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Zeitzeugengespräch: Peter Kahane

190 Min., Dokumentarfilm
Deutschland
à jour Film- und Fernsehproduktion GmbH, 2004

Film-/Videoformat
Digital Betacam

Kurzinhalt (Deutsch)

In dem am 24. März 2004 in Berlin entstandenen Zeitzeugengespräch mit Peter Kahane, geführt von Ralf Schenk, berichtet Peter Kahane über seine Biografie als Auslandskorrespondentenkind bis hin zu den Schwierigkeiten bei der Aufnahme an der Filmhochschule Babelsberg. Er erzählt von seinem filmischen Schaffen bei der DEFA und äußert sich ausführlich zur Situation der DEFA-Nachwuchsregisseure innerhalb des Studios in den 80er Jahren. Peter Kahane erläutert Entwicklung und Zeitbezug des Films "Die Architekten", berichtet über die Wendezeit und seine gegenwärtige Tätigkeit als Regisseur und Autor.

Filmstill zu "Zeitzeugengespräch: Peter Kahane"

(2004)

Filmstill zu "Zeitzeugengespräch: Peter Kahane"

(2004)

Filmstab

Interview
  • Ralf Schenk
Person, primär
  • Peter Kahane
Person, sekundär
  • Jörg Schüttauf
  • Thomas Knauf
  • Herrmann Zschoche
  • Thomas Brasch
  • Albert Wilkening
  • Lothar Warneke
  • Hans Dieter Mäde
  • Roland Gräf
  • Max Kahane
  • Doris Kahane
  • Anetta Kahane
  • Toni Krahl
  • Kurt Maetzig
  • Charles Spencer Chaplin (Pseudonym: Charlie Chaplin)
  • Barbara Honigmann
  • Alice Honigmann (geb. Kohlmann)
  • Margot Honecker (geb. Feist)
  • Gerhard Scheumann
  • Walter Heynowski
  • Karlheinz Mund
  • Elisabeth Hauptmann
  • Walter Ulbricht
  • Jean-Luc Godard
  • Wolf Biermann
  • Georg Honigmann
  • Rudi Dutschke
  • Josef W. Stalin
  • Michael Kann
  • Hannes Schönemann
  • Christian Klemke
  • Henry Schneider
  • Dietmar Hochmuth
  • Ludwig Tieck
  • Simone von Zglinicki
  • Frank Beyer
  • Horst Pehnert
  • Hans Oliva-Hagen
  • Heiner Carow
  • Christel Gräf
  • Joachim Nowotny
  • Thomas Putensen
  • Renate Holland-Moritz
  • Billy Wilder
  • Ernst Lubitsch
  • Maxim Dessau
  • Helmut Dziuba
  • Friedrich Wolf
  • Rudolf Jürschik
  • Evelyn Schmidt (geb. Rauer)
  • Karl-Heinz Heymann
  • Slatan Dudow
  • Martin Hellberg
  • Michael Kny
  • Wolfgang Greese
  • Michail Gorbatschow
  • Hans Modrow
  • Markus Wolf
  • Egon Krenz
  • Gert Golde
  • Günter Schabowski
  • Andreas Köfer
  • Helmut Kohl
  • François Truffaut
  • Iris Berben
  • Günter Mittag

Langinhalt

Teil 1

0:00:03 (Zwischentitel) Peter Kahane Regisseur

0:00:10 (Zwischentitel) Geboren am 30.05.1949 in Prag - 1975-79 Regiestudium an der HFF Potsdam - Babelsberg - 1979-90 Regisseur bei der DEFA

0:00:22 (Zwischentitel) Biografisches

0:00:32 Emigration der jüdischen Eltern nach Frankreich während des 2. Weltkrieges

0:00:54 Kommunistische Einstellung der Eltern

0:01:02 Mitgliedschaft der Eltern in der französischen Résistance

0:01:28 Journalistische Arbeit der Eltern nach Ende des 2. Weltkrieges in Berlin und zu den Nürnberger Kriegsverbrecher Prozessen

0:01:50 Arbeit des Vaters als Auslandskorrespondent in Prag für den Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN)

0:02:18 Bedeutung jüdischer Tradition in der Familie während seiner Kindheit

0:02:46 Vater lebte in seiner Kindheit am Alexanderplatz, Berlin

0:03:20 Vater löste sich früh von den jüdischen Traditionen

0:03:28 Vater besuchte jüdisches Knabengymnsaium

0:03:34 Karl-Marx-Schule, Neukölln

0:04:40 Mutter stammt väterlicherseits aus der Familie Klemperer, Berlin

0:05:45 Prägung der Kindheitsjahre in Neu-Delhi, Indien

0:06:19 Beziehung zum älteren Bruder

0:07:09 Ost-West-Konflikt aus indischer Sicht

0:07:55 Kahanes Sicht auf die damalige soziale Situation in Indien

0:08:34 Drei Monate Besuch der Schule der russischen Botschaft in Neu-Delhi, Indien

0:08:50 Besuch des Internats der DDR-Handelsvertretung in Neu-Delhi, Indien

0:09:06 Pioniernachmittage in Indien

0:10:05 Rückreise in die DDR

0:10:10 Besuch eines Internates in der deutschen Provinz

0:10:27 Toni Krahl (Musiker) besuchte ebenfalls das Internat

0:10:40 Unterschied zwischen Indien und der deutschen Provinz

0:11:35 Betreuung im Internat durch ehemalige Wehrmachtsangehörige

0:12:22 Betreuer sowohl geistig als auch körperlich versehrt

0:13:20 Antisemitismus im Internat durch Betreuer

0:14:14 Reaktion der Eltern auf Antisemitismus

0:15:30 Auflehnung gegen autoritäre Internatserziehung

0:16:50 Ausspielen der älteren gegen die jüngeren Kinder durch die Internatsleitung im DDR-Internat

0:18:02 Wahrnehmung der innerdeutschen Grenzschließung

0:18:35 Tod von Angehörigen während des Holocausts

0:18:42 Versteck der Großeltern väterlicherseits in Zehlendorf, Berlin während des 2. Weltkriegs

0:19:19 Regelmäßige Besuche bei den Großeltern

0:19:25 Beziehung zu den Großeltern in Westberlin

0:20:30 Reaktion ehemaliger Wehrmachtsangehöriger auf das Spielen von Kindern mit Waffenattrappen

0:21:38 Tante und Onkel als Betreiber des Kino Capitol, Berlin-Dahlem

0:22:28 Beschäftigung mit Internatsleben und dadurch mangelnde Wahrnehmung des Mauerbaus

0:22:39 (Zwischentitel) Frühe Filme

0:23:03 Einfluss von Kinobesuchen in Berlin auf die spätere Berufswahl

0:23:15 Einfluss durch russische Filme im Kino Blauer Stern, Berlin-Dahlem

0:23:48 Einfluss der Filme von Kurt Matzig

0:23:57 Einfluss der Märchenfilme

0:24:21 Tante und Onkel als Betreiber des Kino Capitol, Berlin-Dahlem

0:25:08 Damaliges Programm des Capitol: Charlie Chaplin und weitere amerikanische Filme

0:25:50 Besuche des Kinos in der Nähe seines Internats

0:27:16 (Zwischentitel) Berufswunsch: Filmemacher

0:27:20 Erste Gedanken zur Berufswahl

0:27:45 Berufswunsch bildete sich während der Internatszeit

0:28:43 Karriere als Journalist (wie seine Eltern) in der DDR ausgeschlossen

0:29:30 Erste Gedanken zum späteren Stil der eigenen Filme

0:30:25 Einfluss ausländischer Filme/internationaler Film in der DDR

0:31:20 (Zwischentitel) Auf Umwegen zur Filmhochschule

0:31:25 Ablehnung des ersten Aufnahmeantrages für die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) (heute: Filmuniversität Konrad Wolf, Konrad Wolf Babelsberg)

0:32:50 Studium der Romanistik auf Lehramt an der Humboldt Universität, Berlin

0:33:30 Beeinflussung durch Freundeskreis in Berlin, dem viele Leute aus dem Theaterumfeld angehörten

0:34:23 Verhältnis zu Barbara Honigman (Schriftstellerin)

0:35:45 Verhältnis zu Thomas Brasch (Schriftsteller)

0:36:20 Fehlender Zugang zur Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), da ein vorheriges Studium nicht mehr zur Qualifikation ausreicht und ein Volontariat nun Voraussetzung ist

0:36:50 Ein Abbruch des Lehramtsstudiums in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war kompliziert.

0:37:40 Anfertigung der Dissertation

0:37:44 Bewerbung bei verschiedenen Filmbetrieben (unter anderem Studio H & S) der DDR. Ablehnung jedoch aufgrund der Lehrerausbildung

0:38: Zusammenarbeit mit Karlheinz Mund (Regisseur) als Regieassistent/Rechercheur Thema der Produktion war Elisabeth Hauptmann

0:38:41 Aufgrund einer Generationslücke an Regisseuren beim DEFA-Filmstudio (1972/1973) nimmt der Generaldirektor der DEFA Albert Wilkening Kontakt mit dem Ministerium für Volksbildung auf und erreicht die Befreiung Kahanes aus der Lehrerlaufbahn

0:39:50 Zerstrittenheit mit dem Vater

0:40:15 (Zwischentitel) Politik und Emotion

0:40:22 Eigene politische Entwicklung während der Studienzeit

0:41:30 Sinn des Mauerbaus

0:42:54 Darstellung des Stalinismus in polnischen und tschechischen Filmen am Beispiel des Films "Scharf beobachtete Züge" (1966)

0:43:31 11. Plenum des Zentralkomitees (ZK) der SED (1965)

0:43:42 Erleben des "Prager Frühlings" (1968)

0:43:55 Ausflug nach Prag und die dortige Atmosphäre

0:44:54 Prognosen Walter Ulbrichts zu den Folgen des Prager Frühlings

0:45:20 Ausflug nach Bulgarien und Rückkehr in die DDR

0:46:12 Verhaftungen von Freunden (u.a. Thomas Brasch)

0:46:43 Einfluss des Prager Frühlings auf die Künstlerszene in Ost-Berlin

0:47:10 Studentenunruhen in Frankreich und Attentat auf Rudi Dutschke (1968)

0:49:37 Allgemeines Verhältnis zur Politik

0:49:47 Interesse an Politik, jedoch "abgestoßen" von Partei- oder Vereinsleben

0:50:01 Mitgliedschaft in der Freien Deutschen Jugend (FDJ)

0:50:12 Mangelnde politische Aktivität war laut Stasi-Akten der Grund für eine genauere Beobachtung

0:50:32 Kommunistische Aktivitäten der Eltern waren erfolglos

0:51:22 (Zwischentitel) 1975-79 Studium in Babelsberg

0:52:12 Erste Zulassungsprüfung für die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) (heute: Filmuniversität Konrad Wolf, Potsdam Babelsberg) (1973)

0:52:26 Erste Regieassistenzen bei der DEFA waren "schrecklich"

0:52:30 Erste Zulassungsprüfung in Form der Filmanalyse eines Dokumentarfilms wurde nicht bestanden (1972/1973)

0:57:10 Einzelgänger während des Studiums

0:58:17 Zum Freundeskreis während des Studiums gehörten unter anderem: Michael Kann und Hannes Schönemann

0:58:32 Ausbürgerung Wolf Biermanns / Biermann-Affäre (1976)

1:00:47 (Zwischentitel) Zum ersten Mal Regie

1:01:03 Obwohl oft angenommen war "Trompete-Glocke-Letzte Briefe" nicht der erste Film bei dem Kahane Regie führte

1:01:38 "Sechzehn" war ein ihm am Herzen liegendes Filmprojekt, über einen Maurerlehrling und dessen Lebensträume. Nach dem Selbstmord des Vaters übernimmt Kahane dessen Vormundschaft

1:04:01 Nach einem Streit mit Henry Schneider (Drehbuchautor) wurde der Stoff unter dem Titel "Motivsuche" (1989) unter Regie von Dietmar Hochmuth ohne Kahanes mitwirken gedreht

1:04:36 Themenwahl und Prüfungen an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF)

1:05:13 Themenwahl an der Hochschule war den Studierenden überlassen

1:06:12 Bei "Trompete - Glocke - Briefe" (1977) sollte der Widerstandskampf im dritten Reich mit Fokus auf die Personen dargestellt werden

1:06:57 Protagonisten sind die Brüder Knaack, als ehemalige Mitglieder einer Widerstandsgruppe in Berlin

1:07:42 Hinwendung zum Spielfilm. Hintergründe zu "Des Lebens Überfluß" (1979). Verfilmung des Schriftstellers Ludwig Tieck

1:08:14 Größeres Interesse am Spielfilm als am Dokumentarfilm

1:08:40 Ziel einer "ironischen Erzählung" über die Zeit missglückt. Bezeichnung als "größtes filmisches Desaster"

1:10:24 Damals mangelnde Erfahrung beim Besetzen von Rollen

1:11:28 Mitarbeit von Frank Bayer (Regisseur) als Berater an dem Film "Des Lebens Überfluß" (1979) unter der Regie von Peter Kahane

1:12:09 Grund für die Wahl Frank Beyers, als Berater, war Kahanes Bewunderung für dessen Arbeit, besonders "Karbid und Sauerampfer" (1963)

1:12:53 Lob für den Drehbuchautor Hans-Oliva Hagen

1:13:21 Bewunderung für "Jakob der Lügner" (1974)

1:13:53 Als Mentor hat Frank Beyer Tipps gegeben, aber Kahane auch eigenständiges Arbeiten zugetraut

1:15:28 (Zwischentitel) Der lange Weg zum ersten Spielfilm: "Weiberwirtschaft" (1984)

1:15:49 Arbeit als Regie-Assistent beim DEFA-Spielfilm Studio (1979)

1:17:15 Stoffentwicklung zu "Ete und Ali". Zunächst wenig entgegenkommen von Seiten des Studios

1:17:38 Unzufriedenheit nach einem weiteren Jahr Arbeit als Regie-Assistent

1:17:58 Beziehung zu Hans-Dieter Mäde (Generaldirektor der DEFA)

1:18:47 Geplante Kündigung (1982), trotz beruflicher Alternativlosigkeit

1:20:12 Angebot der Regie bei "Weiberwirtschaft" (1983) durch Christel Gräf (Dramaturgin)

1:21:02 Kahanes Einzug zur Nationalen Volksarmee (NVA) verschiebt den Drehbeginn

1:21:52 Angebot des Films "Weiberwirtschaft" (1983) als Glücksfall

1:23:28 Ende Teil 1

 

Teil 2

0:00:03 (Zwischentitel) "Ete und Ali"

0:00:30 Die kurze Zeit zwischen "Weiberwirtschaft" (1983) und "Ete und Ali" (1985) ist vermutlich auf die Zufriedenheit von Hans-Dieter Mäde (Generaldirektor der DEFA) mit "Weiberwirtschaft" zurückzuführen

0:01:42 Kameraden im Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA) hatten einen Einfluss auf das Figurenkonzept von "Ete und Ali" (1985)

0:02:37 Die Entwicklung der Geschichte dauerte knapp 4 Jahre

0:03:03 Die hohe Dialogdichte lies Dramaturgen am Erfolg des Filmes zweifeln

0:04:09 Kontroll- und Prüfungsmechanismen bei der DEFA vor einer Festanstellung

0:05:55 Generationenkonflikt zwischen Vorkriegs- und Nachkriegsgeneration

0:07:24 "Ete und Ali" (1985) stellt eine Parabel auf die Erziehung in der DDR dar

0:07:54 Wahl der Hauptdarsteller Thomas Putensen und Jörg Schüttauf

0:08:14 Jörg Schüttauf überzeugte weniger im Vorspiel an Schauspielschule Dresden als im natürlichen Umgang

0:08:54 Von der Schauspielschule Dresden wurden andere Schauspieler aufgrund von Unzuverlässigkeit seitens Jörg Schüttaufs empfohlen

0:09:38 Kahane war jedoch von seinen Qualitäten als Schauspieler überzeugt

0:10:38 Thomas Putensen vom Greifswalder Theater kam über eine Empfehlung in die engere Auswahl

0:11:20 Kahane und Putensen trafen sich in Berlin

0:13:05 Hintergründig ging es bei "Ete und Ali" (1985) auch um ein Gefühl des eingesperrt sein

0:15:43 Keine Interesse Filme über Intellektuelle zu machen

0:16:59 (Zwischentitel) "1987 "Vorspiel" oder: Der Hinterhofblick"

0:17:50 Bei "Vorspiel" (1987) sollte über die Bilder das Gefühl von Isolation erzeugt werden.

0:18:31 Drehort war Schönebeck an der Elbe

0:19:10 Die Studioleitung bat nach den ersten Bildern darum den "Hinterhofblick" auf die DDR zu lassen. Dies führte zu einem Konflikt

0:20:03 Andere Filme mit "Hinterhofblick", wie "Schnauzer" (1984) von Maxim Dessau wurden abgebrochen

0:20:15 "Heiße Themen" im Film direkt anzusprechen, würde zu einem direkten Abbruch der Produktion führen.

0:20:55 Oder durch Einflussnahme zu einer Scheindiskussion werden

0:22:09 "Schulfilme", wie "Insel der Schwäne" (1982 Regie: Herrmann Zschoche) als Möglichkeit Missstände aufzuzeigen

0:22:45 Die Position der Nachwuchsregisseure in der DEFA war schwach

0:22:55 Bewunderung für Maxim Dessau wegen dem Dreh von "Schnauzer" (1984), da dieser Missstände anspricht

0:23:54 (Zwischentitel) "Die Spätentwickler oder: Erinnerungen an die DEFA-Nachwuchsgruppe"

0:24:05 Engagement für die Nachwuchsregisseure (Regisseure die 1980/1981 begannen eigene Filme zu drehen)

0:24:45 Erfahrungen mit der Nachwuchsgruppe und Übergabe des "Manifest der Nachwuchsgruppe der Sektion Spielfilm" (1988)

0:25:09 DEFA-Nachwuchsgruppe als Kontrollinstrument

0:27:23 Nicht realisiertes Filmprojekt "Jules", nach einer Geschichte von Friedrich Wolf

0:28:06 Thema des Films: Die Freundschaft zwischen einem Arzt und einem jüdischen Händler in einem Internierungslager,

während des zweiten Weltkrieges

0:29:49 Kahanes Eltern waren während des Krieges in verschiedenen französischen Lagern interniert

0:30:25 Reise Kahanes nach Frankreich zur Recherche für den Film "Jules"

0:31:10 Gespräch mit Hans-Dieter Mäde (Generaldirektor der DEFA) über den Film. Differenzen bei der Darstellung der Figuren. Nach dem Gespräch wurde das Projekt eingestellt.

0:33:29 Trotz der Differenzen mit der DEFA schloss er eine Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) aus. Grund hierfür waren u.a. Personen wie Hans Globke.

0:34:14 Auf der Suche nach einem neuen Stoff kam Kahane auf seinen Freund Thomas Knauf (Drehbuchautor), beide arbeiteten zusammen an dem Drehbuch für "Architekten" (1990)

0:34:45 Der nächste Film sollte direkter sein und auf Metaphern verzichten

0:36:12 Zeitgleich schrieb Kahane einen Entwurf zum "Manifest der Nachwuchsgruppe der Sektion Spielfilm". Es behandelte "Zensur und Selbstzensur" innerhalb der DEFA und beim Filmemachen

0:37:07 Der Entwurf wurde durch die Nachwuchsgruppe geändert und abgestimmt

0:38:31 Von Seiten der DEFA-Leitung war keine Bereitschaft zur Veränderung gegeben

0:39:23 Schwerfällige Betriebsabläufe in der DEFA dienten der Kontrolle der Filmproduktionen

0:40:40 Vorbild für modernere Abläufe war das "Béla Balázs Studio" (BBS) aus Ungarn

0:40:51 Gründungsversammlung der der DEFA-Nachwuchsgruppe fand im Haus der ungarischen Kultur, Berlin statt

0:41:13 Es gab keine Versuche von Seiten der DEFA-Leitung die Gruppe aufzulösen

0:41:54 Einschätzung Kahanes zu Hans-Dieter Mäde (Generaldirektor der DEFA)

0:42:45 Unterschiede zum Vorgänger Albert Wilkening

0:43:23 Funktion Hans-Dieter Mädes im Zentralkomitee der SED

0:45:40 Solidarität innerhalb der Nachwuchsgruppe

0:46:39 Verhältnis der Nachwuchsgruppe zu den älteren Regisseuren

0:47:45 Wenige Mitglieder der SED innerhalb der Nachwuchsgruppe

0:48:33 Erfahrungen aus dem zweiten Weltkrieg verbanden die älteren Regisseure untereinander

0:49:05 Arbeits- und Vertragsbedingungen bei der DEFA, als Regieassistent

0:49:28 Probleme bei der Arbeit mit älteren DEFA-Beschäftigten

0:51:15 Arbeitsweise von Slatan Dudow (Regisseur) und Martin Hellberg (Regisseur)

0:52:32 Wahl der Hauptdarsteller Thomas Putensen und Jörg Schüttauf

0:53:35 Wert der Arbeit der Nachwuchsgruppe wurde oft in Zweifel gestellt und mehr geprüft

0:54:53 (Zwischentitel) 1989/90 "Die Architekten"

0:55:37 Hermann Zschoche (Regisseur) war ebenfalls an der Regieübernahme für "Die Architekten " (1990) interessiert. Verzichtete jedoch zugunsten Kahanes auf das Projekt

0:56:07 Einer der Architekten (Michael Kny), auf denen die Charaktere des Films beruhen war ein Freund Kahanes

0:57:45 Sitzung des "Künstlerischen Rats" (KR) zum Drehbuch von "Die Architekten". Die Erwartungen an den Film waren bereits in der Vorbereitung hoch

0:59:02 Guter Kontakt zu Roland Gräf (Regisseur)

0:59:55 Horst Pehnert (Stellvertretender Minister für Kultur / Filmminister) bat auf einer Besprechung darum aus den Protagonisten keine Karikaturen zu machen

1:01:09 Die Hierarchiestrukturen in "Die Architekten" stellen die Hierarchiestrukturen bei der DEFA dar

1:02:05 "Die Architekten" war nie als Satire gedacht, auch wenn er als "Realsatire" verstanden werden kann

1:03:40 Absetzbewegungen und politischer Druck in der DDR hatten einen Einfluss auf die Freigabe des Drehbuchs

1:03:56 Eine Annäherung an die Politik Michael Gorbatschows von Seiten der DDR war abzusehen. Es werden Politiker genannt, die dies als möglicher Generalsekretär der SED durchführen könnten: Hans Wodrow, Markus Wolf, Egon Krenz

1:05:07 Das Alter Erich Honeckers hatte einen Einfluss auf die politische Stimmung in der DDR (1988)

1:05:55 Ein Drehbeginn im Februar 1989 wäre seitens Kahanes möglichgewesen, verzögerte sich aber durch Anordnung der Vorgesetzten auf September 1989

1:06:42 Die Wende hatte einen negativen Einfluss auf die Zuschauerzahlen des Films

1:08:17 Einfluss Gert Goldes (Nachfolger von Hans-Dieter Mäde als Generaldirektor der DEFA) auf den Film

1:09:34 Einfluss der Wende auf die Dreharbeiten

1:11:13 Dreharbeiten während der "Alexanderplatz-Demonstration" am 4. November 1989

1:13:01 Dreharbeiten am Brandenburger Tor, Berlin

1:16:13 Es gab keine Versuche von Seiten der DEFA-Leitung die Gruppe aufzulösen

1:16:22 Unterschiedliche Atmosphären, bei den Dreharbeiten zu "Ete und Ali" (1985) und "Die Architekten" (1990)

1:16:57 Dreharbeiten am Bahnhof Friedrichstraße, Berlin

1:17:43 Ausreisende aus der DDR während der Grenzöffnung/Maueröffnung

1:18:26 Dreharbeiten am Tag der Grenzöffnung/Maueröffnung

1:19:11 Erlebnis der Verkündigung der neuen Ausreiseregelungen zu Reisen von der DDR in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) am 9. November 1989, durch Günther Schabowski (Politiker)

1:20:18 Erleben Maueröffnung am Brandenburger Tor, Berlin

1:21:32 Dreharbeiten am Brandenburger Tor, Berlin (Dezember 1989)

1:24:38 Erstausstrahlung von "Die Architekten" (1990) im Fernsehen (2003) im "Mitteldeutschen Rundfunk" (MdR) und später auf "Arte"

1:24:52 Unverständnis für die späte Fernsehausstrahlung von "Die Architekten" (1989)

1:25:05 (Zwischentitel) Das Ende der DEFA

1:25:24 Entlassung bei der DEFA (Sommer 1990)

1:27:28 Rivalitäten zwischen künstlerischem und technischem Personal bei der DEFA

1:27:55 Festanstellung bei der DEFA im Vergleich freier Arbeit

1:28:45 Eigene Stoffentwicklung als Drehbuchautor

1:29:33 Andreas Köfer (Kameramann) schlug Kahane vor mit dem eigenen Stoff Produzenten anzusprechen. Hierbei handelte es um "Cosimas Lexikon" (1992)

1:29:46 "RIALTO Film" hatte Interesse an dem Film

1:30:01 Verhältnis zu den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg als "Heimat"

1:31:35 Größere Nähe zum polnischen, tschechischen oder französischen Film, als zum DEFA-Film.

1:32:46 Ende Teil 2

 

Teil 3

0:00:01 (Zwischentitel) "Neue Erfahrungen oder: Auf der Suche nach Partnern"

0:00:25 Bevorzugtes Arbeitsumfeld

0:02:31 Arbeit an Krimiserien

0:04:07 Arbeit an Fernsehproduktionen

0:04:32 "Resignation" über mangelnden aktuellen Erfolg

0:05:40 Vergleiche zwischen der DDR und der wiedervereinten Bundesrepublik Deutschland (BRD) sind schwer

0:06:12 Reaktion auf Pressekritiken zu "Cosimas Lexikon" (1992)

0:07:44 Iris Berben (Schauspielerin) als Besetzung in "Cosimas Lexikon" (1992)

0:08:08 Kritiker stellte Vergleich zwischen dem Film und der Wirtschaftspolitik von Günther Mittag (Politiker)

0:08:50 Als Reaktion auf schlechte Kritiken zog Kahane sich zurück und konzentrierte sich aufs Drehbuchschreiben

0:09:49 DDR-Themen immer noch für Filme interessant

0:11:11 Die "Nachwuchsgruppe" der DEFA-Regisseure ist in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit ähnlichen beruflichen Problemen konfrontiert

0:12:13 Arbeit Lothar Warnekes (Regisseur) und Roland Gräfs (Regisseur) nach der Wiedervereinigung

0:13:09 Wenig Zuschauerinteresse an neuen Filmen, die sich mit DDR-Themen auseinandersetzen

0:13:48 (Zwischentitel) Das Gespräch fand am 24. März 2004 in Berlin statt.

0:13:55 (Zwischentitel) Interview: Ralf Schenk

0:14:16 Ende Teil 3

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