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Zeitzeugengespräch: Lutz Dammbeck

116 Min.
Deutschland
à jour Film- und Fernsehproduktion GmbH, 2005

Kurzinhalt (Deutsch)

Das Zeitzeugengespräch mit Lutz Dammbeck (Maler, Grafiker, Filmemacher), geführt von Ralf Schenk fand am 15. September 2005 in Hamburg statt. Lutz Dammbeck berichtet über seine Kindheit, das Studium in Leipzig und seine ersten avantgardistischen Versuche als Filmemacher in Leipzig. Er thematisiert die Stimmung in der DDR in den 60er und 70er Jahren, seine Beschäftigung mit neuen Ausdrucksformen im Film im DEFA-Studio für Trickfilme und seinen Ausstieg aus der offiziellen künstlerischen Laufbahn in der DDR. Dammbeck schildert seinen Neubeginn in der BRD nach 1986, erläutert Themen, Herangehens- und Arbeitsweise in seiner Filmarbeit; seine Professur für Neue Medien in Dresden sowie gegenwärtige Projekte kommen ebenfalls zur Sprache.

Filmstill zu "Zeitzeugengespräch: Lutz Dammbeck"

(2005)

Filmstill zu "Zeitzeugengespräch: Lutz Dammbeck"

(2005)

Filmstab

Interviewer
  • Ralf Schenk
Person, primär
  • Lutz Dammbeck
Person, sekundär
  • Bernhard Heisig
  • Vicco von Bülow (Pseudonym: Loriot)
  • Krzysztof Kieslowski
  • Alfred Kurella
  • Alexander Kluge
  • Robert Bresson
  • Thomas Hertel
  • Bruno J. Böttge
  • Kurt Weiler
  • Rainer Simon
  • Fred Gehler
  • Hans Fischerkoesen
  • Wieland Herzfelde
  • Heiner Müller
  • Marion Rasche
  • Peter Hacks
  • Anselm Kiefer
  • Karl Friedrich Lentze
  • Alfred Döblin
  • Aldous Huxley
  • Leni Riefenstahl
  • Helma Sanders-Brahms
  • Johann Gottlieb Fichte
  • Arno Breker
  • Josef Thorak

Langinhalt

0:00:29 Insert "Lutz Dammbeck Maler, Grafiker, Filmemacher" 0:00:36 Insert "Geboren am 17.10.1948 in Leipzig, 1968 - 72 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Filmemacher seit 1976

0:00:45 Malerei und Film - die ersten Schritte (Zwischentitel) Dammbeck erklärt wie sein Interesse an Film sehr früh entstand. Er geht auf die Idee der Entwicklung der "realistischen sozialistischen Malerei" ein, die Entwicklung einer neuen "Zeitgeiststimmung" des Rock'n'Roll und trivialen Strukturen der Auflockerung im Film und die Auswirkung auf den Film Ende der 60er Jahre. 0:05:24 Interviewfrage zielt auf den künstlerischen Entwicklungsprozess ab. Dammbeck spricht über seinen Vater und seinen Werdegang über Zeichenzirkel, Abendakkademie, Abendschule (Ausbildung) zum Schriftsetzer, Student als Typograph - zufällige Entwicklung

0:07:52 Politische Prägungen: Elternhaus, Hochschule (Zwischentitel) Dammbeck spricht über die Skepsis gegenüber der DDR, die 60er Jahre und Positionierungen 0:12:24 Interviewfrage über Förderung der Porösität, Dammbeck spricht über die Hochschulzeit, Unruhen und Fassaden

0:15:19 Künstlerische Vorbilder: Ruttmann, Kluge, Bresson (Zwischentitel) Dammbeck erzählt über seine prägenden Vorbilder, "Artisten der Zirkuskuppe", Montagen und Experimente

0:18:26 Im DEFA-Trickfilmstudio: "Der Mond" (1976) und die Funktionäre (Zwischentitel) Der erste eigene Film von Dammbeck ist Hauptbestandteil dieses Kapitels, der Werdegang zum Film als Zufallsprodukt, verbotene Sujets und Vorstellungen, "Wer macht das Subgenre Trickfilm?" 0:25:04 Sisyphus in Dresden (Zwischentitel) Das Interview handelt vom Formklima, Kooperationen mit anderen Künstlern und dem "deprimierenden Babelsberg"

0:27:20 "Der Schneider von Ulm" (1979) und "Einmart" (1981) (Zwischentitel) Dammbeck spricht über seine Filme aus der DEFA-Zeit, der Genesis, sowie der Resonanz, Ikarus Metapher Erläuterung, utopische Visionen, Bedeutung der Filme und Verweise 0:33:39 Die Suche nach der Form (Zwischentitel) formaler Ausweg in der Malerei, Themenbegrenzung, Mischformen, neue Aufgaben für bildene Künstler: Produktion, Drehplan, Geld besorgen, Räume besorgen, Austattung 0:38:21 Avantgarde und Narration: "Metamorphosen I" (1979) und "Das Luftschiff" (1982) (Zwischentitel) Hier wird über die Entstehung als Gemeinschaftsprojekt gesprochen, altes surrelistisches Konzept mit Überzeichnung, mühsame Zusammenarbeit mit Rainer Simon als Erfahrung mit avantgardistischen Filmen 0:44:40 Herakles, die Nazis und der Zusatand der positiven Dummheit (Zwischentitel) Herakles, Nazifiguration, Erzählung über das Giftzimmer, Materialien von Dammbeck: loops, footage, erde, film; Irritation in der Eigeninterpretation und der Fremdinterpretation, Wirkungsmacht der Materialien 0:52:47 "Hier wird ohnehin nichts mehr..." (Zwischentitel) Über die Ausstellung 1980; Herbstsaison über den Versuch der Verbreitung kritischer Werke, Herbst 1984, Verlassen des Landes, Kernfrage "Wann verlassen wir das Land?" 0:56:42 November 1986 Ankunft im Westen (Zwischentitel) Dammbeck über die Eindrucke im Westen und neue Möglichkeiten bezüglich der Arbeit, Krafteinsatz und neue Ansätze im Westen

1:00:04 Interviewfrage über die Formsprache als Avantgarde von gestern, Zeit der SPD Kulturpolitik und Zeit der Wende, Die Rolle als Produzent 1:05:01 Kunst und Macht - eine Collage (Zwischentitel) Die Ausseinandersetzung zwischen Kunst und Macht, Faschismus, Stalinismus als Generalthema im Leben von Dammbeck? Dammbeck widerspricht dem und geht eher auf verschiedene Zufälle und Hintergründe für Themenfindung und die darausfolgende Strukturfindung am Beispiel von Düblin ein 1:11:14 Filmarbeit als Prozess: Auf der Suche nach Komplexität (Zwischentitel) "Schweinearbeit" bezüglich Dammbecks Werken durch Materialfülle an Weltpolitik, Dammbeck erzählt über Zufälle und Motivation, sowie Offenheit , Unterschiede vom Trickfilm zum Dokumentarfilm, Collage, Montage als zentrales Element der Moderne; Hybridformen der Kunst 1:17:18 Interviewfrage zur Komplexität Dammbecks Filme: Dammbeck spricht über das Kino und den Film als geeignetes Medium für seine Art von Kunst und Fragen; "Das Kino wird verschwinden", Einschätzungen zum Aufnahmevermögen der ZuschauerInnen; Problematik der Digitalisierung und Simulation 1:27:29 Zwischen Faszination und Distanz: Breker, Thorak und "Das Netz" (2003) (Zwischentitel) Dammbeck spricht über Brekers Film und "Das Netz", sowie mögliche Faszination und das Phänomen "so zu tun als ob", der Film über Riefenstahl wird behandelt 1:36:27 Provokation und Gespräch (Zwischentitel) Es geht um Dammbecks Vergleiche zwischen dem dritten Reich und der DDR, über Gemeinschaft und politische Aufklärung in Filmen und Ausstellungen 1:44:27 Die Kategorie Angst (Zwischentitel) Das kalkulierbare Risiko in Filmen wird thematisiert. 1:48:27 Professur in Dresden (Zwischentitel) Dammbecks Projektklasse "Neue Medien" an einer Malerakedemie Dresden wird näher betrachtet. Er spricht auch speziell über seine Student*innen und das Interesse an der Philosophie der Digitalisierung 1:53:20 Dammbecks Pläne für die Zukunft 1:55:22 Ende des Gesprächs 1:55:24 Insert "Das Gespräch fand am 14.9.2005 in Hamburg statt." 1:55:30 Insert "Interview: Ralf Schenk" 1:55:36 Insert "copyright DEFA STIFTUNG 2005" 1:57:50 Ende

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