Montgomery zeichnet am 12. Juli 1945 Schukow mit dem britischen Bathorden erster Klasse aus (halbtotal). Blick auf die britischen Panzer in Reihe (halbtotal). Montgomery zeichnet weitere russische Offiziere mit Orden aus (halbnah). Umschnitt. Schwenk von oben über einen Bombenkrater auf der Straße mit arbeitenden Menschen darin (halbtotal). Blick auf die zerstörten Häuser auf der Straße mit dem Bombenkrater (halbtotal). Männer schaufeln Schutt von den Straßen (halbtotal). Männer und Frauen befreien die Straßen Trümmerteilen (halbtotal). Blick von oben auf die zerstörten Häuser am Potsdamer Platz und fahrende Straßenbahnen (halbtotal). Russische Soldatin mit Gewehr auf dem Rücken regelt auf einer Kreuzung den Verkehr (halbnah). Kriegsheimkehrer werden von ihren Familien herzlich begrüßt (halbnah). Blick auf eine weinende Frau (halbnah). Umschnitt. Männer retten aus einem zerbombten Betrieb brauchbare Geräte und Maschinen (halbtotal). Blick auf Männer bei Gleisarbeiten in einem S-Bahnhof (halbtotal). Schwenk von oben über einen zerstörten Industriebetrieb (halbtotal). Männer, Frauen und Kinder helfen bei der Rettung von Werkzeugen, Geräten und Maschinen aus den zerstörten Betrieben (halbtotal). Umschnitt

0:35:45

Wilhelm Pieck spricht zu den Arbeitern in einer wieder aufgebauten Werft (halbtotal). Blick auf die zuhörenden Werftarbeiter (halbtotal). Schwenk über die versammelten Arbeiter (halbtotal). Gesichter von Werktätigen (halbnah). Umschnitt. Otto Grotewohl begrüßt Parteifreunde (halbnah). Blick aus der Vogelperspektive auf eine große Menschenmenge bei einer Wahlveranstaltung auf einem Platz (halbtotal). Schwenk vom redenden Otto Grotewohl auf die zuhörenden Menschen auf dem Platz (halbtotal). Blick auf fallende Flugblätter vor einer Straßenbahn (halbtotal). Blick in ein Wahllokal (halbtotal). Blick auf die Wahlurne (nah). Sprecher: "Die Deutschen in Ost und West stimmten für die Enteignung der Kriegsverbrecher. Wie konnte es aber geschehen das ihr Wille übereinstimmend mit den Beschlüssen von Potsdam nur im Osten Deutschlands erfüllt worden ist, in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)". Stimmzettel werden ausgegeben (nah). Blick auf das Auszählen der Stimmzettel (halbnah). Wahlurne wird unter den Blicken der Alliierten geleert (halbnah). Umschnitt

0:37:10

Schild an einer Hauswand "Cecilienhof, zur historischen Stätte des Potsdamer Abkommens" (nah). Schwenk vom Schild auf den Innenhof von Cecilienhof (halbtotal). Schwenk über den Konferenzraum mit rundem Tisch und den Wimpeln der Siegermächte (halbtotal). US-Amerikaner George Whyler, Abteilungsleiter im Wirtschaftsdepartement in der amerikanischen Militärverwaltung in Deutschland, am Konferenztisch (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Warum wurde das Potsdamer Abkommen gebrochen? Warum wurde es nicht verwirklicht? Das ist eine lange und komplizierte Geschichte, aber mir scheint, und ich denke die Dokumente werden das voll und ganz bestätigen, dass die Hauptverantwortlichkeit bei den Vertretern der Wall Street, den Leuten der Wall Street liegt, die direkt mit der Leitung der Politik der Vereinigten Staaten für Deutschland betraut waren, und die sich auch in Deutschland befanden um zu verwalten und diese Politik durchzuführen. Diese Männer waren unter anderem...Mc Clay, Gebrüder Dallas, Paul Litzi, auf politischem Gebiet, Leute wie Burnes und Morphy, das Außenministerium als Clays politische Berater in Deutschland, und Clay selbst, der kein Politiker war, aber die von der Wall Street festgelegten Maßnahmen einleitete und ausführte...(Blick auf die drei Wimpel der USA, UdSSR und Großbritannien auf dem Konferenztisch)...Clay war von Anfang an gegen die grundlegende Politik des Potsdamer Abkommens, und das war auch typisch für General Grayper und andere Vertreter der Wall Street in Deutschland. An dem Beispiel der Währungsreform können wir erkennen wie sie gearbeitet haben. Monatelang verhandelten die vier Mächte in Berlin über den Druck einer Währung die auf ganz Deutschland einheitlich angewendet werden sollte, desgleichen über eine Währungsreform, die unter Berücksichtigung der verschiedenen Schichten, in Deutschland gerecht durchgeführt werden sollte. Zur gleichen Zeit, als diese Verhandlungen im Gange waren, und bis in die letzte Einzelheit vervollständigt wurden, als entschieden wurde wer die Kontrolle über die Währungsplatten übernimmt, kurz nachdem all diese Einzelheiten in der Zwischenzeit entschieden und geklärt waren, ließ die Regierung der Vereinigten Staaten in Washington D. C. eine vollkommen separate Währung drucken. Erst in letzter Minute teilte sie ihren britischen und französischen Alliierten mit dass sie in der amerikanischen Zone eine in Washington gedruckte, unterschiedliche Währung einführen würde, und zwang die Briten und Franzosen diese Währung zu akzeptieren. Vielleicht war der Anlass der die Wall Street-Vertreter am meisten in Angst versetzte, und sie zur Spaltung Deutschlands und zum offenen Bruch...(ab hier der Erzähler nah)...des Potsdamer Abkommens trieb, welches verlangte Deutschland als eine ökonomische Einheit zu behandeln, vielleicht war der Anlass, die 1946 in der amerikanischen Zone durchgeführte Abstimmung die in Zusammenhang mit den Verfassungen stattfand. In dieser Abstimmung sprach sich das deutsche Volk auch für die Nationalisierung der Bankinstitute und der Schwerindustrie aus. General Clay bestand auf einer separaten Abstimmung über diese Verfügung und man vertraute natürlich darauf dass sie abgelehnt werden würde wenn sie nicht ein Teil der Verfassung als Ganzes wäre. Statt dessen bestätigte die Abstimmung die Tatsache dass das deutsche Volk selbst entschlossen war die Monopolisten zu beseitigen und einen neuen Krieg zu verhindern in dem es die Art der Zusammenarbeit zwischen den Konzernen und bestimmten internationalen Übereinkommen unmöglich machen wollte die den letzten Krieg durch die Finanzierung der Nazis heraufbeschworen hatten. Diese wurden von den großen Monopolisten am aktivsten gefördert, und wenn ihnen ihre ökonomische Macht genommen werden würde wäre so etwas nicht mehr möglich. Nach dieser Abstimmung in Westdeutschland erkannte man das es nicht möglich war den Kapitalismus in ganz Deutschland zu retten. Aus diesem Grunde beschloss man in die Spaltung Deutschlands um ihn wenigstens im westlichen Teil zu retten, und seit 1946 ist jeder Schritt den die westlichen Alliierten, besonders die Amerikaner unternommen haben darauf gerichtet die Spaltung Deutschlands aufrecht zu erhalten und den Monopolkapitalismus im westlichen Teil zu retten". Umschnitt vom Gesicht des Erzählers auf...

0:41:00

...die Fassade eines Verwaltungsgebäudes der "BASF" (halbtotal). Blick von unten auf das Logo der "Rheinstahl" auf einer Hausfassade (halbtotal). Blick von unten auf das Verwaltungs-Hochhaus der "Rheinmetall" (halbtotal). Hausfassade der "Dynamit Nobel" (halbtotal). Zoom auf das Gebäude von "Siemens" (halbtotal). Fassaden der Firmen und Banken "Siemens" und "Dresdner Bank" und "Deutsche Bank" und "Bankhaus Schacht & Co" (halbtotal). Zoom auf amerikanische Kampfjets und Raketen (halbtotal). Blick von oben) auf eine Militärparade der deutschen Bundeswehr mit Mannschaftswagen, Raketen, und Waffenfahrzeugen (halbtotal). Flugaufnahme von Kampfjets der deutschen Bundeswehr (halbtotal). Abschuss von Raketen von einem Übungsgelände in Westdeutschland (halbtotal). Sprecher: "Ökonomische Macht, politische Macht, militärische Macht, das ist ihr Programm, und die stärkste Wirtschaftsmacht Westeuropas ist heute schon ihre stärkste Militärmacht. Immer mehr Menschen erfasst Unruhe". Blick auf die Flagge der Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf einem Kreuzer der Marine (halbtotal). Bordschütze bei einer Übung (halbnah). Umschnitt

0:42:15

Sprecher: "General Petit, während des Krieges Chef der französischen Militärmission in Moskau, der mit General de Gaulle in das befreite Paris einzog, urteilt". Petit in seinem Wohnsimmer (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Wie wir sehen beteiligt sich die deutsche Bundesrepublik am Wettrüsten, übrigens mit Hilfe der Vereinigten Staaten. Sie fordert Atomwaffen, in jenem Geist des Revanchismus und der Eroberung der uns an ein Land zu Hitlers Zeit erinnert. Das sind Zustände die wir nicht akzeptieren können. Wir müssen übrigens bemerken dass nach dem Potsdamer Abkommen Deutschland demokratisiert werden sollte, kann man wirklich sagen dass in der deutschen Bundesrepublik Demokratie herrscht? Ich glaube man kann kaum darauf die Antwort geben das dieses Land wirklich eine demokratische Republik sei, denn wenn das Wort Demokratie auch in der Verfassung steht ist es längst nicht Wirklichkeit. Was die Industrie anbetrifft so war vorgesehen das Wiedererstehen von Kartellen zu verhindern, und diese Industrie zu kontrollieren damit jede Möglichkeit der Kriegsproduktion ausgeschaltet wird". Umschnitt

0:44:00

Schwenk über ein Treffen von NATO-Generälen (halbnah). Bundeswehroffiziere in Einzel- und Gruppengesprächen mit umgehängtem Eisernen Kreuz (EK) (halbtotal). Ehemalige Kameraden der Wehrmacht bei einem Geleit auf einem Friedhof (halbtotal). Sprecher: "Ein grausamer Krieg ging von deutschem Boden aus, sie waren beteiligt und wurden dafür honoriert, sie pflegen den Ungeist der Vergangenheit". Umschnitt auf eine Fahne über dem Gebäude "Supreme Headquarters allied powers Europe" (halbtotal). Blick auf die Vorfahrt des westdeutschen Verteidigungsministers Kai-Uwe von Hassel (halbnah). NATO-Offiziere begrüßen Kai-Uwe von Hassel vor dem Hauptquartier (halbnah). Umschnitt auf eine Bundeswehrparade in Westdeutschland (halbtotal). Gegenschnitt auf eine Parade der französischen Soldaten (halbtotal). Sprecher: "Gestern Gegner, heute verbündet. Marschieren sie gemeinsam und im Geiste von Potsdam"? Blick auf eine Parade britischer Soldaten (halbtotal). Parade vom Marinesoldaten der Bundeswehr (halbtotal). Zwischenschnitte von Paraden verschiedener NATO-Partner (halbtotal). Umschnitt auf ein Bundestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Westdeutschland (halbtotal). Blick auf die Fahne der "Schlesischen Jugend-Landesgruppe Berlin (halbnah). Sprecher: "Die Gegner von Potsdam schüren den Hass, die Revanche". Jugendliche in Uniformen mit Flagge (halbtotal). Gruppe mit Schild "Egerland" und Fahnen (halbtotal). Umschnitt auf den winkenden CDU-Politiker Hans-Christoph Seebohm am Rednerpult bei einem Treffen der Sudentendeutschen Landsmannschaft (halbtotal). Gesicht des winkenden Seebohm (nah). Sprecher: "Dieser Herr ist Minister der Bundesregierung, von ihm stammt das Wort das Potsdam überwunden werden müsse. Soll der Ungeist in Deutschland wieder triumphieren? Wir leben heute mit den Erfahrungen der Vergangenheit, unsere Zukunft wird Frieden sein". Umschnitt

0:45:50

Französin betritt ihr Wohnzimmer und setzt sich am Esstisch hin (halbtotal). Umschnitt auf das Gesicht der erzählenden Französin (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Als ich nach Paris zurück kam fand ich vier von meinen Kindern wieder. Ich kam in ein Pariser Krankenhaus, dann erfuhr ich dass mein Mann erschossen worden war und meine Eltern, meine älteste Tochter und meine Schwester in Deutschland gestorben waren in der Gaskammer oder vor Hunger...(Einblendung der Familienmitglieder)...und ich war krank. Ich habe jetzt acht Enkelkinder, die zwei Ältesten sind vor kurzem Soldat geworden, ich habe immer Angst sie könnten unter dem Kommando eben jener SS-Offizieren stehen die uns verhafteten und die vielleicht sogar das Hinrichtungskommando ihres Großvaters befehligten". Umschnitt auf eine andere erzählende Frau (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Mein Sohn hat im II. Weltkrieg sein Leben für die Freiheit seines Landes hingegeben, ich glaube nicht das sein Tod umsonst war, und ich hoffe das auf dieser Welt mal Frieden herrschen wird". Umschnitt auf eine Mutter aus Moskau (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Was soll ich noch erzählen, es ist furchtbar an den Krieg zu denken. Mein Mann war 35 Jahre alt als er fiel, heute aber ist mein Sohn 35 Jahre alt. Sollte es zu einem Krieg kommen würde das schrecklich sein, man kann gar nicht daran denken es könnte einen Krieg geben. Ich möchte das es nie mehr Krieg gibt, ich möchte Frieden in der ganzen Welt, wie alle Frauen, damit unsere Enkel nicht das erleben was wir erlebt haben in diesem Leben, in diesem Kriege". Umschnitt auf eine englische Frau (halbnah) (O-Ton mit deutscher Übersetzung) "Als mein Mann starb war mein Sohn 2 Jahre alt, und bei meinem ersten Schmerz kam mir gleich der Gedanke das ich keine Kinder mehr haben würde, ich mußte ihn allein erziehen, und obwohl er nach meiner Meinung ein recht gutes Leben hatte ist es immer schade gewesen das er nicht die Liebe und Kameradschaft seines Vaters genoss. Das ist natürlich in vielen anderen Fällen ebenso gewesen. Es ist tragisch das der Faschismus nachdem so viele Millionen Menschen geopfert wurden noch nicht beseitigt ist und noch immer in einigen Teilen der Welt blüht. Es ist sehr traurig wenn man sieht das sogar in Deutschland Menschen die vor den Kriegen Macht hatten jetzt bis zu einem gewissen Ausmaß ihre Macht zurückerlangt haben". Umschnitt

0:48:45

Bürgerin der DDR berichtet auf der Straße Unter den Linden (halbnah) (O-Ton) "Mein Leben wurde wie das Leben unzähliger Frauen in aller Welt, unzähliger deutscher Frauen, entscheidend vom Faschismus mitbestimmt. Mein Vater, temperamentvoll und voller Zorn über das was in Deutschland geschah, erlitt 1933 einen Herzschlag. Mein Mann kam um als Opfer des Faschismus, seine Familie wurde umgebracht in den Lägern von Auschwitz, Theresienstadt und Ravensbrück. Ich blieb allein mit meinen vier Kindern in ständiger Sorge sie überleben zu lassen...(Blick auf die Straße Unter den Linden)...Von der ersten Stunde nach Beendigung des Krieges haben wir all unsere Kraft, all unsere Möglichkeiten eingesetzt die Hoffnung zu verwirklichen...(Blick auf Passanten auf der Straße)...die uns geholfen haben den Krieg zu überdauern, die Hoffnung auf ein einheitliches, friedliches Deutschland. Wir sind glücklich dass wir mithelfen konnten, wenigsten in einem Teile Deutschlands, die Menschen in friedlicher Arbeit ein neues Leben beginnen zu lassen, ein Leben in Freundschaft mit allen Völkern der Welt. Und am Ende steht die Hoffnung dass eines Tages Deutschland friedlich, vereinigt und wirklich demokratisch seinen Platz in der Welt wieder einnimmt". Schwenk von der Erzählerin auf die Passanten in der Nähe des Brandenburger Tores (halbtotal). Umschnitt auf Schrifteinblendungen: Manifest der Volkskammer und der Regierung der DDR am 20. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus: "Wir erklären feierlich, dass die Deutsche Demokratische Republik auch in Zukunft all ihre Kräfte dafür einsetzen wird, dass niemels mehr ein Krieg von deutschem Boden ausgeht und dass die deutsche Nation zu einem friedlichen demokratischen Staat zusammen gefügt wird". Abblendung

0:50:46 ENDE

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