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Hier und dort

Regie: Gitta Nickel, 46 Min., Schwarz-Weiß, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1969

Film-/Videoformat
16 mm
Länge in m
537
Sonstiger Titel
Mit Künstlern der DDR im Ausland; Sendeboten der Kultur

Kurzinhalt (Deutsch)

Der Film begleitet DDR-Künstler bei ihren Auslandsgastspielen: Schauspielerin und Chansonette Gisela May, Opernsänger Theo Adam, Primaballerina Jutta Deutschland, Kunstschmied Achim Kühn, Pianistin Annerose Schmidt und Dirigent Herbert Kegel mit der Staatskapelle Dresden, Intendantin und Schauspielerin Helene Weigel, Grafiker und Karikaturist Herbert Sandberg, Grafiker, Buchgestalter und Illustrator Werner Klemke, Pianist Peter Rösel und Violinist Christoph Funke.

Die Deutsche Staatsoper Berlin gastiert mit "Cosi fan tutte" und " Ariadne auf Naxos" zum 1000jährigen Stadtjubiläum in Kairo. Es folgen Auftritte in Budapest mit "Cosi fan tutte" und "Fidelio". Theo Adam ist ständiger Gast an der Wiener Staatsoper, an der MET in New York und bei den Bayreuther Festspielen. Auch als Liedsänger wird er international hoch geschätzt. Gisela May hat sich als Interpretin von Brechtliedern weltweit einen ausgezeichneten Ruf erworben und tritt regelmäßig in Paris, Wien und anderen europäischen Metropolen auf. Der Kunststudent Achim Kühn, Sohn des Metallkünstlers Fritz Kühn, zeigt in Paris Arbeiten seines 1967 verstorbenen Vaters. In sechs Räumen des Louvre werden Fritz Kühns Werke unter dem Motto "Gestalteter Stahl" ausgestellt. In der usbekischen Hauptstadt Taschkent finden Kulturtage der DDR statt. Einer der Höhepunkt ist das Konzert der jungen Solisten Christian Funke (Violine) und Peter Rösel (Klavier), die noch Studenten am Konservatorium in Moskau waren und später berühmte Musiker wurden. In Wologda (UdSSR) werden Illustrationen zu Kinderbüchern von Prof. Werner Klemke gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung sind sehr viele Kinder gekommen. In einer Schule zeichnet Klemke für Kinder. Annerose Schmidt ist eine virtuose Pianistin, die Konzerte in Stockholm, Amsterdam, Leningrad, Helsinki, Budapest und anderen Städten der Welt gibt. Der politische Karikaturist Prof. Herbert Sandberg kam aus politischen Gründen in Hitlerdeutschland ins Zuchthaus und ins KZ Buchenwald. Seine Arbeiten werden bei der großen Ausstellung "Politische Karikaturen" in Wien ausgestellt. Das Berliner Ensemble hat ein Gastspiel in Leningrad mit den Brecht-Stücken: "Die Mutter", "Coriolan" und "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui". Die Intendantin Helene Weigel und Ekkehard Schall spielen die Hauptrollen. Dieser Film gibt ein anschauliches Bild von dem reichen Kulturleben in der DDR und ist deshalb ein sehr wertvolles Dokument.

Filmstab

Regie
  • Gitta Nickel
Drehbuch
  • Gitta Nickel
Kamera
  • Nicola Pawloff
Schnitt
  • Gisela Kuschel
Dramaturg
  • Hans Drawe
  • Wolfgang Schwarze
Komponist
  • Archiv
Produzent
  • Klaus Dörrer
  • Uwe Kremp
  • Anita Schöpke
Redakteur
  • Hans Drawe
  • Richard Ritterbusch
  • Wolfgang Schwarze
Person, primär
  • Theo Adam
  • Jutta Deutschland
  • Hanni Fischer
  • Christian Funke
  • Herbert Kegel
  • Werner Klemke
  • Achim Kühn
  • Gisela May
  • Hans Pischner
  • Peter Rösel
  • Herbert Sandberg
  • Ekkehard Schall
  • Annerose Schmidt
  • Peter Schreier
  • Helene Weigel
Person, sekundär
  • Ernst Barlach
  • Bertolt Brecht
  • Ernst Busch
  • Otto Dix
  • Friedrich Engels
  • Maxim Gorki
  • George Grosz
  • John Heartfield
  • Fritz Kühn
  • Wladimir Iljitsch Lenin
  • Karl Marx
  • Otto Nagel
  • Kurt Tucholsky

Auszeichnungen

  • Prädikat (1969): wertvoll

Langinhalt

0:00:00

Schwenk über das Stahlgerippe des Eiffelturms (halbtotal). Totalaufnahme des Eiffelturms mit Titel- und Schrifteinblendungen "Hier und dort, mit Künstlern der DDR im Ausland". "Ein Film des DEFA-Studios für Kurzfilme auf ORWO Kinefilm". Umschnitt auf den regen Autoverkehr unter dem Eiffelturm (halbtotal). Vorstellung der DDR-Künstler in kurzen Filmeinblendungen und Kommentaransagen: Gisela Mey; Theo Adam; Hans Pischner; Achim Kühn; Annerose Schmidt; Herbert Kegel. Stadtbilder aus Moskau mit Stabeinblendungen: "Redaktion Wolfgang Schwarze; Hans Drawe; Richard Ritterbusch. Produktion Anita Schöpke; Klaus Dörrer; Uwe Kremp. Schnitt Gisela Kusche. Ton Vassil Filipow". Fortsetzung der Vorstellungen: Helene Weigel; Herbert Sandberg; Werner Klemke; Christian Funke; Peter Rösel. Pyramiden und Kopf der Sphinx mit Stabeinblendungen: Kamera Niko Pawloff. Regie Gitta Nickel.

0:02:10

Ägypten: Verschiedene Einstellungen von Mitgliedern der Deutschen Staatsoper Berlin auf laufenden Kamelen (halbnah). Zoom auf die Sphinx von Gizeh (halbtotal). Umschnitt. Der Kulturminister Ägyptens begrüßt die Mitglieder der Deutschen Staatsoper Berlin auf der Bühne (halbtotal). Intendant Pischner begrüßt den ägyptischen Minister (halbnah) (O-Ton) "Sehr geehrter Herr Minister, wir danken Ihnen für die freundlichen Worte die Sie für unsere Arbeit gefunden haben...(Zoom auf das Gesicht des Ministers)...es war für uns eine große Ehre zum 1.000jährigen Jubiläum der Stadt Kairo hier eingeladen zu sein um vor einem kritischen Publikum in Kairo auch bestehen zu können". Zoom auf das Gesicht von Pischner (nah). Dolmetscherin übersetzt, dazu werden Gesichter des Ensembles eingeblendet (nah). Pischner weiter: "Wenn unser Gastspiel zu Festigung unserer beiden Völker beigetragen hat dann ist der Zweck auch erreicht, dann freuen wir uns". Umschnitt auf die Dolmetscherin neben dem Kulturminister (halbnah) (O-Ton). Umschnitt auf Ausschnitte aus der Oper "Cosi fan tutte" (halbnah) (O-Ton). Beifall im Saal (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf eine Balkonszene aus der Oper (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf einen festlichen Empfang der Gastgeber für das Berliner Ensemble (halbnah). Gedankenaustausch zwischen Künstlern der VAR und der DDR (halbnah). Einschnitte von den Gästen und Gastgebern an Tischen (halbtotal). Kommentar: "Die Gäste aus Berlin sprechen über die Entwicklung ihres Theaters und über ihr Repertoire. Nach 1945 ist die Deutsche Staatsoper zu einem echten Volkstheater geworden das die klassische wie die zeitgenössische Oper pflegt". Umschnitt auf die Schlussszene aus "Cosi fan tutte" (halbnah) (O-Ton). Künstler verbeugen sich vor dem applaudierenden Publikum (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt. Stadtimpressionen von Kairo mit Passanten und Händlern (halbnah). Szenen von belebten Straßen, Denkmälern und modernen Gebäuden (halbtotal). Rückwärtszoom (von oben) mit Blick auf eine Nilbrücke und Hochhäuser in Kairo (halbtotal). Umschnitt.

0:06:50

Kurze Zwischenschnitte aus Leningrad, Taschkent, Paris, Stockholm, Wologda, Wien, Budapest (halbtotal) mit unterlegtem Kommentar zu den dort auftretenden DDR-Künstlern. Blick auf Besucher des Budapester Opernhauses in der Pause (halbtotal). Publikum äußert sich zu den DDR-Aufführungen (halbnah) (O-Ton) Frau "Cosi fan tutte vielleicht gefällt mir besser wie Fidelio, phantastisch schön". Mann "Von den Sängern gefällt mir am besten der Schreier...ein wirklich großer Sänger". Intendant Pischner (halbnah) (O-Ton) "Eigentlich muß man das ungarische Publikum fragen, aber soweit ich es beurteilen kann glaube ich dass man von einem großen Erfolg unserer Staatsoper hier in Budapest sprechen kann, besonders auch nach dem gestrigen Abend der "Cosi fan tutte" die in aller Munde ist und dem Erfolg von Theo Adam vorgestern im Fidelio". Umschnitt auf die Künstler hinter dem Bühnenvorhang nach Ende der Oper Fidelio (halbnah). Künstler und Mitarbeiter umarmen und beglückwünschen sich (halbnah). Theo Adam und die Künstler treten vor den Vorhang (halbtotal). Umschnitt.

0:09:30

Rückwärtszoom von der Kirchturmspitze des Wiener Stephandoms (halbtotal). Stadtimpressionen von historischen Gebäuden Wiens (halbtotal). Umschnitt auf Theo Adam bei einer Autogrammstunde in der Wiener Staatsoper (halbnah). Schwenk über die anstehenden Autogrammjäger (halbtotal) (O-Ton) Frau "Ja ich bin sehr begeistert von ihm, sein Schauspiel und seine Stimme sind ganz gut". Umschnitt auf den singenden Theo Adam bei einem Liederabend (nah) (O-Ton). Theo Adam verneigt sich vor dem applaudierenden Publikum (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf den erzählenden Adam (halbnah) (O-Ton) "Die Staatsoper Berlin war ja immer schon eigentlich das große Theater Deutschlands, und heute eben des 1. Theater der DDR, und ich finde es eine sehr schöne Sache und Ehre wenn man an diesen Theater wirken kann...(Umschnitt auf das Gesicht)...Ich bin ja nun schon seit 1953 an der Berliner Staatsoper, und wenn man so lange an einem Haus ist dann ist man da heimisch geworden und man freut sich immer wieder wenn man zurück kehren kann. Ich habe das sehr, sehr oft gesagt, ich betrachte das so ein bisschen als künstlerischen Heimathafen". Umschnitt...

0:12:35

...auf die erzählende Gisela May (nah) (O-Ton) "Man hat mich im Ausland mit Schlagworten belegt, im westlichen Ausland gehört das dazu das man als bekannter, berühmter Interpret irgendwelche Schlagworte bekommt, beispielsweise wurde ich einmal "forscher Friedensengel" genannt, wie hieß ich denn noch? Im Wiener Express...(Filmeinblendung)...gab man mir den Beinamen "First Lady des politischen Chansons". Umschnitt auf die singende Gisela May (nah) (O-Ton). Umschnitt auf die erzählende May (nah) (O-Ton) "Ich glaube die Haupteigenschaft um Brecht spielen zu können ist ein gewisses Maß, ich möchte sagen ein gewisses Maß an Intelligenz, ein gewisses Maß an Parteilichkeit, an einer parteilichen Einstellung, und in 1. Linie glaube ich ein sich einordnen können in ein Ensemble, und eine Fähigkeit sich nicht nur rein gefühlsmäßig in eine Figur zu vertiefen, sondern die Figur gleichzeitig kritisch zu sehen, und Möglichkeiten zu finden die kritische Haltung zur Figur gleichzeitig zu zeigen. Wenn man Brecht spielen will muß man auch singen können, fast in jedem Stück von Brecht gibt es Songs die eingebaut sind, entweder in die Handlung oder die aus der Handlung heraus treten und für sich stehen, und deswegen hat Brecht für den singenden Schauspieler und für den Song in der Welt enorm viel getan. Jeder denkt sofort an die "Dreigroschenoper" die in der ganzen Welt gespielt wurde, und somit ist natürlich meine Verbindung zu Brecht auch für mich die Grundlage gewesen als Chansonnette nach oben zu kommen".

0:15:50

Gisela May in ihrer Garderobe mit einem Blumenstrauß (halbnah). Umschnitt auf die singende May auf der Bühne während einer Probe (halbnah) (O-Ton). May wir in der Garderobe geschminkt und frisiert (halbnah). Im Off erzählt sie dazu weiter: "Und ich hatte das Glück, in einem antifaschistischen Elternhaus erzogen, bereits die frühen Schallplatten von Ernst Busch, als eine der kostbarsten Besitze in unserer Familie behütet wurde, und ich bereits mit diesen Liedern aufgewachsen bin, also die Ballade vom "Nigger Jim"..., das waren Lieder die ich als Kind wie Schlager gesungen habe, obwohl sie damals der breiten Bevölkerung völlig unbekannt waren". Umschnitt auf das Gesicht der singenden May (nah) (O-Ton) "Surabaya Johnny...". Der Gesang wir unterlegt mit: Windmühle am "Moulin Rouge", Passanten in Paris, Maler in Paris. Gesicht der Sängerin May (nah) (O-Ton). May verneigt sich vor dem Publikum (halbnah) (O-Ton).

0:19:20

Blick auf den Eiffelturm (halbtotal). Blick auf den "Arc de Triomphe" und die " Avenue des Champs-Élysées" (halbtotal). Pariser Markthallen (halbtotal). Kunststudent Achim Kühn an einem Kiosk mit kleinen Kunstwerken (halbnah). Achim Kühn auf den Straßen von Paris (halbtotal). Kommentar: "Achim Kühn ist selbst noch unbekannt, mit den Werken seines international anerkannten Vaters, des Kunstschmieds Fritz Kühn ist er hier in Paris. Fritz Kühns Arbeiten findet man in vielen Städten der DDR...hier in Paris seine Ausstellung im Louvre "Gestalteter Stahl". Umschnitt auf den Ausstellungsraum (halbnah). Kunstkenner und Achim Kühn diskutieren an den Exponaten (halbnah) (O-Ton). Rückwärtszoom von kleineren Stahlarbeiten an der Wand (halbnah). Kunstexperten vor der Stahlarbeit "Beim Denken zeigt sich die gute..." (halbnah). Ausstellungsbesucher vor und neben den Exponaten Kühns (halbnah). Umschnitt auf den erzählenden Achim Kühn vor den Arbeiten seines Vaters (halbnah) (O-Ton) "Das Zusammenspiel zwischen künstlerischem Werk und Architektur, das beides so zusammen faßt das man einfach nichts wegnehmen kann, es gehört zusammen. Das ist ja überhaupt unser großes Problem und auch eben für mich, mein direktes Problem das man das wirklich erreichen kann...(Umschnitt auf das Gesicht von Achim Kühn)...Ich habe eine sehr interessante Arbeit gefunden, in Schwedt, ich wurde beauftragt für die Straßengestaltung für die Leninallee doch eine Gesamtkonzeption zu finden, also tatsächlich eine ganze Straße einmal durchzubilden wie man das zwischen Bauwerken, Natur und verschiedenen Plätzen das alles harmonisch zusammen bringen kann". Umschnitt in die Schmiedewerkstatt (halbtotal) (O-Ton). Achim Kühn bearbeitet Eisen mit einem Kollegen auf dem Amboss (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:22:20

Taschkent: Volksmusiker spielen auf am Flughafen von Taschkent (halbnah) (O-Ton). Schwenk über die ausrollende Passagiermaschine (halbtotal). DDR-Musiker und Künstler werden mit Blumen auf der Gangway anlässlich der DDR-Kulturtage begrüßt (halbnah). Schwenk über die Volksmusiker mit ihren Trommeln und Blasinstrumenten (halbtotal). Umschnitt auf den musizierenden Christian Funke mit seiner Violine (halbnah) (O-Ton). Zoom auf die spielenden Hände Funkes (nah). Funke spielt das "Zigeunerstück" von Ravel (halbnah) (O-Ton). Schwenk über die Zuhörer im Saal (halbtotal). Auf die Musik werden Bilder von usbekischen Bürgern aus Taschkent eingeblendet (halbnah). Rückwärtszoom von Christian Funke auf Peter Rösel am Klavier (halbtotal) (O-Ton). Zoom auf Peter Rösel (halbnah). Umschnitt auf singende und tanzende Volksgruppen in Trachten (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf Funke und Rösel (halbnah) (O-Ton). Umschnitt. Fahraufnahme durch moderne Wohngebiete (halbtotal). Stadtimpressionen von Taschkent (halbtotal). Zwischenschnitte von alten Moscheen und modernen Hochhäusern (halbtotal). Umschnitt auf die Schlussakkorde von Funke und Rösel (halbnah) (O-Ton). Die Künstler verneigen sich vor dem applaudierenden Publikum (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:27:40

Wologda: Schwenk über die Zwiebeltürme der Sophienkathedrale (halbtotal). Rückwärtszoom von den Schnitzarbeiten an der Holzfassade eines Hauses (halbtotal). Blick von einer Brücke auf die Sophienkathedrale (halbtotal). Stadtimpressionen von Wologda zur Winterzeit (halbtotal). Werner Klemke bei einem Spaziergang in Wologda (halbtotal). Im Off erzählt Werner Klemke "Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann bin ich als normaler Mensch hierhergekommen und war so frisch wie am ersten Tag, und ich muß sagen das verdanke ich den Freunden die wir da oben getroffen haben, das verdanke ich der Kunst die ich da oben gesehen habe, das verdanke ich vor allen Dingen den Menschen die ich da oben getroffen habe, die eben anders sind als wir, leidenschaftlicher vielleicht, mutiger vielleicht als wir, und herzlicher als wir". Werner Klemke bei einer Stadtführung (halbnah). Klemke fotografiert den Turm der Sophienkathedrale (halbnah). Blick auf das Gebäude in der die Ausstellung "Klemke" stattfindet (halbtotal). Kinder Wologdas in der Ausstellung mit Kinderbuchillustrationen (halbtotal). Schwenk über die Kinder zum Künstler Klemke (halbnah). Klemke spricht zu den Anwesenden (halbnah) (O-Ton) "Liebe Freunde, liebe Kinder, ich bin jetzt etwas verlegen, soviel Kinder waren noch nie auf einer Ausstellung, und als ich mein 1. Kinderbuch gemacht habe, habe ich sehr große Angst gehabt ob das den Kindern gefallen wird...(Einblendung von Kindergesichtern)...das liegt daran das Kinder sich Bilder genauer ansehen als Erwachsene, und wenn ihr jetzt Fehler entdeckt auf den Bildern die ihr da seht, dann zeigt sie mir und ich werde mich bessern". Blick auf die klatschenden Kinder im Saal (halbnah) (O-Ton). Werner Klemke mit einem Blumenstrauß (halbnah). Ein Junger Pionier aus Wologda schneidet das Band durch zur Ausstellungseröffnung (halbnah) (O-Ton). Kinder, Lehrer und Gäste gehen zu den Ausstellungsstücken (halbnah). Einblendung von Illustrationen Klemkes (nah). Kinder diskutieren über die Bilder (O-Ton). Illustration zu "Ferdinand der Stier" (halbnah). Wechselschnitte zwischen Ausstellungsbesuchern und Kinderbuchillustrationen (nah/halbnah) (O-Ton). Kleine Mädchen vor gerahmten Buchillustrationen (halbnah) (O-Ton). Umschnitt.

0:31:00

Klemke zieht seine Jacke aus (halbnah) (O-Ton) "Gehts jetzt los, oder? Also du mußt ihnen jetzt sagen das ich hier male, und wenn die zu Hause selber malen, nech, ich mach euch das jetzt mal vor wie man das macht. Zuerst einmal darf man keine Unordnung zu Hause machen und nicht den Anzug oder das Kleid , oder den Rock bekleckern...(Einblendung von Kindergesichtern)...Was braucht man dazu? Farben, nicht wahr, und so einen Lappen braucht man dazu...und vor allen Dingen Pinsel und Wasser müssen wir haben...". Klemke läuft vor den Kindern und dem weißen Blatt hin und her und zeigt eine Malerpalette (halbtotal). Blick vom Übersetzer auf die zuschauenden Kinder aus Wologda (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf den malenden Klemke an der Tafel mit großen weißen Blättern (halbnah) (O-Ton) "Augenbrauen, wirkt traurig ein bisschen, nech"? Klemke malt weiter an dem Bild unter den Blicken der Kinder (halbnah) und erzählt im Off dazu: "Und so ist das beinahe zu einer festen Einrichtung geworden in unserem Land...wenn ich vor den Kindern zeichne und aus dem Buch vorlese". Umschnitt auf einen jungen Pionier der zu Klemke geht (halbnah). Klemke und junger Pionier an der Maltafel (halbnah) (O-Ton) "Komm mal her, schreib mal dran was es ist. Schreib mal dran, der Mördermeister von Pritzelwitz. Danke sehr". Kinder schauen gespannt zu während der junge Pionier schreibt (halbnah). Klemke malt noch weitere Tiere und bedankt sich bei den Kindern für die Aufmerksamkeit (halbnah) (O-Ton). Schwenk über Klemke zu den applaudierenden Kindern (halbnah) (O-Ton). Umschnitt

0:33:50

Stockholm: Gesicht von Annerose Schmidt (nah). Plakate von Konzertankündigungen mit Annerose Schmidt (nah). Film- und Fotoaufnahmen von Annerose Schmidt (nah). Ausrollen eines SAS-Passagierflugzeuges der "Scandinavian" auf dem Flughafen von Stockholm. Annerose Schmidt wird an der Gangway begrüßt (halbnah). Verschiedene Einstellungen von Schmidt bei Empfängen, auf einem Blumenmarkt und in der Fußgängerzone (halbtotal). Stadt- und Hafenimpressionen von Stockholm (halbtotal). Umschnitt auf die ungarische Pianistin Hanni Fischer (nah) (O-Ton) "Ja, ich muß sagen, das Konzert mit Annerose Schmidt hat auf mich einen großen Eindruck gemacht. Ich bin hier ziemlich müde angekommen, hab mich heute 8 Stunden mit Musik beschäftigt, und war eigentlich skeptisch, ich hab auch an und für sich das Prokofjew-Klavierkonzert nicht so furchtbar gern, ich hab es meistens wahnsinnig hart und seelenlos runter gehackt gehört, und ich bin eigentlich sehr rasch sehr erwacht und bin wirklich glücklich, es ist selten das man das nach einem Konzert ist. Ich fand das Klavierkonzert sehr schön, wunderbar im Zusammenspiel, sehr schön nuanciert, viel reicher und inhaltsvoller als ich es bis jetzt gehört habe". Umschnitt auf das Gesicht des Dirigenten der Dresdner Staatskapelle Herbert Kegel (nah) (O-Ton). Annerose Schmidt am Flügel (halbnah) (O-Ton). Blick über Schmidt auf die Staatskapelle (halbtotal) (O-Ton). Zoom auf die Hände der Pianistin (nah). Zwischenschnitte von einzelnen Musikern der Staatskapelle (nah). Blick auf das konzentrierte Gesicht von Schmidt (nah) (O-Ton). Blickkontakt zwischen Schmidt und Kegel beim Schlussakkord (nah) (O-Ton). Beifall im Saal (halbtotal). Rückwärtszoom von der Bühne auf die Zuschauer (halbtotal). Annerose Schmidt verneigt sich neben dem Flügel (halbnah). Gesicht der lächelnden Schmidt (nah). Umschnitt

0:39:10

Professor Herbert Sandberg an der Staffelei (halbnah). Zoom auf seine malende Hand bei der Entstehung einer Karikatur (nah). Zoom auf das Gesicht von Sandberg (nah). Sandberg in seinem Atelier erzählt (halbnah) (O-Ton) "Ich habe ja eigentlich als Karikaturist angefangen, ursprünglich als Porträt-Karikaturist angefangen als junger Mensch, und bin dann aufgrund meiner politischen Erkenntnisse zur politischen Karikatur gekommen, und da hab ich das gezeigt was mir im Leben mißfällt. Ich hab das sehr lange gemacht...(Zoom auf das Gesicht Sandbergs)...und ausgebildet bin ich als Grafiker und habe daneben auch immer grafisch gearbeitet. Nun ist es so das je älter ich geworden bin doch die tiefere Aussage mit den grafischen Mitteln mich immer mehr interessiert hat und das die Tagesaussage der Polit-Karikatur dadurch zu einer weitergehenden geworden ist, die jetzt in meinen verschiedenen Büchern dann sich abgezeichnet hat. Mit meinen Zyklen, dem "Atomzyklus", den autobiographischen Zyklus "Der Weg", jetzt im Augenblick dem "Kommunistischen Manifest"...(Einblendungen von Karikaturen "Hitler heißt Krieg", von gefesselten Soldaten, Lenin und Arbeitern)...Ich habe nachgedacht darüber was für Probleme heute die Menschen bewegen, womit sie sich auseinandersetzen, und bin auch bei meinen Auslandsreisen zu der Erkenntnis gekommen dass die Menschen sagen, ja Marxismus, alles gut und richtig, aber eigentlich eine Lehre der 19. Jahrhunderts, und da ich ja immer ein politischer Künstler war und bin, da hab ich mir also überlegt und darüber nachgedacht wieweit stimmt das und wie weit kann man das beweisen das dies hochaktuell ist. Deshalb habe ich eines der ältesten Werke des Marxismus genommen, nämlich das Kommunistische Manifest von Marx und Engels und habe es versucht es in die heutige Zeit zu transponieren, und habe versucht daran zu zeigen wie aktuell es im Grunde genommen noch heute ist". Umschnitt

0:41:35

Wien: Schwenk über anstehende Menschen bei der internationalen Ausstellung "Politische Karikaturen" (halbtotal). Zwischenschnitte von diskutierenden Ausstellungsbesuchern (halbnah). Einblendung verschiedener Karikaturen (nah). Im Off dazu "Es sieht für einen Karikaturisten immer gut aus wenn ein Saal so voll ist in dem Augenblick wo es um Karikaturen geht. Deren Aufgabe ist es ja nicht Frieden zu stiften, sondern Unruhe zu stiften". Ausstellungsbesucher äußern sich (nah) (O-Ton) "Ich habe Herrn Sandberg heuer beim europäischen Forum Altbach kennen gelernt und schätzen gelernt, er hat mir eine Menge seiner Zeichnungen aus der früheren Zeit gezeigt, und besonders beeindruckt war ich von den Porträt-Karikaturen...(Einblendungen von Karikaturen von Brecht und der Freiheitsstatue)...eine Zeichnung habe ich sehr gern, die Freiheitsstatue, die ja alle Zeichner Ost, West, immer wieder als Symbol verwenden, und die hat Herr Sandberg, glaube ich, sehr schön gemacht". Ausstellungsbesucher (halbnah) (O-Ton) "Ja, ich bedaure sehr das ich Sandberg nicht persönlich kenne, ich hätte ihn fast kennen gelernt...er ist eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit mit einem starken künstlerischen Talent, und man spürt aus seinen Blättern heraus eine ganz gewachsene Leidenschaft. Das heißt es ist keiner der nur auf Kommando oder nach Auftrag arbeitet, sondern ich bin überzeugt davon dass er aus sich heraus seine Blätter gestaltet, und zwar mit einer sehr kraftvollen Hand". Einblendung verschiedener Karikaturen von Sandberg (nah) dazu erzählt der Künstler im Off: "Ich war sehr früh durch die Umstände ein so kritischer Mensch geworden, das es mir darauf ankam eben Erkenntnisse zu finden nach der Lösung der Probleme dieser fürchterlichen Zeit. Sie wissen es war damals eine schreckliche Situation nach dem I. Weltkrieg, die große Krise, und das führte mich eigentlich dazu wozu ich geworden bin, nämlich zu einem politischen Künstler". Einblendung von Karikaturen (nah). Sandberg an seinem Schreibtisch (halbnah) (O-Ton) "Ich darf nur erinnern an George Grosz zu Beispiel, an John Heartfield, gerade in Deutschland gab es eine große Reihe von Künstler, Otto Nagel, Ernst Barlach, und so weiter, Otto Dix, mir fallen immer mehr Namen ein, die einfach ihr künstlerisches Können verwertet haben dazu etwas auszusagen was mehr ist als nur die Schönheit der Landschaft, die Schönheit der menschlichen Figur, der menschlichen Person. Ich muß Ihnen auch sagen, ich bin im Grunde genommen sehr glücklich das ich diesen Weg gegangen bin, denn der verschafft mir auch im Alter das Gefühl etwas zu leisten was mehr ist als nur etwas mit Feder und Pinsel, sondern mitzuhelfen so wie Brecht es eben auch getan hat, und so wie es Marx von den Philosophen gefordert hat, die Welt eben zu verändern". Umschnitt

0:44:25

Helene Weigel zieht mit ihren Schauspielerkollegen vom Berliner Ensemble triumphal zu "Coriolan" auf der Bühne ein (halbtotal) (O-Ton). Leningrader Theaterbesucher im Vorraum des "Maxim-Gorki-Theaters" (halbnah) (O-Ton). Kommentar: "Berliner Ensemble, Gastspiele in Moskau und Leningrad...gespielt wird "Die Mutter", einer Dramatisierung Bert Brechts nach dem weltberühmten Roman Maxim Gorkis, "Coriolan", Bearbeitung nach Shakespeare, und "Arturo Ui", einer Gangsterballade. Helene Weigel bei einer Führung im Theater (halbnah). Helene Weigel wird von russischen Künstlern und Politikern begrüßt (halbnah). Unter Beifall erhält Weigel einen Blumenstrauß überreicht (halbnah) (O-Ton) "Liebe Freunde, es ist immer angenehm wenn man zu Freunden zu Besuch kommt, und wir fühlen uns auch in ihrem Haus ganz wie zu Hause. Lassen Sie uns herzlich danken für ihre ganz besonders freundschaftliche Aufnahme, und ich hoffe dass Sie ihre Vorschusslorbeeren nicht umsonst gespendet haben". Umschnitt auf eine Szene mit Helene Weigel und Ekkerhard Schall aus dem Stück "Coriolan" (halbnah) (O-Ton) "Wie muß ich Dich fortan nennen Sohn? Coriolan". Rückwärtszoom vom sprechenden "Coriolan" auf Schauspielerkollegen und DEFA-Filmteam auf der Bühne (halbtotal) (O-Ton). Regisseur und Schauspieler besprechen die nächste Szene (halbnah). Helene Weigel bei einer Szene aus "Coriolan" (halbnah) (O-Ton). Umschnitt

0:47:35

Fotoeinblendungen aus dem Stück "Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" (nah). Umschnitt auf eine Szene des Stückes auf dem Friedhof (halbnah). Umschnitt auf Ekkerhard Schall als "Arturio Ui" (halbnah). Schall reißt sich Bart und Kopfhaare ab (halbnah) (O-Ton) "Ihr aber lernet wie man sieht statt stiert, und handelt statt zu reden noch und noch, so was hätt fast einmal die Welt regiert. Die Völker wurden seiner Herr, jedoch dass keiner uns zu früh da triumphiert. Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch". Abblendung mit Schwarzfilm und Beifall.

0:48:30 ENDE

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