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DEFA: Wurzeln

Regie: Günter Jordan, 22 Min., sw, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1986

Film-Videoformat
35 mm
Länge in m
612
Sonstiger Titel
DEFA 40; Das, was hier geschieht, ist keine Kleinigkeit
Anlaufdatum
Veröffentlichungen
DVD: ICESTORM Entertainment GmbH / www.spondo.de/defa

Kurzinhalt

Dieser schwarz-weiß-Kompilationsfilm berichtet rückblickend zum 40. Jahrestag der DEFA auf vier Jahrzehnte der ostdeutschen Filmproduktion zurück. Beginnend mit der Gründungsveranstaltung der DEFA am 17. Mai 1946 geht es weiter mit Filmausschnitten von vielen Aufnahmeproben der ersten Spielfilme nach der Lizensierung. Altbekannte Regisseure, Drehbuchautoren, Schauspieler und Musiker begleiten die historischen Wochenschau- und Spielfilmausschnitte und geben so Zeugnis ab von der Aufbauarbeit in den frühen Nachkriegsjahren. Ein Dokumentarfilm der die Vielfalt der DEFA-Produktionen im Bereich Film und Wochenschau widerspiegelt.

Filmstab

Regie
  • Günter Jordan
Drehbuch
  • Günter Jordan
  • Christiane Mückenberger
Komponist
  • Peter Gotthardt

Langinhalt

0:00:00

Staatliches Filmarchiv der Deutschen Demokratischen Republik zeigt: "Das, was hier geschieht, ist eine Kleinigkeit" (Paul Wandel). Umschnitt. Ein Vorhang öffnet sich und man blickt auf mehrere Männer (halbtotal). Umschnitt. Fahraufnahme auf einen Mann zu der vor einem Spiegel steht und seine Krawatte bindet (halbnah) dazu im Off: "Na, so richtig will es wohl noch nicht gehen". Umschnitt auf den Kameramann (halbnah) (O-Ton) "Aber das lernt sich noch". Umschnitt auf den Mann am Spiegel (halbnah) (O-Ton) "Sie haben gut reden, binden Sie sich mal einen Schlips mit einer Hand". Kameramann geht zum Mann vor dem Spiegel und bindet ihm die Krawatte mit einer Hand (halbnah) (O-Ton) "Bei mir hat es auch nicht gleich so geklappt, aber als der 1. Selbstgebundene richtig saß da wußte ich du kannst auch mit einer Hand zurechtkommen". Blick auf den gebundenen Knoten (nah). Kameramann weiter (halbnah) (O-Ton) "Und mit meinem Handwerkszeug umgehen habe ich auch wieder gelernt". Kameramann geht auf die Kamera zu (nah). Umschnitt

0:01:05

Standbild des Kameramannes mit Titeleinblendung "DEFA Wurzeln". Abblendung. Kameraschwenk über die zerstörte Filmstadt Babelsberg kurz nach dem II. Weltkrieg (halbtotal). Umschnitt. Blick in die zerstörten Filmstudios und Ateliers (halbtotal). Umschnitt auf den Filmregisseur und Mitbegründer der DEFA Kurt Maetzig Anfang der 1950er Jahre (halbnah). Umschnitt auf den Regisseur und Drehbuchautor Gerhard Lamprecht (halbnah). Umschnitt auf den diskutierenden Schauspieler und Mitbegründer der DEFA Hans Klering (halbnah). Blick auf den Filmregisseur Wolfgang Staudte am Tisch (halbnah). Umschnitt auf den bulgarischen Filmregisseur und Drehbuchautor Slátan Dudow im Gespräch mit Kollegen (halbtotal). Umschnitt auf den Theaterregisseur Erich Engel im Foyer eines Theaters (halbtotal). Umschnitt

0:02:40

Historische Einspielung eines Wochenschauausschnittes "Der Augenzeuge" mit Originalkommentar: "Und so sieht die Filmarbeit selbst aus...(Bahnhofsszene)...eine Massenszene aus dem Staudte-Film "Die Mörder sind unter uns" mit Hildegard Knef in der Hauptrolle...(Staudte schaut zur Sonne hoch)...Der Regisseur Wolfgang Staudte möchte die Sonne herbei zaubern die für jede Filmaufnahme außerhalb des Ateliers die große Sorge ist...(Blick auf die historische Filmklappe)...Der historische Moment, Film Nummer 1, Szene Nummer 1, Aufnahmetag Nummer 1". Abblendung.

0:03:10

Sprecher: "Ein viertel Jahr nach der 1. Klappe laden Paul Wandel und das Filmaktiv...(Filmeinspielung)...zur Gründung der DEFA ein. Die Geburt der ersten deutschen Nachkriegs-Filmgesellschaft wird aufgenommen wie ein gesellschaftliches Ereignis". Blick auf einen Teil der Gründungsmitglieder auf einem Rasen (halbtotal). Blick auf einen Kamerawagen der Wochenschau "Der Augenzeuge" (halbnah). Fahraufnahme mit einem PKW und Blick auf einen Mann mit Hinweisschild "DEFA" (halbtotal). Blick auf die Abfahrt eines DEFA-Kamerawagens (halbtotal). Umschnitt auf einen historischen Wochenschauausschnitt mit Originalkommentar: "Nicht alle Filmschaffenden können diesen glücklichen Augenblick...(Blick auf die Gedenktafel "Carl Haacker dem Mitbegründer des "Film-Aktivs" und Wegbereiter der DEFA stetes Gedenken")...miterleben. Gäste von der amerikanischen Filmkontrolle...(Einblendung)...Carola Höhn, Paul Klinge, Wolfgang Lukschy, Peter van Eyck in Uniform, Rolf Weih, Hilde Körber...(jeweils mit Filmeinblendung)...unter den Gästen ist die Tänzerin Tatjana Skowski, Agate Boschmann und Herbert Uhlig, der Regisseur Gerhard Lamprecht, die Intendanten Ernst Legal und Borislaw Pawloff...(jeweils mit Filmeinblendung). Sprecher: "Es ist ein sowjetischer Offizier (Filmeinblendung) der die Grunderfahrung aller in Worte fasst". Umschnitt auf Oberst Sergei Iwanowitsch Tjulpanow am Rednerpult (halbtotal) (O-Ton) "Der Film als Massenkunst muß eine scharfe und mächtige Waffe im Kampf gegen die Reaktion für die tiefgehende Demokratie, gegen den Krieg und den Militarismus...(Blick auf die Zuhörer im Festsaal)...für Frieden und Freundschaft aller Völker der ganzen Welt werden". Blick über den voll besetzten Saal auf die Bühnendekoration "DEFA 1946" (halbtotal). Blick auf die applaudierenden Zuschauer (halbtotal). Sprecher: "Das was hier geschieht ist keine Kleinigkeit, der neue deutsche Film hat seine Heimat gefunden". Historischer Filmausschnitt von der Überreichung der Lizenz an die Direktoren der DEFA durch Oberst Tjulpanow auf der Bühne (halbtotal) (mit Originalton). Umschnitt

0:04:45

Blick auf die Vorfahrt von PKW`s vor dem teilweise zerstörten Haus "Deutsche Oper" bei der Premiere des 1. Films der DEFA "Die Mörder sind unter uns" am 15. Oktober 1946 (halbtotal). Umschnitt auf den gefüllten Innenhof mit Leuchtreklame "Deutsche Staatsoper" (halbtotal). Umschnitt. Kameraschwenk über die eintreffenden Ehrengäste und Schauspieler im Saal (halbnah). Umschnitt auf die eintreffenden Ehrengäste und Vertreter der sowjetischen Militäradministration vor dem Haus (halbtotal). Umschnitt. Blick auf den eintreffenden Wilhelm Pieck neben Otto Grotewohl im Saal (halbtotal). Weitere historische Filmausschnitte von der Premiere mit Original-Wochenschaukommentar (halbtotal). Kameraschwenk vom Eintreffen der Schauspielerin Hildegard Knef (halbtotal). Umschnitt auf das Gesicht von Hildegard Knef (halbnah). Umschnitt auf eine Szene aus dem Film "Die Mörder sind unter uns" mit dem Fabrikanten Brückner (halbnah) mit Original-Wochenschaukommentar. Brückner sieht einen männlichen Schatten (halbnah) (O-Ton) "Was ist denn? Was stieren Sie mich denn so an? Habe ich Ihnen etwas getan"? Sind Sie verrückt geworden, was reden Sie denn? Nehmen Sie doch die Hand aus der Tasche, die Pistole, Sie haben doch eine Pistole in der Hand. Menschenskind, seien Sie doch vernünftig. Wollen Sie etwas von mir? Brauchen Sie Geld? (Ich fordere Rechenschaft Herr Hauptmann Brückner) Rechenschaft, wofür Rechenschaft? (38 Männer, 54 Frauen, 31 Kinder, Munitionsverbrauch 347 Schuss) "Was denn, Menschenskind, da war doch Krieg, da waren doch ganz andere Verhältnisse. Was habe ich denn heute damit zu tun? Jetzt ist doch Frieden, wir haben doch Weihnachten, Friedensweihnachten. Mensch, meinetwegen, meine Frau, meine Kinder, was haben denn meine Kinder damit zu tun". Abblendung.

0:07:10

Sprecher: "An diesem Tage läuft aber auch die neueste Folge der DEFA-Wochenschau". Vorspann der Wochenschau "Der Augenzeuge" mit Originalkommentar: "Sie sehen selbst, sie hören selbst, urteilen sie selbst". Sprecher: "Nacht alle Schuldigen sind in Nürnberg verurteilt worden. Zeitgleich mit der Anklage von der Leinwand die Anklage auf der Straße. Die Realität hat die Fiktion eingeholt, und der Film wird zum Augenzeugen". Wochenschaubericht mit Originalkommentar über die Reaktionen der Bevölkerung über die Freisprüche im Nürnberger Prozess: Blick auf eine Demonstration der deutschen Antifaschisten (halbtotal). Plakat "Nürnberg-Ein Fehlurteil" und "Tod allen Kriegsverbrechern" (halbnah). Blick auf einen Redner (halbtotal) "Zeigen wir, Kameraden und Freunde, zeigen wir durch unseren Protest der Welt dass es ein anderes, ein besseres Deutschland gibt und das wir Deutschen unser Vaterland dahin bringen wollen das es ein anständiges Land wird". Umschnitt

0:08:30

Sprecher: "Ein Jahr Arbeit, ein Jahr Erfahrung. Man macht Filme die Sinn haben, eine bescheidene Feier...(Schwenk über die Gäste im Saal)...überliefert die Erklärung des Namens". Kameraschwenk auf das DEFA-Logo "Diene Ehrlich Friedlichem Aufbau - 17. Mai 1946-17.Mai 1947" (halbtotal). Umschnitt auf einen Wochenschaubericht über Dreharbeiten zu einem neuen Spielfilm mit Originalkommentar: "Der Scheinwerfer, das Wahrzeichen des Films, brennt in den Ateliers der DEFA jetzt wieder seit einem vollen Jahr. Zur Ehrung der einjährigen Lizensierung einer Gruppe von antifaschistischen Filmleuten besucht "Der Augenzeuge" Johannisthal, wo Kurt Maetzig seine "Ehe im Schatten" inszeniert". Blick auf einen Scheinwerfer (halbnah). Schauspielerin im Rokoko-Kostüm (halbnah). Umschnitt auf Schauspielerinnen an einem Ententeich (halbtotal). Schauspielerin wird neu geschminkt (halbnah). Kurt Maetzig gibt Anweisungen neben der Kamera (halbtotal). Blick auf die Filmklappe für eine Einstellung mit Hilde von Stolz und Paul Klinger an dem Ententeich (halbtotal). Kameraschwenk von den Schauspielern zum konzentriert arbeitenden Filmstab (halbtotal) "Aus, danke. Feierabend, Licht aus". Blick auf die rückwärts fahrende Kamera auf Laufschienen mit Kurt Maetzig (halbtotal). Blick auf das Filmscript (nah). Umschnitt

0:09:40

Sprecher: "Der Sekundenblick des "Augenzeugen" bewahrt das Bild derer die voran gehen". Szenen von Nachtaufnahmen eines Rummelplatzes in den Ateliers von Babelsberg (halbtotal) mit Original Wochenschau-Kommentar. Aufnahmen vom Filmteam und dem drehenden Riesenrad (halbtotal). Mitfahrt in einer Gondel des Riesenrades (halbtotal). Abblendung. Blick auf das Drehbuch zur "Affaire Blum" (nah). Blick auf den Stuhl des Regisseurs Erich Engel (halbnah). Umschnitt auf das Gesicht von Erich Engel (halbnah). Kameraschwenk von oben über den nachgebauten Gerichtssaal im Atelier (halbtotal). Blick auf den Regisseur mit seinen engsten Mitarbeitern (halbtotal). Kameraschwenk vom Regisseur Engel auf den Gerichtssaal (halbtotal). Abblendung. Blick auf das Drehbuch zu "Und wieder 48" (halbnah). Umschnitt auf den Autor und Regisseur Gustav von Wangenheim neben der Führungskamera (halbnah) (O-Ton) "Was wir wollen mit unserem Film "Und wieder 48", wir wollen unseren Zuschauern ein lebendiges Bild geben von den wesentlichen Beziehungen zwischen heute und damals vor hundert Jahren, zwischen den damaligen Ereignissen und den heutigen Menschen, und davon handelt auch die Szene die wir jetzt gerade eben geprobt haben. Können wir jetzt aufnehmen? Also, Aufnahme". Umschnitt. Beleuchter ziehen einen großen Scheinwerfer in die Höhe (halbtotal). Blick auf den leuchtenden Scheinwerfer (halbnah) in der großen Südhalle, hier entsteht ein Bau für "Rotation", den Film von Wolfgang Staudte. Blick auf Wolfgang Staudte mit seinem Stab an der Filmkamera (halbtotal) (O-Ton) "Halt, Dankeschön". Umschnitt auf eine Zimmerszene (halbtotal) für Kurt Maetzig`s Film "Die Buntkarierten". Eine Frau betritt das Zimmer (halbtotal) (O-Ton) "Wie sehe ich aus". Mutter "Wunderschön, sehr, sehr schön". Umschnitt auf eine Aufnahme zu Slátan Dudow`s neuen Film in einer Wohnküche (halbtotal) (O-Ton) "Gute Abend, ach Kinder ich habe einen Mordshunger". Slátan Dudow neben der Kamera (halbtotal) (O-Ton) "Danke, wir müssen die Szene noch einmal proben, bitte gehen Sie auf Ihren Platz". Umschnitt

0:12:05

Blick auf ein Kamerateam (halbtotal). Sprecher: "Sie stehen ein für das was sie verkünden und das Publikum spürt es....(Blick auf das DEFA-Kino "Kastanienallee" von außen mit Ankündigungsschild "Rotation")... Vertrauen stellt sich ein weil es in Anspruch genommen wird, Künstler und Zuschauer versuchen zusammen auf die Wahrheit zu kommen. Allein 10 Millionen Menschen sehen in 2 Jahren den Film von Kurt Maetzig". Blick in das Foyer des Kinos an der Kastanienallee (halbtotal). Umschnitt auf einen Wochenschauausschnitt mit Originalkommentar von der Preisverleihung an Kurt Maetzig (halbnah) "Sein Film "Ehe im Schatten" erhielt bei einer Publikumsumfrage den Preis als international bester Nachkriegsfilm. Ein Vertreter der "Filmwoche" aus Baden-Baden überreicht den "Bambi"-Preis". Sprecher: "Das Ausland sieht her und kommt her. Der Charakter der Filme, die Haltung ihrer Schöpfer, die künstlerischen Lösungen, verschaffen der DEFA Anerkennungen und Freunde". Umschnitt auf die Begrüßung des ausländischen Gastes Alexandrow bei der DEFA (halbnah). Kameraschwenk über den Gast bei seinem Gang zum Atelier (halbtotal). Original-Wochenschaukommentar: "Alexandrow besuchte die Ateliers der DEFA in Berlin und wohnte den Aufnahmen zum DEFA-Film "Chemie und Liebe" des Regisseurs Rabenalt bei". Blick auf die Begrüßung im Atelier zwischen Rabenalt und Alexandrow (halbtotal). Abblendung. Umschnitt

0:13:25

Kameraschwenk über den eintreffenden Besucher Béla Balázs neben einem Omnibus mit Aufschrift "DEFA - Der Augenzeuge" in den Filmstudios Johannistal (halbtotal). Blick auf das Öffnen der Atelierstür mit Aufschrift "Nichtbeschäftigten ist der Zutritt untersagt" (halbtotal). Filmregisseur und Schriftsteller Béla Balázs geht durch das Atelier und schaut sich die Aufbauten an (halbtotal). Blick auf eine weitere Aufnahme zu Slátan Dudow`s neuen Film in einer Wohnküche (halbtotal). Die Tür öffnet sich und Béla Balázs unterbricht die Aufnahme (halbtotal) (O-Ton) "Stopp, stopp", "Wir haben Besuch". Balázs geht zu Slátan Dudow (halbnah) (O-Ton) "Ich wußte nicht das ich störe" und begrüßt ihn "Herr Balázs, ich freue mich sehr das Sie hierher gekommen sind, wir sind gerade im Augenblick eine Szene zu drehen mit dem Thema zu unserem Film "Unser täglich Brot". Umschnitt auf eine Filmklappe "Kamera: Nitzschmann - Sartre in Berlin" (halbnah). Umschnitt auf die Vorfahrt des Wagens mit Sartre (halbtotal). Jean Paul Sartre und seine Frau Simone de Beauvoir steigen aus dem PKW (halbtotal). Kameraschwenk über das Ehepaar bei ihrem Gang zum Hauseingang mit Schildern "DEFA Wochenschau "Der Augenzeuge" (halbtotal). Umschnitt.

0:14:30

Blick auf eine Gruppe Bläser mit Zylindern und den umgehängten Instrumenten (halbtotal). Musizierend marschieren sie die Straße entlang und die Kinder folgen ihnen (halbtotal). Umschnitt. Blick von oben auf die Musiker und Zuschauer (halbtotal). Umschnitt. Blick von unten auf die zuschauenden Mieter an ihren Fenstern (halbtotal) mit Original-Wochenschaukommentar: "Sind vielleicht die da oben gemeint"? Blick von oben auf die Musiker und Mann mit Filmklappe "Augenzeuge Nummer 100" (halbtotal). Umschnitt auf Zeitrafferaufnahmen vom Schnittmeisters am Schneidetisch (halbtotal) und dem Filmvorführers beim Einlegen der 100. Wochenschau "Der Augenzeuge" (halbnah). Umschnitt auf den kompletten Vorspann der Ausgabe mit Originalton und eingeblendeten Stabangaben. Umschnitt. Sprecher: "Die Zeit braucht einen denkenden Zuschauer...(Schwenk über Kinobesucher im Foyer)...der Zuschauer braucht jemanden der ihm hilft und der ihm etwas zutraut. Die Kameras, Augen der Wochenschau...(Blick auf Kameramänner an verschiedenen Orten)...tragen Bild um Bild zusammen, Zeugnisse der Zeit...(Blick auf eine Fußball-Meisterschaftsspiel)...Der Augenzeuge der daraus entsteht ist mehr, er ist Chronist...(Schwenk über Otto Grotewohl bei sein Gang zum Wahllokal)...er ist Sachverwalter seines Publikums, er ist eine Person mit Charakter...(Blick auf Grotewohl neben der Wahlkabine)...Der Mann, die Frau im Kinosaal, aufgerufen sich nichts mehr vormachen zu lassen...(Kameraschwenk über eine Großkundgebung in Berlin)...sondern selber hinter den Bildern den Sinn der Dinge erkennen zu lernen...(Blick auf Kameramänner und Fotografen)..."Sie sehen selbst, sie hören selbst, urteilen sie selbst", der Slogan von Kurt Maetzig wird zu einem Markenzeichen der antifaschistischen Demokratie. Es ist nicht nur ein Blick in die Welt, es ist eine neue Weise die Welt zu sehen mit dem Blick auf ihre Änderbarkeit". Umschnitt

0:16:50

Wochenschauaufnahmen mit Originalkommentar: Kameraschwenk über eine marode Dachmauer "Viele Häuser sind noch ohne Schutz dem Wetter ausgesetzt, woran liegt es das in Berlin diese notwendigsten und dringendsten Arbeiten nicht ausgeführt werden?...(Kameraschwenk von oben über marode Häuser und Dächer)...Liegt es an den Menschen, an der Verwaltung, am Material?...(Kameraschwenk von oben über die Häuser mit Kriegsschäden in Berlin)...Der Augenzeuge macht sich zum Sprecher vieler Handwerksmeister und Hausbewohner und besucht die Abteilung für Bau- und Wohnungswesen im Magistrat der Stadt Berlin". Umschnitt auf einen anderen Wochenschaubericht: Blick auf das Zerkleinern von Äpfeln zu Mus (halbnah) "Der Augenzeuge macht sich zum Sprecher von 3 Millionen Berlinern denn er mahnt und fordert: Wir wollen von den Früchten die vor den Toren unserer Stadt wachsen auch etwas essen". Blick auf das verpacken von Apfelmus in Gläsern (halbtotal). Umschnitt auf einen weiteren Wochenschaubericht: Kameragang durch einen Flurtrakt (halbnah) "Der Augenzeuge macht sich zum Sprecher von Millionen und besucht Oberbürgermeister Doktor Ostrowski im Stadthaus...(Gang zur Bürotür des Bürgermeisters)...um Auskunft über eine brennende Frage zu erbitten". Umschnitt auf einen anderen Wochenschaubericht: Blick auf eine Kindergärtnerin mit Kleinkindern auf der Treppe einer U-Bahn-Station (halbtotal) "Viele elternlose Flüchtlingskinder kommen zu uns, sie alle haben die Hoffnung der Augenzeuge wird ihnen die Eltern wiederfinden". Blick auf die Kindergruppe vor dem Eingang der "DEFA Wochenschau Abteilung Zeichenfilm" (halbtotal). Umschnitt auf das Kind Peter Stüwe vor der "Augenzeugen-Wand" (halbnah) Kommentar: "Gefunden in Neuhagen bei Berlin. Renate Pollack, (Filmeinblendung) drei Jahre alt, ebenfalls in Neuhagen gefunden. Dieter Kern (Filmeinblendung des Jungen mit O-Ton) weiß nur seinen Namen und kam aus dem Wartegau". Filmeinblendung "Wer nähere Angaben machen kann wende sich unter Bezug auf den Augenzeugen Nr. 14 an die Redaktion des Augenzeugen, Berlin C. 2 Hankestrasse 3". Sprecher: "In einer dreijährigen Aktion finden über 400 Kinder ihre Eltern oder Angehörigen wieder".

0:18:20

Sprecher:" Der Augenzeuge selbst wird zum Akteur der Ereignisse, im Herbst 47 wird der Kulturbund im britischen Sektor von Berlin verboten". Blick auf die Auflösung und Leerung der Büros (halbtotal). Umschnitt. Der Maler Max Pechstein hilft beim Auszug und hängt eine Büste von der Wand ab (halbtotal). Umschnitt auf den Musiker Benedikt und der Dichter Johannes R. Becher beim abnehmen der an der Wand hängenden Ankündigungsplakate (halbtotal). Wochenschaukommentar: "Der Kulturbund rief seine Mitglieder und Freunde zu einer Protestkundgebung in das Berliner Funkhaus...(Blick auf das Kundgebungsplakat)...Tausende kamen". Blick auf die eintreffenden Teilnehmer der Kundgebung vor dem Funkhaus (halbtotal). Sprecher: "Die Kundgebung soll gewaltsam gesprengt werden, da zieht die DEFA mit Scheinwerfern und Kameras einen Ring um das Gebäude, Kunst wird im Wortsinn zu Waffe. Die Störenfriede befürchten Augenzeugen". Blick auf die eintreffenden Teilnehmer in der Dunkelheit (halbtotal). Umschnitt auf die Kundgebung im Funkhaus (halbtotal). Abblendung

0:19:10

Kameraschwenk über die Treppe hinunter eilende Mitarbeiter des Augenzeugen (halbtotal) (O-Ton). Frauen und Männer mixen ein Getränk an der Augenzeugen-Bar (halbnah) (O-Ton) "Was für ein Wochenschau-Cocktail" "Wollen wir einen zusammen mixen"? "Na klar, solide Grundlage, Korn" "Und einen Gin für mich" "Ne, ne, lieber Wodka" "Pfeffer und Scheibe Zitrone nicht vergessen" "Und was süßes" "Ne, ne, was starkes". Umschnitt auf die zuschauenden Kollegen im Saal (halbtotal). Umschnitt auf den singenden Kameramann neben der Bar (halbnah) (O-Ton) "Ich stehe an der Kamera und drehe, drehe, drehe, ich bin bei allen Dingen da und sehe, sehe, sehe. Revue, Fabriken, Sensationen, der Augenzeuge sieht und hört wo was geschieht, wo was passiert, wer vorwärts geht, wer stört. Wir kennen weder Rast noch Tod, Tempo, Tempo, Tempo, wir sind nicht mal bei Nacht zu Hause, Tempo, Tempo, Tempo. Doch jeder weiß warum, wieso, es ist der Rat der drängt, wir wollen das es vorwärts geht zum Ziel das jeder kennt". Kollegen klatschen Beifall (halbtotal) (O-Ton). Umschnitt

0:20:20

Sprecher: "Herbst 1949, für Wochenschau und Dokumentarfilm und für den Filmverleih der DEFA entsteht ein neues Haus". Kameraschwenk über das setzen der Richtkrone auf das neue Haus (halbtotal). Umschnitt auf eine Filmklappe "Kamera: Bremer: Richtfest Defa Jägerstraße" (halbnah). Handwerker läutet zum Richtfest (halbnah). Maurer trinkt ein Glas Wein und wirft es an die Hauswand (halbnah). Blick auf die hoch schauenden Handwerker und Filmleute (halbnah). Sprecher: "Die hier Hand anlegen krempeln das ganze Land um. Fachmännisch, kritisch, erwartungsvoll. Tun was dafür dass es ein anständiges Land wird...(Blick auf die Richtkrone an der höchsten Stelle des Hauses)...Wer wird je ermessen welchen Teil daran Film hatte". Blick von oben auf die zuschauenden Menschen vor dem Haus (halbtotal). Umschnitt auf die Richtkrone von unten gesehen (halbtotal) mit eingeblendeten Stabangaben: Ein Film von Günter Jordan und Christiane Mückenberger. Mitarbeit: Viktoria Dietrich, Michael Biegholdt, Erwin Nippert, Karlheinz Haarnagell. Hergestellt im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. DDR 1986. Abblendung

0:21:40 ENDE

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