DEFA-Stiftung präsentiert: Ein Abend für Iris Gusner
Kino Krokodil, Berlin
Im Rahmen ihres monatlichen Filmabends im Berliner Kino Krokodil präsentiert die DEFA-Stiftung am Montag, 9. März, um 19:00 Uhr einen Abend für Iris Gusner. Anlässlich ihres 85. Geburtstags wünschte sich die Filmemacherin eine Vorführung ihres DEFA-Spielfilms WÄRE DIE ERDE NICHT RUND... (1981).
WÄRE DIE ERDE NICHT RUND... handelt von Christiane aus der DDR und Hatem aus Syrien, die in Moskau zusammen Geologie studieren. Sie verlieben sich und bekommen ein Kind. Doch kann die junge Liebe zweier Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen langfristig funktionieren? Gibt es eine Perspektive für eine gemeinsame Zukunft nach dem Studium?
Iris Gusner ist eine von nur wenigen Filmemacherinnen, die am DEFA-Studio für Spielfilme Regie führten. Die Liebestragödie zählt zu den persönlichsten Werken Gusners. In Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Tamara Trampe konnte sie zahlreiche Erfahrungen aus ihrer eigenen Studienzeit in den 1960er-Jahren an der Moskauer Filmhochschule WGIK in das Drehbuch einfließen lassen. Gusners authentisches Wissen über die Stadt Moskau, die russische Sprache und das dortige internationale studentische Leben wird für das Publikum spürbar. Die Filmwissenschaftlerin Cornelia Klauß bemerkt in der Rückschau: „Der 1981 gedrehte Film nimmt erstaunlich viel von dem vorweg, was heute in den Debatten über den Zusammenprall von Orient und Okzident verhandelt wird.“ – ein einmaliges Zeitdokument.
Nach der Filmvorführung findet ein Filmgespräch mit Iris Gusner und Philip Zengel (DEFA-Stiftung) statt. Tickets sind ab März über das Kino Krokodil erhältlich.

Christiane und Hatem in WÄRE DIE ERDE NICHT RUND... (R: Iris Gusner, 1981) Fotograf: Wolfgang Ebert

Iris Gusner während der Dreharbeiten für WÄRE DIE ERDE NICHT RUND... (R: Iris Gusner, 1981) Fotograf: Wolfgang Ebert