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Max Hoelz

Regie: Günter Jordan, 39 Min., fa/sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1989

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
1075
Anlaufdatum
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt

An der Spitze des Arbeiter- und Soldatenrates im Voigtland versucht Max Hoelz Anfang der Zwanziger Jahre, kommunistische Ideale gegen die Weimarer Republik durchzusetzen. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt und kommt 1928 nach einer Amnestie frei. Seit 1928 lebt und arbeitet er im Auftrag der KPD in der SU. Dort kommt er 1933, in die Geschehnisse um die "Parteisäuberung" hineingezogen, auf noch nicht geklärte Weise ums Leben.

Filmstab

Regie
  • Günter Jordan
Drehbuch
  • Günter Jordan
Kamera
  • Jürgen Partzsch
Schnitt
  • Hannelore Greifenberg
Szenarium
  • Günter Jordan
Dramaturg
  • Hans-Dieter Rutsch
Komponist
  • Rolf Fischer
Ton
  • Rainer Pape
Sprecher
  • Heinz-Dieter Knaup

Langinhalt

0:00:00

Fotos eines vergitterten Fensters in einer Haftanstalt (halbnah). Sprecher: "Dieser Film handelt in einer längst vergangenen Zeit und von einem fast vergessenen Mann, von einem der das Große begann, gewann, verlor. Von einem der am Ende mit Hölderlin hätte sagen können, wir so gut es ging haben das Unsrige getan". Schwenk über das Foto auf Max Hoelz hinter Gittern (nah). Sprecher: "Die Erzählung einer Geschichte, die Erzählung einer Legende. Bilder vom Kampf für das was der Tag sein kann, was das Leben sein kann, denn eine Legende kommt der Wahrheit vom Menschen nahe". Titeleinblendung auf das Foto in roter Schrift "Max Hölz". Überblendung auf eine Annonce "Welt-Theater. 8. Juni 1920. Max Hölz, der Diktator des Vogtlandes. Einzigster authentischer Filmbericht" (nah). Umschnitt auf ein Porträtfoto von Max Hölz mit Hut aus dem Jahre 1919 (nah). Umschnitt

0:01:45

Historische Filmaufnahmen aus dem Jahre 1920: Schwenk von oben über die Stadt Falkenstein im Vogtland (halbtotal). Sprecher: "Das sind die einzigen Filmbilder die uns überliefert sind vom Aufruhr. Spuren von Max Hölz...er ist von der Bourgeoisie der meist gehasste Mann weil er radikal seinen kommunistischen Traum in den Tag heben wollte". Schwenk über ein brennendes Wohnhaus (halbtotal). Blick von oben auf brennende Häuser in Falkenstein (halbtotal). Blick auf den Einsturz einer Hauswand (halbtotal). Blick auf die Schlagzeile "Stadt Falkenstein durch Hölz verwüstet" in einer Zeitung vom 12. April 1920 (nah). Umschnitt auf einen historischen Filmausschnitt von marschierenden Männern mit Gewehren der "Hölzschen Truppe" (halbtotal). Sprecher: "Arbeiter, von Hölz bewaffnet mit Gewehren und mit Selbstvertrauen. All ihre Lehre und all ihr Begehren verlangte nach Handeln, und sie handelten". Umschnitt. Zoom auf verschiedene Luftfotos der Stadt Falkenburg (nah). Foto einer Menschenmenge vor dem Rathaus (nah). Umschnitt auf eine Zeitungsannonce "Öffentliche Versammlung am 4. Mai 1919 im Schützenhaus. Redner Hölz-Falkenstein. Erklärung und Bericht über die Vorgänge in der Stadt" (nah). Foto eines Arbeiters mit umgehängtem Gewehr (nah). Stempel "Der Rote Vollzugsrat. Sitz: Schloß Falkenstein i.V." (nah). Gruppenfoto mit Max Hölz (nah). Blick auf einen "Aufruf! Arbeiter, Genossen, Brüder! Seit gestern Früh liege ich mit meinen roten Truppen vor Halle im Kampf mit der Sipo. Die Würfel sind gefallen! Alles wartet auf Euch! Seid nicht feige. Komm zu uns. Militärische Oberleitung Max Hölz". (nah). Umschnitt

0:03:20

Historische Filmaufnahmen vom Aufmarsch bewaffneter Polizei- und Militärverbände (halbtotal). Soldaten steigen mit Handgranaten in den Händen aus einem gepanzerten Fahrzeug (halbtotal). Sprecher: "Brutale Gewalt ist die Antwort der herrschenden Klasse, ihr Ziel, die Niederschlagung der kommunistischen Bewegung. Das Ergebnis, 6.000 Verhaftungen, 4.000 Verurteilungen, und 2.000 Jahre Gefängnis und Zuchthaus". Blick auf Soldaten auf der Hauptstraße in Falkenstein (halbtotal). Blick auf Soldaten neben verhafteten Kommunisten (halbtotal). Verschiedene Fotos von verhafteten Kommunisten mit erhobenen Armen (nah). Foto eines Festgenommenen der mit einem Seil an den Pferdesattel des Polizisten angebunden wurde (nah). Umschnitt auf das Polizeifoto von Max Hölz von der rechten Seite aus dem April 1921 (nah). Sprecher: "Hölz wird des Hochverrats angeklagt, hängen ihm einen Totschlag an den er nie begangen hat, machen ihn zum gemeinen Verbrecher, entsprechend das Urteil, Lebenslänglich". Zoom auf das Polizeifoto von Hölz von vorne (nah). Umschnitt. Schwenk über ein Foto des Gefängnisses von Hölz (nah). Foto von Max Hölz auf dem Hof des Gefängnisses (nah). Foto von Hölz am vergitterten Zellenfenster (nah). Umschnitt

0:04:50

Foto von Demonstranten mit Transparent "Heraus mit den politischen Gefangenen" (nah). Foto einer Frauendemonstration mit Schild "Heraus mit den politischen Gefangenen!" (nah). Umschnitt auf ein Foto einer Demonstration mit Transparent "Rote Hilfe tut Not" (nah). Illustriertenfoto einer Demonstration mit Porträt von Max Hölz (nah). Pappschild "Heraus mit Max Hölz" (nah). Fotoeinblendung von Demonstrationen für die Freilassung von Max Hölz (nah). Sprecher: "Hölz wird zum Sinnbild des gefangenen Revolutionärs. Die Rote Fahne streikt, es stände gut um die Sache des Proletariats wenn Charaktere von der Entschlossenheit und Opferbereitschaft eines Hölz nicht allzu selten wäre. Heraus mit den politischen Gefangenen, heraus mit Max Hölz". Foto von einem Holzwagen mit Pappgefängnis im Demonstrationszug mit Aufschriften "Aus Kerkernacht und Seelenqual rufen wir vergesst uns nicht...und lest den Roten Helfer" (nah). Illustriertenfoto von Kommunisten neben einem Holzwagen mit Pappgefängnis und Beschriftung "Helft uns. Heraus mit Max Hölz" (nah). Illustriertenfoto mit bemalten und beschrifteten Handkarren "Vorsitzender: Es geht hier um den Kopf des Hölz. Hölz: Unsinn, nicht um meinen Kopf handelt es sich, sondern um die Idee, um den Kampf zur Befreiung des Proletariats! Tretet der Roten Hilfe bei!" (nah). Foto von einem Versammlungsraum mit Transparenten "Heraus mit Max Hölz! Rote Hilfe tut Not! Nieder mit dem weißen Terror!" (nah). Sprecher: "Von Brecht bis Zille steht die deutsche Intelligenz für Hölz ein". Schwenk über ein Plakat "Protestkundgebung. Terrorismus gegen die Revolutionäre in Italien. Behandlung politischer Gefangener in Deutschland. Max Hölz u. a. ". (nah). Umschnitt auf ein Plakat "Frau Max Hölz spricht über den Justizskandal und Fall Hölz" (nah). Annonce in einer Zeitung "Her mit dem Wiederaufnahmeverfahren für Max Hölz" (nah). Umschnitt

0:05:50

Foto des Gefängnisses von Max Hölz (nah). Titelseite "Die Rote Fahne" vom 19. Juli 1928 "Heute kommt Max Hölz! Das rote Berlin empfängt ihn im Lustgarten" (nah). Sprecher: "Reichsamnestie für die politischen 1928, Max Hölz kommt frei. Hunderttausende warten auf ihn. Hölz tritt aus der Legende in ihre Wirklichkeit, aus der kleinen kommunistischen Partei von 1921 ist eine Massenpartei geworden". Historische Filmeinblendung von den Menschenmassen im Berliner Lustgarten (halbtotal). Schwenk über die wartenden Menschen (halbtotal). Blick auf die Gesichter der Zuhörer im Lustgarten (halbnah). Blick auf ein mitgeführtes Transparent "Weddinger Jungproleten begrüßen Max Hölz den Schrecken der Bourgeoisie" (halbnah). Blick von oben auf die Menschenmassen (halbtotal). Max Hölz winkt auf einem LKW stehend während der Fahrt den Menschenmassen zu (halbtotal). Menschen drängen zu Max Hölz (halbnah). Blick auf Max Hölz mit Blumensträußen (halbtotal). Max Hölz geht winkend durch ein Spalier von Menschen (halbtotal). Blick von unten auf den winkenden Hölz (halbnah). Sprecher: "Welche Aufgabe wird er erfüllen, welche Aufgabe wird ihn erfüllen"? Überblendung...

0:07:25

...Farbmaterial: Blick auf eine Schellackplatte mit Konterfei und Aufdruck "Rede von Max Hölz K.P.D. 1928 Nr. 14 (nah). Blick auf die drehende Schallplatte auf dem historischen Abspielgerät (halbnah) (O-Ton) "Wenn man mich früher einmal den Kesselheizer der Revolution genannt hat, so sage ich heute, ja, ich will auch weiterhin einer der vielen Kesselheizer der Revolution sein in dem ich alle meine Kräfte in den Dienst der kommunistischen Partei stelle, in dem ich auch jedem Arbeiter zurufe, hinein in die Reihen der kommunistischen Partei Deutschlands. Es lebe die kommunistische Partei Deutschlands, es lebe die kommunistische Internationale, es lebe unser geliebtes Sowjet-Russland". Umschnitt auf den drehenden Plattenteller (halbnah). Umschnitt auf historische Filmaufnahmen: Max Hölz streichelt einem Jungen über den Kopf (halbnah). Max Hölz mit Blumensträußen im Arm (halbnah). Zoom auf die erzählende Ariadna Hoelz-Tur in ihrem Wohnzimmer (halbtotal) (O-Ton) "Mit Max Hölz war es so wie bei Maxim Gorki in seiner Legende von "Danko". Danko wollte sein Volk aus dem wilden Urwald ausführen, aus dem Urwald wo kein Strahl Sonne war, wo die Menschen im giftigen Gestank des Sumpfes ums Leben gingen. Aber der Weg von dieser Finsternis war sehr schwer, und die Leute haben jede Hoffnung verloren, die konnten nicht mehr weiter gehen. Was war zu machen? Dann fasste Danko seinen Dolch und hat aus seiner Brust sein Herz heraus gerissen, und hoch mit der Hand gehoben. Das Dunkel ist verschwunden weil das Herz leuchtete so hell wie eine Sonne. Es leuchtete so hell denn es war mit der Liebe zu den Leuten erfüllt und dem Wunsch den Leuten zu helfen". Historische Filmeinblendungen: Blick auf ein Personen vor einem Geschäft "Zur billigen Quelle...Einkauf Möbel...Metall und Holz" (halbtotal). Historische Filmeinblendungen von Mitgliedern der KPD im Stadtinnern von Berlin im Jahre 1928 (halbtotal). Max Hölz schüttelt einem Genossen die Hand (halbnah). Umschnitt

0:09:25

Fahraufnahme aus einer Straßenbahn mi Blick auf die Menschen am Straßenrand (halbtotal). Umschnitt. Sprecher: "Das Zentralkomitee (ZK) der KPD schickt ihn in die Sowjetunion (SU) zur Genesung, zum Studium, zur Agitation". Fahraufnahme aus einem Zug mit Blick auf die russischen Werktätigen (halbtotal). Schwenk von oben über die wartende Menschenmenge (halbtotal). Umschnitt auf Max Hölz mit erhobener rechter Faust in Russland (halbtotal). Sprecher: "Davon hatte er im Zuchthaus geträumt". Schwenk über die russischen Genossen bei der Rede von Hölz (halbtotal). Blick auf den redenden Max Hölz (halbnah). Sprecher: "Der Aufrührer, der Kesselheizer, gibt Bericht. Ein Mann von 40 Jahren, gereift, fähig Großes zu leisten". Schwenk von oben über die zuhörenden Sowjetbürger bei der Rede von Hölz (halbtotal). Umschnitt. Hölz küsst einen älteren russischen Genossen (halbnah). Hölz mit Russenmütze und einem kleinen Kind auf dem Arm (halbnah). Hölz zwischen Rotarmisten hebt die rechte Faust zum Gruß (halbnah). Sprecher: "Alle Sehnsucht eines Revolutionärs verbindet ihn mit Sowjet-Russland. Max Hölz, der Ehrensoldat der roten Arbeiter- und Bauernarmee". Hölz mit Gewehr und aufgepflanztem Bajonett zwischen den Rotarmisten (halbnah). Umschnitt

0:10:55

Russischer Militärfotograf stellt seine Plattenkamera für eine Gruppenaufnahme auf (halbtotal). Sprecher: "Stolz zeigt er das Abzeichen auf seiner Brust, verliehen vom revolutionären Friedensrat 1927…, der Rotbannerorden für Verdienste im Kampf). Historische Filmaufnahmen vom geehrten Hölz, umgeben von russischen Soldaten (halbnah). Umschnitt auf das Filmfoto in der "Roten Fahne" vom 1. Mai 1930 "Max Hölz bei den Rotarmisten" (nah). Umschnitt auf historische Filmaufnahmen vom redenden deutschen Kommunistenführer Ernst Thälmann in Berlin (halbnah). Deutsche Kommunisten erheben die rechte Faust (halbtotal). Blick aus der Froschperspektive auf den Redner Thälmann (halbnah). Umschnitt auf einen Demonstrationszug in Leningrad (halbtotal). Parteisekretär Sergei Mironowitsch Kirow am Rednerpult (halbnah). Umschnitt auf Fotos mit Sergei Kirow und Max Hölz in Leningrad (nah). Zeitungsartikel über Hölz in einer russischen Zeitung (nah). Schwenk über einen handgeschriebene Notiz von Hölz auf einem Zeitungsartikel "Bei meiner Anwesenheit in Leningrad erhielt ich die Nummer 2 der Roten Zeitung. Sie macht inhaltlich und auch in ihrer Aufmachung einen guten Eindruck..." (nah). Zwischenschnitte von russischen Zeitungsartikeln über und von Max Hölz (nah). Brief der "Internationale Rote Hilfe" vom 21.12.1929 an Hölz (nah). Briefe an Hölz (nah). Foto eines Frachters mit dem Namen "Max Hölz" (nah). Übergangspass mit Foto von Max Hölz aus dem Jahre 1929 (nah). Zoom auf das Passfoto (nah). Umschnitt

0:12:50

Historische Filmaufnahmen: Blick auf einen Straßenbahn-Kontenpunkt in Leningrad (halbtotal). Denkmal und Straßenverkehr in Leningrad (halbtotal). Fahraufnahmen durch die Städte Leningrad und Moskau in den 1930er Jahren bei Tag und Nacht (halbtotal). Vergnügungsviertel und Lichterreklame bei Nacht (halbtotal). Sprecher: "Aus ein paar Wochen werden vier Jahre und ein ganzes Leben, davon ahnt Max noch nichts. Er ist auf der internationalen Leninschule und hat ein Zimmer im 2. Haus der Sowjets, im Hotel Metropol". Umschnitt auf Farbmaterial: Blick auf handschriftliche Notizen und getippte Manuskripte von Max Hölz (halbnah). Schwenk über die Dokumente auf dem Tisch (halbnah). "Sprecher: "Der bewegliche Plan, zehn Regeln. 1. denke gründlich über das Thema deines Referats. 2. schreibe die Gedanken nieder sobald sie auftauchen. 3. wenn zu selben Zeit zwei Gedanken auftauchen dann schreibe sofort nieder, wenn auch nur halb oder kurz". Umschnitt auf einen Ausschnitt eines Gruppenfotos mit Hölz in der Mitte vor einem Sanatorium (nah). Sprecher: "Parteiauftrag: Genesung". Fotoausschnitte wechseln mit Überblendungen bis die ganze Gruppe mit Hölz erkennbar wird (nah). Umschnitt

0:14:15

Farbmaterial: Ariadna Hoelz-Tur erzählt in ihrem Wohnzimmer weiter (halbnah) (O-Ton) "...es waren Deutsche, in einer...wo ich mit meinen Eltern und meinem Bruder war. Einmal habe ich gesehen wie 2 Deutsche sich mit der Administration des Sanatoriums sich nicht verständigen konnten wegen Sprachschwierigkeiten, und da ich deutsch sprach wollte ich da etwas helfen, und als die Geschichte zu Ende war habe ich auf einmal erfahren dass ich Max Hölz geholfen habe. Max Hölz war damals schon sehr bekannt und wohnte in unseren Land...über ihn schrieben viele Zeitungen, und ich wusste schon Bescheid. Max Hölz hat mich nach meinem Namen gefragt und wo ich wohne, und wer die Eltern sind, und hat gesagt, weil in diesem...Werk auch ausländische Arbeiter sind, also wenn ich Zeit habe komme ich mal dort hin. Aber ich habe das natürlich nicht als Ernst aufgenommen, denn es klingt so fast phantastisch das er dort hin kommt, habe ich meinen Eltern das erzählt und im späten Herbst kam Max Hölz doch nach...zu uns...(Filmeinblendung des lächelnden Max Hölz)...und das war für mich natürlich ein großes Erlebnis solch einem Menschen kennen zu lernen. Er war natürlich ein ganz ungewöhnlicher Mensch, in seinem Denken, in seiner Beziehung zu den Leuten, war nicht anderen Menschen ähnlich, und es verging so eine Zeit und wir wussten schon dass wir einander brauchten, und wir haben beschlossen unseren Lebensweg weiter zusammen zu machen". Historische Filmeinblendung vom Gesicht Max Hölz friert ein (nah). Umschnitt. Gruppenfoto von Kindern und Frauen an einem Gewässer (nah). Zoom auf Ariadna Hoelz-Tur auf dem Gruppenfoto. Foto Ariadna Hoelz-Tur umarmt eine Sphinx-Sandsteinfigur (nah). Fotoporträt von Ariadna Hoelz-Tur (nah). Umschnitt

0:16:30

Historische Filmaufnahmen: Zischend entweicht heißer Dampf aus einem Stahlwerk (halbtotal). Blick von unten auf das Stahlwerk (halbtotal). Zwischenschnitte von Kraft- und Stahlwerken in der Sowjetunion (halbtotal). Sprecher: "Zauberformel, Befehl und Plan zugleich ist das Wort das Sowjet-Russland verwandelt "Fünfjahrplan". Die ganze Sowjetunion marschiert im kriegsmäßigen Schritt, Menschen sacken vor Müdigkeit hin, standen auf und marschierten weiter. Nichts stand still, alles war in Bewegung". Blick auf die Schwerstarbeiten der Stahlarbeiter in der qualmend-heißen Werkhalle (halbtotal). Männer beim Stahlanstich (halbnah). Losungen an einem Stahlwerk (halbnah). Blick auf einen einfahrenden Personenzug mit Facharbeitern und Spezialisten (halbtotal). "Sprecher: "Es ist die Zeit der Weltwirtschaftskrise, Max gibt sich voll in diese Schlacht...(Foto als Redner an einem Mikrofon)...die für ihn nicht einfacher, nicht leichter, nicht weniger wichtig ist als die Kämpfe die er mit den Gewehr ausgetragen hat. Max Hölz macht sich zum Anwalt der ausländischen Arbeiter weil er sich zum Anwalt des Sozialismus macht. Er ist besessen von der Idee...(Einblendung eines russischer Zeitungsartikels)...wenn Russen und Deutsche Schulter an Schulter...". Eingeblendete Fotos (nah) der russischen und ausländischen Arbeiter werden im Off mit Auszügen aus einem Redemanuskript von Hölz über die Arbeitsmoral und dem Miteinander zwischen Deutsche und Russen unterlegt. Umschnitt

0:18:55

Historische Filmeinblendung: Fahraufnahme aus einem Personenzug heraus mit Blick auf die vorbei huschenden Dörfer und Landschaften (halbtotal). Foto des diskutierenden Hölz mit russischen Werktätigen in Leningrad (nah). Fotos aus dem Leningrader Druckmaschinenwerks "Max Hölz" (nah). Foto mit Hölz an einer Druckmaschine (nah). Umschnitt auf Fahraufnahmen mit Blick auf die Gleise (halbtotal). Russischer Zeitungsartikel mit Foto von Hölz (nah). Rückwärtszoom von einem Gruppefoto mit Max Hölz auf dem VIII. Kongress der Sowjets im Ural (nah). Sprecher: "Reden um handeln zu können...(Fotoeinblendungen)...handeln, handeln". Schwenk über einen Notizzettel von Hölz zu seinen Stationen der Ural-Reise (nah). Fotoeinblendungen von seinen Gesprächen auf der Reise (nah). Zwischenschnitte von Zeitungsartikeln und Fotos von Bauvorhaben und Gesprächen (nah). Sprecher: "Und im Gepäck, wie eine Trophäe des Fünfjahrplans, ein Geschenk aus dem 1. sowjetischen Edelstahl". Umschnitt auf das mitgeführte Besteck von Max Hölz mit eingravierter Widmung "Für Max Hölz von den ... Arbeitern" (nah). Umschnitt auf einen vorbei fahrenden Personenzug (halbtotal). Umschnitt auf einen Brief von Hölz an Wilhelm Pieck bevor er auf seine Sibirienreise nach Kusnezkstroj antrat (nah). Blick auf den Antwortbrief von Wilhelm Pieck an Hölz (nah). Schwenk über ein Foto der einfachen Häuser im sibirischen Kusnezkstroj (nah). Foto mit der Lebensgefährtin von Hölz vor Fabriken und Wohnhäusern (nah). Umschnitt

0:21:05

Ariadna Hoelz-Tur erzählt weiter in ihrem Wohnzimmer (halbnah) (O-Ton) "Nun waren wir in Kusnezkstroj, ich hab dort an der Drehbank gearbeitet...(Fotoeinblendung)...als Dreherin, und Max hat mit den ausländischen Spezialisten...(Einblendung eines Gruppenfotos)...gearbeitet, es waren viele deutsche Arbeiter und Ingenieure die teilnahmen. Das war eine kolossal schwere Arbeit für ihn, denn diese Leute, ich sprech schon gar nicht von den Lebensbedingungen die für sie auch nicht gut waren, obwohl sie hundert Mal besser gelebt als die Sowjet-Arbeiter und Sowjet-Ingenieure, davon spreche ich schon nicht, aber die konnten sich überhaupt nicht vorstellen wie so ein Werk, auf so einem technischen Niveau, was sogar vielleicht noch nicht einmal in Amerika gab, nicht mal in Europa, wie so ein Werk mit solchen Mitteln gebaut wird". Historische Filmeinblendungen: Blick auf die schweren Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf der Baustelle (halbnah). Blick auf den Förderturm (halbnah). Voll beladene Güterwaggons mit Eisenerz und Kohle fahren durch das Bild (halbtotal). Blick von oben auf den Förderturm des Bergwerkes im Winter (halbtotal). Foto der verschneiten Stadt Kusnezkstroj (nah). Sprecher: "Gewaltig ist der Kampf um Eisen und Kohle, gewaltiger noch der gegen Unwissenheit, Gleichgültigkeit, Bürokratie, Schlendrian. Max mischt sich ein, mit Phantasie, mit Witz, mit dem Mut der persönlichen Verantwortlichkeit". Foto von Max Hölz bei einer Weihnachtsfeier mit Kollegen (nah).

0:22:40

Ariadna Hoelz-Tur erzählt weiter (halbnah) (O-Ton) "Er ist oft aufgetreten, auch in verschiedenen Versammlungen, aber manchmal haben ihm die Arbeiter gesagt, na ja, du sprichst zwar schön, man kann natürlich sehr schön sprechen, aber versuch mal so zu arbeiten wie wir es machen, versuch mal, das ist nicht so leicht. Und Max hat beschlossen so einen Versuch zu machen. Er ging nach Temirtau um dort als einfacher Bergarbeiter zu arbeiten". Umschnitt auf die Beschreibung seiner Barackenunterkunft auf dem Foto (nah). Sprecher: "Max notiert in sein Tagebuch: 9.4. wie sollen wir unseren Plan erfüllen? Viele Male ging das Licht aus, der Arbeiter Maslow scheint kollabiert zu sein, er verhungert, fünf Mal schlechter. 12.4. Mit meiner Kerze konnten wir doch einige Waggons Erz einladen. (Foto vom Erzabbau unter Tage) 24.4. War krank, Rheumatismus und Arsch aufgerieben. 10.5. Können trotz Mängel unsere Pläne erfüllen, wenn alles da ist dann ist es kein Kunststück, aus einer vollen Schüssel ist leicht fressen". Foto von Arbeiter vor den Baracken (nah). Rückwärtszoom von einem Foto von Hölz und einem Bergarbeiter (nah). Sprecher: "Nach Kusnezkstroj an Ada schreibt er: Liebste Adsik, ich muß jeden Tag immer wieder staunen wie die Bergarbeiter sich abquälen und schinden. Ich habe noch nie vorher Menschen so arbeiten gesehen. Wir Menschen leben so in den Tag hinein und denken was wir für tüchtige Kerle sind wenn wir mal was Besonderes leisten, aber diese Bergarbeiter hier sind wirkliche Helden, ohne sie würden wir auch gar keine Hochöfen, keine Walzwerke, keine Drehbänke, keine Nägel bauen können. Liebste Adsik...(Fotoeinblendung des Briefes)...ich warte so sehr auf einen langen lieben Brief von Dir". Umschnitt

0:24:15

Im Off erzählt Ariadna Hoelz-Tur weiter, dazu historische Filmeinblendungen des Werkes von Kusnezkstroj in den Abendstunden (halbtotal). Stahlarbeiter beim Anstich (halbnah). Blick auf die Stahlarbeiter in der heißen und qualmenden Werkhalle (halbtotal). "Und es kam ein Tag wo der Hochofen zu funktionieren anfing, wir waren also so aufgeregt und wir konnten gar nicht schlafen. Als der Hochofen angestochen war (Filmeinblendung) standen wir alle da herum in der Nacht und haben gewartet auf das erste Gusseisen (Filmeinblendung) Es war natürlich ein Tag das man nicht vergessen kann (Funken sprühen im Stahlwerk) und ich bedauer sehr dass Max nicht dabei war". Foto mit Stahlwerk und Holzhäusern in Kusnezkstroj (nah). Fotoaufnahmen der lachenden Adsik, aufgenommen mit der Leica von Max Hölz (nah). Umschnitt auf historische Filmaufnahmen: Blick auf den regen Straßenbahn- und Kutschverkehr auf einer Moskauer Hauptkreuzung (halbtotal). Sprecher: "Mitte des Jahres sind sie wieder in Moskau, Max sieht seine Notizen durch, analysiert, kritisiert, schreibt Briefe an sowjetische und deutsche Stellungen". Fotoeinblendung des Wohnhauses von Hölz in Moskau (nah). Umschnitt auf Notizen von Hölz "Falsche Behandlung und schlechte Ausnützung der ausländischen Fachleute kostet ungeheure Valuta" (nah). Umschnitt auf weiter Notizen "Massenarbeit schlecht...Wo sind Arbeitervorschläge ???" (nah). Weitere Notizen werden eingeblendet (nah). Umschnitt

0:25:55

Historische Filmaufnahmen einer Parkanlage mit Villa (halbtotal). Sprecher: "Im August 1932 besuchen Max und Ada Clara Zetkin in ... bevor sie nach Deutschland zur Eröffnung des neuen Reichstags als deren Alterspräsidenten reist". Schwenk über die Fassade der Villa (halbtotal). Ariadna Hoelz-Tur erzählt dazu im Off: "Diese Begegnung ist nicht nur in meinem Gedächtnis, sondern auch in meinem Herzen geblieben...(Filmeinblendung von der gebrechlich wirkenden Clara Zetkin)...ich war ganz erschüttert von dieser Begegnung denn ich konnte mir gar nicht vorstellen wie es in einem so einem mageren, schwachen Körper so ein mächtiger Geist ist. Sie hat damals schon schwache Augen gehabt, aber die hat viel weiter sehen können, in die Ferne, als Leute die gute Augen gehabt haben". Selbstauslöser-Gruppenfoto von Hölz mit Hölz, Ada und Clara Zetkin (nah). Überblendung auf den Fotoausschnitt Zetkin mit Ada (nah). Sprecher: "Was das Foto nicht verrät, Max will zurück nach Deutschland, dort ist viel zu tun. Das ZK der KPD hält es nicht für richtig dass er jetzt fährt. Es kommt der 30. Januar 1933, Max ist der Ansicht, wenn überhaupt, jetzt der Augenblick zum los schlagen sei...(Fotoeinblendung)...er will kämpfen wie gegen den "Kapp-Putsch", ein zurückweichen vor den Nazis würde der kommunistischen Partei schweren Schaden zufügen. ..(Zoom auf ein Porträtfoto von Hölz)...Die Führung der KPD trifft eine andere Entscheidung, Max begehrt auf, fügt sich aber dem Beschluss". Umschnitt auf die erzählende Ada (halbnah) (O-Ton) "Und er war in richtiger Verzweiflung nicht mit den Genossen diesen Kampf gegen Nazis organisieren kann. Er war doch ein Mensch der aktiven Handlung, des aktiven Kampfes, und er mußte hier sitzen und konnte das nicht mitmachen. Das machte ihn kolossal nervös und er konnte nicht einmal seine Arbeit fortsetzen". Porträtfoto von Hölz (nah). Umschnitt

0:28:25

Blick auf die Notizen von Hölz "Es ist immer dieselbe alte Melodie: sie reden über meinen angeblichen Anarchismus aber noch keiner hat sich die Mühe gemacht, auch nur ein einziges Mal mit mir darüber zu sprechen und mir konkret zu sagen, an Hand welcher Tatsachen mein Anarchismus erweislich ist...Ich glaube nicht, dass unsere Partei, die (K.P.D.), mit einem solchen Verfahren einverstanden ist". Schwenk über einen Text in russischer Sprache an einer Wand "Säubern wir den sowjetischen Apparat von den zersetzenden Elementen. In dieser Zeit findet in diesen Einrichtungen überall die "Parteisäuberung" statt (halbnah). Schwenk über ein Porträt von Max Hölz (nah) Sprecher: "Max Hölz, als Mitarbeiter der internationalen Roten Hilfe muß für sein Denken und Tun Rede und Antwort stehen, die Gerüchte machen ihn zum Parteischreck. Eine Klärung seiner Rolle in der deutschen revolutionären Bewegung...kommt nicht zustande. Max schickt Ada zu Verwandten, verbarrikadiert sich in seinem Zimmer, sucht ein Gespräch mit führenden Genossen zu erzwingen". Fotoeinblendungen vom Platz vor seinem Wohnungsfenster (nah). Umschnitt

0:30:10

Historische Filmeinblendungen: Blick auf fahrende Straßenbahnen in Moskau (halbtotal). Schwenk über den Platz mit Straßenbahnen (halbtotal). Rückwärtszoom von einem Gruppenfoto mit Hölz (nah). Zum Foto Zitate von Hölz: "Der Genosse Stasowa, Heckert und andere sind fest davon überzeugt dass ich ein Effektenhascher bin, das ich nach persönlichem Ruhm jage, und das ich deshalb nicht gut arbeiten kann weil mich der Größenwahn frisst, das sei auch gar nicht zu verwundern. Eine solche Einstellung müsse bei mir entstehen wenn man Fabriken, Schulen und Schiffe nach mir benannt hätte. Ach, wenn sich diese wundervoll klugen Genossen doch nur ein klein wenig Mühe geben wollten ihre Mitarbeiter, ihre Genossen, ihre aufrichtigen Freunde zu verstehen. Die Empfänge und Begrüßungen an Bahnhöfen, in Fabriken, mit Pauken und Trompeten sind für mich ein wahres Spießrutenlaufen. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass solche Ehrungen und solcher Klimbim auf politisch arbeitende Menschen befruchtend und anregend wirkt, deshalb gewährte mir auch die Arbeit im Schacht in Sibirien, die niederste und schmutzigste, eine große innere Befriedigung. Dort erhielt ich als einzelner keinen Beifall, jedes Lob was die Brigade erhielt ehrte und befruchtete auch mich...(Porträt von Hölz)...Würde der Beifall der Massen, würden die Ehrungen und Auszeichnungen nun mir Freude machen und mich verwöhnen dann müßte ich zu den zufriedensten und glücklichsten Menschen in der SU zählen, aber in Wirklichkeit fühle ich mich äußerst unzufrieden und niedergedrückt weil meine Arbeit nicht den Beifall und die Zufriedenheit der Parteiführung findet. Die Genossin Stasowa wird leider nichts tun...(Gruppenfoto mit Hölz)...und nicht mithelfen das durch eine öffentliche Geste der Eindruck beseitigt wird dass ich verbannt bin und als einer von der Partei Geächteter gelte. Meine Stimmung ist schauderhaft hoffnungslos und verbittert". Umschnitt

0:32:05

Schwenk über ein Gruppenfoto mit Rotarmisten und Hölz (nah). Foto mit Max Hölz im Vordergrund mit Soldaten der Roten Armee (nah). Foto von Hölz bei einer Rede vor den Soldaten (nah). Sprecher: "Er besucht Soldaten der Roten Armee, er ist wieder der Alte, der Alte?". Porträt von Max Hölz (nah). Umschnitt auf Fotos der Stadt Gorki (nah). Sprecher: "Max flieht Moskau, geht nach Gorki, arbeitet unter fremden Namen. Aus seiner Beurteilung...(Schwenk über das russische Dokument)...Genosse Hammat eine der besten Arbeiter der den Klassenbrüdern seine Erfahrungen übermittelt wie man auf sozialistischen Feldern arbeiten muß. Nehmt euch ein Beispiel am Genossen Hammat". Umschnitt auf ein Foto von Ada (nah). Sprecher: "In Moskau steht Ada in der Aufnahmeprüfung zur Hochschule". Umschnitt auf einen Brief von Ada an Max vom 20.8.1933 (nah). Zitat: "Heute habe ich endlich den 2ten Brief von Dir, Du, Maxerich. Du schreibst mir recht wenig Du großer Strolch. Ich schicke Dir die Zeitung...auf der letzten Seite ist die Erklärung des Verlustes der Staatsbürgerschaft für 33 Journalisten und Politiker, unter denen Du auch bist". Umschnitt auf die Titelseite "Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger" vom 25.8.1933 mit der 1. Ausbürgerungsliste der Nazis". Schwenk über die Bekanntmachung vom 23.8.1933 mit den aufgelisteten Namen der Ausgebürgerten (nah). Abblendung

0:34:00

Blick auf einen Brief von Ada an Max Hölz (nah). Zitat: "Mein Piep! Vorgestern erhielt ich einen Brief von Dir und habe mich sehr über die Blumen gefreut. Es ist so kalt und grau in Moskau und die Blumen haben mir einen frischen, grünen Gruß mitgebracht...(Zoom auf ein Foto von Ada vor dem Spiegel)...Bald wirst Du wieder hier sein, dieser Gedanke macht mich glücklich und froh. Ich bin ohne Dich so furchtbar einsam hier, ich warte ungeduldig auf den Augenblick wenn Du wieder hier sein wirst. Mit einem Kuss, Deine Adsik". Blick auf den Brief (nah). Sprecher: "Das ist der letzte Brief. Am 15. September ertrinkt Max Hölz in den Wassern der Oka". Umschnitt auf die erzählende Ada (halbnah) (O-Ton) "Max und der Tod, diese Worte konnte man gar nicht vereinigen, das war ganz ausgeschlossen, das konnte man sich nicht vorstellen. Der Max und das Leben, das war das Wichtigste, und außerdem konnte ich mir natürlich sehr schwer vorstellen dass er ertrunken ist, er schwamm doch so gut. Wie kam er in den Fluss ? Das war für mich alles ganz unverständlich, und als ich dorthin nach Gorki kam, bis ich ihn nicht sah konnte ich nicht glauben dass es wirklich passiert ist, aber ich kam in einen Saal wo eine Unmenge von Menschen war, viele Blumen, die Ehrenwachen, und da lag er im Grab im Zivilanzug in dem ich ihn nie gesehen habe. Die Genossen aus Gorki haben für ihn diesen Anzug besorgt, und jetzt wusste ich dass es doch passiert ist, aber für mich war alles was um mich vorging war alles ausgeschaltet, nur dieses Gefühl des ungeheuren Verlustes, unerfüllbaren Verlustes erfüllt mich". Umschnitt

0:35:35

Foto des aufgebahrten Max Hölz (nah). Überblendung auf ein Foto des aufgebahrten Hölz mit Ehrenwache, Blumengestecken und Kränzen (nah). Foto von Transport des Sarges durch Genossen (nah). Foto vom Trauerzug auf der Straße (nah). Im Off dazu Ada: "Wie kann ein Mensch die Leute hinter sich führen? Vielleicht weil er seine Ideen gut ausspricht, aber gute Ideen können viele Menschen gut aussprechen, vielleicht viel wissenschaftlicher als das Max Hölz machen konnte, aber Hölz hat seine Ideen in Taten verwirklicht und darum kamen die Leute zu ihm. Sein Herz ist wie das Herz von Danko weil sie die Menschen mit Liebe erfüllt". Foto vom großen Trauerzug (nah). Abblendung. Umschnitt. Schwenk von oben über eine verschneite Landschaft (halbtotal). Sprecher: "Es war Abend und in den Strahlen der untergehenden Sonne schien der Fluss rot wie das Blut was in heißen Strömen aus der zerrissenen Brust Dankos drang. Noch einen Blick wagte der kühne Danko auf die weite Steppe vor ihm, einen frohen Blick warf er auf das freie Land und lachte stolz, dann fiel er hin und war tot...(Schwenk über den vereisten Fluss der Oka und über die Stadt Gorki)...Die Menschen aber froher hoffnungsvoll bemerkten sein Hinscheiden aber gar nicht und sahen nicht das neben der Leiche Dankos...(Blick auf das eingezäunte Grab von Max Hölz)...noch sein kühnes Herz flammte. Nur ein vorsichtiger Mann bemerkte das, und weil er irgend etwas fürchtete trat er mit dem Fuß auf das stolze Herz, und es löste sich in Funken auf und erlosch". Schwenk über die verschneite Grabstätte von Max Hölz (halbnah). Schwenk über das kleine Porträt von Max Hölz auf der Säule der Grabstelle (nah). Umschnitt auf die letzten Umdrehungen am Ende der Schellackplatte mit der Tonaufzeichnung von Max Hölz (nah). Abblendung.

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Weiße Schrift auf schwarzem Grund: Ein Film von Günter Jordan und Hans-Dieter Rusch; Jürgen Partzsch; Moser & Rosié; Rolf Fischer; Rainer Pape; Helga Kadenbach; Hannelore Greifenberg; Renate Wilke; Gunter Voigt; Hans Gischke. Dank an Ariadna Hoelz-Tur (Moskau). Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Bezirksleitung der SED Karl-Marx-Stadt, Zentrales Staatsarchiv für Kinofotodokumente der UdSSR, Staatliches Filmarchiv der DDR, sowie an Freunde und Genossen von Max Hölz für ihre Mitarbeit und Unterstützung. Abblendung

0:37:50 ENDE

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