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Matrosen in Berlin

Regie: Günter Jordan, 53 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1978

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
1445
Sonstiger Titel
Volksmarinedivision
Anlaufdatum
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt

Dieser schwarz-weiß-Dokumentarfilm schildert die Geschichte der Volksmarinedivision, die in Berlin stationierte revoltierende Matrosen während der Novemberrevolution bildeten. Ausgehend von der Novemberrevolution selbst und der Gründung der Volksmarinedivision stehen vor allem die politische Entwicklung in ihrem Umfeld und ihre Beteiligung an den Kämpfen um das Berliner Stadtschloss zu Weihnachten 1918 und den Unruhen im Januar und März 1919, in deren Verlauf die Volksmarinedivision von den Freikorps zerschlagen und ihre Mitglieder verfolgt wurden, im Vordergrund. Aufgrund ihrer Nähe zum Spartakusbund und zur damals gerade gegründeten KPD war die Volksmarinedivision ein wichtiger Bezugspunkt der DDR-Geschichtspolitik und Namenspatronin der Volksmarine der DDR.

Filmstab

Regie
  • Günter Jordan
Drehbuch
  • Hans Goldschmidt
  • Günter Jordan
Kamera
  • Hans Moser
  • Thomas Rosié
Komponist
  • Wilhelm Neef

Langinhalt

0:00:00

Blick von oben auf ein historisches Grammophongerät beim Abspielen vom Marschmusik (halbnah) (O-Ton). Blick in den Tontrichter mit eingeblendeten historischen Aufmärschen von Schulkindern in Matrosenkleidung und Holzgewehren in der Kaiserzeit Deutschlands (halbnah). Titeleinblendung "Matrosen in Uniform". Überblendung von den marschierenden Kindern auf marschierende Soldaten aller Waffengattungen im Jahre 1918 (halbtotal). Einblendung "Ein Film des DEFA-Studios für Dokumentarfilme". Überblendung auf marschierende DDR-Volksmarinesoldaten mit Schnellfeuerwaffen (halbtotal). Eingeblendete Stabangaben: Buch Hans Goldschmidt und Günter Jordan. Fachberatung Dr. Laurenz Demps. Redaktion Bodo Schulenberg. Reproduktion Ekkehard Fabry. Grafik Holger Thal. Trickgestaltung Hans Moser und Thomas Rosié. Montage Dieter Körner. Produktion Hubert Koll. Regie Günter Jordan. Umschnitt auf die marschierenden DDR-Volksmarinesoldaten (halbtotal). Überblendung auf das Antreten der spielenden "Kindersoldaten" mit ihren Holzgewehren. Einblendung des Titels der "Deutsche Zeitung" mit Überblendung eines Artikels "Eine Anregung aus unserem Leserkreis. "Es war bisher Brauch unsere Kinder in Matrosenanzügen zu kleiden. Unsere Jugend, der Stolz Deutschlands, darf dies Kleid aber jetzt auf keinen Fall mehr tragen, denn es ist mit Schmutz und Blut besudelt. Von den Matrosen ist all das Elend, was über unser Land hereingebrochen ist und noch kommt, verursacht...Deutsche Mütter! Deshalb fort mit den Matrosenanzügen...damit sie nicht immer an jene vaterlandslosen Gesellen erinnern"! Agnes von Below. Umschnitt

0:01:45

Historische Filmeinblendungen: Fahraufnahme auf dem Meer mit Blick auf Kriegsschiffe der deutschen kaiserlichen Marine (halbtotal). Blick auf schießende Geschütze der Schlachtschiffe (halbtotal). Blick auf das Befüllen der Geschütze an Bord (halbnah). Seitenansicht auf die feuernden Geschütze eines Schlachtschiffes (halbtotal). Blick auf die Maschinisten und Heizer unter Deck (halbtotal). Blick auf schießende Kriegsschiffe (halbtotal). Umschnitt auf den Untergang eines Kriegsschiffes (halbtotal). Fahraufnahme mit einem Schlachtschiff mit Blick von oben auf das Vorschiff im hohen Wellengang (halbtotal). Blick von oben auf den seitlichen Auswurf von Torpedos vom Schlachtschiff (halbtotal). Matrosen setzen unter Deck Gasmasken auf (halbtotal). Blick auf ein getroffenes Schlachtschiff in Seitenlage (halbtotal). Fahraufnahme an dem getroffenen Schlachtschiff vorbei (halbtotal). Blick auf die von Deck springenden Matrosen (halbtotal). Blick auf das schnelle Kippen des Schlachtschiffes und den Überlebenskampf der an Deck befindlichen Matrosen (halbtotal). Schwarzbild

0:03:00

Schrifteinblendung "Von der Revolte zur Revolution". Schwenk über ein Foto von ankernden Schiffen der Kaiserlichen Marine (nah). Zoom auf ein Foto von Kaiser Wilhelm II. und seinen Admirälen (nah). Luftaufnahme der Schlachtschiffe "Thüringen" und "Helgoland" (nah). Sprecher: "Oktober 1918, das imperialistische Deutschland ist geschlagen. Nach dem Willen des Kaisers und seiner Admiräle aber sollen Zehntausende von Matrosen hingeopfert werden in einer Entscheidungsschlacht mit der britischen Flotte. Die Heizer der Schlachtschiffe "Thüringen" und "Helgoland" löschen die Feuer unter den Kesseln, sie verhindern das Auslaufen der Flotte. Der Aufstand bricht los, die Mannschaften verweigern den Gehorsam. Die Matrosen in Kiel folgen ihren Kameraden in Wilhelmshaven". Foto von Matrosen auf den Schiffen (nah). Foto von versammelten Matrosen in Kiel (nah). Schwenk über Fotos mit Matrosen (nah). Umschnitt auf ein Demonstrationsfoto in Kiel (nah). Foto der Demonstranten in den Straßen von Kiel (nah). Umschnitt auf ein Gruppenfoto von Matrosen an Deck der „Prinzregent Luitpold“ mit einer Tafel „Soldatenrat Kriegsschiff Prinzregent Luitpold. Es lebe die sozialistische Republik“ (nah). Überblendung auf Fotos von Leuchtspurmunition in den abendlichen Kampfhandhandlungen im Hafengebiet von Kiel (nah). Sprecher: "Der Aufstand der Hochseeflotte ist der Funke der die Flamme der Revolution in ganz Deutschland emporlodern läßt...(Deutschlandkarte mit Einblendungen von Fotos kämpfender Matrosen)...und fast überall finden wir die Matrosen in der ersten Reihe, ob in Lübeck, in Bremen, in Braunschweig, in Hannover, Halle oder Köln". Umschnitt.

0:04:45

Schrifteinblendung "Warum gehen die Matrosen voran ?". Fotos von Matrosen hinter umgerissenen Eingangstoren (nah). Umschnitt. Historische Filmaufnahme eines vorbeifahrenden Kriegsschiffes (halbtotal). Blick auf die drehenden Geschütze auf dem Vorderdeck eines deutschen Schlachtschiffes (halbtotal). Blick auf die Matrosen unter Deck bei ihren Arbeiten mit Atemmasken (halbnah). Sprecher: "Ein Kriegsschiff glich einer großen Fabrik, allein die Kraftstation eines Schlachtschiffes konnte die Großstadt Kiel mit Strom versorgen. Aber trotz der elektrischen Aufzüge und der hydraulischen Anlagen leisteten die Matrosen eines solchen Schiffes Schwerstarbeit. Die schwimmende Fabrik brauchte Spezialisten, Elektriker, Mechaniker, Schlosser, die fand man aber nur in der Arbeiterklasse. Sie wurden geholt aus den Industriestädten des ganzen Landes...". Blick auf die Matrosen bei ihren Tätigkeiten unter Deck (halbtotal). Heizer füllen die Brennkessel (halbnah). Fotos von Matrosen an der Hydraulik, in Hängematten, im Essensraum und beim Antreten auf Deck in Sportkleidung (nah). Umschnitt. Kameraschwenk über die deutsche Kriegsflotte im Hafengebiet von Kiel (halbtotal). Foto von revoltierenden Matrosen (nah). Sprecher: "Mehr als alle anderen lernten die Matrosen auch andere Länder kennen und Solidarität war ihnen nicht fremd. Deshalb gehörten die Matrosen aller Länder zur Vorhut der Revolution, ihr Signal eröffnete ein neues Zeitalter, das Zeitalter des Sozialismus". Foto der Matrosen mit Schild "Soldatenrat-Es lebe die sozialistische Republik" (nah). Umschnitt

0:06:10

Schrifteinblendung "Berlin 9. November". Flugaufnahme über Berlin um den Gendarmenmarkt (halbtotal). Schrifteinblendung "Brandenburger Tor". Flugaufnahme am Reichstagsgebäude vorbei (halbtotal). Schrifteinblendung "Kaiserliches Schloss". Flugaufnahme am Kaiserlichen Schloss vorbei (halbtotal). Schrifteinblendung "Noch liegt Ruhe über der Stadt". Flugaufnahme um den Berliner Dom (halbtotal). Schrifteinblendung "NOCH...". Umschnitt auf die Schlagzeile des "Vorwärts" vom 9. November 1918 "Der Kaiser hat abgedankt!" (nah). Schwenk von der Schlagzeile auf "Es wird nicht geschossen!" (nah). Umschnitt auf die Extraausgabe des "Vorwärts" mit Aufruf "Generalstreik!" (nah). Umschnitt auf die Zeitung "Die rote Fahne" mit Schlagzeile "Berlin unter der roten Fahne" (nah). Umschnitt auf die Zeitung "Berliner Tageblatt" vom 10. November 1918 mit Schlagzeile "Der Erfolg der Revolution". Umschnitt auf die Berliner Mittagszeitung "Das Kleine Journal" mit Schlagzeile "Im Zeichen der roten Flagge. Aufruf an die Fronttruppen-Sicherung der Volksernährung-Bildung der provisorischen Regierung" (nah). Rückwärtszoom von "Die rote Fahne" auf Schlagzeile "Wahl der Arbeiterräte" (nah). Umschnitt

0:07:15

Zoom auf ein Foto der revolutionäre Soldaten mit der Roten Fahne am 9. November vor dem Brandenburger Tor (nah). Schwenk über ein Foto von bewaffneten Arbeitern und Soldaten mit Schild "Brüder! Nicht schießen!" (nah). Sprecher: "Sechs Tage nach dem Matrosenaufstand in Kiel bricht auch in Berlin, der Hauptstadt des deutschen Kaiserreiches, der Sturm los...(Fotoeinblendung)...Geführt von revolutionären Sozialisten marschieren die bewaffneten Arbeiter ins Zentrum der Stadt. Nur wenige Gardeeinheiten leisten kurzen Widerstand, sie werden entwaffnet...(Fotoeinblendung)...Die Masse der Soldaten verbrüdert sich mit den Arbeitern...(Fotoeinblendung)...sie haben den Krieg satt, wie die Matrosen...(Fotoeinblendung)...die auch hier in Berlin in der ersten Reihe stehen. Den verhassten Offizieren werden die Rangabzeichen heruntergerissen...(Fotoeinblendung)...die alte Ordnung ist gestürzt. Vom Schloss des Kaisers nehmen die Massen Besitz, die Lakaien verlassen die Residenz...(Fotoeinblendung)...Die Führer der revolutionären Bewegung fordern dazu auf der Straße zu bleiben...(Einblendung)...auf der Hut zu sein vor den Gegnern der Revolution. Sie erklären, nur in den Händen des Volkes ist die Revolution gesichert". Fotoeinblendung einer Großdemonstration vor dem Kaiserlichen Schloss (nah). Umschnitt

0:08:15

Historische Filmeinblendungen: Winkende Soldaten, Arbeiter und Familien gehen am Brandenburger Tor vorbei (halbtotal). Fahraufnahme an den winkenden Menschen vorbei (halbtotal). Menschen heben ihre Kopfbedeckungen hoch und winken (halbtotal). Fahraufnahme auf der Straße "Unter den Linden" mit Blick auf die dem Wagen folgenden Menschen (halbtotal). Umschnitt. Blick auf bewaffnete Soldaten auf einem Lastkraftwagen (LKW) (halbtotal). Blick von oben auf diskutierende Bürger auf den Straßen Berlins (halbtotal). Umschnitt auf den redenden Karl Liebknecht vor dem Berliner Schloss (halbnah). Blick von oben auf die überfüllten Straßen im Zentrum Berlins (halbtotal). Umschnitt auf eine Großkundgebung vor dem Berliner Schloss (halbtotal). Umschnitt auf den redenden Liebknecht (halbnah). Sprecher zitiert Liebknecht "Nach der russischen Revolution ist nun die Deutsche ein gigantisches Ereignis. Die Herrschaft der Hohenzollern ist vorüber, in dieser Stunde proklamieren wir die freie sozialistische Republik Deutschland. Wenn auch das Alte niedergerissen ist...(Schwenk vom redenden Liebknecht auf dem Dach eines Autos auf die zuhörenden Menschen vor dem Schloss)...so dürfen wir nicht glauben dass unsere Aufgabe getan sei. Wir müssen alle Kräfte anspannen um einen neuen Staat des Proletariats zu schaffen". Überblendung eines Porträts von Karl Liebknecht auf die versammelten Menschen vor dem Schloss (nah). Umschnitt

0:10:10

Zoom auf das Gesicht von Friedrich Ebert auf einem Gruppenfoto des Rates der Volksbeauftragten (nah). Schrifteinblendung "Ein Telephon greift in die Geschichte ein". Zoom auf ein Postkartenfoto "Das Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße" (nah). Sprecher: "Der Rat der Volksbeauftragten war in die Reichskanzlei, den Sitz der Regierung eingezogen. Noch eine Woche zuvor hatte der Sozialdemokrat Ebert...(Fotoeinblendungen)...geäußert, er hasse die Revolution wie die Sünde. Ein Telephon läutete...(Fotoeinblendung)...es war ein geheimer und direkter Draht zur kaiserlichen obersten Heeresleitung, am anderen Ende meldete sich General Wilhelm Groener...(Porträtfoto)...der zweitwichtigste Mann der Heeresführung. Er schlägt Friedrich Ebert ein gemeinsames Vorgehen gegen die Revolution in Berlin vor. Ebert hatte gehofft von der Militärmacht des gestürzten Kaisers Unterstützung zu bekommen, dass sie ihm aber so schnell angeboten wurde hatte er nicht erwartet. Der General schlug ihm vor den Arbeiter- und Soldatenräten in Berlin die Gewalt zu entreißen, zehn Divisionen des Frontheeres würden diese Aufgabe erfüllen...(Fotoüberblendung Groener-Ebert)...Ebert stimmte den Vorschlägen des Generals zu, den Inhalt dieses Gespräches teilte er aber nicht einmal seinen engsten Vertrauten mit". Fotoporträt von Ebert (nah). Umschnitt

0:11:50

Animierte Schrifteinblendungen "Es geht um die Macht". Schwenk über ein Foto eines Demonstranten auf einem Denkmalsockel (nah). Fotoeinblendungen von Arbeitern und Soldaten mit Waffen auf den Straßen Berlins (nah). Foto des redenden Liebknecht auf einem Autodach (nah). Umschnitt auf die Titelseite "Die Rote Fahne" vom 11. Dezember 1918 mit Schlagzeile "Was will der Spartakusbund?" (nah). Sprecher: "Die öffentliche Meinung war von der traditionsreichen sozialdemokratischen Partei bestimmt, und die Tradition war eine starke Macht. Der Spartakusbund zählte in Berlin 80 Mitglieder und mußte sein Programm erst unter die Massen tragen: Abschaffung des kapitalistischen Privateigentums, Vorantreiben der Revolution, alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten. Es war ein Kampf um die Köpfe...(Fotoeinblendungen von Arbeiter- und Soldatengesichtern)...Bisher war alles so schnell und so leicht gegangen". Foto mit Karl Liebknecht und Heinrich Dorrenbach (nah). Zoom auf ein Flugblatt "Kameraden! Genossen! Arbeiter! Die Lawine ist im Rollen! Die Würfel sind gefallen! Jetzt gilt es, die Revolution zu einer wirklichen Revolution zu machen. Zu diesem Zweck muß sofort mit der Bildung der Roten Garde begonnen werden" (nah). Zoom auf bewaffnete Arbeiter (nah). Zoom auf das Gesicht von Friedrich Ebert (nah). Abblendung

0:13:20

Zeitungsartikel vom 13. November 1918 "Keine besondere rote Garde! Die Bildung einer roten Garde ist vorläufig einzustellen. Der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrats" (nah). Porträt von Dorrenbach (nah). Sprecher: "Dorrenbach ist zäh uns steckt nicht auf, wer, wenn nicht die Matrosen ist berufen in Berlin eine revolutionäre Truppe zu bilden? Er läßt sofort Handzettel drucken und verbreiten...(Fotoeinblendung)...alle Matrosen die sich in Berlin aufhalten werden aufgefordert sich im Marstall des Schlosses einzufinden". Blick auf den Text des verbreiteten Handzettels (nah). Wechselseitige Fotoüberblendungen von Marinesoldaten und Kaiserlichem Schloss (nah). Sprecher: "In kurzer Zeit versammeln sich 150 Matrosen, beschließen die Gründung einer neuen Einheit und geben ihr den Namen Volksmarinedivision". Blick auf ein Dokument mit dem Stempel der Division (nah). Umschnitt

0:14:15

Historische Filmaufnahmen: Blick auf das Schließen einer Schranke am Bahnübergang (halbtotal). Dampflokomotive fährt auf die Kamera zu (halbtotal). Zwischenschnitte von Personenwaggons, Antriebsrädern, Schienen, Weichen und Puffern (halbtotal). Fahraufnahme mit dem Zug mit Blick auf Schild "Berlin 15 km" (halbtotal). Fahraufnahme mit dem Zug und Blick aus dem Fenster bei er Überquerung einer Brücke (halbtotal). Sprecher: "Verstärkung von der Küste ist unterwegs, 600 Matrosen, Revolution treu ergeben". Zoom auf das Foto von einem gesprengten Bahngleis (nah). Sprecher: "Die Gegenrevolution verlegt ihnen den Weg, nichts kann die Matrosen aufhalten". Fahraufnahme mit dem einlaufenden Personenzug in Berlin (halbtotal). Fahraufnahme in den Bahnhof hinein (halbtotal). Umschnitt auf die marschierende Volksmarinedivision (halbtotal). Sprecher: "Die Volksmarinedivision wächst auf das Zehnfache an, sie, die den Krieg nicht mehr wollten sind bereit für ein sozialistisches Vaterland ihr Leben einzusetzen. Am Abend ihrer Ankunft trifft sie ein schwerer Verlust, der Kommandant der Division Paul Wieczorek wird von einem kaiserlichen Offizier erschossen". Zoom auf das Foto vom Kaiserlichen Schloss (nah). Abblendung.

0:15:15

Foto von revolutionären Matrosen (nah). Otto Tost wird zum neuen Kommandanten der Volksmarinedivision gewählt (Schwenk über das Foto des redenden Tost). Sprecher zitiert Tost: "Als durch das allgemeine Vertrauen meiner Division getragener Führer kann ich sagen dass diese Truppen nie eine Regierung unterstützen werden die sich in reaktionären Tendenzen ergeht. Niemals wird die Marine es zulassen dass sie als Waffe des Kapitals gegen die Proletarier gebraucht wird". Umschnitt auf historische Filmaufnahmen: Blick auf einen fahrenden Pritschenwagen mit Revolutionären und roter Fahne (halbtotal). Lange Fahraufnahme mit dem Wagen durch das Zentrum Berlins mit Blick zur Straße vor dem Wagen (halbtotal). Umschnitt

0:16:50

Animierte Schrifteinblendung "Revolutionshelden oder Der Alltag in Berlin". Zoom auf ein Foto von Matrosen mit umgehängten Gewehren auf den Straßen Berlins (nah). Sprecher: "Da waren die Blaujacken also in Berlin und boten einen ungewohnten Anblick. Die Waffe trugen sie mit herausforderndem Stolz, aus den Augen schaute ihnen der Wagemut. Vom Volk als Revolutionshelden umjubelt, vom Bürgertum mit Scheu respektiert. Das waren die Matrosen in Berlin". Fotoeinblendungen von Marinesoldaten (nah). Blick auf einen Zeitungsartikel mit Anweisungen für die Marinesoldaten "Mehr Höflichkeit! Alle die in ihrem Dienst mit dem Publikum zusammenkommen werden gebeten diesem in jederweise höflich und anständig entgegenzutreten. Der militärische Ton verträgt sich nicht mit den Zielen auf sozialen Grundlagen aufgebauten Republik. Dieser Ton muß unter allen Umständen vermieden werden". Foto von Marine-Wachsoldaten im Bahnhofsbereich von Berlin (nah). Plakat "Geschützt durch den Arbeiter- und Soldaten-Rat Berlin" (nah). Zoom auf ein Foto von marschierenden Marinesoldaten am Brandenburger Tor (nah). Blick auf den Ausweis von Willy Schuster von der Volksmarinedivision (nah). Schwenk zum Stempel unter dem Dokument (nah). Umschnitt

0:18:05

Rückwärtszoom von der Straße "Unter den Linden" auf den Stadtplan Berlins (nah). Zoom auf das kaiserliche Schloss auf dem Stadtplan (nah). Foto einer Gruppe von Divisionsmitgliedern der 1. Abteilung aus dem Marstall (nah). Überblendung auf ein Foto der Schlossfassade (nah). Umschnitt auf ein Foto von Mitgliedern der 2. Abteilung im preußischen Abgeordnetenhaus (nah). Überblendung auf das Foto der Fassade des Abgeordnetenhauses (nah). Umschnitt auf ein Foto von Mitgliedern der 3. Abteilung aus den Ausstellungshallen des Lehrter Bahnhofs (nah). Überblendung auf ein Foto der Bahnhofshalle mit Waffen (nah). Blick auf den animierten Stadtplan mit den Gebäuden für die einzelnen Abteilungen der Volksmarinedivision (nah). Zoom auf ein Foto mit dem Gebäude des Polizeipräsidiums von Berlin (nah). Foto von Polizeipräsident Emil Eichhorn (nah). Überblendung auf den Stadtkommandanten Otto Wels (nah). Sprecher: "Eichhorn ist Sozialist und ehrlicher Revolutionär, Otto Wels ist Sozialdemokrat und Gegner des Sozialismus. Wels will die Matrosen mißbrauchen gegen die Revolution, Eichhorn setzt seine Sicherheitsorgane ein zum Schutz der Arbeiter...(Montage mit Marinesoldaten, Eichhorn und Wels)...Die Volksmarinedivision zwischen Kommandantur und Polizeipräsidium". Umschnitt

0:19:40

Foto von bewaffneten Volksmarinesoldaten vor der Reichskanzlei (nah). Sprecher: "Vor der Reichskanzlei, dem Sitz der Volksbeauftragten, stehen die Helden der Revolution auf Wache, ihr Posten soll sichtbar für jedermann bezeugen, an diesem Ort wird für die Revolution gearbeitet. Sie wissen nicht das hinter ihrem Rücken, im Innern dieses Hauses...(Fotoüberblendung Haus und Ebert)...der Vorsitzende der Sozialdemokraten sich längst mit ihrem Todfeind, der Generalität, verbündet hat. Ihr Schicksal und das der Revolution ist bereits beschlossen". Umschnitt. Schwenk über ein Demonstrationsfoto mit Marinesoldaten (nah). Sprecher: "So stehen die Matrosen zwischen Ebert und Liebknecht, wem würden sie folgen? Die Zeit der Prüfungen war angebrochen". Umschnitt

0:20:20

Schrifteinblendung "Ein Brief und seine Folgen". Schwenk über ein Foto des redenden Otto Tost (nah). Sprecher: "Otto Tost, Kommandant der Volksmarinedivision hatte die Matrosen mit revolutionären Elan geführt, deshalb wurde er in einen Soldatenrat gewählt, da er diese Einstellung zur Revolution für die gesamte Marine verkörpern sollte...(Schwenk über das Gruppenfoto)...der dreiundfünfziger Ausschuß, so benannt nach der Zahl seiner Mitglieder. Ein Brief vom 27. November 1918...(Einblendung)...kurz und bündig, informierte die Regierung". Überblendungen von Brief, Gruppenfoto und Kriegsschiffen (nah). Schwenk über das Foto mit Matrosen an Deck des Linienschiffs „Prinzregent Luitpold“ mit Tafel „Soldatenrat Kriegsschiff Prinzregent Luitpold. Es lebe die sozialistische Republik“ (nah). Zoom auf ein Foto des Reichsmarineamtes Berlin (nah). Überblendung auf den kaiserlichen Staatssekretär im Marineamt (nah). Sprecher: "Von Stund an konnte dieser ehemals mächtige Mann anordnen was er wollte, es besaß nur Gültigkeit mit der Unterschrift eines Mitglieds der Zentralrates der Marine". Blick auf das Foto des 53er Ausschusses (nah). Protest des Gründungsrats in einem Zeitungsartikel "Der 53er Ausschuß gegen die Generäle" (nah). Sprecher zitiert: "Wir fordern das unsere Brüder wieder auf freien Fuß gesetzt werden, damit die Früchte der Revolution nicht zu nichte werden". Sprecher: "Schließlich beschlagnahmte der 53er Ausschuß die Druckerei des Reichsmarineamtes und veröffentlichte sein politisches Programm". Überblendung auf das Programm "An die heimkehrenden Kameraden!" (nah). Schwenk zu den Forderungen zu den zitierenden Worten des Sprechers aus dem Programm (nah). "Zeigt euch der Opfer würdig die Bahn gebrochen haben damit ihr alle mit uns weiter wirken könnt für die hohen Ziele der Freiheit". Überblendungen von Forderungen und dazu entsprechenden Fotos (nah). Schwenk über ein Demonstrationsfoto mit Schild "Alle Macht den A. S. - Räten" (nah). Umschnitt auf den 53er Ausschuß mit Zoom auf Otto Tost (nah). Umschnitt

0:22:50

Animierte Schrifteinblendung "WER ist der nächste Kommandant?". Blick auf das Foto von Graf Hermann Wolff-Metternich (nah). Sprecher: "Die Wahl fiel auf ihn...Schlossherr, kaiserlicher Offizier und Beamter. Er hatte die Matrosen in den Marstall geführt, Quartier, Verpflegung und Löhnung besorgt, erklärt dass er auf seine Ränge und Titel verzichte und für die Revolution arbeiten wolle. Die Matrosen glaubten ihm und nahmen ihn in ihre Truppe auf". Schwenk über ein Foto von speisenden Matrosen (nah). Blick auf ein Foto von feiernden Matrosen (nah). Porträt von Wolff-Metternich (nah). Sprecher: "Metternich hatte viele Beziehungen die er nun spielen ließ. Vergünstigungen für die Matrosen, Freibier, Vergnügungen, das nahm die Mannschaft für ihn ein, denn wer feiert nicht gern nach vier bitteren Kriegsjahren. Mit dem Stadtkommandanten verstand er sich bestens, der Polizeipräsident war nicht sein Freund. Doch war er es nicht gewesen der den späteren Mörder des 1. Kommandanten in den Marstall gebracht hatte? Verkehrte er nicht Personen die den Matrosen nicht gerade freundlich gesonnen waren?... (Einblendung der Protokolle des Vollzugsrats der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte)...Im Berliner Arbeiter- und Soldatenrat kam es zur Sprache". Zitat auf den Protokollen: "Ein Genosse führte aus das ihm Metternich verdächtig erscheine, es komme ihm so vor als wenn Metternich versuche ein Kommando an sich zu reißen. Wir haben schon verschiedentlich mit Offizieren die Erfahrung gemacht dass sie nicht direkt aber indirekt versuchen gegen uns zu arbeiten". Die Protokollmappe wird zugeschlagen (nah). Umschnitt

0:24:15

Schwenk über ein Gruppenfoto von Marinesoldaten (nah). Sprecher: "Andere meinten die Marinesoldaten sollten ihre Gesinnung nicht für 10 Mark-Scheine und Freibier verkaufen. Es gab Mißtrauen, es gab Verdacht, doch niemand wußte, Metternich hatte von Anbeginn den Auftrag eine Eberthörige Truppe zu bilden". Umschnitt auf die Titelseite "Die Rote Fahne" vom 6 Dezember 1918 mit der Schlagzeile "Arbeiter! Auf zum Massenstreik! Gegenrevolutionärer Putsch in Berlin!" (nah). Schlagzeilen verschiedener Zeitungen "Militärputsch in Berlin?" und "Machenschaften der Gegenrevolution" und "Wer braucht die Putsche?" und "Straßenkampf im Norden Berlins" (nah). Zoom über ein Foto auf Friedrich Ebert bei einer Ansprache vor Soldaten (nah). Umschnitt auf das Porträt von Metternich (nah). Zeitungartikel "Metternich freiwillig zurückgetreten, sein Nachfolger wurde Kamerad Radtke" (nah). Umschnitt auf ein Foto mit Marinesoldaten (nah). Sprecher: "Die Matrosen hatten aus den Ereignissen gelernt, sie wählten sich eine neue kollektive Führung mit dem Matrosen Fritz Radtke...(Fotoeinblendung)...an der Spitze. Heinrich Dorrenbach...(Foto)...verantwortlich für Aufklärung, Agitation und Presse, wurde Stellvertreter des Kommandanten...(Rückwärtszoom von einem Foto mit Radtke und Dorrenbach)...Seit diesem Tage herrschte eine neue Ordnung in der Division, die Disziplin festigte sich und das Bewusstsein der Matrosen von ihrer revolutionären Verantwortung wuchs". Zoom auf ein Foto der demonstrierenden Arbeiter vor dem Brandenburger Tor am 7.11.1918 (nah). Matrosen marschieren an der Spitze des Demonstrationszuges gegen die Putschisten (nah). Umschnitt auf ein Foto der Demonstranten mit Schild "Wir protestieren gegen das Blutbad in der Chausseestraße. Die Arbeiter MERCUR`" (nah). Umschnitt

0:26:05

Schrifteinblendung "Die Gegenrevolution marschiert". Schwenk über ein Foto der Großdemonstration des 10. Dezember 1918 vor dem Brandenburger Tor (nah). Rückwärtszoom von den Menschen in den Bäumen auf die Großdemonstration (nah). Sprecher: "Verschiedene Gründe führen sie hierher, Frauen warten auf ihre Männer die sie Jahrelang nicht gesehen, Kinder erwarten ihre Väter, Ebert aber...(Fotoeinblendung)...erwartet anderes. Dies ist der Tag auf den er seit seinem Telefongespräch mit dem General Groener gewartet hat". Foto von dekorierten Soldaten des Heeres (nah). Zwischenschnitte mit Fotos von heimkehrenden Soldaten, unterlegt mit Marschmusik (nah). Foto mit Ebert auf seinem Rednerpodest mit schwenkendem Zylinder (nah). Sprecher: "Zehn Divisionen, mehr als 100.000 Mann. Ebert hofft mit diesen Truppen die Revolution jetzt abwürgen zu können...(Foto mit Ebert am Brandenburger Tor)...der General dazu steht bereit...(Fotoeinblendung)...er hat den Plan in der Tasche. Doch kaum angekommen bilden die Fronttruppen...(Fotoeinblendung)...wie alle Truppen der Berliner Garnison Soldatenräte, meutern gegen ihre Offiziere, gehen nach Hause. Nach ein paar Tagen sind von 100.000 Mann ganze 1.500 übrig geblieben . Die Konterrevolution ist ohne Truppen". Schwenk über Soldaten der Volksmarinedivision neben einem Geschütz (nah). Sprecher: "In dieser Zeit ist die Volksmarinedivision die einzige Einsatzbereite militärische Kraft in Berlin. Aus ihrer Abneigung gegen Ebert macht sie kein Hehl, aus ihrem Interesse für Karl Liebknecht auch nicht. Der schätzt die roten Matrosen sehr, oft ist er bei ihnen zu Gast". Rückwärtszoom von einer Massenkundgebung auf den Redner Liebknecht auf dem Dach eines Fahrzeugs (nah). Zoom auf ein Dokument Division zur Erhöhung der Truppenstärke auf 5.000 Mann (nah). Sprecher: "Die Stadtkommandantur (Foto) sieht Gefahr für ihre Pläne, 5.000 Matrosen und der wachsende Einfluss Liebknechts, sie lehnt ab. Soldatenräte Berliner Regimenter...(Fotoeinblendungen)...werden von Offizieren schikaniert und wenden sich an die Matrosendivision um Rat und Hilfe. Sie beschließen sich gemeinsam zu wehren. Der Einfluss der Volksmarinedivision erstreckt sich auf die ganze Berliner Garnison". Umschnitt

0:28:40

Blick auf ein Foto mit Gustav Noske und Friedrich Ebert (nah). Sprecher: "Ebert aber braucht die Militärs und die Militärs brauchen Ebert. Die Matrosen müssen aus Berlin. Ebert schickt seine Zeitung, den "Vorwärts" vor". Historische Filmeinblendungen: Blick auf die laufenden Rotationsmaschinen im Vorwärts-Verlag (halbtotal). Drucker überprüfen einzelne Ausgaben der Zeitung (halbnah). Zeitungen werden der Maschine entnommen und gestapelt (halbnah). Umschnitt auf die Titelseite des "Vorwärts" mit eingeblendetem Artikel "Die Matrosendivision, die den Schutz der Stadt Berlin übernommen hatte, hat den Wunsch, dass ihre Mitglieder ebenfalls bald ihre Heimat wiedersehen. Da in Berlin genug revolutionäre Truppen eingetroffen sind, steht der Erfüllung dieses Wunsches kein Hindernis entgegen" (nah). Umschnitt auf den gleichen Artikel in "Deutsche Zeitung" des gleichen Tages "Auflösung der Matrosendivision" (nah). Abblendung. Blick auf das Porträt von Dorrenbach (nah). Sprecher: "Dorrenbach ist hellwach, er merkt die Absicht die dahinter steckt. Energisch bewirkt er eine Gegendarstellung der Matrosen". Einblendung der Gegendarstellung (nah). Überblendung auf das Gruppenfoto mit Dorrenbach und Radtke (nah). Umschnitt

0:29:40

Schrifteinblendung "Alle Macht den Räten!". Zoom auf ein Foto von einer Massendemonstration mit Schild "Alle Macht an die A.- und S.-Räte" (nah). Foto vom 1. Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte am 16. Dezember 1918 im Abgeordnetenhaus (nah). Schwenk über Landsberg und Haase bis Ebert (nah). Sprecher: "Hier sollte entschieden werden, sollte die Macht von den Räten ausgeübt werden, oder soll die Macht an ein Parlament abgetreten werden. Die Delegierten wurden von Ebert und seinen Leuten darüber hinweggetäuscht dass ein solches Parlament nichts anderes als kapitalistische Klassenherrschaft bedeutete. Die Mehrheit folgte den rechten SPD-Führern und gab die Macht ab". Schwenk über das Foto vom 1. Kongress (nah). Umschnitt auf ein Foto der demonstrierenden Arbeiter, Soldaten und Matrosen vor dem Abgeordnetenhaus (nah). Foto mit Schildern "Alle Macht den A. S.-Räten" (nah). Sprecher: "Draußen standen Hunderttausende...Rätemacht und Sozialismus, nicht bürgerliche Republik ist ihre Losung. Zu ihnen spricht Karl Liebknecht...(Fotoeinblendungen mit Liebknecht)...und formuliert die Forderungen an den Kongress, drinnen im Saal erscheint eine Soldatendeputation und überbringt die Forderung der Soldatenräte aller Berliner Regimente...(Montage der Kongressteilnehmer mit überlegter Schrift "Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten")... ihr Sprecher ist Heinrich Dorrenbach". Foto von Dorrenbach (nah) mit Zitat der Forderungen durch den Sprecher: "Gegen die geplante Entfernung der Volksmarinedivision protestieren wir auf das energischste. Die Kameraden der Marine sind die ersten Träger und Stützen der Revolution gewesen...(Zoom auf die Delegierten im Abgeordnetenhaus)...ihre Anwesenheit in Berlin ist unbedingt erforderlich". Porträt von Dorrenbach (nah). Sprecher: "Dorrenbach weiß wie weit er gehen kann, und so verspricht er der Regierung die Treue die wirklich den Sozialismus erstrebt, Eber weiß...(Porträt Ebert)...dass er nicht gemeint ist, und er weiß das er jetzt zuschlagen muß. Die Machtfrage ist entschieden, Ebert ist bereit die Kräfte der Konterrevolution zu entfesseln und die Revolution blutig niederzuschlagen, den Anfang macht er...mit der Volksmarinedivision". Fotoeinblendungen von Divisionsmitgliedern (nah). Umschnitt.

0:31:30

Zoom auf Fotos des ehemaligen Kaiserlichen Schlosses (nah). Zoom auf Fotos aus dem Innern des Schlosses (nah). Sprecher: "Das Schloss, nunmehr Sitz des Stabes der Matrosendivision, erschien geeignet die Matrosen herauszufordern. Raub und Plünderung wird ihnen vorgeworfen, obwohl gerade sie die Plünderung der reichen Vorratskammern verhindert haben". Umschnitt auf historisches Filmmaterial: Blick auf die Papierbahnen in der Rotationsmaschine der Vorwärts-Druckerei (halbnah). Artikeleinblendungen vom 19.12.1918 von Beschwerden über die Volksmarinedivision (nah). Umschnitt auf ein Porträt des Stadtkommandanten Otto Wels (nah). Sprecher: "Wels, von Ebert eingesetzt, greift diese Verleumdungen auf". Zoom auf das Dokument von Wels (nah) Zitat: "Der jetzige Zustand ist unhaltbar, bedroht das Nationalvermögen, Sicherheit, Es wird um sofortige Entscheidung gebeten was geschehen soll". Umschnitt auf das Porträt von Wels (nah). Sprecher: "So liefert Wels der Regierung den Vorwand zum eingreifen. Energisch protestiert Fritz Radtke der Kommandant (Foto) Wels droht ihm mit militärischer Gewalt, Ebert (Foto) läßt sich von den Matrosen nicht sprechen. Da greifen sie zur Selbsthilfe (Zoom auf das Gesicht von Radtke). Sie verhaften Wels der ihnen die Löhnung verweigert (Fotoeinblendung) und führen ihn als Gefangenen in den Marstall. Jetzt endlich kann Ebert (Foto) handeln". Umschnitt

0:33:00

Schrifteinblendung "Weihnachtsbescherung". Sprecher: "Eberts Truppen sind herangerückt und nehmen Schloss und Marstall unter Beschuß". Fotos von Kämpfen zwischen regulären Truppen und den Matrosen der Volksmarinedivision im Schlossbereich (nah). Fotos von Geschützen, MG-Posten, Granateinschlägen und Soldaten (nah). Sprecher: "Dorrenbach organisiert den Widerstand, 28 Matrosen im Schloss (Foto) und 80 im Marstall. Sie lehnen jegliche Kapitulation ab. Der Kanonendonner ruft Menschenmassen heran...(Foto von Menschen vor dem Schloss)...Arbeiter aus den Betrieben, Frauen, Matrosen, aus allen Teilen der Stadt. Die Sperrketten des Militärs (Fotoeinblendung) können sie nicht aufhalten. Ein Teil der angreifenden Soldaten weigert sich zu kämpfen (Foto eines verlassenen Geschützes) sie wehren sich dagegen auf ihre Kameraden von der Marine zu schießen...(Fotoeinblendungen)...Der Versuch Eberts die Matrosen zu besiegen ist gescheitert, doch was mit Waffen nicht möglich war soll Überrumpelung bei den Waffenstillstandsverhandlungen erreichen". Blick auf "Akten betreffend Volksmarinerat und Volksmarinedivision (nah). Auszug aus den handschriftlichen Akten (nah) "Die Matrosen weigerten sich das Schloss zu räumen, ihre Truppe zu verkleinern und nicht mehr an Aktionen gegen die Regierung teilzunehmen". Schwenk über die Unterschriften unter dem Dokument (nah). Sprecher: "Damit ließen sie sich die Hände binden". Umschnitt

0:34:30

Schwenk über ein Foto von Liebknecht bei einer Ansprache vor Arbeitern und Soldaten (nah). Schwenk über ein Foto mit Marinesoldaten an den Fenstern des Schlosses (nah). Alle weiteren Fotos sind unterlegt mit dem Weihnachtslied "Oh du fröhliche" von einer historischen Schellackplatte. Schwenk über ein Foto mit Marinesoldaten neben Waffen im Innenhof des Schlosses (nah). Überblendung auf Foto mit einem wachhabenden Marinesoldaten mit Gewehr am zerstörten Fenster des Schlosses (nah). Umschnitt

0:35:20

Schrifteinblendung "Abschied von der Revolution?". Sprecher: "Die Volksmarinedivision hatte ihr Versprechen gehalten, sie hatte sich nicht als Waffe des Kapitals gegen das Proletariat mißbrauchen lassen. 11 Matrosen zahlten dafür mit dem Leben". Zoom auf ein Foto mit Pferdekutschen und aufgebahrten Särgen vor dem Schloss (nah). Rückwärtszoom von einem Foto mit der Marine-Ehrenwache hinter einer Kutsche mit Sarg (nah). Foto mit dem Trauerzug für die getöteten Marinesoldaten (nah). Sprecher: "Abschied von den Toten, wird es ein Abschied von der Revolution? Hatte nicht Otto Tost als Kommandant der Division erklärt...(Schwenk über ein Foto des Trauerzuges auf den redenden Otto Tost)...eine Regierung unterstützen wird die eine reaktionäre Politik betreibt"? Foto von Tost bei seiner Gedenkrede (nah). Schwenk über ein Foto mit dem Trauerzug (nah). Zoom auf ein Foto mit den Marinesoldaten hinter den Särgen (nah). Sprecher: An jedem Tage schrieb ein junger Arbeiterdichter: "Ihr truget die Revolution ins Land, entfachtet den Funken zum lodernden Brand, nun wollten sie euch vertreiben. Sie wühlten und hetzten Tag und Nacht, und haben Lüge und Niedertracht zu ihren Helfern gedungen. Ein Mahnen steigt aus eurem Tod, die Fahnen flattern purpurrot, wir wollen nicht weinen und klagen, ihr lebt in jedem Tropfen Blut. Hell leuchtet euer stolzer Mut noch in den fernsten Tagen". Umschnitt

0:36:30

Schrifteinblendung: "Ein neues Jahr beginnt". Historische Filmaufnahmen: Blick von oben über das Schloss auf den Berliner Dom (halbtotal). Überblendung auf das Schloss von oben gesehen (halbtotal). Überblendung. Blick von oben auf die Dächer von Berlin (halbtotal). Blick von oben in den Innenhof des Schlosses (halbtotal). Sprecher: "Die stürmischen Tage des alten Jahres waren vorüber, das Jahr 1919 war angebrochen, was würde es bringen? Würde der Name des neuen Staates Wirklichkeit werden, Deutsche Sozialistische Republik? Es gab nur einen Weg dorthin, eine revolutionäre Partei mußte gegründet werden". Überblendung auf den Turm des Roten Rathauses in Berlin Mitte (halbtotal). Umschnitt auf ein Foto des preußischen Abgeordnetenhauses (nah). Sprecher: "Unter dem Schutz roter Matrosen versammelten sich am letzten Tag des Jahres Mitglieder des Spartakusbundes im preußischen Abgeordnetenhaus, dem Sitz des Berliner Arbeiter- und Soldatenrates. Hier beschlossen sie...(Foto des Abgeordnetensaales)...die Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Rosa Luxemburg (Foto), eine hervorragende Persönlichkeit in der internationalen Arbeiterbewegung, rastlos und voller Energie, und Karl Liebknecht (Foto) waren die anerkannten Führer der neuen Partei". Umschnitt auf das Programm der KPD in der Zeitung "Die Rote Fahne" vom 31.12.1918 (nah). Umschnitt auf ein Plakat mit dem Konterfei Liebknechts "Hinein in die KPD! (Spartakusbund)" (nah). Überblendung vom Plakat auf das Foto des redenden Liebknecht im Berliner Tiergarten (nah). Umschnitt

0:38:10

Zoom auf ein Foto der Reichskanzlei (nah). Foto mit Ebert an seinem Schreibtisch (nah). Sprecher: "Anfang Januar schickte Ebert die Matrosenwache der Reichskanzlei nach Hause, Unteroffiziere der alten Garde traten an ihre Stelle". Historische Filmeinblendung der einrückenden alten Garde an der Reichskanzlei (halbtotal). Blick auf die Soldaten bei der Einnahme des Hofes und beim aufstellen ihrer Waffen (halbtotal). Umschnitt auf marschierende Soldaten in Berlin (halbtotal). Sprecher: "Die Regierung Ebert ließ die Maske fallen und zeigte ihr wahres Gesicht. Rings um Berlin wurden auf Befehl der Regierung neue Truppen aufgestellt (Filmeinblendungen) sogenannte Freiwilligenkorps. Sie standen unter dem Kommando kaiserlicher Offiziere und Generalen. Ebert war zufrieden (Foto) mit ihnen wollte er die Revolution abwürgen". Historische Filmeinblendung aus der Redaktion des Vorwärts (halbnah). Blick auf den Redakteur und seine schreibende Sekretärin (halbnah). Sprecher: "Wieder wurde in den Redaktionsstuben des Vorwärts gebrütet, der Anlass zum Gemetzel mußte gefunden werden. War nicht das Polizeipräsidium in der Hand eines Mannes der der Revolution treu geblieben war"? Umschnitt auf die Rotationsmaschine des Vorwärts-Verlages (halbnah). Einblendung eines Artikels "Die Lügner im Polizeipräsidium-Aussage eines Schwartzkopffschen Vertrauensmannes" und "Zur Berichtigung Eichhorns - Die Bewaffnung der Zivilisten" und "Eichhorn will im Amte bleiben-Der "unpolitische" Polizeipräsident" (nah). Titelseite des Vorwärts vom 5.1.1919 mit Schlagzeile "Polizeipräsident Eichhorn abgesetzt" (nah). Porträt von Emil Eichhorn (nah). Umschnitt. Historische Filmaufnahmen: Aufmarsch von 100.000 Berliner Bürgern die den Sturz der Ebert-Regierung forderten (halbtotal). Blick auf die Demonstranten mit Fahnen und Schildern (halbtotal). Schwenk über die große Menschenmenge (halbtotal). Sprecher: "Eichhorns Absetzung schlug ein wie eine Bombe...es war wie im November 1918, die Stadt war in Aufruhr". Umschnitt

0:39:55

Schrifteinblendung "Was tun?". Schwenk über ein Foto mit bewaffneten Männern vor dem Marstall (nah). Foto mit Liebknecht und Dorrenbach (nah). Sprecher: "Im Marstall sammelte sich ein Revolutionsausschuss, Liebknecht und Dorrenbach gehörten ihm an, aber auch Wankelmütige saßen da, und die Massen (Fotoeinblendung) warteten vergebens...(Zoom auf ein Foto der Schlossfassade)...Wo aber stand die Marinedivision die sich hier vor Wochen so tapfer geschlagen? Sie stand nicht mehr hinter Radtke und auch nicht hinter Dorrenbach, der sie in den Kampf führen wollte. Nach dem Weihnachtsabkommen zwischen der Regierung und der Division war die Truppe auf 600 Mann verkleinert...(Foto von Marinesoldaten)...die revolutionärsten Matrosen entlassen worden. Das neue Kommando, besorgt um die weitere Existenz der Truppe, erklärte Neutralität und Verhandlungen als den einzigen Weg das drohende Blutvergießen zu vermeiden...(Foto von verhandelnden Marinesoldaten)...es wurde verhandelt, und geschossen wurde trotzdem". Historische Filmeinspielung: Blick auf bewaffnete Arbeiter und Soldaten auf einem Lastwagen (halbtotal). Blick auf rote Matrosen mit Waffen auf einem Militärfahrzeug (halbtotal). Fotoeinblendungen von der Besetzung des Zeitungsviertels in Berlin (nah). Historische Filmeinblendung von bewaffneten Arbeitern und Matrosen vor dem Vorwärtsgebäude (halbtotal). Sprecher: "Arbeiter und Soldaten setzten sich zur Wehr, rote Matrosen, ehemalige Angehörige der Volksmarinedivision standen ihren Klassengenossen treu zu Seite. Sie besetzten das Zeitungsviertel, auch den Vorwärts, der sie täglich mit Schmutz beworfen, gegeneinander aufgehetzt und bis aufs Blut gereizt hatte. Dort gaben sie jetzt den Roten Vorwärts heraus, einen Aufstandplan jedoch gab es nicht". Historische Filmeinblendung: Blick von unten auf bewaffnete Matrosen hinter Zeitungsstapeln am Fenster des Verlagshauses Rudolf Mosse (halbtotal). Fotoeinblendungen des Freikorps (nah). Überblendung auf ein Foto mit Gustav Noske und Ebert (nah). Sprecher: "Mit den Worten, einer muß der Bluthund werden, übernahm er das Kommando, der Volksbeauftragte Noske. Umschnitt

0:21:30

Schrifteinblendung "Der Bluthund". Foto von Noske neben Soldaten (nah). Foto- und Filmeinblendungen vom Beginn des "Spartakusaufstandes" im Januar 1919. Fahrzeuge mit bewaffneten Soldaten fahren durch Berlin (halbtotal). Foto von bewaffneten Arbeitern auf einer Kreuzung (nah). Matrosen reichen Waffen aus einem Lastwagen an Kampfwillige weiter (halbtotal). Schwenk über ein Foto mit posierenden Aufständischen auf Papierrollen im Zeitungsviertel (nah). Schwenk über ein Foto mit Soldaten und Arbeitern mit angeschlagenem Gewehr hinter Papierrollen (nah). Zwischenschnitte von verschiedenen Fotos mit Barrikaden aus Papierrollen im Zeitungsvierte (nah). Historische Filmaufnahmen von den Barrikaden mit Soldaten und Arbeitern (halbtotal). Umschnitt auf ein Foto von Ebert mit Noske (nah). Sprecher: "Ebert und Noske hatten sich behauptet durch Verrat und eine hohe Blutschuld. Die Arbeiterklasse war geschwächt, aber geschlagen war sie nicht". Historische Filmeinblendung: Schwenk über den Eingangsbereich des Vorwärts-Verlages mit Resten der Papierrollen-Barrikaden (halbtotal). Sprecher: "Der sozialdemokratische Vorwärts war wieder in den Händen von Ebert und den Konsorten und stellte der Konterrevolution seine Seiten zur Verfügung". Blick auf die Annoncenseiten des Vorwärts mit Aufrufen "Freiwillige aller Dienstgrade, meldet euch" und "Wehrfähige Männer, meldet euch im Freiwilligen-Regiment Reinhard" und "Reinhard-Schützt euch selbst vor Spartakus" und "Auf! Gegen den Bolschewismus-meldet euch sofort-Höchste Eile tut not!" Sprecher: "Das Großkapital öffnete seine Geldquellen für Söldnerkauf und Mordhetze". Flugblatt "Arbeiter, Bürger! Das Vaterland ist dem Untergang nahe. Rettet es! Es wird nicht bedroht von außen, sondern innen! Von der Spartakustruppe. Schlagt ihre Führer tot! Tötet Liebknecht! Dann werdet ihr Frieden, Arbeit und Brot haben! Die Frontsoldaten" (nah). Umschnitt

0:43:55

Historische Filmeinblendung: Die Gardekavallerie-Schützendivision marschiert in Berlin ein (halbtotal). Flugblatt "Garde-Kavallerie-Schützen-Division ist in Berlin einmarschiert. Berliner! Die Division verspricht Euch, nicht eher die Hauptstadt zu verlassen, als bis die Ordnung endgültig wieder hergestellt ist" (nah). Überblendung von einem Porträt Rosa Luxemburgs auf die Titelseite "Die Rote Fahne" vom 14. Januar 1919 (nah). Zitat von einem Artikel Luxemburgs "Ihr stumpfen Schergen, eure Ordnung ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich schon morgen rasselnd in die Höhe richten und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: Ich war, ich bin, ich werde sein". Umschnitt auf ein Porträt Liebknechts (nah). Zitat von einem Artikel Liebknechts: "Die geschlagenen von heute werden die Sieger von morgen sein, und ob wir dann noch leben werden wenn es erreicht ist, leben wird unser Programm, es wird die Welt der erlösten Menschheit beherrschen. Trotz alledem". Sprecher: "Als diese Zeilen erschienen hatten die Mörder ihr Werk schon getan". Abblendung

0:45:00

Schrifteinblendung: "Trotz alledem!". Historische Filmeinblendung: Gustav Noske nimmt eine Truppenparade des Heeres ab (halbtotal) Sprecher: "Der Bluthund Noske inmitten seiner Meute. Er brüstet sich: Der Regierung muß Autorität verschafft werden. Im Verlaufe einer Woche wurde eine Truppe von 22.000 Mann geschaffen. Früher waren die Soldatenräte der Machtfaktor, dieser Machtfaktor sind wir nun geworden". Schwenk von Noske und den Generälen auf die Truppenparade (halbtotal). Umschnitt. Soldaten auf den Straßen Berlins (halbtotal). Sprecher: "Es war an der Zeit mit den roten Matrosen abzurechnen. Im Januar bot ihre Neutralitätserklärung keine Handhabe für ihre Auflösung, jetzt hatte sich das Blatt gewendet. Aus den Hütern der Revolution waren die Verfolgten geworden...(Foto Soldaten kontrollieren Matrosen)...Die Matrosen mußten den Marstall verlassen...(Fotoeinblendung)...den sie im Dezember heldenhaft verteidigt hatten. Einzug ins neue Quartier...(Fotoeinblendung)...das Marinehaus. Der Gedanke der Räterepublik war noch lebendig". Foto einer Demonstration mit Pappschildern "Die ganze Macht den A. - und S. - Räten" und "Der Zentralrat als höchste gesetzgebende und vollziehende Körperschaft" (nah). Umschnitt auf einen Zeitungsaufruf "Auf zum Kampfe! Auf zum Generalstreik! Nieder mit Ebert-Scheidemann-Noske, den Mördern, den Verrätern! Nieder die Nationalversammlung! Alle Macht den Arbeiterräten!" (nah). Sprecher: "3. März 1919, Generalstreik der Berliner Arbeiter, jetzt war ein Vorwand zu finden den Matrosen (Fotoeinblendungen) und der Arbeiterklasse Berlins eine Niederlage beizubringen". Flugblatt "Wird ein neues Blutbad vorbereitet?" (nah). Umschnitt

0:46:20

Historische Filmeinblendung: Blick auf die Aktivitäten der Freikorps am Brandenburger Tor (halbtotal). Blick auf die anrückenden Mitglieder des Freikorps (halbtotal). Fotos von Soldaten mit Stacheldraht-Straßensperren (nah). Sprecher: "Die Söldner von Ebert und Noske fühlten sich schon als Herren der Stadt". Historische Filmeinblendung von den Aufmärschen des Freikorps und den abgestellten Geschützen (halbtotal). Umschnitt auf die Vorwärts-Ausgabe vom 14. März 1919 mit Schlagzeile "Noske über Berlin" (nah). Überblendung auf ein Porträt von Noske (nah). Sprecher: "Noske gab den Matrosen den Befehl zum Alexanderplatz zu marschieren (Foto von Soldaten mit Geschützen und Granaten) um dort Ordnungsdienst auszuüben, sie hatten keinen Grund den Befehl zu verweigern, denn sie unterstanden der Regierung. sie konnten nicht ahnen in welche Falle sie gingen...(Fotos mit Schildern "Halt! Wer weiter geht wird erschossen")...Der Widerstand der Matrosen war vorauszusehen, ihre Vernichtung beschlossene Sache". Foto von Freikorps-Soldaten an einem MG (nah). Fotoeinblendungen von schießenden Freikorps-Soldaten im Berliner Osten (nah). Abblendung

0:47:30

Sprecher: "Der Terror wütete im Berliner Osten, ob im Kampf gefangen...(Fotoeinblendung von Gefangenen)...oder aus ihren Wohnungen geholt, wie Vieh wurden sie abgetrieben...(Fotoeinblendungen)...ein ungewisses Los harrte ihrer. Der Kampf artete aus zu einem Gemetzel, eine blutige Saat war aufgegangen...(Fotoeinblendungen von schießenden Freikorps-Soldaten)...Todesangst zeichnete ihre Gesichter...(Foto eines Verhafteten)...oder Entschlossenheit im Wissen um die Unbesiegbarkeit ihrer Idee...(Foto von der Erschießung eines Matrosen)...Tausende verloren ihr Leben...(Foto von erschossenen Aufständischen durch das Freikorps vor einer Mauer)...Nie wurde ihre Zahl gezählt". Blick auf eine Zeitungsnotiz vom 10. Marz 1919 von der Auflösung der Volksmarinedivision (nah). Umschnitt auf historische Filmaufnahmen: Freikorps-Soldaten vor dem Marinehaus (halbtotal) Sprecher: "Das Marinehaus wurde geplündert, auch die letzte Erinnerung an die roten Matrosen sollte getilgt werden". Schwenk auf die Freikorps-Soldaten am Fenster in der 1. Etage des Marinehauses (halbtotal). Sprecher: "Mit Heimtücke wie der Überfall begonnen, so endete er, die Matrosen wurden zur letzten Löhnung bestellt...(Fotoeinblendung)...das war ihr Tod. Hier, in diesem Hof...(Filmeinblendung)...im Zentrum Berlins". Umschnitt

0:49:00

Fahraufnahme an einem Matrosendenkmal in einer Parkanlage vorbei (halbtotal). Fahraufnahme auf das Denkmal zu (halbnah). Umschnitt auf DDR-Volksmarinesoldaten am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte (halbtotal). Rückwärtszoom vom Turm des Roten Rathauses auf die Volksmarinesoldaten am Neptunbrunnen (halbtotal). Gesicht eines DDR-Volksmarinesoldaten (nah). Schwenk über die Volksmarinesoldaten bei ihrem Gang zur Gedenktafel an der Wand des ehemaligen Stadtschlosses (halbtotal). Rückwärtszoom vom Stadtschloss mit Schwenk auf das Schlossportal IV am Staatsratsgebäude der DDR (halbtotal). Umschnitt auf die Volksmarinesoldaten vor dem Palast der Republik (PdR) (halbtotal). Blick auf die Volksmarinesoldaten bei ihrem Gang zum Brandenburger Tor (halbtotal). Abblendung. © 1978

0:50:45 ENDE

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