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Politiker wählen

53:14 Min.
Deutschland
Cintec Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH, 1990

Film-/Videoformat
Betacam SP
Sonstiger Titel
Politiker

Kurzinhalt (Deutsch)

Erste gesamtdeutsche Wahlen zum 12. Deutschen Bundestag. Bilder aus Wahllokalen in verschiedenen Bezirken Berlins mit Aufnahmen von Tino Schwierzina, Gregor Gysi, Eberhard Diepgen, Walter Momper und Sabine Bergmann-Pohl bei der Abgabe ihrer Stimmzettel. Zudem Interviews mit den Politikern, in denen sie u. a. Statements zu ihrem Wunschergebnis geben. Im letzten Teil sind Bilder der Wahlparties zu sehen sowie Interviews mit Eberhard Diepgen, Manfred Stolpe und Tino Schwierzina, Ausschnitte aus einer Rede von Momper sowie Bilder von Momper in geselliger Runde mit Parteifreunden.

Filmstab

Kamera
  • Rainer Simon
Ton
  • Thomas Schmidt
Redakteur
  • Johannes Eglau
  • Ulfert Engelkes
  • Ulli Oppold
Person, primär
  • Sabine Bergmann-Pohl
  • Eberhard Diepgen
  • Monika Diepgen
  • Gregor Gysi
  • George Gysi
  • Johannes B. Kerner
  • Thomas Krüger
  • Markus Meckel
  • Walter Momper
  • Anne Momper
  • Friederike Momper
  • Tino Schwierzina
  • Brigitte Schwierzina
  • Ingrid Stahmer
  • Manfred Stolpe
Person, sekundär
  • Helmut Josef Michael Kohl

Langinhalt

C1/1634:

Seniorenheim in Weißensee/ Wahllokal, innen:

Frauen OH am Tisch; ältere Frau (Wahlhelferin) legt Stimmzettel für Mann zusammen;

Mann OH; Schwenk auf Wahlhelferin; Stimmzettel auf Tisch;

Hand wirft Stimmzettel im Umschlag in Wahlurne (2x); Aufzieher auf Warteschlange im Wahllokal; Blick von oben auf Wahlhelfer;

ältere Dame wirft Stimmzettel ein;

Blatt Papier auf Wahlurne GA;

Hände halten Personalausweis, Kind guckt neugierig; Aufwärtsschwenk auf Frau; Abwärtsschwenk auf Personalausweis; Frau geht zur Wahlurne; Frau hebt Kind hoch, Kind wirft Stimmzettel in Wahlurne;

Hände halten Stimmzettel; Aufwärtsschwenk auf Mann; Abwärtsschwenk auf Stimmzettel;

Wahlurne mit Blatt Papier auf Schlitz GA; Papier wird zur Seite geschoben, Stimmzettel werden eingeworfen;

Tino und Brigitte Schwierzina stellen sich für die Stimmzettel an; Schwierzina nah; Schwierzina bekommt Stimmzettel ausgehändigt; Schwierzina in Warteschlange; Schwierzinas Hände nah; Aufwärtsschwenk auf Schwierzina; Schwierzina nah; Abwärtsschwenk auf Hände; Schwierzina nah, lächelnd; Aufzieher auf Schwierzina; Schwierzina begrüßt Mann;

Interview mit Schwierzina (steht noch in Warteschlange);

Schwierzina (SPD) OT zur Frage, ob er nervös sei: "Nein, nervös müsste ich sein, wenn ich mir irgendetwas vorzuwerfen hätte.../ letzte Jahr war so ausgefüllt mit Arbeit/ habe viel gearbeitet, da habe ich mir keinen Vorwurf zu machen...";

Schwierzina OT zur Frage, ob es spannend sei: "Sicher ist das spannend/ war ja auch noch nie so spannend in Berlin wie das jetzt in den letzten Tagen geworden ist/ für jeden Politiker ist der Wahltag der Zahltag/ heute wird ausgezahlt für das, was wir gemacht haben.";

Schwierzina OT zur Frage, ob er seiner Frau einen Tipp für die Wahl gegeben habe: "Das weiß sie sicher ganz alleine/ außerdem wäre das ja Wahlbeeinflussung, könnte ich ja gar nicht machen.";

Brigitte Schwierzina OT zur Frage, ob es eine politische Diskussion in der Familie vor der Wahl gab: "Wir haben uns immer über politische Dinge unterhalten/ nicht nur jetzt.";

Tino Schwierzina OT zu seinem Wunschergebnis: "51,2% für die Sozialdemokraten/ dann würden alle Fragen, die sich später zu stellen haben, nicht zu stellen sein/ dann würde die Frage der Koalition beantwortet sein/ wäre die Frage beantwortet, wer regiert/ damit wären viele Fragen beantwortet.";

Brigitte Schwierzina OT zu ihrem Wunschergebnis: "Das die SPD gewinnt!";

Tino und Brigitte Schwierzina in der Warteschlange; Schwierzina geht zur Wahlkabine;

Wahlkabinen angeschnitten;

Schwierzina kommt aus der Wahlzelle hervor; Schwierzina geht zum Wahlhelfer; Abwärtsschwenk auf Wahlhelfer;

Aufwärtsschwenk auf Schwierzina; Schwierzina posiert für Fotografen; Blitzlichtgewitter, Schwierzina wirft Umschlag mit Stimmzetteln in Wahlurne ein;

Wahllokal in Schule:

Wähler von hinten stehen bei den Wahlhelfern; Warteschlange;

Wahlkabinen in Klassenraum T;

Hand hält Wahlbenachrichtigung nah;

Wähler kommen aus der Wahlkabine heraus; Frau und Mann geben ihre Stimmzetel ab;

Kuscheltiere auf Regal; Aufzieher auf Wahlhelfer; Zoom auf Plüschtiere auf Regal; Aufzieher auf Wähler bei der Stimmzettelabgabe;

älterer Herr (angeschnitten) liest Stimmzettel durch;

Aufzieher auf Warteschlange vor Wahlkabinen;

Hand nah entfernt Pappe vom Schlitz der Wahlurne; Stimmzettel werden eingeworfen;

Blätter mit Buchstaben und Gegenständen, die zum Buchstaben passen hängen an Decke;

Kamerateams seitlich;

Wahlhelfer und Wahlurne;

Ausschnitt Wahlurne GA mit Vorhängeschloss und Schlitz;

Hand schiebt Pappe auf Schlitz der Wahlurne;

Kamerateams von vorne; Gregor Gysi betritt das Wahllokal, Fotografen im VG; Gysi in Warteschlange (von hinten);

Gysi nah; Gysi unterhält sich lachend mit Mann (NiB); Aufzieher auf Gysi in Warteschlange; Schwenk auf Frau bei der Stimmabgabe;

Gysi kommt hinter der Wahlkabine hervor; Gregor Gysi posiert beim Einwerfen seines Stimmzettels für die Fotografen (Blitzlichtgewitter);

Zoom auf Wahlurne; Gysi wirft Umschlag in Schlitz der Wahlurne;

kurzes Interview mit Gregor Gysi (Partei des Demokratischen Sozialismus- PDS);

Gysi OT zur Frage, ob es für ihn spannend sei: "Na klar ist das spannend/ wobei ich auch sage, ich weiß, dass durch Parlamente nicht viel in einer Gesellschaft geändert wird, aber ich halte sie dennoch für bedeutsam, um gestalterisch Einfluss zu nehmen, auch um öffentlichen Druck zu erzeugen, um seine Meinung zu sagen, Chance wahrzunehmen, sich demokratisch einzuordnen/ diese Chance muss aber möglichst vielen Wählerinnen und Wählern und ihren Vertretern auch gegeben werden.";

Gysi OT zur Frage, ob er sich vom Momper hat inspirieren lassen (trägt roten Schal): "Ich hatte den schon vorher (lächelnd).";

Presse wird gebeten den Raum zu verlassen; Gysi wartet auf seinen Sohn;

Gysi kommt aus Raum heraus gefolgt von Presse (von vorn);

Gysi gibt an der Tür kurzes Statement ab;

Gysi geht Flur herunter an Warteschlange vorbei; Gysi wird beim Gehen interviewt (von hinten);;

Presse folgt Gysi;

Gysi im Interview nah; Gysi geht Treppe hinab;

Parkplatz: Gysi im Gespräch mit Mann (stehen zwischen Autos); George Gysi steht daneben; Gysi verabschiedet sich von Mann und Frau;

George Gysi steigt in Wagen ein;

Gregor Gysi steht neben offener Wagentür und beantwortet Frage einer Journalistin;

Gysi steigt in Auto ein; Presse stellt sich hinter Wagen; Auto fährt ab;

Wahllokal, innen:

Eberhard Diepgen (Christlich Demokratische Union Deutschlands- CDU) betritt Raum; Diepgen steht in Warteschlange, mehrere Personen im VG;

Blick von oben auf Wahllokal; sehr viel Presse im Raum;

Diepgen OH, Kamerateams im VG angeschnitten;

Eberhard und Monika Diepgen stehen an; Diepgen OH; Eberhard und Monika Diepgen OH in Warteschlange;

Blick von oben: Eberhard Diepgen geht in Wahlkabine;

Monika Diepgen wartet auf ihren Mann neben der Wahlkabine;

Diepgen steckt seine Stimmzettel in Umschlag;

Diepgen geht durch Pressepulk hindurch;

Monika und Eberhard Diepgen OH, seitlich;

Diepgen gibt Wahlkarte ab; Abwärtsschwenk auf Diepgens Wahlkarte in Händen der Wahlhelferin; Monika Diepgen wirft Umschlag in Wahlurne ein;

Eberhard Diepgen posiert für Fotografen; Diepgen im Blitzlichtgewitter; Zoom auf Diepgens Hand mit Umschlag; Diepgen dreht sich für die Journalisten in die andere Richtung; Diepgen wirft Umschlag ein;

Diepgen verabschiedet sich mit Handschlag bei Wahlhelfern;

Presse fängt Diepgen ab;

Diepgen im Interview mit Jochen Busse; Diepgen OT: "Als erstes müssen wir den wirtschaftlichen Aufschwung in Angriff nehmen/ dazu gehört ein ganzer Strauß von verschiedenen Politikbereichen/ man wird die Wirtschaft nicht ankurbeln, wenn es in der Stadt Unsicherheit gibt/ man wird sie nicht ankurbeln, wenn man in der Verkehrspolitik Fehler macht, d.h. isolierte Betrachtung ist sicherlich nicht möglich/ eine Regierung unter der Verantwortung der CDU wird als erstes - habe jetzt eigentlich keine Lust, wieder Wahlkampf zu machen- entscheidend ist, dass ein paar rechtswidrige Entscheidungen aufgehoben werden...";

Busse scherzt mit Diepgen; Diepgen OT zur Frage welche Partei er gewählt habe: "Das ist Wahlgeheimnis (lachend)...";

Diepgen OT zur Frage, ob er ganz und gar zu seiner Partei stehe: "Ich werbe für die CDU, stimme sicherlich auch so ab/ eines muss ich aber auch ernsthaft sagen, jemand, der 100%ig sagt, seine Partei steht in allen Punkten so, wie er sich das wünscht, der versteht nichts von Politik.";

Diepgen im Interview nah;

Diepgen OT: "...ist doch ein bewegender Augenblick, erstmalig endlich gesamtberliner Wahlen und gesamtdeutsche Wahlen/ tolles Ereignis auch der europäischen Entwicklung.";

Eberhard, Monika und Tochter Diepgen kommen aus Gebäude heraus;

Diepgen gibt Polizisten die Hand und verabschiedet sich; Diepgen mit Familie; Diepgen geht Gehweg entlang;

Diepgen dreht sich zu Kindern um;

Diepgen geht mit seiner Familie Gehweg entlang, verschiedene Einstellungen;

Blick aus Fenster auf Streifenwagen; Schwenk auf Demonstranten, die auf Mittelstreifen der Urbanstraße stehen; Demonstranten halten Schilder mit Losungen wie "Wahlrecht für alle" etc.;

Wahllokal in Kreuzberg, innen:

Walter Momper (SPD, Regierender Bürgermeister) betritt Raum; Momper nah (trägt roten Schal);

Momper posiert für Fotografen; diverse Aufnahmen von Momper;

Momper OH; Momper schüttelt Wahlhelfern die Hand (NiB);

Schwenk auf Wahlhelferin; Wahlhelferin (von hinten) hält Ausweis von Momper in Hand; Wahlhelferin blättert Liste durch;

Momper geht zur Wahlurne, Presse im HG; Momper posiert für Fotografen, dreht sich in alle Richtungen;

Anne Momper steht hinter Walter Momper;

Momper im Blitzlichtgewitter; Momper wirft Umschlag in Wahlurne; Momper begrüßt Mann;

Anne Momper wirft Stimmzettel ein, Blitzlichtgewitter;

Momper nah;

Zoom auf roten Anstecker an Mompers Mantel;

Momper verabschiedet sich; Momper im Interview; Momper OT zu seinem Morgen und Frühstück;

Momper OT zur Frage, wie er denn geschlafen habe: "Hervorragend habe ich geschlafen/ schlafe eigentlich immer gut, aber immer zu wenig/ deshalb schlafe ich die wenigen Stunden, die ich schlafe besonders gut.";

Momper OT zur Frage, ob er immer noch den gleichen Schal trage, den er auch schon vor vier Jahren hatte: "Ist immer der gleiche Schal/ ist aber erst zwei Jahre alt/ der hat aber damals bei der Wahl noch keine Rolle gespielt/ der ist erst danach gekommen...";

Momper posiert mit Ehefrau Anne und Tochter Friederike für Fotografen; Schwenk auf Fotograf und zurück;

Momper im Interview nah;

Momper OT zur Frage, was seine Regierung zuerst in Angriff nehmen würde: "Hauptprobleme sind die Arbeitslosigkeit und der Wiederaufbau der Industrie im Ostteil der Stadt/ Wohnungsbau, überhaupt Mietensituation ist das zweite große Problem, wodurch die Misswirtschaft der Vergangenheit durch die Mietpreisvergabe in Westberlin eben eine problematische Situation ist...";

Momper OT zu seiner Abstimmung: "Ich habe für meine Partei - die SPD- abgestimmt...(schmunzelnd) selbstverständlich/ halte ich für absolut richtig...";

Momper (seitlich) steht vor dem Gebäude; Momper wird interviewt

C1/1635:

Wahllokal in Berlin- Karow:

Hände nah halten Papier über Schlitz der Wahlurne; Umschlag mit Stimmzetteln wird eingeworfen; Hände machen Notiz auf Zettel;

Stimmzettel auf Tisch; Stimmzettel mit Informationsblatt werden zusammengelegt;

Aufzieher auf Wahllokal; Wahlhelfer von hinten; Leute stehen für die Stimmzettel an; Wahlhelferin sucht Stimmzettel heraus;

Kindertheater auf dem Schrank; Aufzieher auf Wahlhelfer; Umschlag wird in Wahlurne eingeworfen; Mann UH, macht sich Notiz;

Froschperspektive, älterer Herr (Wahlhelfer); Mann und ältere Dame werfen ihre Umschläge ein; Wahlhelfermacht sich Notiz;

Froschperspektive Wahlhelfer nah; Aufzieher auf Wahlhelfer;

Berliner Wappenbär auf Fahne GA (Ausschnitt); Aufzieher auf Warteschlange; Froschperspektive Frau steht bei den Wahlhelfern; Umschläge werden in Wahlurne eingeworfen;

Blick von oben auf Tisch der Wahlhelfer mit Stimmzetteln; Aufwärtsschwenk auf Eingang;

Sabine Bergmann-Pohl stellt sich an;

Stimmzettel auf Tisch; Aufwärtsschwenk auf Sabine Bergmann-Pohl; Bergmann-Pohl OH;

Bergmann-Pohl gibt Wahlhelfer Ausweis und Wahlkarte; Sabine Bergmann-Pohl bekommt Stimmzettel ausgehändigt;

Sabine Bergmann-Pohl OH posiert für Fotografen; Stimmzettel GA in ihren Händen; Aufwärtsschwenk; Bergmann-Pohl nah;

Bergmann-Pohl geht zu Wahlhelfern; Abwärtsschwenk auf Liste; Sabine Bergmann-Pohl posiert für Fotografen; Hand nah hält Umschlag in den Schlitz;

Bergmann-Pohl wirft Umschlag ein;

Interview mit Sabine Bergmann-Pohl (draußen);

Bergmann-Pohl OT zum Wunschergebnis: "Mein Wunschergebnis ist natürlich, dass der Kanzler wieder Bundeskanzler wird.";

Bergmann-Pohl OT zur Frage, wie sie bisher den Wahltag verbracht habe: "Ich bin so selten zuhause/ ich habe vormittags zuhause aufgeräumt, habe Advent vorbereitet/ Hausfrauenarbeiten.";

Bergmann-Pohl OT zur Frage, ob es für sie eine spannende Wahl sei: "Natürlich spannende Wahl/ vor allen Dingen eine wichtige Wahl/ erste gesamtdeutsche Wahl nach langen Jahren/ ist schon wichtig/ für mich natürlich auch persönlich wichtig/ habe ja die Absicht weiterhin als Abgeordnete tätig zu sein."

Sabine Bergmann-Pohl et al. gehen ab

C1/1636:

CDU- Wahlparty:

Eberhard Diepgen OH; Diepgen wird umarmt; Diepgen lächelt; Diepgen bekommt Blumenstrauß; Diepgen in Menschenmenge; Gedränge;

Interview mit Diepgen; Diepgens Tochter umarmt ihn von hinten;

"Das halte ich für möglich/ haben ja im Augenblick noch gar nicht das genaue Wahlergebnis vorliegen, deswegen halte ich es einfach für verfrüht, Einzelheiten über die künftige Regierungsbildung zu sagen/ wichtig ist im Augenblick nur, es gibt einen Regierungsauftrag an die Union/ Ampelkoalition kommt nicht in Frage/ Rot-Grün ist abgewählt!";

Diepgen OT zum Gefühl, die Familie bei sich zu haben: "Bin sehr glücklich/ bin glücklich, weil ich auch dieses Wahlergebnis nicht für möglich gehalten hätte.";

Diepgen OT zur Position von Momper im Falle einer großen Koalition: "Darüber sollte man jetzt nicht reden/ Herr Momper ist Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei hier in Berlin.";

Wahlparty der SPD, Live-Band auf Bühne;

Aufzieher auf Saal; Zoom auf Live-Band auf Bühne;

SPD-Fähnchen auf Tisch GA; Aufwärtsschwenk auf Bühne T;

Manfred Stolpe (Ministerpräsident des Landes Brandenburg, SPD) im Interview nah;

Kamerateam seitlich;

Interview mit Manfred Stolpe;

Stolpe OT zur Frage, ob er sehr enttäuscht sei: "Für uns war klar, dass hier eine Kanzlerwahl stattfindet/ muss man ganz nüchtern sagen/ für mich ist die eigentliche Überraschung, dass die Vereinigung der Deutschen sich auch im politischen Verhalten vollzogen hat/ die Nähe der Wählerverhaltensweisen in Ost- und Westdeutschland/ ist im Grunde genommen aber ganz natürlich/ Menschen sind insgesamt verunsichert.../ da geht man dann davon aus, dass man möglichst keine Experimente machen möchte und da wollte man diesen Kanzler, der das mit angetreten hat, natürlich auch weiter in Pflicht nehmen/ ganz gesundes politisches Verhalten der Wähler/ wird bedeuten, dass wir unter der politischen Verantwortung von Helmut Kohl und der bisherigen Koalitionsregierung nun erleben werden, wie es weiter geht mit der Lösung der Aufgaben in Deutschland/ diese Aufgaben sind so gewaltig, dass sie ohne die Beteiligung der Sozialdemokratie auch gar nicht funktionieren werden.";

Stolpe OT zum Zufriedensein: "Zufrieden ist kein gutes Wort/ zufrieden darf man nie sein, dann ist Stillstand drin/ das Entscheidende ist, dass wir alle miteinander herausgefordert sind...welche Partei auch immer/ wir sind als Deutsche gemeinsam dran, die Gleichheit der Lebensbedingungen im Osten und Westen Deutschlands in wenigen Jahren herzustellen/ braucht alle Kräfte miteinander.../ Parteienstreit ist heutzutage zweitrangig angesichts dieser gewaltigen historischen Aufgabe.";

Stolpe OT zur Regierung Brandenburg: "Denke das die Aufgaben gleich bleiben werden/ haben als Regierung Brandenburgs mit dem bisherigen Senat eine Liste von über 50 Punkten der gemeinsamen Aufgabenstellung heraus gefunden/ ändern sich ja nicht durch Wahltage/ Personen sicher/ denke, dass Herr Diepgen Realist genug ist, um dann außerordentliches Interesse daran zu haben mit dem Umland, das ihn umschließt und umarmt, bald zu geregelten Verhältnissen zu kommen/ egal wer im Umland regiert, auch wenn es nicht seine Parteifreunde sind.";

Leinwand mit Sendung zur Wahl auf Bühne; Schwenk auf Zuschauer;

Renate Künast auf Leinwand nah; Schwenk auf Zuschauer; Schwenk auf Leinwand; Eberhard Diepgen auf Leinwand nah;

Diepgen auf Leinwand, Zuschauer im VG; Diepgen gibt Statement zur großen Koalition (kurz);

Interview mit Tino Schwierzina;

Tino Schwierzina OT zur Frage, wie er sich fühle: "Euphorisch wäre nicht der richtige Begriff, aber nach dem Motto, wenn man gut gearbeitet und sich nichts vorzuwerfen hat, muss man feststellen, das Leben wird weiter gehen.";

Schwierzina OT zur Frage, was geschehen wird/ schwarz-rote Regierung vorstellbar?: "Es wäre geradezu schizophren zu sagen nein/ habe über sieben Monate mit einer solchen Farbzusammensetzung als Regierungschef in Ostberlin gearbeitet und gelebt/ und ich muss sagen, hat gut gearbeitet/ insofern schon vorstellbar/ das es nicht mein ausgesprochener Wunsch war, ist eine ganz andere Angelegenheit.";

Schwierzina OT zu seinem zukünftigen Posten: "Kann ich ihnen nicht sagen/ wird von vielen Dingen abhängen/ wird auch davon abhängen, ob der Sieger dieser Wahl- der Herr Diepgen- an uns heran tritt und solch eine Koalition anbietet/ muss man abwarten...";

Schwierzina OT zur Frage, wie er sich eine Regierung unter Diepgen vorstelle: "Müsste mich da ehrlich gesagt noch einmal mit den Sachaussagen der CDU vertraut machen...";

Schwierzina OT zur Frage, was die SPD in Zukunft durchsetzen kann: "Wir werden mit Sicherheit nicht mit uns darüber verhandeln lassen, dass es eine Mietpreisbindung für ganz Berlin geben muss/ da werden wir Diepgen zu fordern haben/ Stadt hat das Recht darauf, Sicherheit zu verlangen...";

Schwierzina OT: "Man kann schon mal ausrutschen und auf die Nase fallen/ ist nicht schlimm/ schlimm wäre, wenn man liegen bleibt und nicht wieder aufsteht/ geht ja im Leben weiter/ werden uns bemühen, unser Profil zu zeigen/ nicht überall honoriert worden/ wird auch mit daran gelegen haben, dass die letzten Wochen ein Erscheinungsbild des rot-grünen Senats gegeben hat, dass nicht gerade von übermäßig positiver Gesichtseite zu sehen war/ waren diese kleine Querelen.../ hat Spuren in der Bevölkerung hinterlassen...";

Walter Momper und Manfred Stolpe im Pressepulk; Momper und Stolpe gehen Treppe hinauf (von vorne);

Momper und Stolpe im Pressepulk von hinten;

Bühne mit Moderator Johannes B. Kerner; Kerner kündigt Walter Momper an;

Momper und Stolpe betreten unter Applaus die Bühne; Friederike Momper stellt sich ebenfalls auf die Bühne;

Momper am Mikrophon; Anne und Friederike Momper stehen hinter Walter Momper;

Momper OT: "...liebe Genossinnen und Genossen...zuerst einmal möchte ich euch allen danken für den Einsatz, den ihr in diesem Wahlkampf gezeigt habt/ war ja eine dichte Folge von Wahlkämpfen, die wir hinter uns haben.../ manchmal liegt Sieg und Niederlage dicht beieinander/ Situation der letzten Wochen hat das alles noch mal erschwert, was schon die Probleme der 19 Monate gewesen sind/ Erscheinungsbild des Senats nach außen hin/ Unklarheiten.../ denke eins ziemlich deutlich: Es sind nicht die Inhalte der Politik der letzten 19 Monate gewesen/ die sind richtig/ sind in den Umfragen bei den Wählerinnen und Wählern immer unbestritten gewesen/ (Applaus)/ Politik des ökologischen Stadtumbaus, das sind die Fragen, die sich jeder großen Metropole stellen/ auch die Frage der Gleichstellung der Frauen, so forciert, wie wir das gemacht haben, ist richtig gewesen...";

Bühne T mit Momper und Familie und Manfred Stolpe; Zoom auf Bühne;

Momper OT: "...gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West herzustellen, auch die Politik Arbeitsplatzsicherung, eine Industriestrukturpolitik im Osten zu betreiben/ so richtig gewesen, wie der Kampf um die Hauptstadt und der Kampf um Olympia für Berlin/ (Applaus)/ aber glaube auch, dass wir uns selbst eingestehen müssen, dass nach außen hin unsere Wählerinnen und Wähler den immerwährenden Streit...diese Unklarheiten haben in erster Linie zu diesem Ergebnis geführt/ daraus werden wir Konsequenzen ziehen müssen/ in erster Linie ist der rot-grünen Konstellation eine klare Absage erteilt worden/ die Mehrheit unser eigenen Wählerinnen und Wähler, die wollte das auf keinen Fall/ (Applaus)/ müssen wir auch akzeptieren, dass erst recht in so einer unsicheren, unklaren, unübersichtlichen Situation...unsere Wählerinnen und Wähler- die sozialdemokratischen Stammwähler- von uns erwarten, dass es eine klare Führung, eine klare Richtung und klare Entscheidungen gibt/ glaube, dass dieses in der Koalition nicht darstellbar war und das erst recht der Koalitionsbruch eher zu einer Verunsicherung geführt hat...";

Bühne T; Zoom auf Momper mit Familie und Manfred Stolpe;

Momper OT zu Fehlern;

Momper OT: "...macht mich betroffen, dass gerade in den Bereichen, wo die sozialdemokratischen Hochburgen sind, dass dort die höchsten Verluste gewesen sind/ müssen daraus lernen und Konsequenzen ziehen/ werden morgen schon daran gehen müssen/ Stärkung der Partei und Parteiorganisation...";

Momper OH; Momper genießt Applaus; Aufzieher auf Bühne; Zoom auf Momper;

applaudierende Zuhörer; verschiedene Aufnahmen von den Zuschauern; Momper bahnt sich Weg durch Menschenmenge; Leute schütteln Momper die Hand, klopfen ihm auf die Schulter; Frauen küssen Momper auf die Wange; Momper geht durch den Saal; Momper bleibt bei einigen Leuten stehen und unterhält sich kurz; Momper wird von Frauen umarmt;

Momper im Gespräch mit Frau und Manfred Stolpe; Momper nah; Aufzieher auf Momper; Momper spricht mit kleinem Mädchen; Momper nimmt nehmen Tochter Friederike Platz;

Momper gibt kleinem Mädchen ein Autogramm; schreibende Hand, nah; Aufzieher auf Momper OH am Tisch; Ingrid Stahmer umarmt Momper von hinten;

Hände nah (Frau und Momper); Aufzieher auf Momper OH, Stahmer umarmt Momper von hinten; Momper und Stahmer im Gespräch;

Momper holt Zettel aus Jacketttasche; Zettel GA; Aufzieher auf Momper; Momper und Schwierzina OH am Tisch;

Momper unterhält sich mit Ingrid Stahmer;

Biere werden auf Tisch gestellt; Momper bittet Stolpe sich zu setzen; Stolpe (stehend) guckt zwischen Momper und Schwierzina durch;

Stolpe nah an Mompers Gesicht; Momper stößt mit einigen Parteifreunden an u. a. Markus Meckel;

Momper und Schwierzina trinken ihr Bier;

Schwenk auf Markus Meckel OH mit Bierglas; Schwenk auf Thomas Krüger seitlich; Schwenk auf Momper; Momper redet mit Tochter Friederike

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