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Dresden warnt und mahnt

Regie: Heino Brandes, 14 Min., Schwarz-Weiß, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme, 1951

Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
386

Kurzinhalt (Deutsch)

Dieser schwarz-weiß Dokumentarfilm berichtet über die Stadt Dresden, sechs Jahre nach der Zerstörung vom 13. Februar 1945. Eingeblendete animierte Karten zum Verlauf des Krieges in Europa und die Rückdrängung der Deutschen Truppen aus der Sowjetunion durch die Rote Armee und Filmaufnahmen aus den 30er jahren verdeutlichen das Geschehene. Die Bodenreform, der Volksentscheid in Sachsen 1946 und der Wiederaufbau von historischen Gebäuden und Wohnungen werden ebenfalls thematisiert.

Filmstab

Regie
  • Heino Brandes
Kamera
  • Erich Gusko
Schnitt
  • Waltraud von Zehmen-Heinicke
Komponist
  • Hans-Hendrik Wehding
Sprecher
  • Martin Hellberg
Person, primär
  • Otto Grotewohl
Person, sekundär
  • Hermann Göring
  • Adolf Hitler
  • Josef W. Stalin
  • Richard Strauss
  • Ludwig van Beethoven
  • Carl-Maria von Weber
  • Joseph Maria Anton Johann Nepomuk Aloys Xaver (Friedrich August I.; Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen; auch: August der Gerechte)

Langinhalt

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Titeleinblendung auf schwarzem Grund "Dresden warnt und mahnt". Ein Kurzfilm der DEFA Deutsche Film A.-G. Filiale Dresden, unter Verwendung dokumentarischer Aufnahmen. Gestaltung: Heino Brandes. Kamera: Erich Gusko. Schnitt: W. v. Zehmen-Heinicke, Musik: H. Hendrik Wehding. Sprecher: Martin Hellberg.

0:00:33

Schwenk über die Grundmauern eines ausgebombten Hauses in Dresden (halbtotal). Sprecher: "Für Dresden bleibt der 13. Februar 1945 ein Schreckenstag für alle Zeiten". Schwenk auf ein Kind zwischen den Steinen des Hauses (halbnah). Ein Mann legt zum Gedenken an die toten Angehörigen Blumen an der Trümmerstelle nieder (halbtotal). Sprecher: "...hier trauern Angehörige am 13. Februar 1951, sechs Jahre nach der Zerstörung der Stadt durch anglo-amerikanische Bomber, um die Opfer jener grauenvoller Tage in denen das schöne Dresden unterging, jener Mächte in denen ihre Heimatstadt in Schutt und Asche gelegt wurde". Schwenk von den Blumen auf die Häuserruinen im näheren Umfeld (halbtotal). Schwenk von unten nach oben über eine ausgebombte Hauswand (halbtotal). Schild, umgeben von Blumen "Die Toten mahnen, verhindert einen neuen 13. Februar 1945" (halbnah). Schwenk vom Schild auf das Kronentor des Dresdner Zwingers (halbtotal). Rückblick vor der Bombardierung: Fahraufnahme mit Blick auf die Langgalerien und das Kronentor (halbtotal). Zwingerhof mit seinen Brunnen und Fontänen (halbtotal). Fahraufnahme auf einem Balkon des Zwingers mit Blick in den Hof und auf das Gebäude des Mathematisch-Physikalischen Salons bis hin zum Kronentor (halbtotal). Detailaufnahmen von Figuren an den Bauten (halbnah). Blick auf die Hofkirche (halbtotal). Schwenk über historische Hausfassaden (halbtotal). Denkmal des "Goldenen Reiters" (Friedrich August I. von Sachsen) (halbnah). Schwenk über Prachtbauten der Kaufleute (halbtotal). Rückwärtsfahraufnahme vom Schild "Grünes Gewölbe" des Residenz-Schlosses (halbnah). Wertvolle Stücke der Hofgoldschmiede in Ausstellungsvitrinen (halbnah). Nahaufnahmen von Pokalen, Schalen und Figuren (nah).

0:02:33

Blick (von oben) über den Zwingerhof auf die Fassade der Gemäldegalerie (halbtotal). Saal voller großformatiger Gemälde italienischer Künstler (halbtotal). Schwenk vom Schild "Carl Maria von Weber" auf die Statue auf dem Sockel (halbnah). Kommentar: "Im 19. Jahrhundert erstrahlte Dresden als Kunststadt im schönsten Glanze, in der Staatsoper erklangen zum ersten Male die unvergessenen Melodien von Weber, Wagner und Richard Strauß...". Blick (von oben) auf die Semperoper (halbtotal). Ankündigungen: von 1822 "Der Freischütz", von 1843 "Der fliegende Holländer", von 1845 "Tannhäuser" und von 1911 "Rosenkavalier" (nah). Schwenk (von unten) über die reich verzierten Logen in der Semperoper während einer Aufführung (halbtotal). Blick (von oben) auf die Bühne und aus der Sicht des Dirigenten (halbtotal). Abblendung.

0:03:34

Kommentar: "So wuchs Dresden zur Kunst,- Blumen- und Gartenstadt zum deutschen Florenz". Schwenk über die Elbe über das Panorama der Stadt Dresden von der Brühlschen Terrasse bis zur Hofkirche (halbtotal). Fahraufnahme über die Elbbrücke "Blaues Wunder" (halbtotal). Fahraufnahme auf der Elbe mit Blick auf Schloss Albrechtsberg (halbtotal). Fahraufnahmen mit der Standseilbahn Dresdens (halbtotal). Schwenk über die Augustusbrücke und die dahinter liegende Königliche Kunstakademie und Frauenkirche (halbtotal). Schwenk über die Blumensträuße auf dem Dresdner Marktplatz (halbnah). Fahraufnahmen durch die Innenstadt Dresdens, vorbei an der Frauenkirche und dem Neuen Rathaus (halbtotal). Schwenk (von oben) über die Stadt Dresden (halbtotal). Fahraufnahme aus der Hochbahn mit Blick zur Prager Straße, und mit dem Auto über den Altmarkt der 30er Jahre (halbtotal). Kommentar: "Das Bürgertum gab der Innenstadt das Gepräge und Großstädtische Eleganz...gaben Zeugnis vom gediegenem Gewerbefleiß, Kaufmännischem Geschick und einer aufblühenden Industrie... den I. Weltkrieg überstand Dresden ohne jede Beschädigung, gelernt hatten die meisten Dresdner aus dem verlorenen Kriege nichts, der Kaiser und der König waren gegangen aber die Generale waren ihnen geblieben...". Fahraufnahme durch das Zentrum Dresdens (halbtotal).

0:05:25

Generalfeldmarschall von Hindenburg fährt in einer offenen Limousine durch Dresden, bejubelt von den Bürgern am Straßenrand (halbtotal). Reichspräsident Hindenburg bei der Abnahme einer Parade in Berlin (halbtotal). Kommentar: "...Hindenburg , der nach eigenen Worten Zeitlebens seinem Kaiser im Treueid blieb, er ließ sich trotzdem zum Präsidenten der Weimarer Republik wählen und zauderte nicht Eid- und Verfassungsbrüchig dem Trommler des deutschen Monopolkapitals, Adolf Hitler, die Staatsmacht und damit die Diktatur in die blutigen Hände zu spielen". Hindenburg begrüßt Offiziere per Handschlag (halbnah). Reichwehr marschiert im Paradeschritt an Hindenburg vorbei (halbtotal). Luftmarschall Hermann Göring bei der Abnahme einer Parade in Dresden (halbtotal). Kommentar: "Diesem Hitler und seinem Göring glaubten die meisten Dresdner, sie drängelten sich zu Zehntausenden als Paradewillige Marschierer oder begeisterte Zuschauer, Kanonen statt Butter forderte Göring auch in dieser Kundgebung". Göring nimmt im Auto stehend und mit Hitlergruß die Parade ab (halbnah). SA-Angehörige halten die drängenden Zuschauer zurück (halbtotal). Schrifteinblendung einer Wochenschau "Bei der Großkundgebung sprach Pg. Hermann Göring in der Straßenbahnhalle an der Waltherstraße vor mehr als 25.000 Volksgenossen über das Wunder der Rettung Deutschlands". Schwenk (von unten) auf den redenden Göring (halbnah) (ohne O-Ton). Schrifteinblendung "Was heute noch nicht erreicht ist, wird morgen geschaffen werden. Dafür bürgt Euch der Führer. Alles gilt dem deutschen Volk!" Marschierende Reichswehr (halbtotal). Einblendung einer animierten Karte zu Beginn des II. Weltkrieges (nah). Kommentar: "...1939 wurde Polen überfallen, 1/6 der Bevölkerung ausgerottet, in Auschwitz und Treblinka, im Ghetto von Warschau wurden unauslöschliche Denkmäler deutscher Schande errichtet". Animierte Karte Europas der weiteren Eroberungszüge der Reichswehr (nah). Kommentar: "...als Hitler am 22. Juni 1941 Größenwahnsinnig alles auf eine Karte setzte und die Sowjetunion überfiel". Einblendung einer animierten Karte des Russlandfeldzuges (nah).

0:07:30

Kommentar: "Da erhob sich das patriotische und tapfere Sowjetvolk unter der Führung von Stalin wie ein Mann und trieb die Aggressoren aus dem Lande. Unaufhaltsam drang die Rote Armee vor, Anfang Februar 1945 war die Befreiung der bis dahin unbeschädigten Stadt Dresden nur noch eine Frage von Tagen...". Abblendung. Unter Sirenengeheul eilen die Menschen in die Luftschutzkeller der Stadt Dresden (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf die Trümmer von Dresden (halbtotal). Blick (von oben) mit Schwenk über ausgebombten Häuser von Dresden (halbtotal). Straßenbahn fährt zwischen den zerstörten Häusern (halbtotal). Schwenk über zerstörte Häuser bis zu einem Schild in den Trümmern "Der 13. Februar 1945 mahnt: Deutsche an einen Tisch" (halbtotal und halbnah). Schwenk (von unten) über die zerstörten Außenwände von Häusern (halbtotal). Verschiedene Einstellungen von Schwenk (von oben) über eine Massenveranstaltung in Dresden im Jahre 1946 (halbtotal). Balkon mit Transparent "Junkerland in Bauern Hand" (halbtotal). Überreichung einer Besitzurkunde an einen Bauern in Pappritz (halbtotal). Schwenk (von oben) über eine Massenveranstaltung in Dresden im Jahre 1946 (halbtotal). Balkon mit Transparent "Junkerland in Bauern Hand" (halbtotal). Überreichung einer Besitzurkunde an einen Bauern in Pappritz (halbtotal). Szenen vom Volksentscheid in Sachsen am 30. Juni 1946 mit Transparenten und Plakaten im Straßenbild "Dein Ja verurteilt die Kriegsverbrechen zur Wiedergutmachung" (halbtotal). Eingangsbereich eines Wahllokales im 17. Stimmbezirk Dresdens (halbtotal). Lastwagen voller FDJ-Anhänger mit Parolen zum Volksentscheid (halbtotal). Wahllokale und Wahlurnen (halbtotal). Kommentar: "...das ganze Volk wurde zu echter und demokratischer Entscheidung aufgerufen...". Wahlurne wird geöffnet und geleert (halbnah). Stimmzettel werden geprüft und gezählt (halbnah). Schwenk über die Stapel mit angekreuzten Feldern (halbnah). Kommentar: "77% aller Stimmen billigten die Enteignung und begründeten mit dieser Entscheidung den Aufbau der Volkseigenen Betriebe". Schlagzeile der Sächsischen Zeitung "Die Kriegsverbrecher gerichtet!" (nah). Abblendung

0:10:35

Zerstörte Brücken werden wieder aufgebaut (halbtotal). Bauarbeiter an den Brückenbögen (halbtotal). Stützgerüste werden entfernt (halbtotal). Frau schneidet zur Brückeneröffnung ein Band durch (halbnah). Schwenk über ein Modell des neuen und schöneren Dresdens (nah). Arbeiter bei der Trümmerbeseitigung in Dresden (halbtotal). Maurer ziehen neue Wohnhauswände hoch (halbnah). Richtkrone auf einem Wohnhaus (halbtotal). Mann repariert die großen Zeiger an der Uhr am Turm des Neuen Rathauses (halbtotal). Schwenk vom Rathausturm auf den zerstörten Dachstuhl des Neuen Rathauses (halbtotal).

0:11:30

Ministerpräsident Otto Grotewohl besichtigt die Aufbauarbeiten am Zwinger (halbtotal). Grotewohl und Vertreter der Regierung im Hof des Zwingers (halbnah). Eingerüsteter Pavillon im Zwinger (halbtotal). Kommentar: "Alle Kunst- und Schönheitsliebenden Deutschen nehmen an dem schweren Aufbauwerk der Dresdner lebhaften Anteil". Verschiedene Einstellungen von Wohnungsbaumaßnahmen im Dresdner Stadtgebiet (halbtotal). Schwenk über die restaurierte Rathausfassade (halbtotal). Blick auf ein modernes Hotel (halbtotal). Schwenk über das wieder hergestellte Hygiene-Museum (halbtotal). Schwenk über das neu erbaute Theater (halbtotal). Innenansichten des neuen Theaters (halbtotal). Kommentar: "Schon 1949 eroberten ihn eine Meisterhafte Aufführung von Beethovens Fidelio den Nationalpreis, seither überzeugt auch das fortschrittliche Schauspiel durch ausgezeichnete Leistungen". Dirigent hebt den Taktstock (halbnah). Blick (von oben) auf den Chor beim Betreten der Bühne (halbtotal). Abblendung

0:12:50

Restaurator bei seiner Arbeit an einem Gemälde (halbnah). Historische Bücher mit Wasser- und Brandschäden in der Hand der Restauratoren (halbnah). Bronzekopf wird restauriert (halbnah). Otto Grotewohl im Gespräch mit Restauratoren und Verantwortlichen der Stadtverwaltung (halbnah). Blick (von oben) auf die Regierungsvertreter im Hof des Zwingers (halbtotal). Schwenk über den festlich geschmückten Innenhof des Zwingers und das wieder aufgebaute Kronentor (halbtotal). Blick auf die zerstörten Türme der Christuskirche und die Straßenbahnhaltestelle davor (halbtotal). Schwenk von der Außenfassade des Zwingers mit der Friedenstaube im Vordergrund auf die Gedenktafel "Die Toten mahnen" (halbtotal). Kommentar: "Diese Stadt und alle ihre Bewohner hassen den imperialistischen Krieg der so schwere, noch unvernarbte Wunden schlug, sie wollen in Freundschaft mit allen Völkern leben und kämpfen deshalb für den Frieden. Dresden warnt und mahnt alle, verhindert einen neuen 13. Februar".

0:13:59 ENDE

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