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Die Karbidfabrik

Regie: Heinz Brinkmann, 25 Min., Farbe, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1987 - 1988

Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
693
Sonstiger Titel
Carbidarbeiter
Englischer Titel
The Carbide Factory
Anlaufdatum (für Kino)

Kurzinhalt (Deutsch)

Dieser Farb-Dokumentarfilm berichtet über die besonderen Arbeitsbedingungen in der veralteten Karbidfabrik Schkopau in der Auenlandschaft an der Saale. Aus Kalk und Kohle wird in einem umweltbelastenden Verfahren Karbid geschmolzen, sehr zum Leidwesen der Arbeiter und Einwohner in Schkopau. Ziel der Arbeiter war es am Abend gesund vom Arbeitsplatz nach Hause zu kommen, gleichzeitig senkten die giftigen Ableitungen in die Saale. Eine marode Kläranlage sowie die Abgase und Stäube aus der Fabrik gefährden die Lebensqualität in der Region auf das Äußerste. Mit einer großen Offenheit sprechen die Arbeiter und der Abteilungsleiter der Chemischen Werke Buna über Missstände, über mangelnde Investitionen und über die Zukunftsaussichten in Form neuer Technologien. Ein bemerkenswerter Film der durch seine kritische Kommentierung und unbeschwerte Erzählweise der Arbeiter überrascht. Die Kameraführung und der Schnitt unterstützen dabei die Trostlosigkeit und Schwere der Arbeit in diesem Industrieunternehmen und widerspricht der Devise von Walter Ulbrichts Chemieprogramm von 1958 "Chemie gibt Schönheit".

Filmstill zu "Die Karbidfabrik"

(R: Heinz Brinkmann, 1987 - 1988) Fotograf: Jürgen Hoffmann

Filmstill zu "Die Karbidfabrik"

(R: Heinz Brinkmann, 1987 - 1988) Fotograf: Jürgen Hoffmann

Filmstab

Regie
  • Heinz Brinkmann
Drehbuch
  • Heinz Brinkmann
Kamera
  • Jürgen Hoffmann
Schnitt
  • Karin Schöning
Kameraassistent
  • Gerd Jäkel
  • Heiko Koinzer
Dramaturg
  • Reinhard Kraetzer
Komponist
  • Heinz Brinkmann
Ton
  • Jürgen Abel
  • Uwe Haußig
Produzent
  • Hans-Christian Johannsen
Person, primär
  • Franz Aszakis
  • Siebert Matjuch
  • Siegfried Richter
Person, sekundär
  • Ernst Thälmann

Kurzinhalt (Englisch)

Morbidly beautiful images show the unreasonable working conditions at a rusty factory.

Langinhalt

0:00:00

Titeleinblendungen: DEFA Studio für Dokumentarfilme-Gruppe KINOBOX, DDR 1988. Flugaufnahme über ein Gebiet der Saale mit Wäldern, Burgen und Dörfern (halbtotal). Flugaufnahme über größere Ortschaften und über die weitläufigen Plattenbauten der Stadt Schkopau (halbtotal). Überblendung auf die Buna-Industrieanlage mit unterlegter Schrift "DIE KARBIDFABRIK" (halbtotal). Schwenk im Außenbereich der Industrieanlage auf die qualmenden Rohrverbindungen und die Werkhalle (halbtotal). Kommentar: "Im Kombinat VEB Chemische Werke Buna in Schkopau, wir wollten im Oktober 1987 die Arbeiter kennenlernen, die in einer 50 Jahre alten Fabrik Karbid herstellen". Arbeiter schiebt eine große Schaufel mit Hilfe eines Laufbandes in die Glut des Ofens, um das Karbid abzustechen (halbtotal). Kohle und Kalkstein schmelzen in der Glut des Ofens zu Karbid (halbnah). Schwenk über mehrere Öfen, die ein Arbeiter bedient und kontrolliert (halbtotal). Kommentar: "...der Grundstoff für Plaste, Chemiefasern und Autoreifen wird hier produziert...in den 60er und 70er Jahren wurde die Karbidfabrik auf Verschleiß gefahren, weil Erdöl der wichtigste Rohstoff für die chemische Industrie wurde...". Gefüllte Güterwagen mit Karbid fahren durch das Betriebsgelände (halbtotal). Blick auf die übergroßen Röhren im Außenbereich der Fabrik (halbtotal). Güterwagen zwischen den Produktionshallen (halbtotal). Kommentar: "...heute gibt es im Kombinat eine Konzeption zur Entwicklung der Karbidproduktion über das Jahr 2000 hinaus, dazu sind Investitionen großen Ausmaßes notwendig...eine Schwadenleitung für die Entstaubung ist bereits errichtet, mit dem für 1993 Einbau eines Filters soll eine spürbare Verringerung der Umweltbelastungen erreicht werden...".

0:02:00

Blick (von oben) auf die großen Walzen in der Produktionshalle (halbtotal). Blick (von unten) auf die rotierende Ofenöffnung (halbtotal). Die Jugendbrigadire Olaf und Siebert während des Abstichs (halbnah). Franz Aszakis hinter einem Schutzschirm des Absticharms vor der Ofenöffnung (halbtotal). Aszakis bedient den Absticharm durch Flaschenzüge (halbnah). Arbeiter kommen aus der staubigen und qualmenden Produktionshalle (halbtotal).

0:03:20

Aszakis unterhält sich in seiner Pause mit einem Kollegen (halbnah) (O-Ton). Aszakis (halbnah) (O-Ton) "...Herr Gott noch einmal, irgend etwas muss man ja machen, denn so tierisch Ernst die Arbeit zu nehmen und das übrige Leben hat auch keinen Zweck...". Schwenk auf einen Kollegen (halbnah) (O-Ton) "Wir sind froh, wenn wir wieder gesund nach Hause kommen und so weiter, der Brigadier ist abhängig vom Meister und der Meister vom Brigadier...ich denk man holt da Sachen raus aus dem Ofen, das ist ein Vulkan...jeder muss ja hier seine Arbeit machen". Aszakis (halbnah) (O-Ton) "...es wurde ja auch damals bei der Bereichsleitung beantragt, dass uns das Ofengeld bei den Temperaturen erhöht werden, bloß, da ist nie etwas draus geworden...und genau auch Rentenmäßig, dass man schon mit 60 in Rente gehen kann, vor allen die Schwerberufe hier in Buna, Kalk, Karbit...". Kollege neben Aszkis (halbnah) (O-Ton) "...die Arbeit ist ja nicht so schlimm, nur die unverschämte Hitze, die kalte körperliche Arbeit ist nicht mehr so schlimm...".

0:04:44

Täglicher Rapport gegen 7:00 Uhr in einem Besprechungsraum der Buna-Werke (halbnah). Abteilungsleiter Sigfried Richter betritt den Raum mit Schutzhelm und begrüßt seine Kollegen von der Karbidproduktion (halbnah). Richter am Schreibtisch (halbnah) (O-Ton) "Zunächst erst einmal ist die Entscheidung nicht auf Erdölbasis, sondern in Buna auf Karbidbasis zu produzieren eine strategische Entscheidung...die Basis einheimischer Rohstoffe, die ja im großen und ganzen hier mit der Karbidproduktion verwirklicht wird, wobei wir wissen, dass es ökonomisch nicht unbedingt sinnvoll ist...unsere Anlagen haben wir entsprechend weiter entwickelt und die Rekonstruktion planmäßig durchgezogen, immerhin, wir haben Beispiele, die Öfen 5 bis 8 sind Öfen, die schon moderneren Ansprüchen entsprechen, hinsichtlich des Energieverbrauches, des Bedarfs von Arbeitskräften und des Umweltschutzes...". Eingeblendet werden dazu: Rotierender Ofen im Außenbereich (halbtotal). Schwenk über Staub und Qualm zu den leuchtenden Öfen (halbtotal).

0:06:48

Richter überprüft am Schreibtisch per Gegensprechanlage die unterschiedlichen Produktionsergebnisse (halbnah) (O-Ton). Blick (von oben) auf den Anstich an einem Ofen (halbtotal). Die Schmelze fließt in die rotierenden Trommeln (halbtotal). Kommentar: "An 12 Öfen werden über 1 Million Tonnen Karbid jährlich produziert, rund um die Uhr in zwölf Stunden Wechselschicht, mehr als das 12fache des Energieverbrauchs der Stadt Halle wird dazu benötigt". Blick (von oben) auf die glühende Schmelze in den Öfen (halbtotal). Aszakis an den verschiedenen Abstichvorrichtungen (halbtotal).

0:08:15

Aszakis in seiner Wohnung (halbnah) (O-Ton) "Stolz kann ich nur darüber sein, dass diejenigen, die ich angelernt habe, jetzt gefragt sind an den anderen, die werden auch ihre Leistung, aber komischerweise ist nicht einer mehr darunter, der unter 30 Jahre ist...es gibt keine Bummelanten unter den Arbeitern...aber ein Großteil sagt, Hauptsache ich krieg meine 12 Stunden rum, ich bin nicht zum Arbeiten hierher gekommen sondern um Geld zu verdienen, sagen viele bei uns...und ich sage, ohne Feuer kein Rauch, das heißt, wenn ich etwas verdienen möchte, muss ich auch eine gewisse Leistung dazu erbringen, und da mir die Arbeit komischerweise Spaß macht, das geschieht selten, aber je mehr, je gedrückter es bei uns zugeht, wirklich Abbauschwierigkeiten, und man kräftig fluchen kann, umso besser geht einem die Arbeit von der Hand".

0:09:15

Blick (von oben) auf die rotierenden und dampfenden Öfen (halbtotal). Olaf und Siebert an ihren moderneren und voll geschlossenen Öfen (halbtotal). Olaf und Siebert beim Anstich (halbtotal). Olaf und Siebert diskutieren im Büro mit den Kollegen über ihre Probleme an den Öfen und die Einteilung auf den Schichten (halbnah) (O-Ton). Richter (halbnah) (O-Ton) "Das ist in jedem Falle in so einer Großanlage nicht ganz einfach seinen eigenen Anteil am Gesamtergebnis irgendwie wieder dargestellt zu finden, ja, das ist erst einmal die eine Schwierigkeit, die andere Schwierigkeit ist, dass in einer solchen Großanlage natürlich zahlreiche Faktoren wirken, die gewissermaßen als Störgrößen, sowohl auf den Leiter als auf den Abstichmann in irgendeiner Weise einwirken, nun ist aber wichtig für den Einzelnen, dass er begreift, dass er eigentlich dafür da ist mit seinem Kopf, mit seinem Geschick diesen Störgrößen geeignet entgegen zu wirken, und wenn er das begriffen hat, dann wird er das Problem nicht als Schikane oder sonst was empfinden, sondern dann wird er echt empfinden, jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich reagieren muss, und wenn das nicht so wäre würden wir Roboter einsetzen...und das ist eben echt so...dass wir keine Roboter einsetzen wegen der vielen Störgrößen, denen wir immer wieder entgegen wirken müssen...".

0:12:05

Aszakis, Siebert und Olaf am Ofen während des Anstichs (halbtotal, verschiedene Einstellungen) (O-Ton). Siebert in seiner Wohnung (halbnah) (O-Ton) "Wo ich früher angefangen hatte da haben wir alles gekriegt, Bananen, Apfelsinen, Kirschen, es war alles da, und jetzt, in den letzten 2 Jahren ist das rapide zurück gegangen...der Körper laugt zu sehr aus, dadurch kriegst du ja die Probleme, und dann kriegst du nur immer Rhabarber, jeden Tag Rhabarber, ich mag da gar nicht daran denken. "das ist ja so jetzt, zum Beispiel bei mir, die wissen das ich FDJ-Sekretär bin, dass ich in der Partei bin, dass ich bei Parteiversammlungen dabei bin, da kommt die MCD, die sagt, wenn du da hingehst und du sagst das und das stört dich und das musst du dann mal ansprechen, mal fragen wie sich das verhält...die kommen alle zu dir und zumindest musst du dann auch ein bißchen Vertrauensperson sein und nicht wie manche, die nur nach oben streben wollen, zu denen geht keiner, weil sie wissen, dass sie sowieso nur an einem Schreibtisch mal sitzen wollen...zumindest müssen die Kollegen auch merken, dass man sich für sie einsetzt sonst hat das keinen Zweck...". Blick auf die Öfen in der Karbidfabrik (halbtotal). Arbeiter an ihren Maschinen (halbtotal). Blick auf die Abstichmaschine (halbtotal). Kommentar: "Was die Männer am Abstich bewegt sind Verbesserungen in der Technologie des Abstichs, vieles wurde in Angriff genommen, hat sich nicht bewährt, war störanfällig...notwendige Investitionen größeren Ausmaßes mussten bisher immer wieder zurückgestellt werden".

0:13.54

FDJ-Versammlung unter dem Bild vor Ernst Thälmann (halbtotal) (O-Ton). Siebert spricht zu den Mitstreitern über die Probleme am Arbeitsplatz (halbnah) (O-Ton). Produktionsleiter Richter antwortet und berichtet von notwendigen Maschinenreparaturen (halbnah) O-Ton). Siebert in seinem Wohnzimmer (halbnah) (O-Ton) "Es reicht ja schon wenn sie die Abstichmaschinen modernisieren, so wie sie es jetzt bei den anderen Öfen gemacht haben, warum sie das nicht gleich bei allen Öfen gemacht haben und nur mal da mal und da mal, so kleckerweise...das ist sicher eine Frage des Geldes, bestimmt, und wenn du dann mal jemanden ansprichts warum und weswegen, so richtig erläutern tut das keiner...und draußen kann sich keiner ein Bild davon machen, was da jetzt ist. In der Parteiversammlung wird sowas diskutiert und da musst du den Leuten erzählen was da los ist und warum und weswegen das so ist, und da hast du auch nicht die richtige Schulung gekriegt, dass du dann sagen kannst das liegt da dran oder da dran, die Leute geben sich damit nicht zufrieden...die Leute sagen heutzutage fliegen wir zu Mond und wir arbeiten mit alten Geräten...".

0:15:54

Blick in den Ofen und auf den Abstich (halbtotal). Lichtbogen strahlt hell auf und blendet die Kamera (halbtotal). Blick (von oben mit Schwenk) auf die Karbidfabrik und die umliegende Landschaft und die angrenzenden Wohngebiete, eingehüllt in Staubwolken (total). Kommentar: "Besonders spürbar ist in Buna die enge Beziehung zwischen Ökonomie, Ökologie und Forderung nach wissenschaftlich-technischem Fortschritt. Der Zusammenhang von derzeit notwendigem und machbaren, die Forderung nach zielgerichteten Investitionen einerseits und den Möglichkeiten einer schnellen Realisierung andererseits. Wie verständlich wird das für die hier arbeitenden"? Eingeblendet zu Kommentar werden: Gewässer in der Nähe des Industriegebietes (halbtotal). Schmutzwasser wird in die Saale eingeleitet (halbtotal). Schwenk über die Uferbepflanzung und die Spur des Schmutzwassers in das Gewässer (halbtotal). Kommentar: "...eine biologische Kläranlage ist zum Beispiel eine Maßnahme des Kombinats, erforderlich bleiben weitere Schritte zum Schutz des Saale-Wassers". Schwenk über die belastete Saale (halbtotal).

0:16:48

Blick (von oben) auf die dampfenden und rotierenden Trommeln zwischen zwei Gebäuden der Karbidfabrik (halbtotal). Arbeiter schaufeln Abfälle in bereitstehende Container im staubigem Umfeld vor den Trommeln (halbtotal). Richter (halbnah) (O-Ton) "Die hohe Staubbelastung, gleich an welchem Arbeitsplatz ist natürlich abnormal, das betrifft ja nicht bloß die Leute am Arbeitsplatz, das sind auch die, wie in unserem Bereich lediglich pausieren, die empfinden das unangenehm und weitab an der Bushaltestelle die finden das auch unangenehm wenn dann mal ein Wind aufkommt...das ist mit Sicherheit keine Sache, die man dulden muss, die man gut findet, dass man in dieser Staubwolke arbeitet...dieses Problem bettet sich auch in die ganze Problematik der Modernisierung und Instandhaltung unserer Anlagen ein, denn ich habe noch Karbidfabriken in der Sowjetunion gesehen, die bekommen es fertig, auch mit Altanlagen, allerdings mit entsprechend hohem Aufwand, auch an Arbeitskräften, das muss man dazu sagen...den Staubgehalt in der Raumluft einzuhalten, wobei sie natürlich das Umweltproblem, also Ausstoß über Schornsteine und so weiter, auch noch nicht bewältigt haben".

0:18:13

Luftaufnahme des Industriegebietes und der Kläranlagen (halbtotal). Unterlegt wird der O-Ton von Richter "Natürlich müssen wir erwarten in der nächsten Zeit, so würde ich das sagen, dass sich bestimmte Probleme in unserer gesellschaftlichen Leben verschärfen, es ist zum Beispiel der Drang bei einer ganzen Anzahl von Menschen viel Geld zu verdienen, diese zunehmenden Überstunden kommen ja aus zwei Dingen, erstens, dass die Arbeitskräfte weiter zurückgehen im DDR-Maßstab, und zweitens, das wir es nicht verstanden haben, dass schon lange vorher und langfristig auf Technologien umzustellen, die eben weniger Arbeitskräfte benötigen und die vor allem dann mit einem höheren Automatisierunsgrad betrieben werden können. Die Anwendungen der Schlüsseltechnologien ist in hohem Maße daran gebunden, dass ich geeignete Technologien für die Herstellung der Produkten entwickle, und da liegen wir natürlich im argen, hier in der Karbidfabrik in jedem Fall. Und wenn ich noch so optimistisch rangehe mit Microrechnern, ich kann dieses oder jenes noch ein bißchen verteilen, ja, mache ich auch, und deshalb ist auch meine Grundauffassung die, wenn man also Fortschritte erzielen will die einschneidende und revolutionären Charakter haben, dann kann man nur eines machen, andere Technologien entwickeln, die das eben geeignet erscheinen lassen...". Luftaufnahme über Wiesen, Felder, Saale, Kläranlagen und die großflächige Anlage der Buna-Werke mit der Karbidfabrik (halbtotal).

0:20:14

Siebert mit seiner Frau und Tochter in seinem Wohnzimmer (halbnah). Frau Matjuch (halbnah) (O-Ton) "Vor 7 Jahren, in Halle-Neustadt bei der Disco, da haben wir uns kennengelernt". Frage aus dem Off "Und wie ist es weiter hier, mit der Arbeit, mit dem Leben hier"? Siebert (halbnah) (O-Ton) "Ja, zur Zeit geht es noch, ich wollte ja mal aufs Dorf zurück aber meine Frau die will da nicht hin...". Frau Matjuch (O-Ton) "Mich zieht nicht soviel dahin weil ich in der Großstadt aufgewachsen bin, und in Halle und Halle-Neustadt lange gewohnt haben bevor wir beide hierher gezogen sind, irgendwie wünscht man sich...das wir irgendwann mal woanders hinziehen, wo jetzt bessere Luftverhältnisse sind und das wir auch mal eine größere Wohnung kriegen, wenn wir uns ein zweites Kind anschaffen und dass wir dann auch nicht so beengt wohnen und jedes Kind sein Zimmer hat. Aber, wie gesagt, da müssen wir erst einmal abwarten, das sind erst mal Zukunftsträume...". Eingeblendet wird eine Hochhauswohnanlage mit der Windmühle im Innenhof (halbtotal).

0:21:20

Schwenk von den Hochhäusern einer Wohnanlage im Abendlicht auf die belebte Verkehrsstraße (halbtotal). Aszakis (halbnah) (O-Ton) "Ein Wunschtraum wird immer bleiben, das wird ja nie wahr werden, dazu braucht man, um heute sowas zu bekommen wirklich eine Million und etwas mehr, und zwar eine hochgezüchtete Segeljacht, vier Mann Besatzung drauf, einen Schreiber, einen guten Smutje, einen Navigator und einen Kameramann, und dann nur dahin fahren, wo ich schon einmal gewesen bin, das heißt von Island bis nach der Türkei, und denn die Hafenstätte abklappern da unten...und eventuell, wenn die Stadt sich nicht allzu sehr verändert haben...das und das mitzumachen, egal wie alt man ist, denn die Kondition dazu hat man, ja wenn man im Karbidwerk arbeitet muss man die Kondition haben, denn Schwächlinge kann man nicht gebrauchen..."

0:22:23

Blick auf die Karbidfabrik mit ihrem zentralen Schornstein (halbtotal). Verstaubte Fabrikwände mit Arbeitern auf einem Balkon bei ihrer Pause (halbtotal). Blick (von unten) auf zwei Arbeiter mit Schutzmasken, die aus dem Fabrikfenster schauen (halbtotal). Siebert und Olaf bei ihrer Pause mit Bier und Zigaretten im staubigen Aufenthaltsraum der Fabrik (halbnah). Arbeiter trinkt Wasser aus dem Wasserkran in der Fabrikhalle (halbnah). Olaf bei einer Zigarettenpause auf der Anstichmaschine (halbnah). Arbeiter beenden ihre Pause in der staubigen Fabrikhalle (halbtotal). Aszakis zündet sich eine Zigarette in einem Nebenraum an (halbnah). Richter im Gespräch mit einem Arbeiter in seinem Büro (halbnah). Schichtende in der Karbidfabrik, Mitarbeiter gehen an einem Schild "Rauchen verboten - Ausweiskontrolle" vorbei (halbtotal). Blick auf eine stark verstaubte Fabrikwand und zwei Arbeiter hinter einem maroden Fenster (halbtotal). Schrifteinblendung auf einer staubigen Wand: Ton: Jürgen Abel; Uwe Haußig. Mischton: Peter Dienst. Kameraassistenz; Heiko Koinzer; Gerd Jäkel. Dramaturgie: Reinhard Kraetzer. Produktion: Hans-Christian Johannsen. Schnitt: Karin Schöning. Kamera: Jürgen Hoffmann. Buch und Regie: Heinz Brinkmann. ZLB/L 870112

0:24:23 ENDE

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