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Tag für Tag

Regie: Volker Koepp, 32 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1979

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
874
Sonstiger Titel
Arbeiter
Englischer Titel
Day by Day
Veröffentlichungen
DVD: absolut MEDIEN GmbH / www.absolutmedien.de

Kurzinhalt

Während einer Diskussion bei einem "Filmfrühling" in Mecklenburg wurde Volker Koepp auf eine Frau aufmerksam, die auf ihre Direktion schimpfte und hatte schließlich die Protagonistin eines neuen Films entdeckt: Karin Reier, eine 36jährige Schweißerin, die in einem Kreisbetrieb für Landtechnik in Schwaan/Mecklenburg arbeitet. Tag für Tag fügt sie Kartoffelhorden im Akkord zusammen. Dies tut sie, wie Eduard Schreiber anmerkte, "mit Geschick, mit Protest ob der schlechten Qualität, mit Gelassenheit. Es ist die Gelassenheit einer Frau, der in der DDR nichts mehr widerfahren kann."

Filmstab

Regie
  • Volker Koepp
Drehbuch
  • Wolfgang Geier
  • Volker Koepp
Kamera
  • Christian Lehmann
Schnitt
  • Barbara Masanetz-Mechelk
Regieassistenz/ Co-Regie
  • Michael Loewenberg
Kameraassistent
  • Michael Loewenberg
Dramaturg
  • Annerose Richter
Komponist
  • Rainer Böhm
Ton
  • Eberhard Pfaff
Produzent
  • Frank Löprich

Kurzinhalt (English)

Accurately observed scenes in a factory in Schwann (Mecklenburg-Vorpommern) which produces agricultural machinery, contribute to the portrait of Karin Reiher, a welder. She learned and practised many trades before she became a welder. Karin Reiher is committed to her work; she is on the lookout for inadequacies and mistakes, supports her colleagues as a trade-union representative and makes a special effort to look after the young workers doing their community service.

(source: Four Decades Of Film Art. DEFA Feature Films, Children's Films, Documentary Films)

Langinhalt

0:00:00

Karin Reier auf einer Dachterrasse (halbnah) (O-Ton) "Ja, das ist so, ich nun gerade als Vertrauensmann in unserer Gewerkschaftsgruppe. Man hört ja dann den ganzen Tag…so, dann kommt man nach Hause, erst schon mal aufgrund der Rationalisierungsmaßnahmen müssen wir sowieso viel einstecken, was Ordnung betrifft im Betrieb und Sauberkeit, das ist ja dann doch nicht mehr so gewährleitet durch den ganzen Umbau. Dann kommt man nach Hause, will sich erholen, ne Erholung am Fernseher normalerweise gibt es ja auch nicht, und wenn man schon mal Zerstreuung haben will dann sucht man sich heutzutage zu Hause den Fernsehapparat. So, dann macht man Fernsehapparat an "Aktuelle Kamera", also die aktuellen Probleme die interessieren ja jeden, dann gehts weiter die Vorschau aufs Abendprogramm, da geht es dann los: Film von der Arbeit, wieder nen Dokumentarfilm von der Arbeit...ich bin der Meinung und ich nicht so alleine, wenn wir uns in der Gewerkschaftsgruppe unterhalten, das Programm, sei es das 1. und das 2. Programm von uns sind mit Filmen die eine Handlung von der Arbeit haben überschüttet, überfüllt. Das am Sonnabend denn mal eine bunte Sendung kommt, oder im 2. Programm "Du und dein Garten", das ist das was das Überwiegende ist in der Unterhaltung, und dann setz ich mich hin und mach den Fernseher aus, das ist noch der einzigste gute Knopf am Fernsehapparat dann. Karin Reier schaut in die Kamera und lächelt (halbnah).

0:01:34

Titeleinblendung "Tag für Tag", DEFA-Studio für Dokumentarfilme, DDR © 1979. Umschnitt auf eine flache Winterlandschaft im Gegenlicht (halbtotal). Blick auf eine Allee mit Schnee- und Eisresten an den Straßenrändern (halbtotal). Schwenk über die Felder und zugefrorene Teiche mit Bäumen im Ort Schwaan in Mecklenburg (halbtotal). Schwenk über die einfahrende Karin in ihrem "Trabant" vor dem Kreisbetrieb für Landtechnik in Schwaan (halbtotal). Schwenk auf den parkenden "Trabant" mit dem Kennzeichen "BP-55-20" und die aussteigende Karin mit einer Kollegin (halbtotal) (O-Ton) "Guten Morgen, aus dem Bett gefallen"? ruft sie dem Kameramann zu. Beide Frauen gehen zum Betriebsgebäude (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf Karin und einen Kollegen vor dem Gebäude der "Feuermeldestelle" (halbnah) (O-Ton) "Da müssen die sich was einfallen lassen, das haut so nicht hin...". Karin geht rauchend und mit einer Box voller Milchflaschen zu einem anderen Betriebsgebäude (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:03:14

Schwenk von der rauchenden Karin in der Werkhalle auf den schimpfenden Meister mit einer anderen Kollegin (halbnah) (O-Ton) "...das geht doch nicht, wir können nicht immer die Rückholphase machen, dann kommen wir nicht aus dem Schneider...". Umschnitt auf Karin (halbnah) (O-Ton) "...das ist doch die Schweißnaht, und wenn die Hebel geschweißt sind dann müssen sie gerichtet werden, so etwas ist nach Plan...". Meister kritisiert die Arbeit der Schweißer-Kolleginnen und es kommt zu Diskussionen (halbnah) (O-Ton). Blick (von oben) in die Werkhalle für Landtechnik und den Schweißarbeiten hinter schwarzen Tüchern (halbtotal) (O-Ton). Kommentar: "In dieser Halle werden Kartoffellagerpaletten hergestellt". Karin bindet sich eine Lederschürze um, setzt einen Hut auf und streift sich Schutzhandschuhe über (halbnah). Frage aus dem Off: "Wie viel machst du denn heute davon"? Karin mit dem Schweißgerät in der Hand (halbnah) (O-Ton) "Heute mach ich ein bißchen mehr, heute werde ich versuchen 110 Stück zu machen, 96 muß ich sonst schaffen". Karin hält den Augenschutz vor das Gesicht und beginnt zu schweißen (halbnah) (O-Ton). Zoom auf das Gesicht von Karin während des Schweißvorganges (halbnah). Kommentar: "Karins Arbeit, in einer Vorrichtung schweißt sie die Füße für Paletten, hundert Mal am Tag die gleichen Bewegungen. Paletten werden für die Lagerung von Saatkartoffeln gebraucht. Für 16 Kollegen in der Halle ist Karin Gewerkschafts-Vertrauensmann, manchmal vertritt sie auch den Meister". Gesicht von Karin (nah) (O-Ton) "Das war der erste. Das müßte der letzte sein, dann wäre es gut". Umschnitt

0:06:10

Blick auf ein Drehgestell auf dem die Paletten-Gitterboxen weiter transportiert werden (halbtotal). Karin lernt einen Kollegen an (halbnah) (O-Ton) "Hast du schon einmal Füße geschweißt oder irgendetwas anderes"? Neuer Kollege nickt und beginnt mit den Schweißarbeiten (halbnah) (O-Ton). Karin schützt mit der Hand ihre Augen (halbnah) (O-Ton) "Aber die Augen mußt du mir nicht verblitzen". Karin kontrolliert den ersten Punktschweißvorgang (halbnah). Karin mit zwei Kolleginnen in der Werkhalle (halbnah) (O-Ton) "Also die Palette kann er haben....Willi, komm mal her, wir haben ja heute Abend Zeit, da müssen wir einen heben". Karin und ihre Kollegen scherzen noch etwas herum (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt...

0:07:45

...auf das Gesicht von Karin (halbnah). Aus dem Off: "Karin, erzähl uns doch mal wie du Schweißerin geworden bist". Karin (halbnah) (O-Ton) "Ja, nach der Schule habe ich 2 Jahre die Haushaltsschule besucht, das ist heutzutage Wirtschaftspflegerin in dem Sinne, nur wir haben damals keinen Facharbeiterbrief abgeschlossen, nur eine normale Prüfung, dann bin ich nach den 2 Jahren nach Rostock gegangen zur Datenverarbeitung...(Einblendung eines Fotos mit Karin im Computerraum)...speziell VEB Maschinelles Rechnen Rostock, da habe ich dann 12 Jahre lang gearbeitet, die ersten 2 1/2 Jahre habe ich Maschinen bedient, war Locherin, hab mich dann qualifiziert zur Feinmechanikerin, mußte 4 Lehrgänge besuchen und bin dann 8 1/2 Jahre Mechanikerin gewesen. Zwecks Auflösung eines Betriebsteiles durch die Einführung der EDV wurde unser Betriebsteil aufgelöst. Wir mußten uns eine andere Arbeit suchen bzw. uns wurde eine andere Arbeit zugewiesen von unserem Betrieb, und bin dann beim Kreisbetrieb für Landtechnik angefangen, habe dort in der Ersatzteilproduktion für Landmaschinen gearbeitet...dann wurde der Betrieb umkonstruiert...und es wurden jede Menge Schweißer gebraucht. Es wurden verhältnismäßig leichte Schweißarbeiten bei der Kartoffelpalletten-Produktion angeboten, deshalb hat man uns geraten einen Schweißerpass zu machen. Den haben wir dann gemacht und wurden sofort als Schweißer eingesetzt, das sind jetzt fast 5 Jahre". Umschnitt

0:09:29

Karin unterbricht ihre Schweißarbeiten und dreht sich zur Kollegin um (halbtotal) (O-Ton) "Du Jutta, Jutta, schafft der Gerd 32? Was macht er denn, hält er die denn immer so lange fest"? Die Schweißerinnen unterhalten sich während ihrer geräuschvollen Arbeiten (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt auf einen vorfahrenden Arbeiterbus auf dem Betriebsgelände (halbtotal). Aus dem Bus steigen junge Männer mit Reisetaschen aus (halbnah). Kommentar: "Aus dem Jugendwerkhof "Neues Leben" aus Rühn kommen jeden Morgen Jugendliche zur Ausbildung, einige von ihnen sind dann in Karins Brigade". Schwenk über Jugendliche bei einer Zigarettenpause auf dem Betriebshof (halbnah) (O-Ton). Umschnitt. Jugendlicher Schweißer befestigt mit Schweißpunkten die Gitter an den Kartoffelpaletten (halbnah). Karin unterhält sich locker und scherzend mit einem Jugendlichen (halbnah) (O-Ton). Umschnitt. Karin nimmt ein Getränk zu sich und legt danach die Lederschürze wieder an (halbnah). Schweißer fügt die Palettenrahmen zusammen (halbtotal). Schwenk von Karins Arbeitsplatz auf den schweißenden Kollegen neben ihr (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:12:26

Karin an ihrem Arbeitsplatz (halbnah) (O-Tob) "Ich meine ehrlich sein muß jeder bei uns. Wir haben Normen bei uns, da kann der Meister sich nicht hinstellen und jeden Tag nachzählen, das ist Voraussetzung, denn jeder normale Mensch will das Geld für die Leistung die er gebracht hat entlohnt werden, und ich meine, ich persönlich, ich sehe nicht ein das ich meine Kollegen hintergehe oder ihnen etwas verkehrtes erzähle, was die Wahrheit ist muß gesagt werden, und das verlange ich auch von jeden dass er das direkt sagt und nicht indirekt". Umschnitt auf die heftig diskutierende Karin mit ihren Kolleginnen und Kollegen (halbnah) (O-Ton) "...hier, was glaubst du wenn du dich umdrehst und gehst aus der Halle, was du dann sagst, die hat wieder schön diskutiert, und die soll mal ihren Mund halten, die hat doch immer was zu meckern, so ist das nämlich hier...". Kollege bestreitet die (halbnah) (O-Ton) "...Karin, mir brauchst so etwas nicht erzählen, so etwas erzähl ich sowieso nicht...du mußt in einem 100 Mann-Betrieb immer die Gemeinsamkeit sehen damit alle zurechtkommen, und nicht wie in einem 6.000 Mann-Betrieb wo der eine vom anderen nichts weiß". Karin dazu (O-Ton) "Natürlich ist es leichter in einer Gemeinsamkeit leichter den Lohn zu sichern, aber es geht auch bei einhundert Mann nicht alles reibungslos...". Karin und die Kollegen diskutieren weiter über Löhne und Leistungen (halbnah) (O-Ton). Karin nimmt einen Eisenwinkel in die Hand (halbnah) (O-Ton) "Geht doch schon los, du sagst es gibt kein Material, hier, wir dürfen diesen Schrott gar nicht verschweißen, gehe ich zum Meister hin da sagt der Karl, ich kann nichts machen , wir haben das beanstandet beim Gütekontrolleur, schweigen...". Umschnitt

0:14:22

Im Off hört man eine heftige Diskussion. Karin nimmt den Winkel in die Hand (halbnah) (O-Ton) "...schön, nun mal vorsichtig, die Winkel sollen nicht schief angesetzt werden...aber die sind so krumm durchgebogen, wenn sie uns in der Vorrichtung umkippt, das darf nicht sein, da wollen sie abziehen, Qualität, aber wenn die schon so krumm ankommen, das darf sein...das wird nicht beanstandet". Schwenk zum zuhörenden Meister (halbnah). Umschnitt mit Blick auf die Jugendlichen in der Werkhalle (halbnah). Auszubildender bei seiner Pause (halbnah). Karin mit Kollegin lachen in die Kamera (halbnah). Umschnitt auf die gestapelten Kartoffelpaletten im Hof des Betriebes (halbtotal).

0:16:00

Junger Schweißer summt ein Lied während der Arbeit (halbnah) (O-Ton) "…Scheiße alles mit dem…Sauladen…fällt ab wieder einmal…wenn ich das nichst schaffe krieg ich bald nen Einlauf Junge...diese scheiß Winkel hier die passen doch gar nicht". Auszubildender schweißt konzentriert seine Teile (halbnah). Jugendlicher nimmt seine geschweißte Palette und entfernt sie vom seinem Arbeitsplatz (halbnah). Schweißer raucht schell eine Zigarette bevor er weiter arbeitet (halbnah). Umschnitt auf Karin mit einem Auszubildenden (halbnah) (O-Ton) "Du brauchst bloß beim raus nehmen von den Winkeln nur drauf achten dass du dies entweder alle nach unten hast...die mußt du richtig mit dem Daumen fest halten und dann fest spannen. Ich mach das immer mit der linken Hand und spann dann mit rechts fest, verstehst"? Umschnitt. Auszubildender bespricht die Arbeitsgänge weiter mit Karin am Gestell (halbnah) (O-Ton). Karin (halbnah) (O-Ton) "Jetzt schweißt du Füße, es kann aber vorkommen das du selber auch Rahmen schweißt und da möchtest du doch auch deine Norm schaffen...". Harter Umschnitt

0:18:45

Jugendliche im Aufenthaltsraum bei einem geselligen Beisammensein mit Karin und einer Kollegin (halbtotal) (O-Ton). Zoom auf die Jugendlichen (halbnah) (O-Ton). Rückwärtszoom von Karin auf die Gruppe (halbnah) (O-Ton) "Wir sind ja hier nicht um irgendwie ein Strafmaß zu verbüßen, so schätzen wir das als Facharbeiter, sondern wir bilden Sie aus und Sie sollen von uns Unterstützung nachher im Leben, damit sie es leichter haben als Volljährige, und das versuche ich auch immer denen klar zu machen, am Arbeitsplatz und auch so...". Jugendlicher "Leicht haben wir es nicht". Karin (O-Ton) "Leicht habt ihr es nicht, aber ihr habt im Leben einen Fehler begangen und den wollt ihr auch mal wieder gut machen...und bis zum 18. Lebensjahr habt ihr noch Zeit, und als Facharbeiter seid ihr hinterher alleine mit 18 Jahren, alleine in dem Betrieb, da steht keiner der sagt wie ihr es machen sollt...". Umschnitt auf die Karten spielenden Schweißerinnen und ihre jugendlichen Auszubildenden (halbnah) (O-Ton). Schwenk über die Skatspieler (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:21:16

Jugendlicher spricht der Werkhalle über seine Einschätzung zu Karin (halbnah) (O-Ton) "Mir gefällt besonders ihre ruhige und ausgeglichene Art wenn sie mit einem redet, da sie vor allem einem zuhören kann wenn man was hat. Manche die stellen sich mit hin und hören mit halben Ohr hin was man ihnen erzählt und sind in Gedanken schon wieder woanders. Mit ihr kann man sich richtig unterhalten, was andere nicht können". Bemerkung aus dem Off: "Aber sie ist doch oft recht aufbrausend, irgendwie, wa". Jugendlicher (nah) (O-Ton) "Na, wenn es Grund gibt...aber wenn du ihr keinen Grund gibst zum aufbrausen". Aus dem Off: "Eine solche Voreingenommenheit weil ihr aus dem Jugendwerkhof seid, gibt es die"? Jugendlicher (nah) (O-Ton) "Also hier in Schwaan nicht, früher haben wir auch noch in Steinhagen gearbeitet und da hieß es mit euch wollen wir nichts zu tun haben, ihr seid aus Jugendwerkhof und so, und hier werden wir als Team praktisch angesehen, gleiche Arbeit und nicht wie in Steinhagen das wir die Arbeit machen mußten die die Facharbeiter nicht machen wollten. Hier machen wir die gleiche Arbeit wie die anderen Kollegen und hier hält uns auch niemand etwas vor das wir aus dem Jugendwerkhof sind oder so". Umschnitt

0:22:43

Blick auf die Wohnhäuser an der Hauptstraße von Schwaan (halbtotal). Kriegerdenkmal von 1870/71 auf einem Platz in Schwaan (halbtotal). Pferdefuhrwerk vor der Post von Schwaan (halbtotal). Im Off hört man Karin zu den Aufnahmen sprechen: "...wir werden uns unterhalten weil die sagen nachher das hier nichts los ist in Schwaan...". Umschnitt auf Karin mit zwei Kollegen vor der Post (halbtotal) (O-Ton) "...die sagen Bescheid, das dauert nicht lange, das ist eine Minute, zwei Minuten...(sie zeigt zu einer Frau hin)...Stienicke komm auch her hierhin, komm mal her hier, du kommst auch rauf...(Frau mit Kinderwagen fährt an Karin vorbei)...komm mal her...". Platz in Schwaan mit Hinweisschildern "Güstrow 29km" und "Bütznow 13km" (halbnah). Karin animiert weiter Bekannte und Freunde vor der Post für die Kamera zu posieren (halbtotal) (O-Ton). Karin zu ihrem Kollegen (halbtotal) (O-Ton) "Wir fahren ja ab und zu nach Steinhagen zum Tanz...kommt ihr auch mit zur Abschlußveranstaltung, hat sich Gerti bei uns eingetragen..."? Karin schaut in die Kamera und fragt (halbtotal) (O-Ton) "Gehts los"? Karin soll spontan für den Kameramann und Tonmeister etwas vor dem Postamt erzählen und sich mit Kollegen und Passanten unterhalten, dabei hält sie mit ihrer Hand das Mikro an der Jacke zu (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:24:34

Blick (von oben) auf den Fluß Warnow bei Frühjahrshochwasser in Schwaan (halbtotal). Rückwärtszoom vom Fluß (mit Schwenk) über einen entstehenden Beton-Fabrikneubau (halbtotal). Umschnitt auf Karin vor dem Gebäude an ihrem "Trabant" (halbnah) (O-Ton) "Ja, da habe ich ein Telegramm bekommen am Freitagabend...ich soll mein Auto abholen, das hatte ich ja 9 Jahre vorher schon bestellt. So, dann habe ich mir erst einmal ein Fahrrad mitgenommen...denn bin ich morgens nach Schwerin gefahren...und dann hierhin. Da standen so ungefähr 20 bis 25 Autos, und alles braune, und ein grüner und ein kaputter weißer,. So, ich zu meinem Schwager gesagt, wenn wir so einen braunen kriegen dann oh, oh, oh, der sah ja gar nicht aus, im ersten Moment sehr enttäuschend...es ging der Reihe nach und ich war die letzte auf dem Zettel, und der vorletzte nahm mir den schönen grünen, so, alles noch braune, wir durften uns einen aussuchen, dann sind wir raus in die Vorhalle...da war die Stoßstange angekratzt, man guckt ja dann erst mal auf Lack- und Farbfehler...". Umschnitt

0:26:38

Gabelstapler schiebt produzierte Kartoffelpaletten auf einen Anhänger auf dem Werksgelände (halbtotal). Rückwärtszoom vom Hänger auf den Trecker davor (halbtotal). Umschnitt auf die erzählende Karin an ihrem "Trabant" (halbnah) (O-Ton) "...so, ich bin mit dem auch nach Hause gefahren, gut, und jetzt habe ich mich an die Farbe gewöhnt, ist doch nicht so schlecht wie es im ersten Moment aussah". Karin bastelt weiter im Motorraum des Autos herum und versucht mehrfach die Motorhaube zu schließen (halbnah) (O-Ton) "Geht nicht, nun will er nicht mehr, was ist denn das hier, also sowas aber auch". Umschnitt auf Karin mit Arbeitskleidung und Hut in der Werkshalle (halbnah). Karin zieht die Schutzhandschuhe an, löscht die Zigarette und beginnt zu schweißen (halbnah) (O-Ton) "Jetzt geht es weiter". Umschnitt

0:28:35

Blick (von oben) in die Werkhalle mit den Arbeitsplätzen der Schweißer (halbtotal) (O-Ton). Kommentar: "Karin, Schwaan in Mecklenburg, Kindheitserinnerungen, Schulzeit, die Mutter, Geschwister, die Freundin Jutta, Besuch der Neffen, ein Garten, Karin angelt gern, der neue Trabant, das Fernsehen. Karin ist 36 Jahre alt, sie ist ledig". Karin entnimmt das geschweißte Stück aus der Vorrichtung und zeigt es zur Kamera (halbnah) (O-Ton) Das ist der 3.000 solange ihr hier seid und der letzte...einen einlegen für morgen". Umschnitt auf einen Platz vor einem Fachwerkhaus (halbtotal). Jugendliche gehen vom Arbeiterbus zum Jugendwerkhof (halbtotal) (O-Ton). Jugendliche drehen sich um und winken zur Kamera (halbtotal). Umschnitt auf die rauchende Karin am Arbeitsplatz (halbnah). Stabangaben: Buch Volker Koepp und Wolfgang Geier. Dramaturgie Annerose Richter. Produktion Frank Löprich. Musik Rainer Böhm. Kamera-Assistent Michael Loewenburg. Schnitt Barbara Masanetz. Ton Eberhard Pfaff. Kamera Christian Lehmann. Regie Volker Koepp. Abblendung

0:30:50 ENDE

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