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Drei von vielen

Regie: Jürgen Böttcher, 33 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1961

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
920
Sonstiger Titel
3 Arbeiter
Englischer Titel
Three of Many
Veröffentlichungen
DVD: University of Massachusetts (UMASS) - DEFA Film Library / www.umass.edu/defa
DVD: Filmmuseum München, DEFA-Stiftung und Goethe-Institut München / www.edition-filmmuseum.com

Kurzinhalt

In "Drei von vielen" stellt Jürgen Böttcher drei Freunde vor, junge Arbeiter, die bei ihm Kunstunterricht nehmen. Der schwarz-weiß Dokumentarfilm berichtet über die drei Freunde, die eine enge Verbindung durch ihre Malerei und die Liebe zur Jazzmusik gefunden haben. Obwohl sie in unterschiedlichen Berufen tätig sind, Peter Hermann ist Chemigraph, Peter Graf Kraftfahrer und Peter Makolies Steinbildhauer, finden sie immer wieder zusammen um über ihre Malereien, Eindrücke und Gedanken zu diskutieren.

Filmstill zu "Drei von vielen"

(R: Jürgen Böttcher, 1961) Fotograf: Christian Lehmann

Filmstill zu "Drei von vielen"

(R: Jürgen Böttcher, 1961) Fotograf: Christian Lehmann

Filmstab

Regie
  • Jürgen Böttcher
Drehbuch
  • Jürgen Böttcher
Kamera
  • Christian Lehmann
Schnitt
  • Charlotte Beck
Kameraassistent
  • Horst Storm
Komponist
  • Gerhard Rosenfeld
Musikinterpret
  • Die Jazz-Optimisten (Musikgruppe)
Produktionsleitung
  • Gerhard Abraham
Person, primär
  • Erika Dobslaff
  • Peter Graf
  • Peter Herrmann
  • Peter Makolies
  • Ralf Winkler (Pseudonym: A.R. Penck; Mike Hammer; T.M.; Mickey Spilane; a.Y.)
Person, sekundär
  • Patrice Emergy Lumumba

Langinhalt

0:00:00

Schrifteinblendungen: Staatliches Filmarchiv der DDR zeigt: Drei junge Arbeiter aus Dresden spazieren auf einem Weg an der Elbe (halbtotal). Steinbildhauer Peter Makolies läuft zu einer Parkbank und balanciert darauf (halbtotal). Die drei setzen sich auf die Bank (halbnah). Chemiegraph Peter Hermann (halbnah). Schwenk auf Kraftfahrer Peter Graf (halbnah). Schwenk auf Steinbildhauer Peter Makolies (halbnah). Abblendung. Holzhäuser am Straßenrand mit hohem Kühlturm dahinter (halbtotal). Schrifteinblendung: Ein Film des DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme der Arbeitsgruppe Joop Huisken. "Drei von vielen". Kamera Christian Lehmann. Kamera-Assistent Horst Storm. Schnitt Charlotte Beck. Musik Gerhard Rosenfeld. Die Jazz-Optimisten. Aufnahmeleitung Paul Wojczinski. Buch und Regie Jürgen Böttcher.

0:01:42

Lastwagen kommt auf die Kamera zu (halbtotal). Schwenk über den vorbeifahrenden Lastwagen mit Anhänger vor der Kulisse von 4 Kühltürmen (halbtotal). Lastwagen bleibt an einem Kran stehen, im Hintergrund 4 Schornsteine des Kraftwerkes (halbtotal). Peter Graf steigt aus dem Lastwagen (halbtotal). Peter und sein Kollege Kurt verzurren eine Maschine für den Transport (halbnah). Per Kran wird die Maschine auf dem Tieflader abgestellt und abgedeckt (halbtotal). Peter und Kurt genehmigen sich eine Zigarettenpause vor dem Lastwagen (halbtotal). Kommentar: "Viele unserer Großbaustellen lernten sie so gemeinsam kennen". Abblendung.

0:03:34

Peter betrachtet im Wohnzimmer seinen gezeichneten "G5" auf der Staffelei (halbtotal). Das Bild des dreiachsigen Langhauber-Lastkraftwagens G5 auf der Staffelei (halbnah). Peter stellt sein Tonbandgerät an (halbnah) und Jazzmusik erklingt (O-Ton). Schwenk über die Bilder und Zeichnungen an der Wand (nah). Einblendungen von Peters Zeichnungen mit dem "G5" (nah). Peter hört der Musik zu und schaut zu den Malpinseln auf der Fensterbank (halbnah). Kommentar: "So ist der "Grabbe", ohne seine Arbeit, das Autofahren und seine Malerei möchte er nicht leben, und die Musik liebt er, vor allem den klassischen Jazz". Blick (von oben) auf Peter in der Stadt (halbtotal). Blick (von oben mit Schwenk) auf den Uferbereich der Elbe und einen ablegenden Raddampfer (halbtotal). Peter macht sich Skizzen an der Anlegestelle des Raddampfers (halbnah). Schwenk über die Elbbrücke "Blaues Wunder" in Dresden (halbtotal).

0:05:27

Blick auf die offene Werkstatt des Steinbildhauers Peter Makolies (halbtotal). Blick (von oben) auf die Freunde von Makolies (halbnah). Makolies lacht (halbnah). Kommentar: "Der ehemalige Steinmetz ist jetzt Steinbildhauer beim VEB Sandstein-Industrie. den Zwinger, die Oper in Leipzig und die Gedenkstätte in Sachsenhausen half er mit aufbauen". Makolies bearbeitet mit Hammer und Meißel die Sandsteinfigur (halbnah). Schwenk vom schlagenden Hammer auf das Gesicht von Makolies (halbnah). Blick auf die Hofkirche in Dresden (halbtotal). Kommentar: "Dafür arbeitet er jetzt, die Hofkirche wurde durch amerikanische Bomben zerstört, wir bauten sie wieder auf, aber es gibt noch immer viel zu tun". Skulpturen mit und ohne Kopf auf dem oberen Dachrand der Hofkirche (halbtotal). Schwenk über die leeren Sockel auf dem Dachrand (halbtotal). Makolies bearbeitet eine Sandsteinskulptur für die Hofkirche (halbtotal). Makolies auf dem Weg zu seiner Wohnung (halbtotal). Kinder klettern auf ein Gerüst auf dem Spielplatz (halbnah). Makolies begrüßt seine Frau und seinen Sohn auf dem Spielplatz (halbnah) und gemeinsam gehen sie zu ihrem Wohnblock (halbtotal).

0:07:55

Schwenk über Makolies in seinem Atelier (halbtotal). Zigarrenraucher Makolies formt einen Tonkopf (halbnah). Letzte Feinarbeiten am Männerkopf (halbnah). Kommentar: ""Mäk" ist ein guter Arbeiter, nicht nur im Betrieb, auch wenn er zu Hause seinen eigenen Gedanken Form gibt und weil er meint das andere das auch können will er in seinem Betrieb einen Zeichenzirkel gründen". Schwenk vom Gesicht von "Mäk" auf den Tonkopf (halbnah).

0:08:37

Peter Graf mit dem Sohn von Peter Hermann betrachten die Zeichnungen des "G5" und von Baggern auf der Baustelle (halbnah). Frau Hermann holt ihren Sohn und badet ihn in einer kleinen Wanne im Zimmer (halbnah). Frau Hermann nimmt das Kind aus der Wanne und trocknet es auf dem Wickeltisch (halbnah). Peter Graf und Peter Hermann betrachten Zeichnungen von Mutter und Kind (halbnah). Kommentar: "Seit dem das Kind bei ihnen ist sprechen sie anders vom Leben...immer ereignete sich Neues..."Grabbe" erzählt von seiner letzten Fahrt, er sah wie sich auf einer Baustelle ein nagelneuer, leuchtend blauer Bagger drehte, wie aus dem Spielzeugladen...das möchte er malen können". "Grabbe" und Peter Hermann unterhalten sich über Malerei (halbnah). "Peter Hermann" zeigt seine Zeichnungen von Mutter und Kind (nah). Peter Hermann nimmt seinen Sohn in den Arm und wünscht ihm eine gute Nacht (halbnah). "Grabbe" streichelt dem Kind über den Kopf (halbnah). Abblendung.

0:10:24

Chemigraph Peter Hermann an seinem Arbeitstisch mit Lupe und Pinsel (halbnah). Hermann bearbeitet die fotografische Schicht der Zinkplatte die später als Klischee für die Druckmaschine genutzt wird (halbnah). Hermann mit Lupe und feinem Pinsel (nah). Teile des Klischees werden mit Lack abgedeckt (nah). Gesicht von Hermann (nah). Peter Hermann diskutiert mit seinen Druckerkollegen am Arbeitsplatz (halbtotal). Schwenk über die diskutierenden Arbeiter (halbtotal). Kommentar: "Peter ist still und bescheiden...wenn es um eine gute Sache geht kann er sehr energisch sein, hier wird über die Fragen der Norm, der Leistung und des Lohnes beraten...Peter wird als Gewerkschaftsfunktionär geachtet und in letzter Zeit interessieren sie sich auch für seine Malerei". Blick durch das Bürofenster auf die diskutierenden Arbeiter (halbtotal). Abblendung.

0:11:44

Peter Hermann vor der Staffelei in seinem Wohnzimmer (halbnah). Hermann trägt Farbe auf das Gemälde auf (nah). Blick auf Hermann mit Pinsel (halbnah). Ausgedrückte und benutzte Tuben mit Malerfarben (nah). Schwenk von den Tuben auf die Holzmischpalette (nah). Konzentriertes Gesicht von Hermann (nah). Blick (von hinten) auf Hermann vor seiner Staffelei (halbnah). Das fast fertig gestellte Landschaftsbild auf der Staffelei (nah). Hermann macht auf dem Bett eine Zigarettenpause (halbnah). Schwenk vom rauchenden Hermann auf das Landschaftsbild (halbnah). Kommentar: "Eine friedliche Landschaft, seine Bilder erzählen von seiner Liebe vom Leben, aber zu der Liebe gehört auch die Darstellung des Furchtbaren, damit es nicht vergessen wird. Die Dokumente der Folterungen Lumumbas, die er in den Zeitschriften sah, erschütterten ihn. Lumumbas zum Gedenken malte er dieses Bild". Schwenk über ein Bild mit erschossenen Menschen und trauernden Familienangehörigen im Kongo (nah).

0:14:04

Peter Graf (Grabbe) an seiner Staffelei (halbnah). Blick (von oben) auf "Grabbe" mit Pinsel und Staffelei (halbnah). Bild des "G5" unter Bäumen (nah). Kommentar: "Variationen über ein Auto". Kinder auf den Elbwiesen und schwimmend, im Hintergrund ein Raddampfer (halbtotal). Peter Graf umgeben von Kindern auf den Elbwiesen (halbnah). Peter Graf malt mit den Kindern (halbnah). Mädchen malt in ihren Block (halbnah). Familien mit ihren Kleinkindern auf den Elbwiesen (halbtotal). Motorbootfahrer und Paddler auf der Elbe (halbtotal). Die Ehefrauen von Peter Hermann und Peter Makolies mit ihren Kindern auf den Wiesen (halbnah). Peter Hermann spielt mit seinem Sohn auf der Wiese (halbnah). Schlepper und Frachtschiffe auf der Elbe (halbtotal). Hermann mit seiner Familie auf der Wiese (halbtotal). Schwenk über eine grasende Schafherde auf den Elbwiesen (halbtotal). Peter Makolies (Mäk) mit seiner Familie an der Elbe (halbtotal). Peter Graf mit seiner Freundin im Gras (halbnah). Blick auf das fließende Wasser der Elbe (halbtotal).

0:17:55

Makolies und Graf gehen an einem Neubaugebiet vorbei (halbtotal). Makolies und Graf bleiben auf einem Trümmer- und Sammelfeld von Sandsteinblöcken stehen und betrachten das Reiterstandbild (halbtotal). Statuen auf der Wiese (halbnah). Makolies neben zwei überlebensgroßen Frauenstatuen (halbtotal). Ausrangierte und vom Krieg beschädigte Sandsteinskulpturen auf der Wiese (halbtotal). Makolies und Graf klettern über Sandsteinblöcke neben dem Reiterstandbild (halbtotal). Makolies und Graf verlassen die Steindeponie und laufen über die Wiese davon Richtung Elbe (halbtotal).

0:19:25

Graf bei seiner Körperwäsche in der Wohnküche (halbnah). Mutter Graf treibt ihn zur Eile an und reicht ihm ein frisches Oberhemd (halbnah). Grabbe auf einem Kirmesplatz in den Abendstunden (halbtotal). Schwenk über Grabbe vor der Schaukel (halbtotal). Fahraufnahme in einem Karussell (halbtotal). Drehendes Riesenrad (halbtotal). Wildes Fahren auf der Autoscooter (Autodrom)-Fläche (halbtotal) (O-Ton). Grabbe schaut sich die Fahrkünste der Kirmesbesucher an (halbtotal). Frau kontrolliert die Reiter in einer kleinen Manege (halbtotal). Schwenk über die Reiter im Rund der Manege (halbtotal). Blick auf NVA-Mitglieder an der der Seite der Manege (halbtotal). "Mäk" macht sich neben "Grabbe" Skizzen von den Reitern (halbnah). Fahraufnahme mit einem Phantasieflugzeug auf dem Karussell (halbtotal) (O-Ton). Jugendliche mit Blumen vom Schießstand (halbtotal). Grabbe im Gespräch mit einer jungen Frau am Karussell (halbtotal).

0:24:16

Grabbe an seiner Staffelei porträtiert die junge Frau von der Kirmes (halbnah). Schwenk vom Modell auf den Maler Grabbe (halbnah). Gesichter vom Modell (nah) und Grabbe (nah). Schwenk vom rauchenden Grabbe an der Staffelei auf das lächelnde Gesicht des Modells (halbnah). Blick auf das entstehende Bild auf der Staffelei (nah). Schwenk vom Bild auf das Modell (halbnah). Grabbe und sein Modell am Lastwagen "G5" (halbtotal). Grabbe steigt ein und startet den Wagen (halbnah). Blick auf den weg fahrenden "G5" mit dem Kennzeichen "DH-42-60" (halbtotal). Fahraufnahme im Führerhaus des "G5" mit Blick auf Grabbe und Modell (halbnah). Fahraufnahme an den Elbwiesen vorbei (halbtotal). Fahraufnahme mit Frontalansicht auf den fahrenden LKW (halbtotal). Verschiedene Einstellungen des lenkenden Grabbe und seiner Begleiterin im Führerhaus während der Fahrt (halbnah). Fahraufnahme über Dresdens Straßen mit Blick in Fahrtrichtung (halbtotal). Abblendung.

0:27:10

Schwenk über das Atelier von Ralf Winkler (halbnah). Schwenk von Makolies auf Ralf Winkler auf seine Freunde Hermann und Graf (halbnah). Makolies Gesicht (nah). Kommentar: "Der Bombenangriff auf eine Stadt, dieses Thema beschäftigt ihn, er hat als Kind die Zerstörung Dresdens erlebt". Hermann und Graf betrachten das Bild (halbnah). Das Bild von Winkler zeigt die verzweifelten Menschen an brennenden Häusern (nah). Der Malerzirkel diskutiert über den Krieg und ihre gemalten Bilder (halbnah). Die rauchenden Winkler und Graf (halbnah). Malzirkel vor dem Bild bei ihren Diskussionen (halbnah). Kommentar: "Heute wollen sie Bilder für eine Ausstellung auswählen". Bilder werden probeweise auf eine Staffelei gestellt zur Begutachtung (halbtotal). Das Landschaftsbild von Peter Hermann (nah). Schwenk über die Bilder im Raum (halbnah). Bild "Das Massaker in Afrika" (nah). Bild "Obdachlose im Krieg" (nah). Gesichter von Winkler, Hermann, Makolies und Graf (nah). Detailaufnahmen der Bilder (nah). Plastiken von Peter Makolies werden begutachtet (halbnah). Zwei Plastiken (nah). Bild von Makolies Frau (nah). Bild "Arbeitsbesprechung" von und mit Makolies (nah). Grabbes Landschaften werden begutachtet (halbnah). Bild "Trecker unter blühenden Bäumen" (nah). Bild "Lastwagen auf einer Allee" (nah). Grabbe legt eine Schallplatte auf den Teller des Koffergerätes (halbtotal). Schwenk von Makolies auf Winkler und Graf (halbnah). Ausschnitte aus dem Bild "Das Massaker in Afrika" (nah). Schwenk über das Bild "Folterung Lumumbas" (nah). Detailaufnahmen von Bäumen, Früchten und Blumen (nah). Bild der Elbbrücke "Blaues Wunder" (nah).

0:31:40

Die 3 Malzirkelfreunde verlassen das Haus von Ralf Winkler und verabschieden sich (halbtotal). Kommentar: "Sie wollen keine großen Künstler sein, sie wollen ausdrücken was ihre Freunde und Arbeitskollegen empfinden, sie möchten sein was sie sind, drei von vielen". Schwenk über den gehenden Steinbildhauer Peter Makolies auf der Straße (halbtotal). Blick auf Peter Hermann und Peter Graf die in die entgegen gesetzte Richtung gehen (halbtotal). Die drei Freunde winken sich noch einmal zu (halbtotal). Abblendung.

0:32:25 ENDE

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