DEFA-Literaturverfilmungen: Symposium in Halle
Puschkino, Halle
Ein zweitägiges Symposium beleuchtet im Puschkino Halle die Wechselbeziehung zwischen Film und Literatur. Diskutiert werden ästhetische Strategien und die heutige Relevanz dieses Kernstücks der DEFA-Geschichte.
Das Symposium ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Kurator Paul Werner Wagner und dem Puschkino. Die Veranstaltung beleuchtet die engen Wechselbeziehungen zwischen Film und Literatur, die weit über eine bloße Bebilderung von Texten hinausgeht. Das Programm bietet eine anspruchsvolle Verknüpfung von Wissenschaft und Filmkunst: Internationale Gäste aus den USA, Großbritannien und Frankreich betrachten gemeinsam mit deutschen Expertinnen und Experten die ästhetischen Transformationsstrategien der DEFA und die heutige Relevanz des Filmerbes.
Neben Fachvorträgen – etwa zur Neuinterpretation von DDR-Literatur für ein junges Publikum oder zur Rezeption von DEFA-Filmen an US-amerikanischen Museen – stehen zentrale Filmwerke im Fokus: Gezeigt werden Wolfgang Staudtes Satire DER UNTERTAN (1951), Konrad Wolfs Christa-Wolf-Verfilmung DER GETEILTE HIMMEL (1964) sowie Rainer Simons Ödipus-Adaption DER FALL Ö. (1990). Die Vorführungen werden durch Fachgespräche begleitet, an denen unter anderem Regisseur Rainer Simon und Stefanie Eckert teilnehmen. Die Tagung öffnet einen Raum für den intergenerationellen Dialog und lädt sowohl Studierende als auch das Hallenser Publikum ein, die Bedeutung des DEFA-Erbes zu reflektieren.
Das vollständige Programm finden Sie hier .


